Red Steel
Artikel verfasst von Gennaro Grippo am 23.12.2006
Konichiwa, Scott-san!
Die Fangemeinde jubelte, als auf der Electronic Entertainment Expo in Los Angeles endlich der Nintendo Wii enthüllt wurde. Doch recht lange mussten sie sich gedulden, bis das erste Bildmaterial zu den angekündigten Titeln preisgegeben wurde. Das erste Spiel, welches in der amerikanischen Zeitschrift „GameInformer“ präsentiert wurde, war Ubisofts Red Steel. Damals konnte das Spiel aus Frankreich dank spektakulären Bildern und der neuen, innovativen Steuerung die Fans für sich gewinnen. Mittlerweile ist der Nintendo Wii auch hierzulande zu haben und dementsprechend auch Red Steel. Ob die Messlatte für dieses Spiel zu hoch angesetzt wurde oder Red Steel wahrlich hält, was es versprochen hat, erfahrt Ihr in unserem Testbericht.
In Red Steel übernehmt Ihr die Rolle des Amerikaners Scott Monroe, der mit Miyu verlobt ist. Miyu ist die Tochter eines der mächtigsten Männer Japans, Isao Sato. Bei einem Besuch, bei dem Ihr Miyus Vater kennenlernen sollt, werdet Ihr Zeuge eines Kampfes zwischen rivalisierenden Yakuza-Clans. Es gelingt euch, Miyus Vater zu retten und zu flüchten. Doch das Glück hält nicht lange an, denn beim nächsten Angriff kommt Isao Sato ums Leben. Als wäre dies nicht schon genug des Schlechten, hat man auch noch eure bezaubernde Miyu gekidnappt. Als Amerikaner braucht Ihr nicht lange um den heißen Brei zu reden oder Mr. President um Erlaubnis zu bitten. Ihr schnappt euch Rambo-like eine Knarre und mischt Japans Unterwelt gehörig auf.
Ein Gaijin rockt Tokio
Am Anfang eures Abenteuers seid Ihr noch in Los Angeles unterwegs. Um den Tätern auf die Spur zu kommen ist jedoch ein Flug Richtung Tokio vonnöten. Dort angekommen macht Ihr Bekanntschaft mit Satos Freunden, die euch eine kleine Starthilfe geben. Beispielsweise wäre euer Kontaktmann Otori, der später euer Mentor wird, zu nennen. Von ihm und seiner Tochter erlernt Ihr die traditionelle japanische Kunst, mit einem Schwert zu kämpfen. Auch im Verlauf des Spiels werdet Ihr des Öfteren zu Otori zurückkommen, um neue Combo-Attacken zu lernen und euer Training fortzusetzen. Ein weiterer Kontaktmann besitzt einen Club, in dem sich überwiegend Yakuzas aufhalten. Von Zeit zu Zeit erhaltet Ihr hier eure Missionen und neue Waffen, die Ihr euch jedoch erst einmal anhand eines Schießstandes verdienen müsst. Eure Aufgaben führen euch zu diversen Schauplätzen und bieten daher genug Abwechslung, sowohl in architektonischer Hinsicht, als auch im Hinblick auf die Steuerung.
In der Tat ist das Auffälligste an Red Steel die Steuerung, die exzellenten Gebrauch der Wii-Fernbedienung und der Nunchuk-Erweiterung macht. Mit dem Analogstick des Nunchuk könnt Ihr euer alter Ego durch die Gegend bewegen. Der C-Knopf dient zum Springen, während der darunter sich befindende Z-Trigger zum Ducken genutzt wird. Die Wii-Fernbedienung symbolisiert im wahrsten Sinne des Wortes eure Waffe. Ihr dürft In den Optionen wahlweise den A- oder B-Knopf zum Schießen definieren. Fortan gilt es, präzise auf dem Fernsehbildschirm zu zielen. Habt Ihr beispielsweise das Schießen auf den B-Knopf festgelegt, dient der A-Knopf zum Zoomen. Wenn Ihr die A-Taste gedrückt haltet und die Wii-Fernbedienung etwas nach Vorne zieht, zoomt eure Figur. So lassen sich auch weit entfernte Gegner mühelos erledigen. Sobald Ihr den so genannten Focus Time erlernt habt, könnt Ihr auch die Zeit anhalten. Um dieses Feature zu benutzen, müsst Ihr sowohl den A- als auch den C-Knopf gedrückt halten. Ein Balken an der oberen Bildschirmleiste signalisiert euch, wie viel Zeit Ihr noch zur Verfügung habt, einen Gegner anzuvisieren. Habt Ihr eure Gegner anvisiert, braucht Ihr lediglich die Tasten loszulassen. Mit einem schnellen Reflex schießt Scott den Gegnern die Waffen aus der Hand, die sich daraufhin ergeben.
Das Katana Giri
Ihr werdet schnell merken, dass Ihr allein mit der Waffe nicht allzu viel anrichten könnt. Bei Gegnerscharen lohnt es sich, die Umgebung zu seinem Vorteil zu nutzen. Falls ein Feuerlöscher an der Wand hängt, sollte man diesen in die Luft jagen. Dies führt dazu, dass die Gegner für eine kurze Zeit behindert werden. Sollten Gegner hinter einem Auto Deckung gesucht haben, kurzerhand das Auto zum Explodieren bringen. Und falls einmal nichts Nützliches in der Umgebung zu finden ist, lassen sich auch Granaten verwenden. Um eine Granate zu werfen müsst Ihr den unteren Steuerkreuz auf der Wii-Fernbedienung gedrückt halten und mit dem Nunchuk im wahrsten Sinne des Wortes die Granate werfen. Übrigens verfügt Ihr stets über zwei Waffen, die Ihr jederzeit mit dem linken Steuerkreuz der Wiimote wechseln könnt. Leider können Granaten und Waffen nichts gegen Samurai- und Ninja-Kämpfer ausrichten. Deshalb dient der Schwertkampf nicht nur zur Abwechslung, die Beherrschung ist demnach von fundamentaler Wichtigkeit, um in Red Steel weiterzukommen.
Am Anfang erlernt Ihr die ersten Schritte mit dem Schwert von Miyus Vater. Eure Gegner, die sich euch zu dem Zeitpunkt in den Weg stellen, sind noch wirklich aus einem leichten Holz geschnitzt und daher keine wahre Herausforderung. Sobald Ihr neue Combos von Otoris Tochter erlernt habt und generell flinker und intuitiver mit dem Schwert umgeht, treten die motivierenden Kämpfe auf. Bei einigen Gegnern reicht es, deren Schläge zu parieren, was Ihr mit einer verteidigenden Bewegung mit dem Nunchuk vollbringen könnt. Andere Schwertkämpfer sind so stark, dass sie bei einem geringen Fehler euerseits euch mit einem Combo schon die Hälfte eurer Lebensenergie abnehmen. Bei diesen gilt es äußerst vorsichtig vorzugehen und deren Ausdauer erst einmal zu minimieren, in dem Ihr ständig den Angriffen ausweicht. Ausweichen könnt Ihr übrigens mit dem Nunchuk, indem Ihr mit dem Analogstick in die auszuweichende Richtung lenkt und dabei den C-Knopf betätigt.
Un jeu formidable, mais...
Selten war ein Spiel derart faszinierend wie Red Steel. Das Spiel besticht von Anfang bis Ende nicht nur durch seine atemberaubende Grafik, sondern überwiegend durch die neue Spielerfahrung, die die Wii-Fernbedienung und die Nunchuk-Erweiterung ermöglichen. Leider ist diese nicht immer so rosig, wie sie hier beschrieben wird. Ihr werdet des Öfteren merken, dass eure Schwertaktionen nicht umgesetzt werden und euch ärgern, dass euer Gegner euch erneut in den virtuellen Tod befördert hat. Generell reagiert die Steuerung mit einer kleinen Verzögerung, mit der man aber letztendlich gut auskommt. Die gelegentlichen Blackouts der Schwertangriffe kann man sich aber keinesfalls erklären. Auch stören einige Bugs das Spielerlebnis gewaltig. So kann es mal passieren, dass ein Gegner fröhlich an einem Ort hockt und uns erwartungsvoll anstarrt, ohne seine Knarre zu zucken und uns zu töten. Auch scheinen sich einige Gegner gerne in Wände zu verstecken, lediglich ihre Hand samt Waffe schaut gelegentlich hervor, um uns zu eliminieren. Problem hierbei ist, dass einige Abschnitte das Eliminieren aller Gegner erfordert, um weiter zu kommen. Bei Gegnern, die sich in Wände verstecken, löst Ihr den Trigger nicht aus, der beispielsweise eine neue Tür öffnen soll. Neustart der Mission ist die Folge und dank des automatischen Speichersystems kann es auch durchaus vorkommen, dass Ihr einige Stationen vorher abgesetzt werdet und euch erneut durch die Gegnerschar bis zu dem verfluchten Punkt durchkämpfen müsst.
Die Story wird in Standbildern weitererzählt und von der äußerst gut gelungenen Synchronisation untermalt. Interaktionsmöglichkeiten habt Ihr keine. Generell gibt der Hauptprotagonist im ganzen Spiel kein einziges Wort von sich. Um einzelne Abschnitte miteinander zu verknüpfen, sowie euch nützliche Tipps auf den Weg zu geben, gibt es Ladezeiten, die teilweise auch Tipps einblenden. Diese dauern nicht sonderlich lange, können aber auf Dauer nerven, wenn Ihr gerade in einem Schusswechsel seid, einen Trigger auslöst und auf dem Bildschirm die erfreuliche Nachricht „Bitte warten“ erscheint.
Werde auch du ein Gaijin – im Multiplayer
Nachdem Ihr den Singleplayer von Red Steel erfolgreich bestanden habt, lassen sich auch nette Multiplayer-Partien im Freundeskreis organisieren. Bis zu vier Spieler dürfen sich in diversen Schauplätzen messen. Damit weitere Spieler den Multiplayer beitreten können, müssen deren Controller erst einmal an die Konsole registriert werden. Ist dies getan, erkennt das Spiel automatisch die restlichen Mitspieler und erlaubt das Auswählen eines Charakters. Die Modi-Auswahl ist jedoch recht mager ausgefallen und nicht wirklich eine Überraschung. Zudem ist der Kampf nur mit Waffen möglichen. Ein Modus, in dem man das Katana schwingen dürfte wäre wünschenswert gewesen, da vor allem die Schwertkämpfe im richtigen Spiel für die nötige Abwechslung gesorgt haben. Nichtsdestotrotz eignet sich der Multiplayer für gemütliche Runden zwischendurch ausgezeichnet, bietet aber aufgrund weniger Modi recht wenig Abwechslung.
Red Steel ist nicht nur optisch gesehen eines der besten Launch-Titel für den Nintendo Wii. Aufgrund der motivierenden Story, sowie der einzigartigen Steuerung ist Red Steel eine wahre Bereicherung für das Software-Portfolio des Wii. Eine erhebliche Qualitätssteigerung lässt sich zudem dank des Component-Kabel erreichen, der separat für den Nintendo Wii erhältlich ist. Es ist wirklich erstaunlich, was die Entwickler bei Ubisoft mit Red Steel auf die Beine gestellt haben. Warum man sich jedoch an einigen Stellen Unannehmlichkeiten geleistet hat, bleibt fraglich. Red Steel ist deshalb leider nicht der erhoffte Hit geworden, ein gutes Spiel ist es jedoch allemal.
Die Fangemeinde jubelte, als auf der Electronic Entertainment Expo in Los Angeles endlich der Nintendo Wii enthüllt wurde. Doch recht lange mussten sie sich gedulden, bis das erste Bildmaterial zu den angekündigten Titeln preisgegeben wurde. Das erste Spiel, welches in der amerikanischen Zeitschrift „GameInformer“ präsentiert wurde, war Ubisofts Red Steel. Damals konnte das Spiel aus Frankreich dank spektakulären Bildern und der neuen, innovativen Steuerung die Fans für sich gewinnen. Mittlerweile ist der Nintendo Wii auch hierzulande zu haben und dementsprechend auch Red Steel. Ob die Messlatte für dieses Spiel zu hoch angesetzt wurde oder Red Steel wahrlich hält, was es versprochen hat, erfahrt Ihr in unserem Testbericht.In Red Steel übernehmt Ihr die Rolle des Amerikaners Scott Monroe, der mit Miyu verlobt ist. Miyu ist die Tochter eines der mächtigsten Männer Japans, Isao Sato. Bei einem Besuch, bei dem Ihr Miyus Vater kennenlernen sollt, werdet Ihr Zeuge eines Kampfes zwischen rivalisierenden Yakuza-Clans. Es gelingt euch, Miyus Vater zu retten und zu flüchten. Doch das Glück hält nicht lange an, denn beim nächsten Angriff kommt Isao Sato ums Leben. Als wäre dies nicht schon genug des Schlechten, hat man auch noch eure bezaubernde Miyu gekidnappt. Als Amerikaner braucht Ihr nicht lange um den heißen Brei zu reden oder Mr. President um Erlaubnis zu bitten. Ihr schnappt euch Rambo-like eine Knarre und mischt Japans Unterwelt gehörig auf.
Ein Gaijin rockt Tokio
Am Anfang eures Abenteuers seid Ihr noch in Los Angeles unterwegs. Um den Tätern auf die Spur zu kommen ist jedoch ein Flug Richtung Tokio vonnöten. Dort angekommen macht Ihr Bekanntschaft mit Satos Freunden, die euch eine kleine Starthilfe geben. Beispielsweise wäre euer Kontaktmann Otori, der später euer Mentor wird, zu nennen. Von ihm und seiner Tochter erlernt Ihr die traditionelle japanische Kunst, mit einem Schwert zu kämpfen. Auch im Verlauf des Spiels werdet Ihr des Öfteren zu Otori zurückkommen, um neue Combo-Attacken zu lernen und euer Training fortzusetzen. Ein weiterer Kontaktmann besitzt einen Club, in dem sich überwiegend Yakuzas aufhalten. Von Zeit zu Zeit erhaltet Ihr hier eure Missionen und neue Waffen, die Ihr euch jedoch erst einmal anhand eines Schießstandes verdienen müsst. Eure Aufgaben führen euch zu diversen Schauplätzen und bieten daher genug Abwechslung, sowohl in architektonischer Hinsicht, als auch im Hinblick auf die Steuerung.In der Tat ist das Auffälligste an Red Steel die Steuerung, die exzellenten Gebrauch der Wii-Fernbedienung und der Nunchuk-Erweiterung macht. Mit dem Analogstick des Nunchuk könnt Ihr euer alter Ego durch die Gegend bewegen. Der C-Knopf dient zum Springen, während der darunter sich befindende Z-Trigger zum Ducken genutzt wird. Die Wii-Fernbedienung symbolisiert im wahrsten Sinne des Wortes eure Waffe. Ihr dürft In den Optionen wahlweise den A- oder B-Knopf zum Schießen definieren. Fortan gilt es, präzise auf dem Fernsehbildschirm zu zielen. Habt Ihr beispielsweise das Schießen auf den B-Knopf festgelegt, dient der A-Knopf zum Zoomen. Wenn Ihr die A-Taste gedrückt haltet und die Wii-Fernbedienung etwas nach Vorne zieht, zoomt eure Figur. So lassen sich auch weit entfernte Gegner mühelos erledigen. Sobald Ihr den so genannten Focus Time erlernt habt, könnt Ihr auch die Zeit anhalten. Um dieses Feature zu benutzen, müsst Ihr sowohl den A- als auch den C-Knopf gedrückt halten. Ein Balken an der oberen Bildschirmleiste signalisiert euch, wie viel Zeit Ihr noch zur Verfügung habt, einen Gegner anzuvisieren. Habt Ihr eure Gegner anvisiert, braucht Ihr lediglich die Tasten loszulassen. Mit einem schnellen Reflex schießt Scott den Gegnern die Waffen aus der Hand, die sich daraufhin ergeben.
Das Katana Giri
Ihr werdet schnell merken, dass Ihr allein mit der Waffe nicht allzu viel anrichten könnt. Bei Gegnerscharen lohnt es sich, die Umgebung zu seinem Vorteil zu nutzen. Falls ein Feuerlöscher an der Wand hängt, sollte man diesen in die Luft jagen. Dies führt dazu, dass die Gegner für eine kurze Zeit behindert werden. Sollten Gegner hinter einem Auto Deckung gesucht haben, kurzerhand das Auto zum Explodieren bringen. Und falls einmal nichts Nützliches in der Umgebung zu finden ist, lassen sich auch Granaten verwenden. Um eine Granate zu werfen müsst Ihr den unteren Steuerkreuz auf der Wii-Fernbedienung gedrückt halten und mit dem Nunchuk im wahrsten Sinne des Wortes die Granate werfen. Übrigens verfügt Ihr stets über zwei Waffen, die Ihr jederzeit mit dem linken Steuerkreuz der Wiimote wechseln könnt. Leider können Granaten und Waffen nichts gegen Samurai- und Ninja-Kämpfer ausrichten. Deshalb dient der Schwertkampf nicht nur zur Abwechslung, die Beherrschung ist demnach von fundamentaler Wichtigkeit, um in Red Steel weiterzukommen.Am Anfang erlernt Ihr die ersten Schritte mit dem Schwert von Miyus Vater. Eure Gegner, die sich euch zu dem Zeitpunkt in den Weg stellen, sind noch wirklich aus einem leichten Holz geschnitzt und daher keine wahre Herausforderung. Sobald Ihr neue Combos von Otoris Tochter erlernt habt und generell flinker und intuitiver mit dem Schwert umgeht, treten die motivierenden Kämpfe auf. Bei einigen Gegnern reicht es, deren Schläge zu parieren, was Ihr mit einer verteidigenden Bewegung mit dem Nunchuk vollbringen könnt. Andere Schwertkämpfer sind so stark, dass sie bei einem geringen Fehler euerseits euch mit einem Combo schon die Hälfte eurer Lebensenergie abnehmen. Bei diesen gilt es äußerst vorsichtig vorzugehen und deren Ausdauer erst einmal zu minimieren, in dem Ihr ständig den Angriffen ausweicht. Ausweichen könnt Ihr übrigens mit dem Nunchuk, indem Ihr mit dem Analogstick in die auszuweichende Richtung lenkt und dabei den C-Knopf betätigt.
Un jeu formidable, mais...
Selten war ein Spiel derart faszinierend wie Red Steel. Das Spiel besticht von Anfang bis Ende nicht nur durch seine atemberaubende Grafik, sondern überwiegend durch die neue Spielerfahrung, die die Wii-Fernbedienung und die Nunchuk-Erweiterung ermöglichen. Leider ist diese nicht immer so rosig, wie sie hier beschrieben wird. Ihr werdet des Öfteren merken, dass eure Schwertaktionen nicht umgesetzt werden und euch ärgern, dass euer Gegner euch erneut in den virtuellen Tod befördert hat. Generell reagiert die Steuerung mit einer kleinen Verzögerung, mit der man aber letztendlich gut auskommt. Die gelegentlichen Blackouts der Schwertangriffe kann man sich aber keinesfalls erklären. Auch stören einige Bugs das Spielerlebnis gewaltig. So kann es mal passieren, dass ein Gegner fröhlich an einem Ort hockt und uns erwartungsvoll anstarrt, ohne seine Knarre zu zucken und uns zu töten. Auch scheinen sich einige Gegner gerne in Wände zu verstecken, lediglich ihre Hand samt Waffe schaut gelegentlich hervor, um uns zu eliminieren. Problem hierbei ist, dass einige Abschnitte das Eliminieren aller Gegner erfordert, um weiter zu kommen. Bei Gegnern, die sich in Wände verstecken, löst Ihr den Trigger nicht aus, der beispielsweise eine neue Tür öffnen soll. Neustart der Mission ist die Folge und dank des automatischen Speichersystems kann es auch durchaus vorkommen, dass Ihr einige Stationen vorher abgesetzt werdet und euch erneut durch die Gegnerschar bis zu dem verfluchten Punkt durchkämpfen müsst.Die Story wird in Standbildern weitererzählt und von der äußerst gut gelungenen Synchronisation untermalt. Interaktionsmöglichkeiten habt Ihr keine. Generell gibt der Hauptprotagonist im ganzen Spiel kein einziges Wort von sich. Um einzelne Abschnitte miteinander zu verknüpfen, sowie euch nützliche Tipps auf den Weg zu geben, gibt es Ladezeiten, die teilweise auch Tipps einblenden. Diese dauern nicht sonderlich lange, können aber auf Dauer nerven, wenn Ihr gerade in einem Schusswechsel seid, einen Trigger auslöst und auf dem Bildschirm die erfreuliche Nachricht „Bitte warten“ erscheint.
Werde auch du ein Gaijin – im Multiplayer
Nachdem Ihr den Singleplayer von Red Steel erfolgreich bestanden habt, lassen sich auch nette Multiplayer-Partien im Freundeskreis organisieren. Bis zu vier Spieler dürfen sich in diversen Schauplätzen messen. Damit weitere Spieler den Multiplayer beitreten können, müssen deren Controller erst einmal an die Konsole registriert werden. Ist dies getan, erkennt das Spiel automatisch die restlichen Mitspieler und erlaubt das Auswählen eines Charakters. Die Modi-Auswahl ist jedoch recht mager ausgefallen und nicht wirklich eine Überraschung. Zudem ist der Kampf nur mit Waffen möglichen. Ein Modus, in dem man das Katana schwingen dürfte wäre wünschenswert gewesen, da vor allem die Schwertkämpfe im richtigen Spiel für die nötige Abwechslung gesorgt haben. Nichtsdestotrotz eignet sich der Multiplayer für gemütliche Runden zwischendurch ausgezeichnet, bietet aber aufgrund weniger Modi recht wenig Abwechslung.Red Steel ist nicht nur optisch gesehen eines der besten Launch-Titel für den Nintendo Wii. Aufgrund der motivierenden Story, sowie der einzigartigen Steuerung ist Red Steel eine wahre Bereicherung für das Software-Portfolio des Wii. Eine erhebliche Qualitätssteigerung lässt sich zudem dank des Component-Kabel erreichen, der separat für den Nintendo Wii erhältlich ist. Es ist wirklich erstaunlich, was die Entwickler bei Ubisoft mit Red Steel auf die Beine gestellt haben. Warum man sich jedoch an einigen Stellen Unannehmlichkeiten geleistet hat, bleibt fraglich. Red Steel ist deshalb leider nicht der erhoffte Hit geworden, ein gutes Spiel ist es jedoch allemal.
Gennaro Grippo meint...
Red Steel hat mich wahrlich überrascht. Selten war ich derart von der Story, vom Gameplay und von der Grafik fasziniert wie bei diesem Spiel. Red Steel macht dank der innovativen Steuerung ungemein viel Spaß und zeigt passend zum Launch souverän die Idee, die hinter dem Controller steckt. Hätte sich Red Steel ohne die vorhandenen Unannehmlichkeiten präsentiert, wäre es ohne Weiteres ein Hit geworden. Leider reiht sich Red Steel erneut in die Kategorie der guten Spiele ein, die leider Einiges an Potential verschenkt haben. Spaß wird man dennoch für die Zeit, die man mit Red Steel verbringt, haben!
Red Steel hat mich wahrlich überrascht. Selten war ich derart von der Story, vom Gameplay und von der Grafik fasziniert wie bei diesem Spiel. Red Steel macht dank der innovativen Steuerung ungemein viel Spaß und zeigt passend zum Launch souverän die Idee, die hinter dem Controller steckt. Hätte sich Red Steel ohne die vorhandenen Unannehmlichkeiten präsentiert, wäre es ohne Weiteres ein Hit geworden. Leider reiht sich Red Steel erneut in die Kategorie der guten Spiele ein, die leider Einiges an Potential verschenkt haben. Spaß wird man dennoch für die Zeit, die man mit Red Steel verbringt, haben!

GRAFIK
Beeindruckende Grafiken und asiatisches Flair, stellenweise haben sich leider unscharfe Texturen eingeschlichen
Beeindruckende Grafiken und asiatisches Flair, stellenweise haben sich leider unscharfe Texturen eingeschlichen

SOUND
Gelungener Soundtrack, der Emotionen und situationsabhängige Effekte gekonnt vermittelt
Gelungener Soundtrack, der Emotionen und situationsabhängige Effekte gekonnt vermittelt

BEDIENUNG
Vorbildlicher Einsatz von Wii-Remote und Nunchuk, allerdings werden einige Bewegungen nicht sofort erkannt
Vorbildlicher Einsatz von Wii-Remote und Nunchuk, allerdings werden einige Bewegungen nicht sofort erkannt

UMFANG
Spannende und unterhaltsame Story, allerdings ist das Abenteuer auch recht schnell wieder rum
Spannende und unterhaltsame Story, allerdings ist das Abenteuer auch recht schnell wieder rum
SPIELSPASS
Ein brachialer Titel zum Launch der Nintendo Wii - Gameplay und Technik vom Feinsten
* kein Durchschnitt der einzelnen Kategorien
Ein brachialer Titel zum Launch der Nintendo Wii - Gameplay und Technik vom Feinsten
* kein Durchschnitt der einzelnen Kategorien
Informationen zum Spiel

Genre
Ego-Shooter
Entwickler
Ubisoft Paris
Publisher
Ubisoft
Releasedatum
08.12.2006
USK-Freigabe

» Weitere Infos zum Titel
Ego-Shooter
Entwickler
Ubisoft Paris
Publisher
Ubisoft
Releasedatum
08.12.2006
USK-Freigabe

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