The Legend of Zelda: Ocarina of Time 3D
Artikel verfasst von Sascha Geldermann am 21.02.2011
Es gilt unbestreitbar als eines der besten Spiele aller Zeiten und hat das Action-Adventure-Genre maßgeblich geprägt: „The Legend of Zelda – Ocarina of Time“ ist zweifellos ein Meisterwerk. 13 Jahre nach dem Erscheinen des N64-Originals lässt Nintendo Link bald wieder das Master-Schwert aus dem Podest der Zeit ziehen und Hyrule erstmals in 3D retten.
Vom Jungen ohne Fee zum Helden der Zeit
An der Geschichte wird sich auf dem Nintendo 3DS nichts ändern: Der junge Protagonist wächst bei dem Volk der Kokiri auf – kindlichen Wesen, die im Wald leben und niemals altern. Er gilt als Außenseiter, da ihn als einziger Angehöriger dieses Volkes keine Fee begleitet. Doch als er eines Morgens aus Albträumen aufschreckt, ändert sich sein Schicksal. Der weise Deku-Baum, Schutzgott der Kokiri, schickt ihm die Fee Navi und offenbart ihm, dass er der von den Göttern außerwählte Held ist. Es liegt nun in den Händen des jungen Helden, Hyrule vor dem Gerudo-König Ganondorf zu retten, der nach dem Triforce trachtet, das seinem Träger alle Wünsche erfüllt. Und so bricht Link zu einem Abenteuer auf, das ihn nicht nur durch ganz Hyrule, sondern auch durch die Zeit führt.
„Ocarina of Time“ brachte die Serie erstmals in die dritte Dimension, was mit Bravour gelang. Viele Elemente wurden von unzähligen folgenden Action-Adventures kopiert, so etwa das Lock-On-System, dank dem Link seine Feinde in den Kämpfen immer im Visier behalten kann. Auf seiner Reise durch Hyrule verschlägt es den grün gekleideten Helden serientypisch in zahlreiche Dungeons, wie den Waldtempel, eine Wüstenburg oder den berühmt-berüchtigten Wassertempel. Dort warten nicht nur viele Gegner inklusive gefährlicher Obermotze auf ihn, sondern auch jede Menge Rätsel. Der Rätsels Lösungen sind dabei meistens die Ausrüstungsgegenstände, die Links Inventar nach und nach immer weiter füllen. So machen Bomben mit Wänden kurzen Prozess und wer erst einmal den Enterhaken ergattert hat, kann beim Anblick weiter Abgründe nur noch müde lächeln. Mit den neuen Gegenständen werden meist auch neue Areale zugänglich, sodass sich euch das Königreich Hyrule nach und nach erschließt – und der Kampf gegen Ganondorf unaufhaltsam näher rückt. Spieldesign, Abwechslungsreichtum und Atmosphäre des Abenteuers gelten dabei bis heute als nahezu perfekt.
Frisches Erlebnis ohne neue Inhalte
Habt ihr schon einmal einen Zelda-Teil gespielt, werdet ihr euch sofort heimisch fühlen, hat „Ocarina of Time“ die Elemente der 2D-Vorgänger doch konsequent in die dritte Dimension gebracht und ein Grundprinzip verfestigt, das auch von allen Nachfolgern aufgegriffen wurde. Und wer das Master-Schwert schon auf dem N64 geschwungen hat, wird von dem 3DS-Remake gleich in einem doppelten Sinne mit auf eine Zeitreise genommen: Als Protagonist Link sieben Jahre durch die Geschichte Hyrules und gleichzeitig als Spieler zurück zu einem der Höhe punkte der Zelda-Reihe. Große Hoffnungen auf neue Entdeckungen sollten sich die Fans der ersten Stunde aber nicht machen. Wie Nintendo verlauten ließ, sollen die Möglichkeiten des Nintendo 3DS den Klassiker auf eine erfrischende Art neu erzählen – inhaltliche Veränderungen wird es aber wohl nicht geben: keine neuen Gegenstände, keine neuen Tempel, keine neuen Rätsel.
Diese Entscheidung erklärte Nintendo anhand des Wassertempels, der bei vielen Fans als unglaublich knackig gilt. Nun soll das 3DS-Remake den Ausflug in diesen Dungeon nicht durch Designänderungen oder entschärfte Rätsel frustfreier gestalten, sondern durch das überarbeitete Interface. Die größte Problematik am Wassertempel liegt schließlich darin, das Spiel ständig unterbrechen zu müssen, um ins Inventar zu wechsel und die Eisenstiefel an- oder auszuziehen, dank denen Link auch auf dem Grund von Gewässern laufen kann. Auf dem Nintendo 3DS lassen sich die Eisenstiefel nun einfach in eine Schnellauswahl auf dem Touchscreen legen, sodass Link nun direkt und ohne Pausieren in sie schlüpfen kann. Dadurch müsse sich der Spieler laut Nintendo nicht mehr auf unnötige Dinge konzentrieren und könne einfach nur Link sein.
In der Tat macht das Inventar einen vielversprechenden Eindruck. Hier kann jederzeit per Klick zwischen Karte, Items und Kleidung gewählt werden, wobei zur letzteren neben den Eisenstiefeln auch ein rotes und ein blaues Gewand mit besonderen Fähigkeiten zählen. Und selbst wenn die Karte angewählt ist, gewährleistet der Touchscreen schnellen Zugriff auf eine ganze Reihe von Objekten. Items lassen sich nämlich nicht nur auf den X- und den Y-Knopf legen, sondern auch auf drei Schnellauswahl-Felder, die in den Ecken des Touchscreens ihre feste Position haben. In der vierten Ecke findet sich währenddessen ein Symbol, das in die Ego-Perspektive schaltet, in der sich Link dann frei umschauen kann – entweder über das Analog-Pad oder dank Bewegungssensor auch durch Drehen des Nintendo 3DS.
Nintendo überarbeitet aber nicht nur das Interface, sondern auch die Grafik. Das bisher gezeigte Bildmaterial sieht zwar nicht ganz so spektakulär aus wie das von „Resident Evil: Revelations“ oder „Metal Gear Solid 3: Snake Eater“, zeigt aber deutliche Verbesserungen gegenüber das Originalspiels. Der berühmte N64-Nebel ist verschwunden und alle Farben sehen nun deutlich kräftiger aus – so grün war Link noch nie. Außerdem sind die Texturen nun schärfer, während eine deutlich höhere Zahl an Polygonen den Figuren jetzt auch eine lebhafte Mimik verpasst. Und natürlich wird all das auch in 3D erstrahlen, dessen Effekt Shigeru Miyamoto bei der Ankündigung des Spiels auf der E3 2010 ungefähr so ausdrückte: „Hyrule soll sich so anfühlen, als wäre man wirklich da.“
Sascha Geldermann meint...
„The Legend of Zelda: Ocarina of Time 3D“ ist nicht weniger als die portable Fassung eines der besten Spiele aller Zeiten mit komfortablerem Interface, verbesserter Grafik und in 3D. Damit ist Nintendos neuem Handheld gleich in den ersten Monaten ein absolutes Meisterwerk sicher. Enttäuschend ist allerdings, dass keinerlei inhaltliche Veränderungen geplant sind, sodass Fans der ersten Stunde letztendlich auch nicht mehr als ein Action-Adventure serviert bekommen, das sie schon vor über zehn Jahren in und auswendig kannten.
„The Legend of Zelda: Ocarina of Time 3D“ ist nicht weniger als die portable Fassung eines der besten Spiele aller Zeiten mit komfortablerem Interface, verbesserter Grafik und in 3D. Damit ist Nintendos neuem Handheld gleich in den ersten Monaten ein absolutes Meisterwerk sicher. Enttäuschend ist allerdings, dass keinerlei inhaltliche Veränderungen geplant sind, sodass Fans der ersten Stunde letztendlich auch nicht mehr als ein Action-Adventure serviert bekommen, das sie schon vor über zehn Jahren in und auswendig kannten.
Informationen zum Spiel
Genre
Action-Adventure
Entwickler
Nintendo EAD
Publisher
Nintendo
Releasedatum
17.06.2011
USK-Freigabe

» Weitere Infos zum Titel
Action-Adventure
Entwickler
Nintendo EAD
Publisher
Nintendo
Releasedatum
17.06.2011
USK-Freigabe

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