Marvel: Ultimate Alliance
Artikel verfasst von Heiko Ellinger am 22.02.2007
Die ultimative Allianz?
Wer kennt sie nicht, die Helden aus dem Marvel-Universum? Spider-Man schwingt sich eigentlich ganz alleine durch seine Abenteuer, die fantastischen Vier sind eine eingespielte Truppe und die X-Men ziehen aus den verschiedenen Fähigkeiten der ungleichen Teammitglieder große Vorteile. Um den fiesen Dr. Doom und die Meister des Bösen aber besiegen zu können, müssen sich all diese Persönlichkeiten zu einem Team vereinen und unter dem Kommando von Colonel Nick Fury in den Kampf gegen Doom’s Schergen zu ziehen. In Marvel: Ultimate Alliance ist es fortan des Spielers Aufgabe, eine schlagkräftige Truppe zusammen zu stellen und aus den zahlreichen Helden vier Mutige zu wählen, die das Abenteuer antreten.
Entwickelt wurde der Titel übrigens im Auftrag von Activision beim bekannten Studio Vicarious Visions, das sich bisher vor allem mit Handheld-Titeln einen Namen gemacht hat, unter anderem auch mit dem hervorragenden Tony Hawk’s Sk8land. In Zusammenarbeit mit Raven Soft durfte sich Vicarious Visions nun also an der Action-Rollenspiel Reihe versuchen, die in der vergangenen Generation mit X-Men Legends ihren Anfang nahm.
Ob sich ein Ausflug in das Marvel-Universum auf Wii lohnt oder ob sich die ultimative Allianz lieber wieder auflösen sollte, werden die folgenden Zeilen klären.
Die Armee des Bösen
Ganz in der Tradition der indirekten Vorgänger prügelt Ihr Euch durch wahre Gegnerhorden. Der taktische Anspruch tritt da natürlich etwas in den Hintergrund. Primär geht es stattdessen darum, so schnell so viele Erfahrungspunkte wie möglich zu sammeln, um im Level aufzusteigen und den Helden neue Fähigkeiten spendieren zu können.
An Speicherpunkten könnt Ihr Euch das vierköpfige Team zusammenstellen. Dafür stehen Euch zahlreiche Helden aus dem Marvel-Universum zur Verfügung. Mehr als 20 Superhelden könnt Ihr beliebig in Eurem Quartett zusammen arbeiten lassen. Gar 140 bekannte Gesichter werdet Ihr im Verlauf der Geschichte wieder sehen.
Die einzelnen Helden kommen natürlich mit ihren speziellen Eigenschaften daher. Spider-Man kann also seine Spinnenfäden einsetzen, um Gegner in Schach zu halten oder sich durch die Abschnitte zu schwingen. Wolverine dagegen wird bei Zeiten zum Berserker.
Bei Standardgegnern müsst Ihr Euch allerdings weder um besondere Kombos bemühen noch auf spezielle Bewegungen der Wii-Fernbedienung achten. Hier reicht wildes Gefuchtel mit Nunchuck oder Fernbedienung. Lediglich bei größeren Gegnern ist ein wenig Taktik gefragt.
So setzt Ihr Euren Weg im Team unaufhörlich fort. Das nötige Equipment vorausgesetzt können bis zu drei Eurer Freunde auch ins Spielgeschehen eingreifen. Dabei ist es egal, zu welchem Zeitpunkt wie viele Spieler in die Kampagne eintreten möchten. Die Anzahl der Spieler kann jederzeit variiert werden. Im Mehrspieler-Modus ist die Kamera leider nicht immer auf der Höhe. Vor allem in größeren Rangeleien kommt es so zu Übersichtsproblemen, bis alle Gegner vom Schirm beseitigt sind.
Wer lieber den Konkurrenzkampf in der Gruppe verstärken will, kann im Mehrspieler-Modus den „Arcade Mode“ aktivieren. Dann kämpft man zwar immer noch gegen Dr. Doom, zusätzlich werden aber Statistiken über die Erfolge jedes Einzelnen geführt. Am Ende eines Abschnittes wird dann der wichtigste Held gekrönt, die Superhelden können in diesem Spielmodus nicht durchgewechselt werden.
Technisch wenig ultimativ
Der Anfang des Spiels ist wahrlich viel versprechend. Marvel: Ultimate Alliance wartet mit einem bombastischen animierten Intro auf, dass besonders Fans der Comic-Reihen gefallen dürfte. Leider kann die weitere technische Umsetzung da nicht mithalten. Die Grafik bewegt sich auf durchschnittlichem Niveau, viel schlimmer fallen da die Kameraprobleme ins Gewicht.
Leider kann der Titel auch nicht mit innovativen Steuerungsfunktionen glänzen. Die Bemühung, einzelne Kampfhandlungen mit Bewegungen zu verknüpfen, ist zwar erkennbar, wirklich konsequent umgesetzt und durchdacht ist das Ganze aber nicht. So verkommen die Kämpfe oftmals zu wildem Gefuchtel und Spezialfähigkeiten werden nur in Ausnahmefällen eingesetzt.
Während das Intro des Spiels für ein großes Plus in Sachen Atmosphäre sorgen kann, hat Activision sich an anderer Stelle doch zu wenig Mühe gegeben. So wurde das Spiel komplett im englischen Original belassen. Während man dies bei den Synchronsprechern noch nachvollziehen kann, gehören übersetzte Bildschirmtexte mittlerweile eigentlich zum guten Ton. Die nicht seltenen Zwischensequenzen werden von zahlreichen Dialogen begleitet, deren Sinn sich so nur englischkundigen Spielern erschließt.
Wer kennt sie nicht, die Helden aus dem Marvel-Universum? Spider-Man schwingt sich eigentlich ganz alleine durch seine Abenteuer, die fantastischen Vier sind eine eingespielte Truppe und die X-Men ziehen aus den verschiedenen Fähigkeiten der ungleichen Teammitglieder große Vorteile. Um den fiesen Dr. Doom und die Meister des Bösen aber besiegen zu können, müssen sich all diese Persönlichkeiten zu einem Team vereinen und unter dem Kommando von Colonel Nick Fury in den Kampf gegen Doom’s Schergen zu ziehen. In Marvel: Ultimate Alliance ist es fortan des Spielers Aufgabe, eine schlagkräftige Truppe zusammen zu stellen und aus den zahlreichen Helden vier Mutige zu wählen, die das Abenteuer antreten. Entwickelt wurde der Titel übrigens im Auftrag von Activision beim bekannten Studio Vicarious Visions, das sich bisher vor allem mit Handheld-Titeln einen Namen gemacht hat, unter anderem auch mit dem hervorragenden Tony Hawk’s Sk8land. In Zusammenarbeit mit Raven Soft durfte sich Vicarious Visions nun also an der Action-Rollenspiel Reihe versuchen, die in der vergangenen Generation mit X-Men Legends ihren Anfang nahm.
Ob sich ein Ausflug in das Marvel-Universum auf Wii lohnt oder ob sich die ultimative Allianz lieber wieder auflösen sollte, werden die folgenden Zeilen klären.
Die Armee des Bösen
Ganz in der Tradition der indirekten Vorgänger prügelt Ihr Euch durch wahre Gegnerhorden. Der taktische Anspruch tritt da natürlich etwas in den Hintergrund. Primär geht es stattdessen darum, so schnell so viele Erfahrungspunkte wie möglich zu sammeln, um im Level aufzusteigen und den Helden neue Fähigkeiten spendieren zu können.
An Speicherpunkten könnt Ihr Euch das vierköpfige Team zusammenstellen. Dafür stehen Euch zahlreiche Helden aus dem Marvel-Universum zur Verfügung. Mehr als 20 Superhelden könnt Ihr beliebig in Eurem Quartett zusammen arbeiten lassen. Gar 140 bekannte Gesichter werdet Ihr im Verlauf der Geschichte wieder sehen.
Die einzelnen Helden kommen natürlich mit ihren speziellen Eigenschaften daher. Spider-Man kann also seine Spinnenfäden einsetzen, um Gegner in Schach zu halten oder sich durch die Abschnitte zu schwingen. Wolverine dagegen wird bei Zeiten zum Berserker. Bei Standardgegnern müsst Ihr Euch allerdings weder um besondere Kombos bemühen noch auf spezielle Bewegungen der Wii-Fernbedienung achten. Hier reicht wildes Gefuchtel mit Nunchuck oder Fernbedienung. Lediglich bei größeren Gegnern ist ein wenig Taktik gefragt.
So setzt Ihr Euren Weg im Team unaufhörlich fort. Das nötige Equipment vorausgesetzt können bis zu drei Eurer Freunde auch ins Spielgeschehen eingreifen. Dabei ist es egal, zu welchem Zeitpunkt wie viele Spieler in die Kampagne eintreten möchten. Die Anzahl der Spieler kann jederzeit variiert werden. Im Mehrspieler-Modus ist die Kamera leider nicht immer auf der Höhe. Vor allem in größeren Rangeleien kommt es so zu Übersichtsproblemen, bis alle Gegner vom Schirm beseitigt sind.
Wer lieber den Konkurrenzkampf in der Gruppe verstärken will, kann im Mehrspieler-Modus den „Arcade Mode“ aktivieren. Dann kämpft man zwar immer noch gegen Dr. Doom, zusätzlich werden aber Statistiken über die Erfolge jedes Einzelnen geführt. Am Ende eines Abschnittes wird dann der wichtigste Held gekrönt, die Superhelden können in diesem Spielmodus nicht durchgewechselt werden.
Technisch wenig ultimativ
Der Anfang des Spiels ist wahrlich viel versprechend. Marvel: Ultimate Alliance wartet mit einem bombastischen animierten Intro auf, dass besonders Fans der Comic-Reihen gefallen dürfte. Leider kann die weitere technische Umsetzung da nicht mithalten. Die Grafik bewegt sich auf durchschnittlichem Niveau, viel schlimmer fallen da die Kameraprobleme ins Gewicht.
Leider kann der Titel auch nicht mit innovativen Steuerungsfunktionen glänzen. Die Bemühung, einzelne Kampfhandlungen mit Bewegungen zu verknüpfen, ist zwar erkennbar, wirklich konsequent umgesetzt und durchdacht ist das Ganze aber nicht. So verkommen die Kämpfe oftmals zu wildem Gefuchtel und Spezialfähigkeiten werden nur in Ausnahmefällen eingesetzt. Während das Intro des Spiels für ein großes Plus in Sachen Atmosphäre sorgen kann, hat Activision sich an anderer Stelle doch zu wenig Mühe gegeben. So wurde das Spiel komplett im englischen Original belassen. Während man dies bei den Synchronsprechern noch nachvollziehen kann, gehören übersetzte Bildschirmtexte mittlerweile eigentlich zum guten Ton. Die nicht seltenen Zwischensequenzen werden von zahlreichen Dialogen begleitet, deren Sinn sich so nur englischkundigen Spielern erschließt.
Heiko Ellinger meint...
Marvel: Ultimate Alliance trumpft leider nur ganz am Anfang auf. Das bombastische Intro verspricht viel, das Spiel hält dagegen leider nicht ganz mit. Die Steuerung wirkt nicht ausgereift, sonst wären auch Technikschnitzer zu verschmerzen gewesen. Allenfalls im kooperativen Spiel kommt noch eine gute Portion Spielspaß auf. Dank der umfangreichen Lizenz ist der Titel trotz angesprochener Schwächen einen Blick für Marvel-Fans wert.
Marvel: Ultimate Alliance trumpft leider nur ganz am Anfang auf. Das bombastische Intro verspricht viel, das Spiel hält dagegen leider nicht ganz mit. Die Steuerung wirkt nicht ausgereift, sonst wären auch Technikschnitzer zu verschmerzen gewesen. Allenfalls im kooperativen Spiel kommt noch eine gute Portion Spielspaß auf. Dank der umfangreichen Lizenz ist der Titel trotz angesprochener Schwächen einen Blick für Marvel-Fans wert.

GRAFIK
Ordentliche Comicgrafik nach dem Stil der Vorlage.
Ordentliche Comicgrafik nach dem Stil der Vorlage.

SOUND
Gute englische Synchronisation
Gute englische Synchronisation

BEDIENUNG
Unausgereifte Steuerung, Kameraprobleme und der englische Bildschirmtext wirken sich negativ aus.
Unausgereifte Steuerung, Kameraprobleme und der englische Bildschirmtext wirken sich negativ aus.

UMFANG
Spielspaß dank kooperativem Spielen.
Spielspaß dank kooperativem Spielen.
SPIELSPASS
Ganz knapp besser als typische Lizenzversoftungen.
* kein Durchschnitt der einzelnen Kategorien
Ganz knapp besser als typische Lizenzversoftungen.
* kein Durchschnitt der einzelnen Kategorien
Informationen zum Spiel
Genre
Action
Entwickler
Vicarious Visions
Publisher
Activision
Releasedatum
20.12.2006
USK-Freigabe

» Weitere Infos zum Titel
Action
Entwickler
Vicarious Visions
Publisher
Activision
Releasedatum
20.12.2006
USK-Freigabe

» Weitere Infos zum Titel