Skylanders: Spyro`s Adventure
Artikel verfasst von Sascha Geldermann am 03.09.2011
Spyro gehörte einmal zu den ganz Großen unter den Videospiel-Helden und wurde von Fachpresse wie Fans bejubelt, bevor er dann abstürzte und seine Abenteuer nur noch in den tieferen Wertungsregionen landeten. Doch Activision gibt den lila Drachen nicht auf, der im Oktober ein Comeback wagt – mit frischem Look und neuem Konzept.
„Skylanders: Spyro’s Adventure“ will die Brücke zwischen Spielzeug und Videospiel schlagen. Möglich mach das eine Peripherie mit dem Namen „Portal of Power“, auf dem sich kleine Plastikfiguren platzieren lassen, die dann augenblicklich als Helden im Spiel erscheinen. Das Konzept ist interessant, zumal mit 32 Figuren für einen vielseitigen Kader gesorgt ist. Wir schmeißen als erstes ein gewaltiges Baumwesen auf das Portal, um mit diesem nur wenig später auf dem Bildschirm ordentlich Prügel auszuteilen. Zum Wechseln der Spielfigur muss einfach nur die Plastikfigur ausgetauscht werden, was schnell und unkompliziert abläuft. Und so tauschen wir unseren holzigen Protagonisten innerhalb von Sekunden gegen ein Fischwesen aus, das den Gegnern mit seiner Harpune ordentlich einheizt.
Das Konzept funktioniert technisch einwandfrei und wirkt auch absolut durchdacht. So besitzt jede Plastikfigur auch einen Speicherchip, auf dem sich Attribute und Ausrüstung sichern lassen. Wii-Besitzer können ihre Figuren daher auch mit zu einem Freund nehmen und dort in der Xbox360-Version mit den auf der Nintendo-Konsole errungenen Items und Fortschritten weiterspielen. Eigentlich eine runde Sache, doch eine Frage bleibt: Welche Vorteile bringt dieses System dem Spieler? Die Spielzeuge an sich werden nämlich selbst die junge Zielgruppe wohl wenig begeistern, sind die starren Plastikfiguren doch eher ein Blickfang für die Vitrine. Hier kommen also hauptsächlich Spieler mit Sammelleidenschaft auf die Kosten – und natürlich Activision. Schließlich versprechen die Figuren zusätzliche Einnahmen. Zwar liegen dem Spiel zum Preis von fairen 70 Euro neben dem Portal Spryo und noch zwei weitere Figuren bei, die für das Durchspielen des Abenteuers genügen – wer das Konzept voll ausschöpfen und alle Bonusareale erreichen will, muss aber Spielzeuge nachkaufen. Der Preis soll bei knapp acht Euro pro Figur liegen, sodass in ein vielseitiges Team eine ordentliche Summe investiert werden muss.
Doch was taugt das Spiel selbst? In diesem Punkt hat uns die gamescom-Demoversion positiv überrascht. Der Fokus liegt hier nicht auf Jump’n’Run-Elementen, sondern vielmehr auf das Erforschen der Spielwelt und vor allem auf actiongeladenen Kämpfen. Ganze Horden an Gegner müssen die Helden hier auseinandernehmen, wobei jeder der 32 Kämpfer individuelle Attacken beherrscht, die diesen deutlich von den anderen Figuren unterscheiden. Auch die Umgebung lässt sich dabei in Schutt und Asche legen, was eine Menge Spaß macht. Dazu kommen immer wieder Rätsel, die nicht übermäßig fordernd sind, das Kampfgeschehen aber gelungen auflockern. Insgesamt ist „Skylanders“ zwar recht simpel gestrickt, so viel Spaß hat aber schon seit Jahren kein „Spyro“-Spiel mehr gemacht. Vor allem wenn ein Mitspieler noch eine zweite Figur auf das Portal stellt und mit euch kooperativ in den Kampf zieht – oder euch im Arena-Modus zum Duell fordert.
Die Grafik sieht dabei für Wii-Verhältnisse sehr gut aus. Die Charaktermodelle glänzen mit einer liebevollen Gestaltung, die Umgebung wirkt stimmig und an Effekten fehlt es beim Kampfgeschehen nicht. Positiv fällt dabei auch auf, dass die Framerate auch dann nicht in die Knie geht, wenn Scharen an Gegnern den Bildschirm füllen. Und auch die musikalische Seite des Spiels überzeugt. Dafür hat Activision schließlich niemand Geringeren angeheuert als Oscar-Preisträger Hans Zimmer. Der Publisher will beim Comeback von Spryo wohl kein Risiko eingehen.
Sascha Geldermann meint...
Nach all den schwachen Spyro-Spielen der letzten Jahre, konnte mich „Skylanders“ auf der gamescom positiv überraschen. Die Mischung aus actionreichen Kämpfen und netten Rätseln ist zwar simpel gestrickt, macht auf seine unkomplizierte Art aber auch eine Menge Spaß. Dazu kommt die interessante Vermischung von Spielzeug und Videospiel, die abseits der Kostenfrage überzeugt und technisch einwandfrei funktioniert. Das Action-Adventure des Jahres erwarte ich nicht – das Comeback könnte dem lila Drachen aber tatsächlich glücken.
Nach all den schwachen Spyro-Spielen der letzten Jahre, konnte mich „Skylanders“ auf der gamescom positiv überraschen. Die Mischung aus actionreichen Kämpfen und netten Rätseln ist zwar simpel gestrickt, macht auf seine unkomplizierte Art aber auch eine Menge Spaß. Dazu kommt die interessante Vermischung von Spielzeug und Videospiel, die abseits der Kostenfrage überzeugt und technisch einwandfrei funktioniert. Das Action-Adventure des Jahres erwarte ich nicht – das Comeback könnte dem lila Drachen aber tatsächlich glücken.
Informationen zum Spiel
Genre
Action-Adventure
Entwickler
Toys For Bob
Publisher
Activision
Releasedatum
14.10.2011
USK-Freigabe

» Weitere Infos zum Titel
Action-Adventure
Entwickler
Toys For Bob
Publisher
Activision
Releasedatum
14.10.2011
USK-Freigabe

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