Pandora´s Tower
Artikel verfasst von Gennaro Grippo am 12.09.2011
Es grenzt schon an ein Wunder, dass „Pandora’s Tower“ und „The Last Story“ den Weg nach Europa schaffen. Schließlich gab es einst eine Zeit, wo klassische Japano-RPGs nicht den Hauch einer Chance hatten in die westliche Hemisphäre vorzudringen. Doch Nintendo wäre nicht Nintendo, wenn sie den Fans zum Abschied des überaus erfolgreichen Produktlebenszyklus der Wii nicht ein Geschenk machen würden. Auf der gamescom zeigte Nintendo überraschend beide Titel. Nach einigen Kämpfen in „The Last Story“ haben wir unseren Weg fortgesetzt und uns im Turm von Pandora umgesehen.
No Martini - No Party
Genau wie bei „The Last Story“ müssen sich Rollenspiel-Veteranen bis 2012 gedulden, um „Pandora’s Tower“ einen Besuch abzustatten. Trotz japanischer Bildschirmtexte haben wir uns auf dem Kontinent Graecia begeben, wo in Kürze das alljährliche Erntefest im Königreich von Elysium stattfindet. Wir verkörpern dabei den Protagonisten Ende, der gemeinsam mit seiner Freundin Ceres eingeladen wurde. Ceres soll den Hof mit ihrem Gesang unterhalten, doch dazu kommt es gar nicht. Inmitten der Feierlichkeiten stürmen bösartige Kreaturen das Königreich und attackieren jeden, der ihren Weg kreuzt. Auch wir geraten ins Visier der Feinde und schaffen es nur mühselig, gemeinsam mit einem Händler namens Graiai, in einem Turm Zuflucht zu finden. Allerdings wurde auf den Weg dorthin Ceres mit einem Fluch belegt. Wir erfahren, dass Ceres durch den Fluch nach und nach zu einer Bestie mutiert. Um den Fluch zu brechen und Ceres menschliche Gestalt zu wahren, müssen wir die Herzen von Kreaturen einsammeln. Der Händler Graiai übergibt uns daraufhin eine Kette, mit der wir uns durch den Turm von Pandora kämpfen und den finsteren Bestien das überlebensnotwendige Organ entreißen.
Der Turm von Pandora besteht aus insgesamt zwölf Türmen, die sich thematisch gesehen allesamt voneinander unterscheiden. In jedem Turm befindet sich ein Endgegner, dessen Herz wir an uns reißen müssen. Im Laufe unseres Abenteuers stellen sich uns zahlreiche Gegner in den Weg, mit denen der erfahrene Rollenspieler woanders schon öfters Bekanntschaft gemacht hat. Fliegende Kreaturen, Krabbelviecher und giftige Pflanzen gestalten unseren Alltag und sind nach wenigen Schwerthieben wieder von der Bildfläche verschwunden. Sowohl Gegner- als auch Leveldesign erinnern stark an „The Legend of Zelda“, welches laut offiziellen Angaben auch als Inspirationsquelle herangezogen wurde. Selbst die Rätseleinlagen orientieren sich an Links Abenteuern, weshalb sich Fans sofort heimisch fühlen werden. Im Großen und Ganzen fungieren eine Kette und ein Schwert als Eure Hauptwaffen, im späteren Spielverlauf sollen sich auch Fernwaffen ins Inventar hinzugesellen. Stimmige Zwischensequenzen, die die Leiden und Freuden der Charaktere in Szene setzen und die Story vorantreiben, runden das Gesamtpaket positiv ab.
Sesam öffne dich, irgendwie
In unserer kurzen Anspielsession bestand unsere Aufgabe darin, eine Tür zu einem anderen Turm zu öffnen. Allerdings versperrten Büsche und Pflanzen den Weg dorthin. Als wäre dies nicht schon genug, musste die Tür selbst noch mit einem automatischen Mechanismus verriegelt sein. Eingespielte Rollenspieler wissen, irgendwo in einem anderen Areal befindet sich der Schalter. Also begeben wir uns einige Stufen und Türen zurück und halten nach einem verdächtigen Etwas Ausschau. Auf dem Weg dorthin sichten wir einige Truhen, die diverse Items wie Tränke oder auch Bücher enthalten, die die Story weiter verarbeiten. Dutzende erledigte Gegner später wurden wir in einem benachbarten Raum fündig. Dort machte eine etwas zu groß geratene Piranha-Pflanze seine Runden. Der Kampf an sich hält sich in Grenzen und erfordert keine ausgeklügelte Taktik, schlichtweg weil die Schwächen des Gegner evident sind. Wenn ein Auge leuchtet oder der Ellbogen verdächtig aufblinkt, werden wir förmlich eingeladen diese Stellen zu bearbeiten. Interessant ist die Möglichkeit, Gegner mit der Kette an Objekte wie beispielsweise Säulen festzuhalten und sie anschließend zu verhauen.Prinzipiell sind die Kämpfe jedoch recht kurzweilig und kaum tiefgründig. Sämtliche Gegner lassen sich scheinbar mit der Kette bezwingen. Ob zumindest die Endgegner klüger agieren und unsere Gehirnzellen stärker beanspruchen, bleibt fraglich. Nachdem allerdings die Pflanze ihre virtuelle Photosynthese einstellen musste, verschwanden die Büsche und Pflanzen im zuvor erwähnten Raum und wir konnten unseren Weg fortsetzen. Allzu weit kamen wir jedoch nicht, denn schließlich musste noch die Tür an sich geöffnet werden. Wir befolgten einen Hinweis, wonach wir mit unserer Kette den Mechanismus der Tür knacken sollten. Dies gestaltete sich komplizierter als es womöglich in Wirklichkeit der Fall ist. Hier hat uns sehr wahrscheinlich die japanische Sprache etwas aufgehalten. Die finale Version wird selbstverständlich lokalisiert.
Gennaro Grippo meint...
Dass, was wir bislang von „Pandora’s Tower“ sehen durften, hat uns gefallen. Doch der Funken will noch nicht wirklich überspringen. Wahrscheinlich lag es an der kurzen Spieldauer, in der wir schlichtweg noch zu wenig Eindrücke gewinnen konnten. Selbst ein Einblick in das Herzstück eines jeden Rollenspiels, das Aufleveln, blieb uns verwehrt. Die düstere Atmosphäre und die packende Story wissen allerdings zu überzeugen. Allzu hohe Anforderungen sollte man an dem Titel jedoch nicht stellen. Selbst ein direkter Vergleich zu „Twilight Princess“ würde dem Japano-RPG Unrecht tun. „Pandora’s Tower“ wird zweifelsohne ein unterhaltsames Rollenspiel, eben auf seine eigene Art und Weise.
Dass, was wir bislang von „Pandora’s Tower“ sehen durften, hat uns gefallen. Doch der Funken will noch nicht wirklich überspringen. Wahrscheinlich lag es an der kurzen Spieldauer, in der wir schlichtweg noch zu wenig Eindrücke gewinnen konnten. Selbst ein Einblick in das Herzstück eines jeden Rollenspiels, das Aufleveln, blieb uns verwehrt. Die düstere Atmosphäre und die packende Story wissen allerdings zu überzeugen. Allzu hohe Anforderungen sollte man an dem Titel jedoch nicht stellen. Selbst ein direkter Vergleich zu „Twilight Princess“ würde dem Japano-RPG Unrecht tun. „Pandora’s Tower“ wird zweifelsohne ein unterhaltsames Rollenspiel, eben auf seine eigene Art und Weise.
Informationen zum Spiel
Genre
Action-Rollenspiel
Entwickler
Ganbarion
Publisher
Nintendo
Releasedatum
13.04.2012
USK-Freigabe

» Weitere Infos zum Titel
Action-Rollenspiel
Entwickler
Ganbarion
Publisher
Nintendo
Releasedatum
13.04.2012
USK-Freigabe

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