Resident Evil: Revelations
Artikel verfasst von Sascha Geldermann am 13.07.2011
„The Mercenaries 3D“, Railshooter und das kommende „Operation Raccoon City“ – die „Resident Evil“-Serie hat sich in den letzten Jahren immer mehr in Richtung Action entwickelt. Wer dabei das klassische Gameplay der Reihe mit engen Gängen, Schockmomenten und Munitionsknappheit vermisst, muss allerdings nicht verzweifeln: Mit „Revelations“ gibt es schließlich einen Hoffnungsschimmer am Horror-Horizont, der uns auf Nintendos Post-E3 Event bereits in Angst und Schrecken versetzen konnte.
Jill schlägt die Augen auf. Sie liegt auf einem Bett in einer kleinen Kabine. Das leichte Schwanken erinnert sie daran, wo sie sich befindet: Zusammen mit ihrem Partner Parker hat sie sich auf ein Kreuzfahrtschiff gewagt, nachdem hier der Kontakt zur ihrem Freund und Kollegen Chris Redfield abgebrochen war. Die Zimmertür ist verschlossen – eine Problematik, die Fans der Serie längst vertraut ist. Im hinteren Teil des Zimmers findet sich aber noch ein Durchgang zu einem kleinen Badezimmer. Die Wanne ist gefüllt mit dreckigem Wasser. Beim Untersuchen erscheint eine Frage auf dem Bildschirm: Stöpsel ziehen? Eigentlich sollte Jill hier eine Panikattacke bekommen, wurde ihr im ersten Teil der Serie doch genau dieselbe Frage gestellt - was mit einer Zombie-Attacke endete. Doch die gute Frau Valentine kann nichts mehr schocken und so lässt sie das Wasser ablaufen. Zum Vorschein kommt dieses Mal kein Zombie, dafür aber ein Schraubenzieher.
Mit einem neuen Gegenstand im Inventar und erleichtert verlässt Jill das Badezimmer – als plötzlich ein Mutant aus dem Schrank bricht. Mit einem Zombie hat er nichts gemeinsam, vielmehr erinnert er an die Regeneratoren aus „Resident Evil 4“, wobei er auch noch mit Stacheln an den Händen und Saugnäpfen am Mund aufwartet. Wie ein Verhandlungspartner sieht der Geselle zumindest nicht aus und so eröffnet Jill sofort das Feuer. Dabei schaltet die Ansicht in eine Ego-Perspektive, in der es dann über den Analog-Stick und mithilfe eines Lasersvisiers zu zielen gilt. Schüsse in den Fuß bringen den Angreifer nicht zu stolpern, Treffer im Kopf verwunden ihn aber anscheinend besonders schwer. Nach ein paar gut platzierten Schüssen zerfällt der Mutant und hinterlässt eine maßlos übertriebene Blutlache. Bereits jetzt herrscht Gänsehaut-Stimmung.
Das gute alte Horror-Feeling ist also wieder zurück und auch ein anderes Element, das in den letzten Serienablegern sehr vernachlässigt wurde: Rätseleinlagen. Mit dem Schraubenzieher öffnen wir nämlich erst einmal einen Stromkasten, um auf dem Touchscreen dann Sicherungen so anzuordnen, dass der Stromfluss gewährleistet ist. Der Touchscreen leistet bei dem Spiel allgemein sehr gute Arbeit. Hierüber lässt sich nicht nur die Kamera justieren, auch sind hier alle Gegenstände und eine Karte zu finden. Zwischen Waffen kann dabei ganz einfach über das Steuerkreuz gewechselt werden. Die heilende Wirkung von Kräutern entfaltet sich sogar per Knopfdruck. Ansonsten gestaltet sich die Bedienung so, wie Fans es aus den neueren Teilen der Serie gewöhnt sind: Es gibt einen Knopf zum Rennen, Jill kann eine 180-Grad-Wende hinlegen und mit der R-Taste zieht sie ihre Waffe, um zu schießen oder nachzuladen.
Nach der netten Rätseleinlage geht es enge Korridore entlang. Hier stöbert Valentine eine Shotgun und Munition auf und muss sich mit verschiedenen Mutanten herumschlagen. Dauerfeuer ist hier aber eine schlechte Idee. Die gute alte Munitionsknappheit sitzt euch hier wieder im Nacken und wer hier nicht ordentlich abwägt, steht schnell mit leeren Magazinen da. Und das kann böse enden, findet sich zumindest in der Demoversion doch auch kein Messer im Inventar. Im Zweifelsfall sollte Jill also lieber auf Flucht setzen und versuchen, auch ohne Waffengewalt an den Gegnern vorbeizukommen. Das Feeling der ersten Serienableger stellt sich hier sofort wieder ein, was das Fan-Herz höher schlagen lässt. Schließlich gibt es auch wieder jede Menge Schockmomente, wenn Gegner einfach durch die Decke brechen oder Fenster zerspringen.
Später stößt Jill noch auf einen Speisesaal, durch den Nebelschwaden wabern. In einem Nebenraum findet sie hier einen Scanner, der schnell zu einem wichtigen Utensil wird. Mit diesem lässt sich die Umgebung schließlich nach versteckten Gegenständen absuchen. Auf diese Art und Weise stößt Valentine dann auch auf Kräuter, Munition und Granaten. Vor allem Letztere erweisen sich als praktisch, als wenig später zwei Gegner auf einmal ihre Krallen ausfahren. Ob der Scanner auf Dauer aber nicht doch ein bisschen lästig wird, muss sich im fertigen Spiel zeigen. Es ist auf jeden Fall schön zu sehen, dass auch ganz neue Elemente in das Spiel einfließen. Und so scannt, schießt und flüchtet sich Jill durch die letzten Korridore der Demoversion, bevor sie dann auf ihren Partner Parker trifft. Die Wiedersehensfreude währt aber nur kurz, denn plötzlich werden beide überrumpelt. Zumindest wird dieses Demoende aber mit einer hübschen Zwischensequenz in Szene gesetzt, die eine Augenweide ist – genauso wie der Rest der Grafik. Die detaillierten Charaktermodelle, die stimmungsvolle Umgebung und das beeindruckende Spiel mit Licht und Schatten – kein anderes 3DS-Spiel konnte bisher so eine Grafikpracht auf den Bildschirm zaubern. Capcom wirkt fest entschlossen, mit diesem Spiel keine halben Sachen zu machen.
Sascha Geldermann meint...
Bisher konnte mich noch kein 3DS-Spiel so sehr beeindrucken wie „Resident Evil: Revelations“. Nicht nur die Grafik ist eine Pracht, auch spielerisch überzeugte mich die Demoversion von der ersten bis zur letzten schaurigen Sekunde. Diese Kreuzfahrt lässt das gute alte Survival-Horror-Gameplay der Reihe inklusive Munitionsknappheit und Rätsel wieder aufleben und kombiniert dieses mit einer intuitiven Steuerung, einem komfortablen Inventar und frischen Ideen. Genau darauf haben Fans wie ich jahrelang gewartet.
Bisher konnte mich noch kein 3DS-Spiel so sehr beeindrucken wie „Resident Evil: Revelations“. Nicht nur die Grafik ist eine Pracht, auch spielerisch überzeugte mich die Demoversion von der ersten bis zur letzten schaurigen Sekunde. Diese Kreuzfahrt lässt das gute alte Survival-Horror-Gameplay der Reihe inklusive Munitionsknappheit und Rätsel wieder aufleben und kombiniert dieses mit einer intuitiven Steuerung, einem komfortablen Inventar und frischen Ideen. Genau darauf haben Fans wie ich jahrelang gewartet.
Informationen zum Spiel
Genre
Action
Entwickler
Capcom
Publisher
Capcom
Releasedatum
27.01.2012
USK-Freigabe

» Weitere Infos zum Titel
Action
Entwickler
Capcom
Publisher
Capcom
Releasedatum
27.01.2012
USK-Freigabe

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