Children of Mana
Artikel verfasst von Sascha Geldermann am 10.02.2007
Neues vom Manaschwert
SquareEnix schlägt auf dem Nintendo DS ein neues Kapitel, der Geschichte rund um den Manabaum und das Manaschwert, auf. Die Geschichte setzt viele Jahre nach den Vorgängern an, die unter anderem für das SNES und den Game Boy Advance erschienen sind. Der Frieden, der nun schon so lange in Illusia herrschte, wird eines Tages plötzlich wieder gefährdet. Nun liegt das Schicksal in den Händen der Kinder, die sich unter dem großen Manabaum versammeln.
In wessen Hände Ihr das Schicksal legt, ist Euch überlassen. Es stehen vier Charaktere zur Auswahl, die sich in Attributen, wie Angriff, Abwehr oder Gewandtheit, unterscheiden. Eure Wahl solltet Ihr auch wirklich von den Fähigkeiten des Helden abhängig machen, denn die Geschichte verläuft bei allen, abgesehen von einigen Dialogen, gleich: Es taucht eine bösartige Gestalt auf, die sich selbst als Manaherrscher bezeichnet. Dieser hat sich das Ziel gesetzt, die gesamte Welt mit Mana zu überfluten, was ihrem Untergang gleichkommt. Doch die Managöttin hält schützen ihre Hände über die Welt und lässt Euch das Manaschwert zukommen, mit dessen Macht Ihr den Manaherrscher aufhalten sollt. Das klingt zwar durchaus nach dem Beginn einer verzweigten und spannenden Geschichte, doch der Schein trügt. Die Story entwickelt sich leider kaum weiter und bietet keine Überraschungen. Fesseln und Mitreißen wird sie wohl keinen Spieler.
Das Abenteuer beginnt in eurer Heimat, dem Manadorf. Das ist ein kleines gemütliches Dorf, das am Fuße des Manabaumes errichtet wurde. Es bietet mit einem Trainingsplatz, einem großen Gebäude mit mehreren Händlern und einigen Einwohnern zwar keine Entdeckungen, dafür aber alles was Ihr für euer Abenteuer braucht. Das ist auch gut so, denn weitere Dörfer oder gar Städte haben es leider nicht in das Spiel geschafft. Bei Children of Mana handelt es sich um einen Dungeon Crawler. Daher besucht Ihr ausgehend vom Manadorf nach und nach insgesamt acht Verliese, welche die einzigen Orte in dem Spiel darstellen, die immer direkt besucht werden, ohne dass das Bereisen einer Spielwelt möglich ist. Spieler mit einem Hang zum Forschen und Entdecken kommen damit überhaupt nicht auf ihre Kosten. Vor allem, da auch die Dungeons an sich keine Geheimnisse zu bieten haben.
Monotone Daueraction
Das Absolvieren aller acht Dungeons läuft nach dem gleichen Prinzip ab. Ihr müsst Euch nach und nach durch mehrere Ebenen kämpfen, um am Ende auf einen Endgegner zu treffen. Die Ebenen sind nie besonders groß und halten stets nur zwei Aufgaben für Euch bereit. Als erstes müsst Ihr einen Tautropfen finden, um diesen dann als zweites zu einem versteckten Tauquell zu bringen, das Euch dann zur nächsten Ebene teleportiert. Wie Tautropfen und Tauquell zu finden sind, wird auf dem Touchscreen angezeigt. Sie können unter Töpfen versteckt, von Pflanzen verdeckt oder unter Eis zu finden sein. Oft müssen auch Gegner eliminiert werden, um an die begehrten Objekte zu gelangen. An dem Prinzip ändert sich im gesamten Spielverlauf leider nichts. Von der ersten bis zur letzten Ebene geht es nur darum, den Tautropfen zu dem Tauquell zu bringen, was auf Dauer einfach zu viel Monotonie beinhaltet.
Natürlich könnt Ihr nicht einfach in den Ebenen Spazieren gehen. Es stellen sich Euch jedes Mal mehrere Dutzend Monster in den Weg, die es zu beseitigen gilt. Im Klartext bedeutet das Button Smashing bis die Finger glühen. Es gibt vier verschiedene Arten von Waffen: Schwert, Flegel, Hammer und Bogen. Damit seid Ihr bestens für alle Situationen, vom Angriff aus der Distanz bis zum Nahkampf gegen zehn Gegner gleichzeitig, bestens gerüstet. Ihr könnt die Waffen mit der R-Schultertaste auswählen und den A- und den X-Knopf mit ihnen belegen. Diesen Knöpfen wird dann von Anfang bis zum Ende des Dungeons keine Pause mehr gegönnt, da die Gegner im Sekundentakt angreifen. Damit ist Daueraction garantiert, die vor allem Freunde des Hack´n´Slay-Genres für eine gewisse Zeit begeistern sollte.
Leider hält der Spaß nicht lange an. Bei dem pausenlosen Button Smashing wird schnell die Monotonie bemerkbar, womit der Wunsch nach Abwechslung aufkommt. Doch diese wird einfach nicht geboten. Das ganze Spielprinzip wiederholt sich einfach vom Anfang bis zum Ende und zeugt von Einfallslosigkeit. Die Gegner greifen stets nach leicht zu durchschauenden Mustern an und erfordern keinerlei taktisches Geschick. Zu allem Überfluss bewegt sich auch noch die KI auf einem sehr niedrigen Niveau. Zwar wird Monstern im Allgemeinen sehr wenig Intelligenz zugesprochen, aber genug Grips, um nicht ständig an Gegenständen hängen zu bleiben und damit ein leichtes Ziel abzugeben, wäre schon zu erwarten gewesen. Leider werden die monotonen Kämpfe auch nicht durch Rätsel aufgelockert. Diese haben es nämlich überhaupt nicht in das Spiel geschafft, womit die grauen Zellen bei diesem Titel gar nicht gefordert werden.
Eine willkommene Abwechslung stellen die Kämpfe gegen die Endgegner dar. Im Gegensatz zu den normalen Kämpfen, werden dabei nämlich immer eine bestimmte Taktik und ein gewisses Maß an Geschick verlangt. Es muss der Schwachpunkt des Gegners gefunden und gezielt angegriffen werden, was oft nur mit einer bestimmten Waffe Sinn macht. Acht Dungeons haben es in das Spiel geschafft, womit Ihr auch in acht Kämpfe gegen Bossgegner verwickelt werdet, die wirklich Spaß machen. Leider dauert es aber nicht allzu lange, bis ihr dem letzten Endgegner gegenübersteht. Mehr als zwölf Stunden werden nicht in das Land ziehen, bis der Abspann über die beiden Bildschirme des Nintendo DS flimmert. Damit ist der Umfang, vor allem in Anbetracht des Genres, zu gering ausgefallen.
Belastungsprobe der Frusttoleranz
Direkt zu Beginn des Spiels könnt Ihr Euch einen Geist als Begleiter aussuchen. Die Geister leben im Manadorf und sind die Verkörperung von Mana. Unterhalten könnt Ihr Euch mit eurem Begleiter zwar nicht, dafür können mit ihm Zauberattacken ausgelöst werden. Mit dem B-Knopf kann der Geist gerufen werden. Wenn Ihr nun abwartet wird er nach kurzer Zeit einen Angriffszauber gegen eure Feinde ausführen. Berührt Ihr ihn stattdessen vorher, könnt Ihr von einem Hilfszauber, wie zum Beispiel Heilung, profitieren. Im Manadorf, wohin Ihr nach jedem Dungeon zurückkehrt, könnt Ihr euren Geist auch jeder Zeit gegen einen der anderen sieben eintauschen. Damit könnt Ihr immer nur zwei verschiedene Zauber ausführen, womit die Geister ein richtiges Magiesystem nicht ersetzen können.
In eurem Rucksack könnt Ihr jede Menge wichtige Gegenstände aufbewahren, die beim Händler im Dorf zu erwerben sind, in Truhen gefunden werden können oder freundlicher Weise von besiegten Gegnern zurückgelassen werden. Dabei erhaltet Ihr auch stärkere Waffen und widerstandsfähigere Rüstungen. Allerdings müssen erst bestimmte Level erreicht werden, um stärkeres Arsenal benutzen zu können. Die benötigten Erfahrungspunkte für einen Levelaufstieg werden natürlich durch das Töten von Gegnern gesammelt. Aber nicht nur Waffen lassen sich in dem Rucksack finden, sondern auch Heilmittel. Ihr seid schließlich ständig den Angriffen von Monstern ausgesetzt, die eure Lebensanzeige schnell schwinden lassen können, womit Heilmittel zu euren besten Freunden werden.
In dem Kauf von Heilmitteln solltet Ihr auf jeden Fall Geld investierten. Der Tod ist bei diesem Spiel nämlich eine äußerst frustrierende Angelegenheit. Da es nämlich keine Rücksetzpunkte gibt, landet Ihr bei eurem virtuellen Ableben nämlich wieder im Manadorf und dürft den Dungeon noch mal von vorne in Angriff nehmen. Dabei ist es egal, ob Ihr auf der ersten Ebene oder beim Endgegner des Verlieses gestorben seid. Frust ist dabei vorprogrammiert. Zum Glück ist es in einem Dungeon wenigstens nach allen paar Ebenen möglich, in einem Ergebnisbildschirm zu speichern. Bei einem Game Over kann der Nintendo DS somit ausgeschaltet und der Spielstand neu geladen werden. Auch wenn Ihr dann immer noch nicht um das erneute Absolvieren einiger Ebenen herumkommt, wird der Frust dadurch wenigstens etwas abgeschwächt. Dennoch erleidet der Spielspaß dadurch Schaden, der durch Rücksetzpunkte hätte vermieden werden können.
Der Ergebnisbildschirm dient nicht nur zum Speichern. Hier können auch neue Gegenstände und Waffen angelegt werden, was während des laufenden Spiels nicht möglich ist. Sehr interessant ist auch ein Juwelen-Feature. In einem Rahmen lassen sich gefundene Juwelen einsetzen, die eure Attribute erhöhen, die Magie der Geister verbessern oder eure Waffen stärken. Der Platz für die Juwelen ist allerdings sehr beschränkt, womit Ihr genau abwägen müsst, mit welchen Ihr Euch einen Vorteil verschaffen wollt. Dieses Feature gehört zu den wenigen richtig guten Ideen in diesem Spiel. Außerdem dient der Ergebnisbildschirm, wie der Name schon verrät, zum Anzeigen von Punkten, die Ihr durch das Beseitigen von Gegnern sammeln könnt. Nach dem Absolvieren eines Dungeons werden diese Punkte gespeichert und als Highscore angezeigt. Damit wird ein Anreiz geboten, das Verlies später erneut in Angriff zu nehmen, um euren Highscore zu brechen. Dabei könnt Ihr dann auch Nebenaufgaben für Einwohner des Manadorfes erledigen, die zwar keine Abwechslung zur Haupthandlung darstellen, aber ordentlich entlohnt werden.
Gemeinsames Schlachtfest
Ein großer Pluspunkt ist der Mehrspieler-Modus des Spiels. Mit bis zu drei Freunden, die jeweils ebenfalls im Besitz einer Cartridge sein müssen, könnt Ihr die acht Dungeons unsicher machen. Das ununterbrochene Töten von Monstern macht im Gruppenverband natürlich viel mehr Spaß. Dabei arbeitet Ihr auf der einen Seite zusammen, auf der anderen wetteifert Ihr aber auch um Schätze und Belohnungen. Einige Gegenstände lassen sich ausschließlich im Mehrspieler-Modus finden, was natürlich einen ganz besonderen Anreiz darstellt. Insgesamt ist der Mehrspieler-Modus auf jeden Fall sehr gelungen aufgefallen.
Richtig viel Zeit und Mühe haben die Entwickler in die technische Seite des Spiels investiert. Die musikalische Untermalung ist einfach traumhaft. Die Melodien unterstreichen das jeweilige Geschehen perfekt und auch die Soundeffekte tragen zur Atmosphäre bei. Die 2D-Grafik kann mit einer farbenfrohen und liebevollen Gestaltung, netten Details und gelungenen Effektfreuerwerken aufwarten. Was auf dem oberen Bildschirm gezeigt wird, hat zuvor kaum ein Spiel aus dem Nintendo DS herausgeholt. Der Touchscreen dient dagegen lediglich zum Anzeigen einer Karte. Auch bei der Steuerung wird ihm keine relevante Aufgabe zugesprochen. Er erleichtert nur die Menüführung, während die restliche Arbeit überzeugend von den Knöpfen übernommen wird. Im Anbetracht des Button Smashing ist das aber auch ganz gut so, da der Touchscreen ansonsten wohl nach kurzer Zeit zu Bruch gegangen wäre.
SquareEnix schlägt auf dem Nintendo DS ein neues Kapitel, der Geschichte rund um den Manabaum und das Manaschwert, auf. Die Geschichte setzt viele Jahre nach den Vorgängern an, die unter anderem für das SNES und den Game Boy Advance erschienen sind. Der Frieden, der nun schon so lange in Illusia herrschte, wird eines Tages plötzlich wieder gefährdet. Nun liegt das Schicksal in den Händen der Kinder, die sich unter dem großen Manabaum versammeln.
In wessen Hände Ihr das Schicksal legt, ist Euch überlassen. Es stehen vier Charaktere zur Auswahl, die sich in Attributen, wie Angriff, Abwehr oder Gewandtheit, unterscheiden. Eure Wahl solltet Ihr auch wirklich von den Fähigkeiten des Helden abhängig machen, denn die Geschichte verläuft bei allen, abgesehen von einigen Dialogen, gleich: Es taucht eine bösartige Gestalt auf, die sich selbst als Manaherrscher bezeichnet. Dieser hat sich das Ziel gesetzt, die gesamte Welt mit Mana zu überfluten, was ihrem Untergang gleichkommt. Doch die Managöttin hält schützen ihre Hände über die Welt und lässt Euch das Manaschwert zukommen, mit dessen Macht Ihr den Manaherrscher aufhalten sollt. Das klingt zwar durchaus nach dem Beginn einer verzweigten und spannenden Geschichte, doch der Schein trügt. Die Story entwickelt sich leider kaum weiter und bietet keine Überraschungen. Fesseln und Mitreißen wird sie wohl keinen Spieler.
Das Abenteuer beginnt in eurer Heimat, dem Manadorf. Das ist ein kleines gemütliches Dorf, das am Fuße des Manabaumes errichtet wurde. Es bietet mit einem Trainingsplatz, einem großen Gebäude mit mehreren Händlern und einigen Einwohnern zwar keine Entdeckungen, dafür aber alles was Ihr für euer Abenteuer braucht. Das ist auch gut so, denn weitere Dörfer oder gar Städte haben es leider nicht in das Spiel geschafft. Bei Children of Mana handelt es sich um einen Dungeon Crawler. Daher besucht Ihr ausgehend vom Manadorf nach und nach insgesamt acht Verliese, welche die einzigen Orte in dem Spiel darstellen, die immer direkt besucht werden, ohne dass das Bereisen einer Spielwelt möglich ist. Spieler mit einem Hang zum Forschen und Entdecken kommen damit überhaupt nicht auf ihre Kosten. Vor allem, da auch die Dungeons an sich keine Geheimnisse zu bieten haben.
Monotone Daueraction
Das Absolvieren aller acht Dungeons läuft nach dem gleichen Prinzip ab. Ihr müsst Euch nach und nach durch mehrere Ebenen kämpfen, um am Ende auf einen Endgegner zu treffen. Die Ebenen sind nie besonders groß und halten stets nur zwei Aufgaben für Euch bereit. Als erstes müsst Ihr einen Tautropfen finden, um diesen dann als zweites zu einem versteckten Tauquell zu bringen, das Euch dann zur nächsten Ebene teleportiert. Wie Tautropfen und Tauquell zu finden sind, wird auf dem Touchscreen angezeigt. Sie können unter Töpfen versteckt, von Pflanzen verdeckt oder unter Eis zu finden sein. Oft müssen auch Gegner eliminiert werden, um an die begehrten Objekte zu gelangen. An dem Prinzip ändert sich im gesamten Spielverlauf leider nichts. Von der ersten bis zur letzten Ebene geht es nur darum, den Tautropfen zu dem Tauquell zu bringen, was auf Dauer einfach zu viel Monotonie beinhaltet.
Natürlich könnt Ihr nicht einfach in den Ebenen Spazieren gehen. Es stellen sich Euch jedes Mal mehrere Dutzend Monster in den Weg, die es zu beseitigen gilt. Im Klartext bedeutet das Button Smashing bis die Finger glühen. Es gibt vier verschiedene Arten von Waffen: Schwert, Flegel, Hammer und Bogen. Damit seid Ihr bestens für alle Situationen, vom Angriff aus der Distanz bis zum Nahkampf gegen zehn Gegner gleichzeitig, bestens gerüstet. Ihr könnt die Waffen mit der R-Schultertaste auswählen und den A- und den X-Knopf mit ihnen belegen. Diesen Knöpfen wird dann von Anfang bis zum Ende des Dungeons keine Pause mehr gegönnt, da die Gegner im Sekundentakt angreifen. Damit ist Daueraction garantiert, die vor allem Freunde des Hack´n´Slay-Genres für eine gewisse Zeit begeistern sollte.
Leider hält der Spaß nicht lange an. Bei dem pausenlosen Button Smashing wird schnell die Monotonie bemerkbar, womit der Wunsch nach Abwechslung aufkommt. Doch diese wird einfach nicht geboten. Das ganze Spielprinzip wiederholt sich einfach vom Anfang bis zum Ende und zeugt von Einfallslosigkeit. Die Gegner greifen stets nach leicht zu durchschauenden Mustern an und erfordern keinerlei taktisches Geschick. Zu allem Überfluss bewegt sich auch noch die KI auf einem sehr niedrigen Niveau. Zwar wird Monstern im Allgemeinen sehr wenig Intelligenz zugesprochen, aber genug Grips, um nicht ständig an Gegenständen hängen zu bleiben und damit ein leichtes Ziel abzugeben, wäre schon zu erwarten gewesen. Leider werden die monotonen Kämpfe auch nicht durch Rätsel aufgelockert. Diese haben es nämlich überhaupt nicht in das Spiel geschafft, womit die grauen Zellen bei diesem Titel gar nicht gefordert werden.
Eine willkommene Abwechslung stellen die Kämpfe gegen die Endgegner dar. Im Gegensatz zu den normalen Kämpfen, werden dabei nämlich immer eine bestimmte Taktik und ein gewisses Maß an Geschick verlangt. Es muss der Schwachpunkt des Gegners gefunden und gezielt angegriffen werden, was oft nur mit einer bestimmten Waffe Sinn macht. Acht Dungeons haben es in das Spiel geschafft, womit Ihr auch in acht Kämpfe gegen Bossgegner verwickelt werdet, die wirklich Spaß machen. Leider dauert es aber nicht allzu lange, bis ihr dem letzten Endgegner gegenübersteht. Mehr als zwölf Stunden werden nicht in das Land ziehen, bis der Abspann über die beiden Bildschirme des Nintendo DS flimmert. Damit ist der Umfang, vor allem in Anbetracht des Genres, zu gering ausgefallen.
Belastungsprobe der Frusttoleranz
Direkt zu Beginn des Spiels könnt Ihr Euch einen Geist als Begleiter aussuchen. Die Geister leben im Manadorf und sind die Verkörperung von Mana. Unterhalten könnt Ihr Euch mit eurem Begleiter zwar nicht, dafür können mit ihm Zauberattacken ausgelöst werden. Mit dem B-Knopf kann der Geist gerufen werden. Wenn Ihr nun abwartet wird er nach kurzer Zeit einen Angriffszauber gegen eure Feinde ausführen. Berührt Ihr ihn stattdessen vorher, könnt Ihr von einem Hilfszauber, wie zum Beispiel Heilung, profitieren. Im Manadorf, wohin Ihr nach jedem Dungeon zurückkehrt, könnt Ihr euren Geist auch jeder Zeit gegen einen der anderen sieben eintauschen. Damit könnt Ihr immer nur zwei verschiedene Zauber ausführen, womit die Geister ein richtiges Magiesystem nicht ersetzen können.
In eurem Rucksack könnt Ihr jede Menge wichtige Gegenstände aufbewahren, die beim Händler im Dorf zu erwerben sind, in Truhen gefunden werden können oder freundlicher Weise von besiegten Gegnern zurückgelassen werden. Dabei erhaltet Ihr auch stärkere Waffen und widerstandsfähigere Rüstungen. Allerdings müssen erst bestimmte Level erreicht werden, um stärkeres Arsenal benutzen zu können. Die benötigten Erfahrungspunkte für einen Levelaufstieg werden natürlich durch das Töten von Gegnern gesammelt. Aber nicht nur Waffen lassen sich in dem Rucksack finden, sondern auch Heilmittel. Ihr seid schließlich ständig den Angriffen von Monstern ausgesetzt, die eure Lebensanzeige schnell schwinden lassen können, womit Heilmittel zu euren besten Freunden werden.
In dem Kauf von Heilmitteln solltet Ihr auf jeden Fall Geld investierten. Der Tod ist bei diesem Spiel nämlich eine äußerst frustrierende Angelegenheit. Da es nämlich keine Rücksetzpunkte gibt, landet Ihr bei eurem virtuellen Ableben nämlich wieder im Manadorf und dürft den Dungeon noch mal von vorne in Angriff nehmen. Dabei ist es egal, ob Ihr auf der ersten Ebene oder beim Endgegner des Verlieses gestorben seid. Frust ist dabei vorprogrammiert. Zum Glück ist es in einem Dungeon wenigstens nach allen paar Ebenen möglich, in einem Ergebnisbildschirm zu speichern. Bei einem Game Over kann der Nintendo DS somit ausgeschaltet und der Spielstand neu geladen werden. Auch wenn Ihr dann immer noch nicht um das erneute Absolvieren einiger Ebenen herumkommt, wird der Frust dadurch wenigstens etwas abgeschwächt. Dennoch erleidet der Spielspaß dadurch Schaden, der durch Rücksetzpunkte hätte vermieden werden können.
Der Ergebnisbildschirm dient nicht nur zum Speichern. Hier können auch neue Gegenstände und Waffen angelegt werden, was während des laufenden Spiels nicht möglich ist. Sehr interessant ist auch ein Juwelen-Feature. In einem Rahmen lassen sich gefundene Juwelen einsetzen, die eure Attribute erhöhen, die Magie der Geister verbessern oder eure Waffen stärken. Der Platz für die Juwelen ist allerdings sehr beschränkt, womit Ihr genau abwägen müsst, mit welchen Ihr Euch einen Vorteil verschaffen wollt. Dieses Feature gehört zu den wenigen richtig guten Ideen in diesem Spiel. Außerdem dient der Ergebnisbildschirm, wie der Name schon verrät, zum Anzeigen von Punkten, die Ihr durch das Beseitigen von Gegnern sammeln könnt. Nach dem Absolvieren eines Dungeons werden diese Punkte gespeichert und als Highscore angezeigt. Damit wird ein Anreiz geboten, das Verlies später erneut in Angriff zu nehmen, um euren Highscore zu brechen. Dabei könnt Ihr dann auch Nebenaufgaben für Einwohner des Manadorfes erledigen, die zwar keine Abwechslung zur Haupthandlung darstellen, aber ordentlich entlohnt werden.
Gemeinsames Schlachtfest
Ein großer Pluspunkt ist der Mehrspieler-Modus des Spiels. Mit bis zu drei Freunden, die jeweils ebenfalls im Besitz einer Cartridge sein müssen, könnt Ihr die acht Dungeons unsicher machen. Das ununterbrochene Töten von Monstern macht im Gruppenverband natürlich viel mehr Spaß. Dabei arbeitet Ihr auf der einen Seite zusammen, auf der anderen wetteifert Ihr aber auch um Schätze und Belohnungen. Einige Gegenstände lassen sich ausschließlich im Mehrspieler-Modus finden, was natürlich einen ganz besonderen Anreiz darstellt. Insgesamt ist der Mehrspieler-Modus auf jeden Fall sehr gelungen aufgefallen.
Richtig viel Zeit und Mühe haben die Entwickler in die technische Seite des Spiels investiert. Die musikalische Untermalung ist einfach traumhaft. Die Melodien unterstreichen das jeweilige Geschehen perfekt und auch die Soundeffekte tragen zur Atmosphäre bei. Die 2D-Grafik kann mit einer farbenfrohen und liebevollen Gestaltung, netten Details und gelungenen Effektfreuerwerken aufwarten. Was auf dem oberen Bildschirm gezeigt wird, hat zuvor kaum ein Spiel aus dem Nintendo DS herausgeholt. Der Touchscreen dient dagegen lediglich zum Anzeigen einer Karte. Auch bei der Steuerung wird ihm keine relevante Aufgabe zugesprochen. Er erleichtert nur die Menüführung, während die restliche Arbeit überzeugend von den Knöpfen übernommen wird. Im Anbetracht des Button Smashing ist das aber auch ganz gut so, da der Touchscreen ansonsten wohl nach kurzer Zeit zu Bruch gegangen wäre.
Sascha Geldermann meint...
Wer ein episches Rollenspiel erwartet hat, wird von Children of Mana maßlos enttäuscht sein. Der Umfang ist gering, die Story flach und Tiefgang kaum vorhanden. Viel mehr handelt es sich bei dem Spiel um einen Dungeon Crawler, bei dem die Gehirnzellen gar nicht, die Knöpfe des Nintendo DS dagegen sehr stark gefordert werden. Es wird ein Gegner nach dem anderen ins Jenseits geschickt, was Daueraction bietet und durch einen gelungenen Mehrspieler-Modus und einer traumhaften Präsentation reizt. Leider sorgen Monotonie, Einfallslosigkeit, eine niedrige KI und Frust dafür, dass sich der Spielspaß in Grenzen hält.
Wer ein episches Rollenspiel erwartet hat, wird von Children of Mana maßlos enttäuscht sein. Der Umfang ist gering, die Story flach und Tiefgang kaum vorhanden. Viel mehr handelt es sich bei dem Spiel um einen Dungeon Crawler, bei dem die Gehirnzellen gar nicht, die Knöpfe des Nintendo DS dagegen sehr stark gefordert werden. Es wird ein Gegner nach dem anderen ins Jenseits geschickt, was Daueraction bietet und durch einen gelungenen Mehrspieler-Modus und einer traumhaften Präsentation reizt. Leider sorgen Monotonie, Einfallslosigkeit, eine niedrige KI und Frust dafür, dass sich der Spielspaß in Grenzen hält.

GRAFIK
Die 2D-Grafik ist eine Augenweide.
Die 2D-Grafik ist eine Augenweide.

SOUND
Der Sound gefällt mit traumhaften Melodien.
Der Sound gefällt mit traumhaften Melodien.

BEDIENUNG
Bei der Steuerung gibt es keine Probleme.
Bei der Steuerung gibt es keine Probleme.

UMFANG
Sehr kurzes Abenteuer, das durch den gelungenen Mehrspieler-Modus aber dennoch eine Weile unterhalten kann.
Sehr kurzes Abenteuer, das durch den gelungenen Mehrspieler-Modus aber dennoch eine Weile unterhalten kann.
SPIELSPASS
Daueraction, die keinerlei Gehirnaktivität verlangt.
* kein Durchschnitt der einzelnen Kategorien
Daueraction, die keinerlei Gehirnaktivität verlangt.
* kein Durchschnitt der einzelnen Kategorien
Informationen zum Spiel