Trackmania Turbo
Artikel verfasst von Aljoscha Reuther am 09.12.2010
Trackmania gibt es jetzt schon eine ganze weile, selbst auf dem DS ist die Jagd nach der perfekten Rundenzeit nichts neues, denn 2008 kam bereits ein Ableger der Serie für den Handheld. Nun ist der Nachfolger, mit dem verheißungsvollen Namen „Turbo“ da – eine Fortsetzung, die sich lohnt?
Unter Zeitdruck
Diesmal schicken uns die Entwickler, Firebrand Games, in vier unterschiedlichen Umgebungen auf die Pisten. Jede dieser Umgebungen hat eigene Autos, die gut auf die unterschiedlichen Streckentypen angepasst wurden. So fahren wir zum Beispiel mit klassischen Rennboliden durch das Stadium, während wir im Snow Areal mit Geländewagen unterwegs sind.Am Spielprinzip hat sich nichts geändert. Noch immer geht es nicht darum, seine Gegner auf der Strecke abzuhängen und vor ihnen durchs Ziel zu kommen, sondern es geht nur um eines: die Rundenzeiten. Das höchste der Gefühle im Bereich Gegner sind die Ghosts, die neben uns herfahren.
Trackmania erinnert dabei an die klassischen Slotcar-Bahnen. Loopings, Sprungeinlagen und Speed-Up Abschnitte stehen bei den Rennen an der Tagesordnung. Dabei kommt es nicht nur darauf an, auf der Strecke zu bleiben, sondern auch noch möglichst nach der Ideallinie zu fahren. Wie schon erwähnt: Trackmania in Reinkultur. Doch was bietet Turbo dann neues, was nicht schon im ersten Teil für den DS zu finden war?
Vielleicht sollten wir uns erst einmal um die Gemeinsamkeiten kümmern, denn hier liegen die klaren Stärken des Titels. Die Grafik ist verhältnismäßig, auf dem DS, ordentlich ausgefallen, auch wenn es leider an manchen stellen ruckelt. Auch der Sound fällt gut aus, auch wenn es pro „Welt“ nur eine Hintergrundmelodie gibt, die recht schnell wiederholt wird. Das ganz große Plus liegt dabei allerdings auch wieder auf dem Editor.
Denn hier können wir uns nach Herzenslust austoben und eigene Strecken erstellen, wenn wir die notwendigen Bauteile freigekauft haben und eine Menge Zeit mitbringen. Die Bedienung ist nämlich etwas kompliziert, aber mit etwas Übung klappt es dann irgendwann auch. Unsere Strecken können wir dann sogar über die WiFi Connection mit anderen Spielern teilen.
Aber bevor wir selbst kreativ werden können, müssen wir etwas Geld verdienen – und das machen wir auf einer der über 130 Strecken, die im Spiel zu finden sind. Von einfachen Geraden über Rundkurse bis hin zu komplexen Sprungeinlagen ist hier alles vorhanden, verteilt auf 5 Schwierigkeitsgrade, 3 Spielmodi und die 4 eben schon genannten Areale. Je besser wir auf den Strecken abschneiden, desto mehr Geld verdienen wir. Im „Shop“ des Spieles können wir uns dann neue Bauteile, neue Strecken und sogar neue Modi kaufen. Leider ist gerade das Kaufen der Einzelteile für den Editor sehr umständlich, jedes Teil müssen wir einzeln kaufen, und jede Welt hat ihr eigenes Set, für dass wir jeweils einzelne Teile kaufen müssen. Bevor wir den vollen Umfang des Editors nutzen können, vergeht also einige Zeit, was aufgrund des hohen Schwierigkeitsgrades bei den späteren Strecken auch durchaus zum Problem werden kann. Ein Editor mit vollem Umfang von Anfang an hätte dem Spiel wesentlich besser getan.
Auch das generelle Spiel hat durchaus nicht nur gute Seiten. Der Schwierigkeitsgrad ist akzeptabel und erfordert, ganz im Stil der Serie, auf den späteren Stufen einiges an Können. Doch was eher stört ist die teils seltsame Fahrphysik der Wagen. Die Boliden im Stadium fahren sich zwar sehr angenehm und sind auch gut zu kontrollieren, doch die langsamen Jeeps im Snow oder die Sportwagen bei Coast und Island fahren sich eher unschön. Leider müssen wir, um an genug Geld für neue Strecken und Bauteile zu kommen, auch diese Strecken fahren. Aber man gewöhnt sich ja an alles.Die Optik ist wie schon erwähnt sehr ordentlich, allerdings bleiben einige Ruckler nicht aus. Gerade bei den Strecken außerhalb des Stadiums (Snow etc) ruckelt das Spiel gerne einmal, was uns bei den Strecken, bei denen es auf ein paar Hundertstel ankommt, schnell einmal den Sieg vermiesen kann.
Steuerungstechnisch macht das Spiel allerdings eine gute Figur. Gesteuert wird mit dem Steuerkreuz, Gas geben wir mit dem A-Knopf. Der Y-Knopf startet die Strecke neu – wovon durchaus des öfteren Gebrauch von gemacht werden muss. Die Navigation im Menü hätte allerdings etwas Benutzerfreundlicher sein können.
Insgesamt ist auch der zweite Trackmania-Titel auf dem DS recht gut ausgefallen, wenn man von einigen kleineren Schwächen in der Grafik und der teils gewöhnungsbedürftigen Fahrphysik absieht. Doch es gibt kaum Unterschiede zum Vorgänger, bis auf das Facelift der verschiedenen Umgebungen. Wem diese neuen Settings ein komplettes Spiel wert sind, kann bedenkenlos zugreifen.
Aljoscha Reuther meint...
Trackmania hat mich seit dem ersten Teil (2004) gefesselt, und das ist auch beim DS keine Ausnahme. Leider bringt der „Turbo“ keine wirklich nennenswerten Neuerungen, bis auf einige neue Umgebungen und Autos mit seltsamer Fahrphysik. Leider ist der Editor nicht von Anfang an komplett verfügbar, was mich dann doch irgendwo gestört hat, denn jedes Bauteil für jede Strecke einzeln zu kaufen nervt nach einiger Zeit – spätestens dann, wenn mir zur Traumstrecke noch dieses eine Bauteil zum Looping fehlt, dass ich aufgrund fehlender Mittel nicht mehr kaufen konnte.
Trackmania hat mich seit dem ersten Teil (2004) gefesselt, und das ist auch beim DS keine Ausnahme. Leider bringt der „Turbo“ keine wirklich nennenswerten Neuerungen, bis auf einige neue Umgebungen und Autos mit seltsamer Fahrphysik. Leider ist der Editor nicht von Anfang an komplett verfügbar, was mich dann doch irgendwo gestört hat, denn jedes Bauteil für jede Strecke einzeln zu kaufen nervt nach einiger Zeit – spätestens dann, wenn mir zur Traumstrecke noch dieses eine Bauteil zum Looping fehlt, dass ich aufgrund fehlender Mittel nicht mehr kaufen konnte.

GRAFIK
Die Grafik ist für den DS sehr gut, allerdings ruckelt es ab und an, was bei den Rundenzeiten zu Problemen führen kann.
Die Grafik ist für den DS sehr gut, allerdings ruckelt es ab und an, was bei den Rundenzeiten zu Problemen führen kann.

SOUND
Die Sounds der einzelnen Autos sind in Ordnung, dafür gibt es aber leider nur ein Hintergrundstück pro Welt, welches sich viel zu schnell wiederholt.
Die Sounds der einzelnen Autos sind in Ordnung, dafür gibt es aber leider nur ein Hintergrundstück pro Welt, welches sich viel zu schnell wiederholt.

BEDIENUNG
Die Steuerung reagiert gut und direkt, die Menü- und Editorbedienung hätte komfortabler ausfallen können.
Die Steuerung reagiert gut und direkt, die Menü- und Editorbedienung hätte komfortabler ausfallen können.

UMFANG
Über 130 Strecken, 3 Spielmodi und 4 Spielwelten - und als ob das noch nicht genug wäre gibt es noch den uneingeschränkten Streckeneditor dazu, für den wir aber leider erst jedes einzelne Teil freikaufen müssen.
Über 130 Strecken, 3 Spielmodi und 4 Spielwelten - und als ob das noch nicht genug wäre gibt es noch den uneingeschränkten Streckeneditor dazu, für den wir aber leider erst jedes einzelne Teil freikaufen müssen.
SPIELSPASS
Ein guter Aufguss des ersten Titels ohne wesentliche Neuerungen und mit leichten Schwächen
* kein Durchschnitt der einzelnen Kategorien
Ein guter Aufguss des ersten Titels ohne wesentliche Neuerungen und mit leichten Schwächen
* kein Durchschnitt der einzelnen Kategorien
Informationen zum Spiel

Genre
Rennspiel
Entwickler
Firebrand Games
Publisher
Focus Home Entertainment
Releasedatum
29.10.2010
USK-Freigabe

» Weitere Infos zum Titel
Rennspiel
Entwickler
Firebrand Games
Publisher
Focus Home Entertainment
Releasedatum
29.10.2010
USK-Freigabe

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