Hidden Mysteries: Salem Secrets
Artikel verfasst von Sascha Geldermann am 24.03.2011
Erneut liegt es bei NDS-Besitzern, versteckte Mysterien aufzudecken. Nur einen Monat nach dem Erscheinen von „Vampire Secrets“ setzt astragon nun auch den sechsten Teil der „Hidden Mysteries“-Reihe für den Handheld um. „Salem Secrets“ bringt dabei alle Zutaten des Vorgängers wieder mit: eine gruselige Geschichte, Wimmelbilder voller Objekte und auch das eine oder andere Rätsel.
Auf der Suche
Die Kleinstadt Salem im Jahre 1692: Vier junge Mädchen leiden an seltsamen Anfällen und Wutausbrüchen. Gerüchte machen die Runde, dass eine Hexe sie verflucht hat. Als die vier Mädchen dann auch noch verschwinden und übereifrige Richter die ersten Hexenprozesse anordnen, wird der Polizist Hawthorne nach Salem geschickt, um den mysteriösen Ereignissen auf den Grund zu gehen. Er findet die Stadt scheinbar verlassen vor. Die meisten Bewohner sind aus Angst geflüchtet, die restlichen verbarrikadieren sich in ihren Häusern. So beginnen recht einsame Ermittlungen, bei der ihr nicht nur nach den vier Mädchen, sondern auch nach jede Menge Gegenständen sucht.
In Salem klickt ihr euch auf dem Touchscreen von Areal zu Areal, wobei ihr auf hilfreiche Notizen, mehr oder minder gesprächige Bewohner, Rätsel und vor allem auf Wimmelbild-Szenen stoßt. Das Spielprinzip hat sich seit dem Vorgänger kein bisschen verändert und sollte auch aus zahlreichen anderen Titeln bekannt sein: Neben einem Suchbild wird euch eine Liste vorgesetzt, auf der sieben zu suchende Gegenstände aufgeführt sind. Ihr scrollt mit dem Stylus über die Szene und tippt gefundene Objekte einfach an, die dann von der Liste gestrichen werden. Da in jedem Suchbild mehr als sieben Gegenstände wie Münzen, Erdbeeren oder Gabeln versteckt sind, rücken eine Zeit lang Begriffe auf der Liste nach, bis ihr alles gefunden habt, was es zu finden galt.
Die fehlende Weiterentwicklung seit dem Vorgänger ist enttäuschend, hat es dem Spielprinzip doch schon bei „Vampire Secrets“ an eigenen Ideen gemangelt. Außerdem ist die Sucherei wieder viel zu einfach, da ihr viel zu oft auf Tipps zurückgreifen könnt und es kein Zeitlimit gibt. Nicht einmal ein Strafsystem wurde eingeführt, dessen Fehlen besonders negativ auffällt. So könnt ihr nämlich immer noch mit dem Stylus auf gut Glück einfach jeden Gegenstand antippen, der euch zufällig ins Auge springt. Und da ihr so auch Objekte einsammelt, die noch nicht auf der Liste stehen, führt dieses Schummel-Prinzip nach wie vor am schnellsten zum Ziel.
Rätselhaftes Salem
Abseits der Wimmelbilder kann das Spiel mehr überzeugen. Die Geschichte ist sehr spannend, Salem ein interessant düsterer Schauplatz und die Rätsel lockern das Spielprinzip wieder sehr überzeugend auf. Große Innovation dürft ihr bei diesen Aufgaben zwar nicht erwarten, dafür bieten sie aber Abwechslung. Oft geht es darum, in Wimmelbildern ergatterte Gegenstände einzusetzen, um neue Orte in Salem zu erschließen. Es müssen aber auch Tierkreiszeichen in die richtige Reihenfolge gebracht, Medikamente sortiert, Schlösser geknackt und Codes entschlüsselt werden. Wie bei den Wimmelbildern geht die Steuerung über den Touchscreen dabei sehr gut von der Hand und erlaubt eine sehr bequeme Kontrolle über das Geschehen.
Der Umfang von „Salem Secrets“ fällt ein bisschen geringer auf als beim Vorgänger, was vor allem an der Zahl der Wimmelbilder deutlich wird. Setzte euch „Vampire Secrets“ noch rund 50 Suchszenen vor, beschränkt sich der sechste Teil der „Secret Mysteries“-Reihe nun nur noch auf gut 20 davon. Ein bisschen kompensiert wird das aber dadurch, dass der Schauplätz dieses Mal ein bisschen weitläufiger ist sowie mehr zur Erforschung einlädt, da das Spiel auch nicht vollständig linear gehalten ist. Ein paar Stunden werdet ihr schon in Salem verbringen, bevor alle Rätsel gelöst, unzählige Gegenstände gefunden und die vier Mädchen aufgespürt sind.
Die Präsentation hat sich seit dem Vorgänger ein kleines bisschen weiterentwickelt. Zwar ist die Grafik immer noch zweckmäßig und einfacher als bei der PC-Version gehalten, die ihr aus Mangel an Bildern zur Nintendo DS-Version auf unseren Screenshots seht. Salem wirkt aber schön düster und stimmungsvoll. Außerdem überzeugen die Wimmelbilder, die mit Gegenständen förmlich überladen sind. Der Fortschritt bei der Präsentation ist aber hauptsächlich dem Sound zu verdanken. Die Musik klingt nun wenigstens ein bisschen stimmungsvoller und die englische Sprachausgabe wirkt deutlich überzeugender als noch bei „Vampire Secrets“. Die schaurige Geschichte rund um Hexen und Flüche wird damit sehr gut in Szene gesetzt - zumindest für ein Wimmelbild-Spiel.
Sascha Geldermann meint...
Vielleicht hätte „Salem Secrets“ nicht so kurz nach dem Vorgänger auf dem Nintendo DS veröffentlicht werden sollen, denn so fällt besonders deutlich auf, dass sich das Spielprinzip kein bisschen weiterentwickelt hat. Die spannende Story und die abwechslungsreichen Rätseleinlagen bedürfen auch gar keiner Überarbeitung, die Wimmelbild-Szenen dafür aber umso mehr. Letztendlich bleibt ein gerade noch durchschnittliches Suchbildspiel, das „Vampire Secrets“ stark ähnelt, aber schneller vorbei ist.
Vielleicht hätte „Salem Secrets“ nicht so kurz nach dem Vorgänger auf dem Nintendo DS veröffentlicht werden sollen, denn so fällt besonders deutlich auf, dass sich das Spielprinzip kein bisschen weiterentwickelt hat. Die spannende Story und die abwechslungsreichen Rätseleinlagen bedürfen auch gar keiner Überarbeitung, die Wimmelbild-Szenen dafür aber umso mehr. Letztendlich bleibt ein gerade noch durchschnittliches Suchbildspiel, das „Vampire Secrets“ stark ähnelt, aber schneller vorbei ist.

GRAFIK
Trotz einfacher Gestaltung wirkt Salem stimmungsvoll.
Trotz einfacher Gestaltung wirkt Salem stimmungsvoll.

SOUND
Musik und Sprachausgabe präsentieren sich deutlich stärker als noch beim Vorgänger.
Musik und Sprachausgabe präsentieren sich deutlich stärker als noch beim Vorgänger.

BEDIENUNG
Ob Rätsel oder Sucherei – über den Stylus geht alles gut von der Hand.
Ob Rätsel oder Sucherei – über den Stylus geht alles gut von der Hand.

UMFANG
Der sechste Teil der Reihe bringt nur noch 20 Wimmelbilder mit.
Der sechste Teil der Reihe bringt nur noch 20 Wimmelbilder mit.
SPIELSPASS
Dasselbe Spielprinzip wie bei „Vampire Secrets“ – nur mit geringerem Umfang.
* kein Durchschnitt der einzelnen Kategorien
Dasselbe Spielprinzip wie bei „Vampire Secrets“ – nur mit geringerem Umfang.
* kein Durchschnitt der einzelnen Kategorien
Informationen zum Spiel

Genre
Geschicklichkeit
Entwickler
GameMill
Publisher
astragon
Releasedatum
30.03.2011
USK-Freigabe

» Weitere Infos zum Titel
Geschicklichkeit
Entwickler
GameMill
Publisher
astragon
Releasedatum
30.03.2011
USK-Freigabe

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