The Legend of Zelda: Skyward Sword
Artikel verfasst von Sascha Geldermann am 11.07.2011
Noch in diesem Jahr brechen Wii-Besitzer in eine Himmelswelt auf, um die Anfänge der „The Legend of Zelda“-Serie zu erkunden. Vor den Ereignissen von „Ocarina of Time“ ansetzend, erzählt „Skyward Sword“ die Entstehung des Master-Schwerts und den Ursprung vieler Dinge, die später einmal Hyrule prägen sollen. Auf dem Post-E3 Event gewährte uns Nintendo schon einmal Einblick in drei Abschnitte des Action-Adventures.
Noch ist Link einfach gekleidet und ahnt noch nichts von seinem Schicksal. Der erste Abschnitt der Demoversion setzt ganz am Anfang des Spiels an. In einer Stadt über den Wolken rennt Link auf einen Abgrund zu, springt todesmutig hinunter – und wird behutsam von einem rotgefiederten Vogel aufgefangen. Gegner sind hier noch nicht zu sehen, stattdessen gilt es Mitschüler bei einem sportlichen Wettkampf auszustechen. Das Ziel: Als erster einen Vogel einfangen, der eine goldene Statue trägt. Das Ganze mutet ein bisschen wie Quidditch über den Wolken an und spielt sich hervorragend. Durch Schütteln der Wii-Remote bringt ihr euren Reitvogel zum Flattern, sodass es für euch nach oben geht. Senkt ihr den Controller dann nach unten, gewinnt ihr bei einem Sturzflug ordentlich an Geschwindigkeit. Zusätzlich könnt ihr in begrenztem Maße euren Vogel auch noch per Knopfdruck antreiben, wie es bei anderen Zelda-Teilen auch bei eurem Pferd möglich war. Schon dieser Fluglevel demonstriert eindrucksvoll wie gut die Steuerung mit der Präzision von „MotionPlus“ funktioniert. Nur durch Neigen der Wii-Remote jagt ihr durch die Lüfte, geht zielsicher in die Kurven und weicht Hindernissen aus, bis die Statue endlich euch gehört.
Einschnitt: Link trägt bereits sein grünes Gewand und ist mit Schwert sowie Schild bewaffnet. Der zweite Abschnitt der Demoversion setzt deutlich später im Spiel an und wirft euch mitten in einen Dungeon. Überall schießen Ranken aus dem Boden, bedrohliche Spinnen hängen an den Wänden und der eine oder andere potthässliche Gegner versucht sich euch in den Weg zu stellen. Endlich lässt sich auch die Schwert-Steuerung ausprobieren – und sie funktioniert tadellos. Link hält das Schwert so wie ihr die Wii-Remote haltet und imitiert all eure Bewegung: Egal ob ihr horizontal zuschlagt oder nach vorne zustecht. Die Nunchuk-Erweiterung dient derweil als Schild, mit dem ihr Schläge pariert. Das Ganze fühlt sich sehr natürlich an, läuft unheimlich präzise ab und ist dadurch absolut zugänglich – sehr zum Leidwesen der Gegner, die so auch durch ungeübte Hände schnell niedergestreckt werden. Die Spinnen wehren sich zwar heftig, aber auch hier ist der Schwachpunkt schnell gefunden: Ihr müsst sie einfach mit einem Aufwärtshieb auf den Rücken werfen, um dann einen leuchtenden Fleck auf ihrem Bauch zu attackieren.
Alle Gegner im Raum sind Geschichte, aber wieso geht die verdammte Tür nicht auf? Ein Schlüsselloch ist nicht zu sehen und auch kein Schalter. Oder? Was ist das da oben? Weit über der Tür glitzert ein Kristall verheißungsvoll. Also setzt Link gleich mal eines seiner neuen Items ein und lässt einen Käfer losfliegen. Diesen manövriert ihr ganz einfach durch Neigen der Wii-Remote durch den Raum und mitten in den Kristall. Es klappt: Die Tür geht auf. Die Freude währt aber nur kurz, denn in dem neuen Raum empfängt ein Skelett-Krieger den grüngekleideten Helden. Da dieser Feind geschickt zu blocken weiß, sind hier gezielte Schwertschläge von Nöten. Jetzt kommt MotionPlus erst richtig zur Geltung. Die Bewegungserkennung lässt euch auch hier nicht im Stich, sodass sich geschickt alle Lücken in der Verteidigung des Knochenmanns nutzen lassen. Nach einem harten Kampf zerfällt er endlich zu Staub. Link gönnt sich erst einmal einen roten Trank zur Genesung und öffnet dann die nach dem Kampf erschienene Truhe. Hier findet sich ein Update für unsere Käfer, die nun mit Greifarmen Sachen zuschneiden und Gegenstände transportieren können. Damit lassen sich im Dungeon nun Spinnen aus ihrem Netz und wichtige Objekte von der Decke holen.
Doch hier endet die Dungeon-Erkundung der Demoversion auch schon. Stattdessen springt das Geschehen mitten in einem Bosskampf. Der Dämonenlord Ghirahim empfängt uns, der im Spiel eine große Rolle spielen soll. Es handelt sich nicht um den finalen Kampf gegen ihn, Ghirahim ist aber auch bei dieser Begegnung schon eine Herausforderung. Links Schwerthiebe blockt er ganz einfach ab und hält mit bloßen Händen die Klinge fest, die mit einem Ruck nach hinten wieder befreit werden muss. Danach wird er ein bisschen angriffslustiger und schleudert Kristallpfeile nach Link. Jetzt kommt der Schild zum Einsatz. Also Nunchuk nach vorne und Geschosse abwehren. Als sich der Dämonenlord dann auf Link stürzt, lässt er sich durch einen gezielten Schildstoß zum Taumeln bringen. Das ist die Gelegenheit, ihm einen Schwerthieb nach dem anderen um die Ohren zu hauen – gerne auch Spezialattacken durch den gemeinsamen Einsatz von Remote und Nunchuk. Nach ein paar Wiederholungen ist der Gegner mit dem weißen Haar geschlagen – zumindest vorerst. Er verschwindet und die Demoversion von „Skyward Sword“ ist zu Ende.
Spielerisch hinterlassen alle drei Abschnitte einen ausgezeichneten Eindruck – nicht zuletzt wegen der stets fehlerfrei funktionierenden Steuerung. Wenn sich der neue Zelda-Teil irgendetwas vorwerfen lassen muss, dann die eher unspektakuläre Grafik. Der gemäldeartige Stil hat zwar durchaus seinen Charme, die Optik reizt die Wii aber bei weitem nicht so aus wie es Nintendo mit Spielen wie „Super Mario Galaxy“ demonstriert hat. Bei einem so großen Titel zum Ende der Wii-Ära hätte grafisch um einiges mehr drin sein können. In Sachen Sound gibt es wiederum Freudiges zu vermelden: Die Anfänge der Zelda-Serie werden von orchestralen Musikstücken untermalt, die für die richtige epische Atmosphäre sorgen.
Sascha Geldermann meint...
Nachdem mich „Skyward Sword“ lange Zeit kaltgelassen hat, konnte es mich nun doch noch in den siebten Hype-Himmel befördern. Von der Grafik bin ich zwar immer noch unbeeindruckt, spielerisch haben aber alle drei Abschnitte einen hervorragenden Eindruck bei mir hinterlassen. Das liegt vor allem daran, dass sie das altbewährte Zelda-Gameplay gekonnt mit frischen Ideen und Items verbinden. Und nicht zuletzt die intensiven Schwertkämpfe mit tadelloser Bewegungserkennung tragen ihren Teil dazu bei, dass sich dieses Action-Adventure nicht nur wundervoll vertraut, sondern auch erfreulich erfrischend anfühlt. Jetzt fehlt mir zu meinem Glück nur noch ein genaues Releasedatum.
Nachdem mich „Skyward Sword“ lange Zeit kaltgelassen hat, konnte es mich nun doch noch in den siebten Hype-Himmel befördern. Von der Grafik bin ich zwar immer noch unbeeindruckt, spielerisch haben aber alle drei Abschnitte einen hervorragenden Eindruck bei mir hinterlassen. Das liegt vor allem daran, dass sie das altbewährte Zelda-Gameplay gekonnt mit frischen Ideen und Items verbinden. Und nicht zuletzt die intensiven Schwertkämpfe mit tadelloser Bewegungserkennung tragen ihren Teil dazu bei, dass sich dieses Action-Adventure nicht nur wundervoll vertraut, sondern auch erfreulich erfrischend anfühlt. Jetzt fehlt mir zu meinem Glück nur noch ein genaues Releasedatum.
Informationen zum Spiel
Genre
Action-Adventure
Entwickler
Nintendo
Publisher
Nintendo
Releasedatum
18.11.2011
USK-Freigabe

» Weitere Infos zum Titel
Action-Adventure
Entwickler
Nintendo
Publisher
Nintendo
Releasedatum
18.11.2011
USK-Freigabe

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