Yetisports - Penguin Party Island
Artikel verfasst von Aljoscha Reuther am 07.12.2010
Yeti Sports – wer kennt es nicht. Ein Pinguin springt von einem Felsen herunter und wird vom unten stehenden Yeti via Keule möglichst weit geschlagen. Aus dem einstigen Klassiker hat sich mittlerweile ein Franchise entwickelt und längst ist es nicht mehr beim bloßen Weitwurf geblieben. Jetzt wagt sich Yetisports auf der Wii in ein Gefilde vor, dass von vorne herein nichts Gutes vermuten lässt: die Minispielsammlung.
Reif für die Insel
So viele haben es versucht, und so viele sind bereits gescheitert. Die wenigen Lichtblicke gehen praktisch unter, und doch kommen immer wieder neue Minispielsammlungen heraus, die uns immer wieder einen Riesenspaß für uns und unsere Freunde versprechen. Und auch der Yeti und seine Pinguine bilden hier keine Ausnahme, sowohl vom Versprechen als auch von der letztendlichen Qualität her.Im Spiel selbst stecken ganze 9 Minispiele, die wir allein oder auch mit Freunden ausprobieren können. Die Ideen hinter diesen Minispielen (z.B. Farbballwerfen oder Floßrafting) sind zwar durchaus passabel, deren Umsetzung fällt allerdings mehr oder weniger katastrophal aus.
So müssen wir beim Seilklettern (Devils Rope) die Wii-Fernbedienung irgendwie auf und ab bewegen, was unseren Pinguin dann angeblich nach oben klettern lassen soll. Die Bewegungserkennung ist dabei allerdings sehr schwammig und so dauert es gut und gerne einmal 2-3 Minuten, bis wir das kurze Stück am Seil heraufgeklettert sind – in denen wir eigentlich nur pausenlos schütteln.
Etwas besser fällt da das Basejumping aus, bei dem wir einfach von einer Klippe nach unten springen, den Fallschirm öffnen und dann möglichst weit in eine Höhle unten am Strand hineinfliegen müssen.
Auf die anderen Spiele will ich jetzt einmal nicht im Detail eingehen. Neben den bereits genannten gibt es da noch das Pelikanfliegen, Trampolinspringen, Blumensammeln, Steilwandklettern und die Pinguinschleuder. Eines haben aber alle Minispiele gemeinsam: sie machen keinen Spaß. Entweder bieten sie so gut wie keine Action (worauf es gerade bei einem Partyspiel ankommt), die ungenaue und langsame Steuerung vermiest das Spiel oder die ohnehin schon sehr schlechte Grafik setzt durch Ruckler das Spiel praktisch aus.
Dabei hatten die Entwickler des Spieles ein gutes und offensichtliches Vorbild: Raving Rabbids. Sowohl das Charakterdesign als auch die Spielmechanik und sogar die Sounds könnten eigentlich glatt aus einem der bisher erschienenen Positivbeispiele für Minispielsammlungen stammen, fast schon eine dreiste Kopie – mit Pinguinen anstatt Rabbids. Apropos Sound, der ist im Spiel eigentlich kaum vorhanden. Die billig wirkende Hintergrundmusik tönt selbst bei voller Lautstärke nur ganz leise aus den Lautsprechern, dafür ist das Gestöhne und Gekrächze der Pinguine viel zu laut. Der Yeti nimmt hier eigentlich nur eine Nebenrolle ein, er zählt meistens nur vor einem Minispiel „3,2,1“ herunter. Ansonsten kommt er nur noch als Zielscheibenobjekt beim Farbballwerfen zum Einsatz.
Übrigens ist auf der Verpackung das Nintendo WiFi Connection-Logo zu finden, und in den Optionen kann man diese Funktion auch ein oder ausstellen. Wo sie im Spiel allerdings Verwendung findet, bleibt schleierhaft. Aber: sie ist da. Wozu auch immer.
Aljoscha Reuther meint...
Eigentlich hab' ich mir nichts anderes vorgestellt, doch Yetisports - Penguin Party Islands hat meine Erwartungen sogar noch unterboten. Eine hässliche Präsentation, gepaart mit einer geradezu dreist-kleinen Anzahl von 9 Minispielen, die dann auch noch ruckelt, da verliert selbst der größte Casualspieler die Lust an der Party. Dabei sind die Parallelen zu Raving Rabbids so dermaßen offensichtlich, dass sie einen fast schon mit der Yetikeule treffen. Hätte das Spiel denn dann nicht wenigstens auch etwas vom Spielspaß abbekommen können?
Eigentlich hab' ich mir nichts anderes vorgestellt, doch Yetisports - Penguin Party Islands hat meine Erwartungen sogar noch unterboten. Eine hässliche Präsentation, gepaart mit einer geradezu dreist-kleinen Anzahl von 9 Minispielen, die dann auch noch ruckelt, da verliert selbst der größte Casualspieler die Lust an der Party. Dabei sind die Parallelen zu Raving Rabbids so dermaßen offensichtlich, dass sie einen fast schon mit der Yetikeule treffen. Hätte das Spiel denn dann nicht wenigstens auch etwas vom Spielspaß abbekommen können?

GRAFIK
Die gesamte Optik des Spieles ist vor allem eines: hässlich. Unschöne Texturen, Modelle und Spielwelten verursachen trotzdem noch ruckler.
Die gesamte Optik des Spieles ist vor allem eines: hässlich. Unschöne Texturen, Modelle und Spielwelten verursachen trotzdem noch ruckler.

SOUND
Die Hintergrundmusik ist zu leise, die Pinguine mit ihrem Gestöhne zu laut. Und beides klingt schrecklich.
Die Hintergrundmusik ist zu leise, die Pinguine mit ihrem Gestöhne zu laut. Und beides klingt schrecklich.

BEDIENUNG
Die Steuerung reagiert, wenn sie denn überhaupt funktioniert, sehr schwammig und macht das Seilklettern zur Geduldsprobe.
Die Steuerung reagiert, wenn sie denn überhaupt funktioniert, sehr schwammig und macht das Seilklettern zur Geduldsprobe.

UMFANG
9 Minispiele - soll das alles sein?
9 Minispiele - soll das alles sein?
SPIELSPASS
Schlechte Minispielsammlung mit Gammeloptik
* kein Durchschnitt der einzelnen Kategorien
Schlechte Minispielsammlung mit Gammeloptik
* kein Durchschnitt der einzelnen Kategorien
Informationen zum Spiel
Genre
Spielesammlung
Entwickler
Independend Arts Software
Publisher
7Games / SevenOne Intermedia
Releasedatum
11.10.2010
USK-Freigabe

» Weitere Infos zum Titel
Spielesammlung
Entwickler
Independend Arts Software
Publisher
7Games / SevenOne Intermedia
Releasedatum
11.10.2010
USK-Freigabe

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