Need for Speed Carbon
Artikel verfasst von Sascha Geldermann am 17.12.2006
Zurück an die Macht
Im Jahre 1994 erblickte die Need for Speed-Serie auf dem 3DO das Licht der Videospielwelt. Die damals noch unschuldigen Rennen verwandelten sich mit der Zeit in illegale Auseinandersetzungen mit rücksichtlosen Rasern. Das ist auch bei dem neusten Teil der Serie, Need for Speed Carbon, der Fall, der das Serien-Debüt auf dem Wii bildet. Wie die Portierung auf die New Generation Konsole gelungen ist und was die Wii-Remote als Lenkrad hermacht erfahrt Ihr in unserem Test.
In eurer Heimatstadt galtet Ihr früher als König der Straße, was Euch viele Bewunderer aber auch viele Feinde bescherte. Nachdem Ihr für eine gewisse Zeit die Stadt verlassen hattet, kehr Ihr nun zurück. Schnell müsst Ihr feststellen, dass nichts mehr so ist, wie es einmal war. Mittlerweile haben respektlose Raser auf den Straßen das Sagen und eine Reihe von Gangs kämpft um die Vorherrschaft in den einzelnen Stadtteilen. Mit der Hilfe vom alten Bekannten, eures Wagens und eurer Fahrkunst gilt es nun, euren vergangenen Einfluss wieder aufleben zu lassen, um die Stadteile wieder in eure Gewalt zu bringen.
Nachdem euer Wagen nach einem anfänglichen Vorfall reif für den Schrottplatz wird, bekommt Ihr von eurer ehemaligen Freundin ein neues Wahrzeug zur Verfügung gestellt. Dabei könnt Ihr gleich zwischen verschiedenen Wagen wählen, die sich in den Punkten Höchstgeschwindigkeit, Beschleunigung und Handling voneinander unterscheiden. Im späteren Spielverlauf können bei Autohändlern noch viel mehr Fahrzeuge erworben werden. Vom Alfa Romeo Brera bis zum Volkswagen Golf R32 bleiben dabei keine Wünsche offen. Dann muss nur noch ein Name für eure Crew, sowie ein Logo festgelegt werden und schon geht es ab auf die Straße.
Eure Aufgabe ist es nun, in jedem Stadtteil alle Rennen zu gewinnen, damit dieser in euren Besitzt kommt. Eine Übersicht über die Bezirke und deren Machthaber kann auf der Weltkarte erlangt werden. Die Rennen eines Stadtteils können in beliebiger Reihenfolge absolviert werden. Zu den Startpunkten der Rennen könnt Ihr in der freien Stadt selber fahren oder, wenn Euch das zu lange dauert, auch direkt zu ihnen springen. Habt Ihr die Kontrolle über eine Strecke erlangt, bleibt diese aber nicht für immer und ewig in euren Besitz. Oft werdet Ihr von anderen Gangs zu Rennen herausgefordert, die Ihr erneut für Euch entscheiden müsst, wenn Ihr den hart erkämpften Bezirk nicht wieder verlieren wollt.
Bewährtes Altes und wenig Neues
Das Spiel orientiert sich sehr stark an den Vorgängern und bietet damit auch wieder abwechslungsreiche Renntypen. Bei Rundrennen oder Sprint-Events müsst Ihr vor den anderen Fahrern in das Ziel kommen. Beim Driften könnt Ihr mit langen, vielen und schnellen Manövern Punkte auf eurem Konto gutschreiben. Kontrollpunkt-Aufgaben verlangen von Euch unter Zeitdruck bestimmte Punkte zu erreichen und bei Radarfallen-Rennen müsst Ihr mit einer möglichst hohen Geschwindigkeit geblitzt werden. Vor allem letzteres führt oft dazu, dass Ihr nach den Rennen von der Polizei verfolgt werdet, die sich nur mit halsbrecherischen Manövern wieder abhängen lässt. Langeweile kommt bei so einer Auswahl an Renntypen nicht auf.
Bekannt ist die Serie mittlerweile auch für die ausführlichen Tuning-Möglichkeiten der Wagen. Auch bei Need for Speed Carbon kann das bei den Rennen gewonnene Geld nicht nur in neue Autos, sondern auch in deren Verbesserung bzw. Verschönerung gesteckt werden. Neuer Lack und Aufkleber lassen sich genauso erwerben, wie leistungsstärkere Motoren oder hochwertigere Reifen. Mit dem Autosculpt-Feature bietet der Tuning-Part sogar eine neue Möglichkeit, die es erlaubt, die Größe, Form und Position einzelner Teile, wie zum Beispiel des Heckspoilers, individuell zu verändern. Virtuelle Bastler haben damit allen Grund zu Freude.
Ansonsten bietet Carbon nur marginale Erneuerungen. Eine davon ist die Rekrutierung von Crewmitgliedern. Immer wieder werden Bewunderer mit verschiedenen Fähigkeiten darum bitten, dass Ihr sie in euer Team aufnehmt. Maximal drei Helfer können gleichzeitig in eurem Team sein, weswegen Ihr überlegen müsst, welches Mitglied Euch den meisten Nutzen bringt. Blocker drängen eure Konkurrenten während eines Rennens von der Strecke ab. Schlepper dagegen sind darum bemüht Euch Windschatten zu spenden, der Euch einen kleinen Geschwindigkeitsschub verschafft. Außerdem gibt es noch Scouts, die für Euch Abkürzungen suchen. Selten bekommt Ihr durch die Arbeit der Crewmitglieder einen wirklich großen Vorteil, interessant ist das Feature aber dennoch und bringt einen Hauch von Strategie in das Spiel.
Eine weitere Erneuerung sind Bossrennen auf gefährlichen Canyonstraßen. Fühlt sich der Anführer einer Gang von Euch bedroht, fordert er Euch zu einem Duell heraus, das darüber entscheidet, welcher Fahrer die vollkommene Kontrolle über den Bezirk erlangt. Die Bossrennen bestehen aus zwei Teilen. Beim ersten müsst Ihr euren Konkurrenten möglichst dicht verfolgen, was Euch Punkte einbringt. Beim zweiten Teil wird der Spieß dann umgedreht, so dass Ihr eurem Gegner die Verfolgung möglichst schwer machen müsst. Der bessere Verfolger gewinnt das Rennen und die Macht über den Stadtteil. Allerdings ist während dieser Rennen höchste Konzentration gefragt. Sonst sorgen die vielen Kurven und die Abgründe neben der Strecke schnell dafür, dass das Rennen vorzeitig für Euch vorbei ist.
Wii-Remote als Lenkrad
Die Rennen an sich bieten eine gewohnt hohe Qualität. Die Strecken sind abwechslungsreich, es gibt viele Abkürzungen und die intelligenten Gegner sorgen dafür, dass Ihr immer genug gefordert werdet. Auch das Geschwindigkeitsgefühl ist wieder einmal mitreißend und die Fahrphysik kann überzeugen, was besonders bei den Drift-Events in positiver Art und Weise auffällt. Während der Rennen könnt Ihr mit dem Einsatz von Nitro kurzzeitig eure Geschwindigkeit erhöhen oder mit dem so genannten Speedbreaker vorübergehend die Zeit verlangsamen, womit Ihr in gefährlichen Situationen mit mehr Bedacht handeln könnt.
Ein wichtiger Punkt bei jedem Rennspiel ist die Steuerung. Diese konnte auf dem GameCube immer überzeugen, doch mit dem Wii stand Electronic Arts vor einer neuen Herausforderung. Zum Glück haben die Entwickler diese Aufgabe mit Bravour gemeistert. Die Wii-Remote ist als Lenkrad problemlos zu gebrauchen. Das Lenken durch Kippbewegungen ist bei den ersten Rennen noch gewöhnungsbedürftig, kann dann aber vollkommen überzeugen, funktioniert intuitiv und macht vor allem jede Menge Spaß. Wenn die Steuerung Euch trotzdem nicht zusagt, könnt Ihr auch noch zwischen vier Alternativen wählen, wobei auch die Möglichkeit vorhanden ist, mit dem Analog-Stick des Nunchuck zu Lenken.
Auch die Tastenbelegung ist den Entwicklern bei der waagerecht zu haltenden Wii-Remote gelungen. Das Steuerkreuz ermöglicht den Einsatz von Nitro, vom Speebreacker, von der Handbremse oder einem Crewmitglied. Zusammen mit dem B-Knopf ermöglicht es auch die Änderung der Sicht oder einen Blick in den Rückspiegel. Mit den Knöpfen 1 und 2 wird Gebremst bzw. Gas gegeben, während der A-Knopf zum Übersteuern dient, welches in besonders engen Kurven eine intensivere Lenkung ermöglicht. Seltsam ist dagegen, dass bei der Betrachtung der Wagen oder der Karte die Z- und C-Knöpfe der Nunchuck-Erweiterung zum Zoomen benötigt werden. Wer den Zoom nutzen möchte, muss den Nunchuck also immer wieder an- und abstöpseln, da dieser bei den Rennen stört. Zwar ist das Zoomen nicht zwingend nötig, aber eine elegantere Lösung wäre auf jeden Fall möglich gewesen.
Sichere Straßen am Tag
In Sachen Modi bietet auch der neuste Teil der Serie wieder eine solide Auswahl. Neben dem Karriere-Modus sind auch Quickraces möglich, die keinen Einfluss auf eure Karriere haben und nur dem Spaß dienen. Diese Rennen lassen sich auch im Splitscreen gegen einen menschlichen Kontrahenten bestreiten. Außerdem sorgt eine Herausforderungsserie für Unterhaltung. Durch das Absolvieren von vorgegebenen Renntypen lassen sich neue Teile oder Vinyls erspielen, die dann beim Tuning verfügbar sind.
Alle Rennen haben etwas gemeinsam und das ist die Tageszeit. Tagsüber scheinen die Raser zu schlafen, denn die Rennen laufen allesamt in der Nacht ab. Allzu Dunkel ist es dennoch nur selten, da Häuser, Laternen und richtungweisende Pfeile die Straßen hell erleuchten. Grafisch machen diese Lichteffekte viel her, allerdings hätten viele Texturen doch besser im Dunkeln bleiben sollen. Die Grafik hätte auch problemlos vom GameCube dargestellt werden können. Der Wii ist zwar nicht als Grafikmaschine bekannt, doch mehr wäre schon zu erwarten gewesen. Zumal es Probleme mit der Framerate gibt, wie es sie auch schon bei den GameCube-Ablegern zu beklagen gab. Darüber hinaus hat sich der Sound im Vergleich zu den Vorgängern verschlechtert. Die Umgebungsgeräusche sind zwar immer noch überzeugend, aber die einfallslosen Technobeats geben nur eine sehr schwache Hintergrundmusik ab.
Im Jahre 1994 erblickte die Need for Speed-Serie auf dem 3DO das Licht der Videospielwelt. Die damals noch unschuldigen Rennen verwandelten sich mit der Zeit in illegale Auseinandersetzungen mit rücksichtlosen Rasern. Das ist auch bei dem neusten Teil der Serie, Need for Speed Carbon, der Fall, der das Serien-Debüt auf dem Wii bildet. Wie die Portierung auf die New Generation Konsole gelungen ist und was die Wii-Remote als Lenkrad hermacht erfahrt Ihr in unserem Test.
In eurer Heimatstadt galtet Ihr früher als König der Straße, was Euch viele Bewunderer aber auch viele Feinde bescherte. Nachdem Ihr für eine gewisse Zeit die Stadt verlassen hattet, kehr Ihr nun zurück. Schnell müsst Ihr feststellen, dass nichts mehr so ist, wie es einmal war. Mittlerweile haben respektlose Raser auf den Straßen das Sagen und eine Reihe von Gangs kämpft um die Vorherrschaft in den einzelnen Stadtteilen. Mit der Hilfe vom alten Bekannten, eures Wagens und eurer Fahrkunst gilt es nun, euren vergangenen Einfluss wieder aufleben zu lassen, um die Stadteile wieder in eure Gewalt zu bringen.
Nachdem euer Wagen nach einem anfänglichen Vorfall reif für den Schrottplatz wird, bekommt Ihr von eurer ehemaligen Freundin ein neues Wahrzeug zur Verfügung gestellt. Dabei könnt Ihr gleich zwischen verschiedenen Wagen wählen, die sich in den Punkten Höchstgeschwindigkeit, Beschleunigung und Handling voneinander unterscheiden. Im späteren Spielverlauf können bei Autohändlern noch viel mehr Fahrzeuge erworben werden. Vom Alfa Romeo Brera bis zum Volkswagen Golf R32 bleiben dabei keine Wünsche offen. Dann muss nur noch ein Name für eure Crew, sowie ein Logo festgelegt werden und schon geht es ab auf die Straße.
Eure Aufgabe ist es nun, in jedem Stadtteil alle Rennen zu gewinnen, damit dieser in euren Besitzt kommt. Eine Übersicht über die Bezirke und deren Machthaber kann auf der Weltkarte erlangt werden. Die Rennen eines Stadtteils können in beliebiger Reihenfolge absolviert werden. Zu den Startpunkten der Rennen könnt Ihr in der freien Stadt selber fahren oder, wenn Euch das zu lange dauert, auch direkt zu ihnen springen. Habt Ihr die Kontrolle über eine Strecke erlangt, bleibt diese aber nicht für immer und ewig in euren Besitz. Oft werdet Ihr von anderen Gangs zu Rennen herausgefordert, die Ihr erneut für Euch entscheiden müsst, wenn Ihr den hart erkämpften Bezirk nicht wieder verlieren wollt.
Bewährtes Altes und wenig Neues
Das Spiel orientiert sich sehr stark an den Vorgängern und bietet damit auch wieder abwechslungsreiche Renntypen. Bei Rundrennen oder Sprint-Events müsst Ihr vor den anderen Fahrern in das Ziel kommen. Beim Driften könnt Ihr mit langen, vielen und schnellen Manövern Punkte auf eurem Konto gutschreiben. Kontrollpunkt-Aufgaben verlangen von Euch unter Zeitdruck bestimmte Punkte zu erreichen und bei Radarfallen-Rennen müsst Ihr mit einer möglichst hohen Geschwindigkeit geblitzt werden. Vor allem letzteres führt oft dazu, dass Ihr nach den Rennen von der Polizei verfolgt werdet, die sich nur mit halsbrecherischen Manövern wieder abhängen lässt. Langeweile kommt bei so einer Auswahl an Renntypen nicht auf.
Bekannt ist die Serie mittlerweile auch für die ausführlichen Tuning-Möglichkeiten der Wagen. Auch bei Need for Speed Carbon kann das bei den Rennen gewonnene Geld nicht nur in neue Autos, sondern auch in deren Verbesserung bzw. Verschönerung gesteckt werden. Neuer Lack und Aufkleber lassen sich genauso erwerben, wie leistungsstärkere Motoren oder hochwertigere Reifen. Mit dem Autosculpt-Feature bietet der Tuning-Part sogar eine neue Möglichkeit, die es erlaubt, die Größe, Form und Position einzelner Teile, wie zum Beispiel des Heckspoilers, individuell zu verändern. Virtuelle Bastler haben damit allen Grund zu Freude.
Ansonsten bietet Carbon nur marginale Erneuerungen. Eine davon ist die Rekrutierung von Crewmitgliedern. Immer wieder werden Bewunderer mit verschiedenen Fähigkeiten darum bitten, dass Ihr sie in euer Team aufnehmt. Maximal drei Helfer können gleichzeitig in eurem Team sein, weswegen Ihr überlegen müsst, welches Mitglied Euch den meisten Nutzen bringt. Blocker drängen eure Konkurrenten während eines Rennens von der Strecke ab. Schlepper dagegen sind darum bemüht Euch Windschatten zu spenden, der Euch einen kleinen Geschwindigkeitsschub verschafft. Außerdem gibt es noch Scouts, die für Euch Abkürzungen suchen. Selten bekommt Ihr durch die Arbeit der Crewmitglieder einen wirklich großen Vorteil, interessant ist das Feature aber dennoch und bringt einen Hauch von Strategie in das Spiel.
Eine weitere Erneuerung sind Bossrennen auf gefährlichen Canyonstraßen. Fühlt sich der Anführer einer Gang von Euch bedroht, fordert er Euch zu einem Duell heraus, das darüber entscheidet, welcher Fahrer die vollkommene Kontrolle über den Bezirk erlangt. Die Bossrennen bestehen aus zwei Teilen. Beim ersten müsst Ihr euren Konkurrenten möglichst dicht verfolgen, was Euch Punkte einbringt. Beim zweiten Teil wird der Spieß dann umgedreht, so dass Ihr eurem Gegner die Verfolgung möglichst schwer machen müsst. Der bessere Verfolger gewinnt das Rennen und die Macht über den Stadtteil. Allerdings ist während dieser Rennen höchste Konzentration gefragt. Sonst sorgen die vielen Kurven und die Abgründe neben der Strecke schnell dafür, dass das Rennen vorzeitig für Euch vorbei ist.
Wii-Remote als Lenkrad
Die Rennen an sich bieten eine gewohnt hohe Qualität. Die Strecken sind abwechslungsreich, es gibt viele Abkürzungen und die intelligenten Gegner sorgen dafür, dass Ihr immer genug gefordert werdet. Auch das Geschwindigkeitsgefühl ist wieder einmal mitreißend und die Fahrphysik kann überzeugen, was besonders bei den Drift-Events in positiver Art und Weise auffällt. Während der Rennen könnt Ihr mit dem Einsatz von Nitro kurzzeitig eure Geschwindigkeit erhöhen oder mit dem so genannten Speedbreaker vorübergehend die Zeit verlangsamen, womit Ihr in gefährlichen Situationen mit mehr Bedacht handeln könnt.
Ein wichtiger Punkt bei jedem Rennspiel ist die Steuerung. Diese konnte auf dem GameCube immer überzeugen, doch mit dem Wii stand Electronic Arts vor einer neuen Herausforderung. Zum Glück haben die Entwickler diese Aufgabe mit Bravour gemeistert. Die Wii-Remote ist als Lenkrad problemlos zu gebrauchen. Das Lenken durch Kippbewegungen ist bei den ersten Rennen noch gewöhnungsbedürftig, kann dann aber vollkommen überzeugen, funktioniert intuitiv und macht vor allem jede Menge Spaß. Wenn die Steuerung Euch trotzdem nicht zusagt, könnt Ihr auch noch zwischen vier Alternativen wählen, wobei auch die Möglichkeit vorhanden ist, mit dem Analog-Stick des Nunchuck zu Lenken.
Auch die Tastenbelegung ist den Entwicklern bei der waagerecht zu haltenden Wii-Remote gelungen. Das Steuerkreuz ermöglicht den Einsatz von Nitro, vom Speebreacker, von der Handbremse oder einem Crewmitglied. Zusammen mit dem B-Knopf ermöglicht es auch die Änderung der Sicht oder einen Blick in den Rückspiegel. Mit den Knöpfen 1 und 2 wird Gebremst bzw. Gas gegeben, während der A-Knopf zum Übersteuern dient, welches in besonders engen Kurven eine intensivere Lenkung ermöglicht. Seltsam ist dagegen, dass bei der Betrachtung der Wagen oder der Karte die Z- und C-Knöpfe der Nunchuck-Erweiterung zum Zoomen benötigt werden. Wer den Zoom nutzen möchte, muss den Nunchuck also immer wieder an- und abstöpseln, da dieser bei den Rennen stört. Zwar ist das Zoomen nicht zwingend nötig, aber eine elegantere Lösung wäre auf jeden Fall möglich gewesen.
Sichere Straßen am Tag
In Sachen Modi bietet auch der neuste Teil der Serie wieder eine solide Auswahl. Neben dem Karriere-Modus sind auch Quickraces möglich, die keinen Einfluss auf eure Karriere haben und nur dem Spaß dienen. Diese Rennen lassen sich auch im Splitscreen gegen einen menschlichen Kontrahenten bestreiten. Außerdem sorgt eine Herausforderungsserie für Unterhaltung. Durch das Absolvieren von vorgegebenen Renntypen lassen sich neue Teile oder Vinyls erspielen, die dann beim Tuning verfügbar sind.
Alle Rennen haben etwas gemeinsam und das ist die Tageszeit. Tagsüber scheinen die Raser zu schlafen, denn die Rennen laufen allesamt in der Nacht ab. Allzu Dunkel ist es dennoch nur selten, da Häuser, Laternen und richtungweisende Pfeile die Straßen hell erleuchten. Grafisch machen diese Lichteffekte viel her, allerdings hätten viele Texturen doch besser im Dunkeln bleiben sollen. Die Grafik hätte auch problemlos vom GameCube dargestellt werden können. Der Wii ist zwar nicht als Grafikmaschine bekannt, doch mehr wäre schon zu erwarten gewesen. Zumal es Probleme mit der Framerate gibt, wie es sie auch schon bei den GameCube-Ablegern zu beklagen gab. Darüber hinaus hat sich der Sound im Vergleich zu den Vorgängern verschlechtert. Die Umgebungsgeräusche sind zwar immer noch überzeugend, aber die einfallslosen Technobeats geben nur eine sehr schwache Hintergrundmusik ab.
Sascha Geldermann meint...
Die Wii-Portierung von Need for Speed Carbon ist den Entwicklern sehr gut gelungen. Die neue Steuerung funktioniert einwandfrei und sorgt für Spaß. Leider bietet das Spiel an sich nur marginale Erneuerungen. Zwar ist auch Carbon wieder ein sehr gutes Rennspiel, doch Besitzer der Vorgänger bekommen nichts wirklich Neues geboten. Selbst die Technik bewegt sich auf dem Niveau der GameCube-Vorgänger. Damit liefert Electronic Arts nur ein Serien-Update mit frischer Steuerung ab.
Die Wii-Portierung von Need for Speed Carbon ist den Entwicklern sehr gut gelungen. Die neue Steuerung funktioniert einwandfrei und sorgt für Spaß. Leider bietet das Spiel an sich nur marginale Erneuerungen. Zwar ist auch Carbon wieder ein sehr gutes Rennspiel, doch Besitzer der Vorgänger bekommen nichts wirklich Neues geboten. Selbst die Technik bewegt sich auf dem Niveau der GameCube-Vorgänger. Damit liefert Electronic Arts nur ein Serien-Update mit frischer Steuerung ab.

GRAFIK
Die Lichteffekte sind gelungen, die Texturen aber schwach.
Die Lichteffekte sind gelungen, die Texturen aber schwach.

SOUND
Die Geräuschkulisse überzeugt, aber die Techno-Beats ist langweilig.
Die Geräuschkulisse überzeugt, aber die Techno-Beats ist langweilig.

BEDIENUNG
Die Steuerung funktioniert fast problemlos. Aber das Zoomen über den Nunchuk ist unnötig umständlich.
Die Steuerung funktioniert fast problemlos. Aber das Zoomen über den Nunchuk ist unnötig umständlich.

UMFANG
Vor allem die komplexen Tuning-Möglichkeiten beschäftigen. Enttäuschend ist aber, dass es keinen Online-Modus gibt.
Vor allem die komplexen Tuning-Möglichkeiten beschäftigen. Enttäuschend ist aber, dass es keinen Online-Modus gibt.
SPIELSPASS
Spannendes Rennspiel, das aber wieder nicht Neues bietet.
* kein Durchschnitt der einzelnen Kategorien
Spannendes Rennspiel, das aber wieder nicht Neues bietet.
* kein Durchschnitt der einzelnen Kategorien
Informationen zum Spiel