Xenoblade Chronicles
Artikel verfasst von Heiko Ellinger am 26.07.2011
Japanische Rollenspiele erleben derzeit so etwas wie eine Minikrise. Das nächste Dragon Quest, exklusiv für Wii erscheint der zehnte Teil, lässt auf sich warten. Final Fantasy konnte mit XIII nicht den großen Tophit landen und auch andere Marken zehren teilweise mehr von der Vergangenheit als von der Gegenwart. Neue Franchises haben es auf Grund fehlender Bekanntheit schwer, zumindest auf PS3 und Xbox 360. Denn zumindest die Wii mausert sich auf ihre alten Tage noch zur Rollenspielkonsole. In der Pipeline befindlich sind Titel wie The Last Story der Pandora's Tower. Zuvor aber erscheint im August Xenoblade Chronicles (vormals als Monado bekannt). Das riesige Japano-RPG konnten wir ausgiebig auf dem Nintendo Post E3 Event anspielen.
Die Welt in Xenoblade Chronicles befindet sich im Krieg. Die zwei Parteien, die Bionis und die Mechons, bekämpfen sich bis aufs Blut. Hier steigen wir im Prolog ins Spielgeschehen ein und übernehmen die Rolle des mächtigen Kriegers Dunban. Als dieser bestreiten wir die ersten Kämpfe, in der Hand das mächtige Schwert Monado. Dunban wird im Gefecht allerdings verraten und hat so keine Chance. Haben wir den Prolog hinter uns gebracht, setzt die Geschichte ein Jahr später an. Nun übernehmen wir Shulk, den eigentlichen Helden des Spiels. Als die Mechons seine Heimat, Kolonie 9, angreifen, entwickelt sich das Schicksal des jungen Mannes. Fortan kämpft er gegen die Peiniger seiner Stadt, sucht das mächtige Monado, um zu guter Letzt das Böse zu besiegen.
Weitere Einblicke in die Geschichte des Spiels konnten wir beim Anspielen natürlich nicht gewinnen. Dafür haben wir einige Infos zum Gameplay für euch, da wir auch spätere Spielstände ausprobieren konnten.
Die Umgebungen im Spiel sind sehr abwechslungsreich und teils weitläufig gestaltet. Sehr schön: Ladezeiten gibt es zwischen den Abschnitten keine. Lediglich zwischen dem Spielgeschehen und Zwischensequenzen in Spielgrafik kann es dazu kommen. Damit ihr in der großen Welt nicht zu viel umher laufen müsst, gibt es an zahlreichen Stellen Schnellreisepunkte. Diese können von überall, also auch aus Dungeons, aktiviert werden. Speichern ist im Spiel übrigens fast überall möglich, also könnt ihr auch schon einmal eine schnelle Session einlegen. Dennoch lohnt es ab und an, bereits erkundete Gebiete erneut zu betreten. Denn hier warten starke Elite-Gegner auf euch, deren Besiegen euch besondere Belohnungen einbringen.
Das Kampfsystem des Spiels erinnert an klassische Japano-RPGs, verbindet dieses aber mit sinnvollen Neuerungen. So laufen Kämpfe zwar passiv ab, aber die Position zum Gegner nimmt Einfluss auf den Schaden. Darüber hinaus wählt ihr aus dem Menü Spezialangriffe oder Zauber aus. Alle Gegner seht ihr aber dabei auf der Karte und könnt so überflüssigen Kämpfen aus dem Weg gehen. Es gibt aber Gegnerarten, die so aggressiv sind, dass sie euch ihrerseits angreifen. In eure Party könnt ihr maximal drei Charaktere nehmen. Da ihr im Spielverlauf aber weitaus mehr Mitstreiter findet, gibt es die so genannte Reserve, aus der ihr beliebig Charaktere ein- und auswechseln könnt. Praktisch: auch die Reserve-Charaktere leveln mit, so dass es nicht passieren kann, dass ihr am Ende des Spiels nur drei starke Charaktere zur Verfügung habt.
In den Kämpfen sind eure Teammitglieder nicht nur als direkte Kampfunterstützung wichtig. Durch das Sammeln von Teampunkten kann hier außerdem ein verstorbenes Teammitglied wiederbelebt werden. Stirbt Shulk, seht ihr den Game Over Bildschirm und müsst am letzten Savepoint weiterspielen. Dabei werden aber auch automatische Saves, etwa beim Betreten eines Abschnitts, erstellt, so dass ihr nie viel aufholen müsst.
Da Xenoblade Chronicles in weniger als einem Monat bereits erscheint, möchten wir weitere Gameplay-Features nur kurz erwähnen. Diese gehören allerdings zum A und O des Rollenspiel-Genres und wir möchten euch damit zeigen, dass es im Spiel an nichts fehlt: Neben Level Ups mit dem üblichen Erfahrungspunkte-System gibt es Talentbäume, zahlreiche Gegenstände, die Möglichkeit, Waffen zu modifizieren und dafür Juwelen selbst herzustellen. Alle Ausrüstungsgegenstände könnt ihr am jeweiligen Charakter wiedererkennen. Angaben zum Umfang sollte man bei einem Rollenspiel natürlich mit Vorsicht genießen: Dennoch scheint Xenoblade Chronicles richtig groß zu werden. Hunderte Nebenquests lassen die Spielzeit in dreistellige Stundenzahlen aufsteigen. Hält da die Geschichte mit und kommt somit keine Langeweile auf, steht uns ein echter Hit ins Haus.
Heiko Ellinger meint...
Nach einer knappen Stunde mit Xenoblade Chronicles attestiere ich dem Titel zumindest schon einmal Hitpotenzial. Natürlich hängt bei einem Rollenspiel am Ende viel an einer packenden Story, sollte die aber zufriedenstellend sein, gehört das Spiel in jede RPG-Sammlung. Denn abseits der Geschichte bietet das Spiel alles, was ein Rollenspiel haben muss, und insbesondere eine wundervolle Welt, in der ich gerne viele Spielstunden verbringen werde.
Nach einer knappen Stunde mit Xenoblade Chronicles attestiere ich dem Titel zumindest schon einmal Hitpotenzial. Natürlich hängt bei einem Rollenspiel am Ende viel an einer packenden Story, sollte die aber zufriedenstellend sein, gehört das Spiel in jede RPG-Sammlung. Denn abseits der Geschichte bietet das Spiel alles, was ein Rollenspiel haben muss, und insbesondere eine wundervolle Welt, in der ich gerne viele Spielstunden verbringen werde.
Informationen zum Spiel
Genre
Rollenspiel
Entwickler
Monolith Soft
Publisher
Nintendo
Releasedatum
19.08.2011
USK-Freigabe

» Weitere Infos zum Titel
Rollenspiel
Entwickler
Monolith Soft
Publisher
Nintendo
Releasedatum
19.08.2011
USK-Freigabe

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