Kid Icarus: Uprising
Artikel verfasst von Sascha Geldermann am 15.07.2011
Rasante Gefechte in der Luft, actionreiche Kämpfe zu Boden: Pit bekommt es bei seinem Comeback mit ganzen Scharen an Gegnern zu tun. Auf Nintendos Post-E3 Event haben wir mit dem Engel einen kleinen Ausflug unternommen, der bei uns gemischte Gefühle hinterlassen hat.
Schon bevor die Demoversion richtig losgeht, sieht alles nach einem harten Kampf aus. Das Spiel fordert dazu auf, eine Waffe zu wählen, und präsentiert eine ordentliche Auswahl: lieber Schwert oder Bogen, doch besser Klauen oder gar eine Kanone? Allzu große Auswirkungen hat diese Wahl gar nicht, in allen Fällen kämpft ihr euch nämlich durch Levels, die sich grundsätzlich in drei Abshcnitte aufteilen lassen. Den Anfang machen dabei meistens rasante Fluglevel, gefolgt von Ausflügen zum Boden, die ihren Höhepunkt wiederum in Bosskämpfen finden.
Die starke Seite von „Kid Icarus: Uprising“ sind dabei eindeutig die Fluglevels. Hier legt Pit ein unglaubliches Tempo vor, während unter ihm Landschaften vorbeiziehen, die einfach nur beindruckend aussehen. Da ist es schon fast schade, dass eigentlich keine Zeit bleibt, sich die Umgebung anzuschauen. Der Himmel ist nämlich voll von kleinen und großen Gegnern, die Geschosse in eure Richtung feuern, nach euch schnappen oder euch einfach nur rammen wollen. Das lässt sich Pit natürlich nicht gefallen und schleudert seine zahlreichen Feinden so im Sekundentakt Lasersalven entgegen. Dass der Engel sich im Stile eines Rail-Shooters durchs Himmelsreich ballert, wirkt anfangs etwas ungewohnt, es sind aber gerade diese Passagen, die auf ganzer Linie begeistern können.
Das liegt zum einen am wirklich hohen Tempo, das einfach mitreißt – gerade in Kombination mit der schicken Grafik und den gelungenen 3D-Effekten. Ein Grund dafür ist aber auch die Dauer-Action. Wenn sich vor euch ganze Scharen an Gegnern in die Luft erheben, ist höllische Konzentration gefragt, damit der Engel nicht allzu viele Treffer einsteckt oder gar in seine Feinde hineinfliegt. Das Ganze wird dadurch abgerundet, dass die Steuerung erstaunlich gut von der Hand geht. Dabei steuert ihr Pit über das Circle-Pad, während ihr gleichzeitig das Zielkreuz auf dem Touchscreen voll unter eurer Kontrolle habt. Das klingt ein bisschen stressig, spielt sich aber fantastisch.
Die Fluglevels sind so gut, dass es eigentlich immer ein bisschen ärgerlich ist, wenn es auf einmal zurück auf den Boden geht. Hier ist nämlich alles deutlich schlechter. Das einzige was bleibt, ist die Dauer-Action. Das Tempo ist hingegen sehr gemächlich, die Areale sehen nicht besonders beeindruckend aus und auch die Steuerung kann hier nicht mehr voll und ganz überzeugen. Während Pit seltsam schwerfällig über den Boden hoppelt, macht nämlich auch noch die Kamera Probleme. So will hier nicht wirklich viel Spaß aufkommen, während ihr einen Gegner nach dem anderen aus dem Weg räumt – und ihr euch eigentlich wieder nach dem Himmel sehnt. Doch nach einigen Minuten sind die Bodenausflüge dann meistens auch geschafft, die dann in Bosskämpfen ihren Abschluss finden. Diese Gefechte mit meist riesigen Gegnern überzeugen auch endlich wieder, da sie sich sehr packend gestalten. So kämpft ihr gegen zweiköpfige Höllenhunde und dreiköpfige Drachen, weicht ihren Attacken aus und versucht im richtigen Moment Treffer zu landen.
Im Prinzip sind alle Levels in die drei Bereiche Luftkampf, Bodenabschnitt und Bosskampf aufgeteilt, die nur durch kurze Sequenzen unterbrochen werden. Grafisch macht das ganze Spiel einen guten Eindruck, wobei die Qualität der Optik aber schwankt: In der Luft sehen die Panoramen fantastisch aus, zu Boden zieht ihr zu oft durch zu trostlose Tempellandschaften. Zumindest die Musik ist aber durchgehend gelungen, da sie das actionreiche Geschehen stets passend untermalt. Schade nur, dass Pit viel zu oft seine Kommentare abgeben muss. Seine oft wirklich peinlichen Sprüche erinnern deutlich daran, dass dieser Engel ein Held der 80er Jahre war.
Sascha Geldermann meint...
Gelingt Pit sein Comeback? Die Demoversion konnte mir diese Frage leider nicht beantworten. Auf der einen Seite gibt es da die packenden Bosskämpfe und vor allem die rasanten wie actionreichen Fluglevels, die mich richtig mitreißen konnten. Aber auch die Bodenabschnitte gehören halt zum Gesamtpaket und denen fehlt eindeutig noch das richtige Feintuning. Und so bleibt abzuwarten, ob es für Nintendos Engel Anfang nächsten Jahres wirklich hoch hinaus geht.
Gelingt Pit sein Comeback? Die Demoversion konnte mir diese Frage leider nicht beantworten. Auf der einen Seite gibt es da die packenden Bosskämpfe und vor allem die rasanten wie actionreichen Fluglevels, die mich richtig mitreißen konnten. Aber auch die Bodenabschnitte gehören halt zum Gesamtpaket und denen fehlt eindeutig noch das richtige Feintuning. Und so bleibt abzuwarten, ob es für Nintendos Engel Anfang nächsten Jahres wirklich hoch hinaus geht.
Informationen zum Spiel
Genre
Action
Entwickler
Project Sora
Publisher
Nintendo
Releasedatum
23.03.2012
USK-Freigabe

» Weitere Infos zum Titel
Action
Entwickler
Project Sora
Publisher
Nintendo
Releasedatum
23.03.2012
USK-Freigabe

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