Duke Nukem: Critical Mass
Artikel verfasst von Alischan Akhtar am 16.06.2011
Duke Nukem ist zurück! Der kultige Blondschopf kehrt nach einer gefühlten Ewigkeit zurück. Während auf den anderen Plattformen das seit 14 Jahren in der Entwicklung befindende Duke Nukem Forever endlich erscheint, dürfen sich Nintendo Fans auf dem Nintendo DS mit dem Duke austoben. Das Spiel ist der ersten Teil einer neuen Duke Nukem Trilogie. Bietet das Spiel mehr als den Duke-Faktor?
Von Schweinen und Zeitreisen
Die Geschichte ist leicht erklärt. Duke wird in die Zukunft geschickt, weil die Earth Defense Force dort zwei ihrer Agenten verloren hat. Dummerweise läuft dort ein Haufen Aliens rum und wartet nur, dass deren Hintern Bekanntschaft mit Dukes Stiefeln macht. Außerdem muss der Duke auch noch Fusionszellen einsammeln, damit er zurück in der Zeit reisen kann. Nebenbei befreit er standardmäßig natürlich noch ein paar Babes, welchen von den fiesen Aliens gefangengehalten werden. Gespielt wird im Side-Scroll-Modus. Ihr lauft und hüpft von links nach rechts und erledigt alles und jeden was euch in den Weg kommt. Mit dem A-Knopf feuert ihr eure Waffe ab, der B-Knopf ist zum Springen da. Per Y-Knopf führt ihr einen Tritt aus und drückt ihr diesen zweimal, macht der Duke einen Roundhouse-Kick den sogar Chuck Norris kaum besser machen kann. Letztendlich dürft ihr noch per X-Knopf mit Rohrbomben um euch werfen. Während der Level stößt ihr auf allerhand Gegner. Macht euch bereit gegen Schweine, Ratten und sonstiges Aliengesocks zu kämpfen. In den Level könnt ihr immer mal wieder andere Waffen und Schutzwesten einsammeln. Ab und zu hört ihr auch ein Mädel schreien, welches es zu retten gilt. Unfair behandelt werdet ihr im Spiel natürlich auch. So können euch Gegner schon unter Beschuss nehmen, bevor sie überhaupt auf dem Bildschirm erscheinen. Das Spiel bietet euch immer mal wieder eine andere Perspektive, was eigentlich für Abwechslung sorgen sollte. So lehnt sich der Duke an Straßenecken um in die nach oben führende Gasse zu schauen. Hier könnt ihr dann per Touchscreen eure Gegner abschießen. Nette Spielerei, mehr nicht. Sammelt ihr ein Scharfschützengewehr ein, ändert sich auch sofort die Perspektive. Ihr befindet euch den im Scharfschützenmodus und dürft wiederum per Touchscreen eure Scharfschützenfähigkeiten unter Beweis stellen. Auf dem Touchscreen befinden sich eine Zoomleiste und eine kleine Vorrichtung zum Zielen.
Ein Duke kommt selten allein…
Der Duke kommt weit rum. Ägypten, England oder Japan sind nur einige der Orte die ihr auf seiner Reise besuchen dürft. Leider sind die Level nicht schön genug modelliert, damit richtig Freude aufkeimen kann. Viele Level spielen nachts. Dass die Level schon an sich nicht wirklich toll aufgebaut sind ist ja das eine, leider verliert man im Dunkeln dann auch mal den Weg, weil man mal wieder eine Leiter, welche dunkel auf dunklem Hintergrund ist, nicht gesehen hat. Solche Design Faux Pax trüben den Spielspass ungemein. Für Abwechslung soll die Flugpassagen sorgen. Ausgerüstet mit einem Raketenrucksack, fliegt ihr in guter alter Shoot ‘em up Manier durch die Level. Ihr könnt dort dann im Dauerfeuer andere Gegner mit eurer Primärwaffe aufs Korn nehmen, oder ihr schießt ein paar Raketen ab und macht damit Geschütztürme platt. Leider nervt das zielen manchmal. So kann man sich mit dem Steuerkreuz zwar in die gewollte Richtung bewegen, zum Drehen benutzt man jedoch die Schultertasten. Oft kann es dann aber passieren, dass man sich dabei etwas verdreht hat und dann die Gegner nicht mehr trifft. Das nachjustieren just leider nicht wirklich genau. Außerdem sollte man aufpassen, dass man auch immer schön die Schutzwesten einsammelt. Ohne Schutzweste ist man am Himmel fast schon geliefert. Wer einen Freund finden kann, der sein eigenes Spielmodul hat, dann dürft ihr sogar zu zweit die Level bestreiten. Was ist besser als ein Duke? Zwei Dukes! Nun ja, mir fallen zwar noch bessere Sachen ein, wie gutes Leveldesign, Gameplay usw., aber zwei Dukes kann man auch mal nehmen. Leider beschränkt sich dieses Modus nur auf offline.
Technical Mess
Während Duke Nukem Forever 14 Jahre in Entwicklung war, wirkt dieses Spiel teilweise so, als hätte man nur wenige Tage dran gewerkelt. Dass die Steuerung oft sehr schwammig ist, wurde ja schon aufgezeigt. Leider ist das Spiel auch technisch nicht auf der Höhe. Die Grafik ist größtenteils eher hässlich. Die Umgebungen wirken lustlos hin geklatscht. Kaum besser sind die steifen Animationen. Duke wirkt einfach zu hölzern in seinen Animationen. Geht ihr mit dem Duke beispielsweise in die Hocke, sieht das unweigerlich komisch aus. Abteilung Sound steht da etwas besser da. Die Musik ist zweckgemäß, ohne wirklich im Ohr zu bleiben. Dafür hat der Duke Sprachausgabe und gibt während der Level mal einen coolen Spruch ab. Leider wiederholt er sich dabei nur allzu oft.
Alischan Akhtar meint...
Duke Nukem war einer der größten Helden der 90er. Er gewann dort viele Fans durch seine lockere Art, den lustigen Spieldesign und den coolen Level. Das alles scheint man im neusten Teil nicht mehr beachten zu wollen. Es wirkt fast so, als wollte man schnell noch ein Spiel rausbringen, um den Duke Nukem Forever Hype mitzunehmen. Rausgekommen ist ein Spiel, was vor allem durch seine Mängel hervorsticht. Knallharte Duke Nukem Fans dürfen evtl. noch Gefallen daran finden, wer richtig unterhalten werden möchte, greift lieber zu anderen Spielen.
Duke Nukem war einer der größten Helden der 90er. Er gewann dort viele Fans durch seine lockere Art, den lustigen Spieldesign und den coolen Level. Das alles scheint man im neusten Teil nicht mehr beachten zu wollen. Es wirkt fast so, als wollte man schnell noch ein Spiel rausbringen, um den Duke Nukem Forever Hype mitzunehmen. Rausgekommen ist ein Spiel, was vor allem durch seine Mängel hervorsticht. Knallharte Duke Nukem Fans dürfen evtl. noch Gefallen daran finden, wer richtig unterhalten werden möchte, greift lieber zu anderen Spielen.

GRAFIK
Lustloses Leveldesign, hölzerne Animationen.
Lustloses Leveldesign, hölzerne Animationen.

SOUND
Duke Nukem liefert seine coolen Sprüche ab, der Rest vom Sound ist unauffällig.
Duke Nukem liefert seine coolen Sprüche ab, der Rest vom Sound ist unauffällig.

BEDIENUNG
Oft sehr ungenau mit einigen unfairen Stellen.
Oft sehr ungenau mit einigen unfairen Stellen.

UMFANG
Multiplayer nur lokal mit zwei Modulen, kaum motivierender Singleplayer.
Multiplayer nur lokal mit zwei Modulen, kaum motivierender Singleplayer.
SPIELSPASS
Der König ist tot... und bleibt es.
* kein Durchschnitt der einzelnen Kategorien
Der König ist tot... und bleibt es.
* kein Durchschnitt der einzelnen Kategorien
Informationen zum Spiel

Genre
Action
Entwickler
Apogee
Publisher
Koch Media
Releasedatum
08.04.2011
USK-Freigabe

» Weitere Infos zum Titel
Action
Entwickler
Apogee
Publisher
Koch Media
Releasedatum
08.04.2011
USK-Freigabe

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