Resident Evil: Revelations
Artikel verfasst von Sascha Geldermann am 21.02.2011
Dunkle Korridore, nur noch zwei Schuss im Magazin und irgendwo ganz in der Nähe das Stöhnen eines Zombies – das hat die ersten „Resident Evil“-Spiele ausgemacht. Dann erschien der vierte Teil und die Zombies verschwanden – und mit ihnen der Horror. Auch der nächste Serieneintrag folgte dem neuen actionlastigen Weg, der mit „The Mercenaries 3D“ auch auf dem Nintendo 3DS fortgeführt wird. Doch gleichzeitig befindet sich mit „Revelations“ auch ein Ableger für den Handheld in Entwicklung, der den Horror zurück und dabei erstmals in die dritte Dimension bringen will.
Alles auf Anfang
Die Geschichte spielt im Jahre 2005, also zwischen dem vierten und dem fünften Teil. Chris Redfield und Jill Valentine, die bereits im Seriendebüt um ihr Überleben kämpfen mussten, haben gerade erst die Spezialeinheit Bioterrorism Security Assessment Alliance (BSAA) mitbegründet, die Jagd auf bioorganische Waffen und ihre Erschaffer macht. Das eingespielte Team verschlägt es auf ein Luxusschiff, das aber nur wenig Urlaubsstimmung vermittelt und stattdessen eher wie eine verfluchte Villa anmutet. Außerdem schränken bald auch Zombies und andere Mutanten den Erholungsfaktor ein. Capcom spricht von einem sehr storylastigem Spiel, bei dem die Beziehung zwischen Jill und Chris im Mittelpunkt steht. Es macht sich nämlich Misstrauen zwischen ihnen breit - im ersten Trailer zum Spiel richten sie sogar gegenseitig die Waffen aufeinander.
Das Spielprinzip kehrt mit „Resident Evil: Revelation“ zu seinen Wurzeln zurück. Nein, es wird weder starre Kameraperspektiven noch Farbbänder zum Speichern oder einen Rückfall in die alte undynamische Steuerung geben. Aber nun steht wieder Horror auf dem Programm. Enge Gänge rufen und faulige Zombies stöhnen. In den ersten Gameplay-Videos bekamen es die ehemaligen S.T.A.R.S.-Mitglieder außerdem mit Mutanten zu tun, die stark an die Regeneratoren aus dem vierten Teil erinnerten. Statt schneller Action geht es um behutsame Erforschung, wieder verstärkt um das Lösen von Rätseln und darum, dass die Angst im Nacken wieder ein ständiger Begleiter ist.
Aus vielen Dingen macht Capcom noch ein Geheimnis. So soll es neben dem Schiff noch andere Schauplätze geben und auch die Rückkehr anderer bekannten Charaktere. Im ersten Trailer wurde ein Umbrella-Soldat gezeigt, bei dem es sich um den aus dem zweiten Teil bekannten Hunk handeln könnte. Andere Sachen wissen die Entwickler aus selber noch nicht. So denkt Capcom über ein System nach, das an „The Legend of Zelda: Majora's Mask“ erinnert. Zu festgelegten Zeiten könnten so bestimmte Ereignisse geschehen und vielleicht müssen Redfield und Valentine auch flüchten, bevor das Schiff voll Wasser läuft und sinkt. Eine Entscheidung ist in diesen Punkten aber noch nicht gefallen.
Ansehnliches Grauen
Auch wenn sich das Spielprinzip an dem der ersten Teile orientiert, entspringt die Steuerung den jüngeren Ablegern. So beobachtet ihr den Horrortrip über die Schultern der Protagonisten. Eine Veränderung gibt es aber beim Zielen, dabei schaltet die Ansicht nämlich in die Ego-Perspektive. Und es gibt steuerungstechnisch noch eine weitere Erneuerung: Erstmals dürfen sich die Resident-Evil-Charaktere beim Zielen nämlich auch bewegen. Ob das Fluch oder Segen für das Spielprinzip sein wird, muss sich natürlich noch zeigen.
Grafisch gehört „Resident Evil: Revelations“ definitiv zu den beeindruckendsten der bisher gezeigten 3DS-Spiele. Die Umgebung bietet scharfe Texturen und wirkt nicht zuletzt aufgrund stimmiger Lichteffekte bedrohlich. Auch die Charaktere können sich sehen lassen, die mit butterweichen Animationen um ihr Überleben kämpfen. Producer Jun Takeuchi sagte selbst, er habe erst gar nicht fassen können, dass so eine Grafik auf dem Handheld möglich ist. Als Grafikengine dient MT Framework Mobile, die der von „Resident Evil 5“ ähnlich sein soll und HDR-Rendering, Surface Shaders sowie Gamma Correction bietet. Wer auf den 3D-Effekt verzichtet bekommt im Gegenzug zweifaches Antialiasing sowie Motion Blur geboten – was beides fehlt, wenn ihr ätzende Zombiespucke auf euch zufliegen sehen wollt.
Sascha Geldermann meint...
Mit „Resident Evil: Revelations“ erhört Capcom der Flehen derjenigen Fans, die sich eine Rückkehr zu den Horror-Wurzeln gewünscht haben. Statt Action stehen Erkundung und Rätsel auf dem Programm, anstelle flinker Gegner wollen euch wieder die guten alten Zombies an den Kragen. Die Geschichte klingt dabei interessant und die Grafik ist bereits jetzt über jeden Zweifel erhaben. Nun müssen die Entwickler zeigen, ob sie das Gänsehaut-Gameplay vergangener Tage überzeugend ins Jahr 2011 bringen können.
Mit „Resident Evil: Revelations“ erhört Capcom der Flehen derjenigen Fans, die sich eine Rückkehr zu den Horror-Wurzeln gewünscht haben. Statt Action stehen Erkundung und Rätsel auf dem Programm, anstelle flinker Gegner wollen euch wieder die guten alten Zombies an den Kragen. Die Geschichte klingt dabei interessant und die Grafik ist bereits jetzt über jeden Zweifel erhaben. Nun müssen die Entwickler zeigen, ob sie das Gänsehaut-Gameplay vergangener Tage überzeugend ins Jahr 2011 bringen können.
Informationen zum Spiel