GoldenEye 007
Artikel verfasst von Aljoscha Reuther am 26.11.2010
GoldenEye 007 machte auf der Wii bereits eine sehr gute Figur, doch das Remake des Klassikers ist ebenfalls für den DS erschienen und verspricht dort die selbe Action, auch im Multiplayer. Kann die Geschichte rund um Bond, Ourumov und den Satelliten GoldenEye auch mobil überzeugen oder die sehr gute Wii-Version sogar übertreffen?
Aus alt mach' neu
Während die Umsetzung auf der Wii vom englischen Entwickler Eurocom geschaffen wurde, hat Activision nun n-Space an die DS Version gelassen. Der amerikanische Entwickler dürfte vielen vielleicht durch den Gamecube Shooter „Geist“ bekannt sein, aber auch in letzter Zeit hat das Team aus Florida einige Titel, gerade für den DS, auf den Markt gebracht, unter anderem auch die aktuelle Bond-Umsetzung zum Kinofilm „Bloodstone“. Gute Voraussetzungen also für das Remake des N64-Klassikers für die Hosentasche?Normalerweise könnte ich mir die generelle Beschreibung des Spieles hier sparen. Ein Spiel mit dem selben Namen und der selben Story – da wird noch kurz etwas zur Technik gesagt und schon ist die Arbeit getan – könnte man meinen.Doch die DS-Version unterscheidet sich nicht nur in technischer Hinsicht klar von der Wii-Variante, die in unserem Test immerhin eine Wertung von 8,5/10 Punkten erreichen konnte. Denn sowohl die Schauplätze als auch die verschiedenen Stationen der Story unterscheiden sich in den beiden Versionen stark voneinander – und damit ist nicht der bloße Plattformunterschied gemeint.
Klar, die Grundstory ist die selbe. Und Pierce Brosnan musste auch hier Daniel Craig weichen. Doch abseits davon gehen die beiden GoldenEye Interpretationen getrennte Wege. Läuft es in der Wii-Version noch auf Massenschießereien heraus, behält die DS-Version das Schleichen im Vordergrund. Die KI verzeiht mehr Fehler und ist insgesamt fairer, dafür fehlen aber auch einige Elemente und Schauplätze der Geschichte. Die Grundpfeiler des Wiispieles stehen aber auch auf dem DS, so verfolgen wir auch in der Handheld-Version Ourumov per Panzer durch St. Petersburg und jagen am Anfang des Spieles natürlich den Staudamm in Russland in die Luft. Doch Passagen wie die Waffenmesse in Dubai oder der Nachtclub in Barcelona fehlen komplett – und werden auch nicht erwähnt.
Im Auftrag ihrer Majestät
Die Inszenierung des Spieles schwankt dabei ehrlich gesagt stark. Von den vielen Aha-Effekten am Anfang des Spieles bleiben im weiteren Verlauf leider sehr viele auf der Strecke. Das Grafisch beeindruckende Anfangslevel (mit Intro) weicht später tristen, verpixelten Grafiken und hässlichen Großstadtarchitekturen. Zwar dreht die Grafik gegen Ende des Spieles noch einmal kräftig auf, jedoch teilt die DS-Version eine ihrer Schwächen mit dem Wiispiel: sie ruckelt – und das nicht zu knapp. Immer wieder müssen wir im Spiel erhebliche Slowdowns hinnehmen, was dann aufgrund der schwankenden Grafikqualität ehrlich gesagt wenig verständlich ist.Wie schon erwähnt ist auch die Spielmechanik anders als die des „großen Bruders“. Während wir bei der Wii immer wieder gezwungenermaßen in Massengefechte verwickelt werden (aufgrund der Unfairen KI), können wir in den meisten Fällen auf dem DS das ruhige Vorgehen durchziehen – wenn wir es denn wollen. Denn durch die recht dumme künstliche Intelligenz ist es eigentlich einfacher, mit offenem Feuer ins Feld zu stürmen und unsere Gegenspieler einfach direkt umzunieten, anstatt sich an sie heranzupirschen und sie lautlos auszuschalten.
Anders als bei der Wiiversion wissen wir ständig über unsere Lebensenergie Bescheid, denn sie wird uns auf dem oberen Bildschirm angezeigt. Trotzdem färbt sich der Bildschirm bei niedriger Gesundheit zusehends rot.
Bleibt noch die Steuerung zu erwähnen. Diese kann zwar nicht so umfangreich angepasst werden wie bei der Wii-Version, doch die mittlerweile normale Shootersteuerung auf dem DS hat sich mittlerweile bewährt. Mit dem Touchscreen drehen wir uns und schauen auf und ab, mit den Schultertasten wird geschossen und – je nach Belieben – wird sich mit dem Steuerkreuz oder den ABXY-Tasten bewegt. Zudem bietet das Spiel die Möglichkeit an, den Touchscreen auszulassen und komplett per Buttonsteuerung durch das Spiel zu laufen.
Der Sound bewegt sich dabei durchweg auf hohem Niveau. Die Sprachsamples, die auch auf der Wii eingesetzt werden, tönen in leider sehr stark reduzierter Qualität aus den Lautsprechern des DS. Auch die Animationen können sich sehen lassen, leider fehlt der Titelsong.
Auch auf dem DS wird der Multiplayer groß geschrieben, und so können wir sowohl lokal als auch per WiFi Connection mit bis zu 6 Spielern auf 8 Karten gegeneinander antreten. Dabei stehen uns 7 verschiedene Spielmodi mit mehreren Modifikatoren zur Verfügung, was immer für gute Abwechslung sorgt, sogar der „Goldene Colt“ ist wieder mit im Spiel. Die Stärke des Titels liegt also auch hier klar auf dem Multiplayer, auch wenn die Singleplayer Kampagne nicht zum schlechtesten gehört, was bisher auf dem DS zu sehen war.Insgesamt ist die Umsetzung aufgrund der schwankenden Qualität der Präsentation und Inszenierung nicht so gut wie auf der Wii, gibt aber dennoch ein gutes Remake des N64 Klassikers ab, die besonders im Multiplayer punkten kann.
Aljoscha Reuther meint...
GoldenEye ist auch auf dem DS ein recht gutes Spiel geworden, kommt aber an die Wii Umsetzung nicht heran. Zu stark sind die Qualitätsschwankungen, die im ersten Moment beeindrucken und im nächsten sofort Ernüchterung ins Spiel bringen. Zudem fehlen einige zentrale Elemente der Geschichte, wodurch der Titel deutlich kürzer und lückenhafter ausfällt. Dennoch, gerade wegen des tollen Multiplayermodus, ist das Remake des 007-Klassikers ein absolut empfehlenswerter Titel – mit leichten Einschränkungen.
GoldenEye ist auch auf dem DS ein recht gutes Spiel geworden, kommt aber an die Wii Umsetzung nicht heran. Zu stark sind die Qualitätsschwankungen, die im ersten Moment beeindrucken und im nächsten sofort Ernüchterung ins Spiel bringen. Zudem fehlen einige zentrale Elemente der Geschichte, wodurch der Titel deutlich kürzer und lückenhafter ausfällt. Dennoch, gerade wegen des tollen Multiplayermodus, ist das Remake des 007-Klassikers ein absolut empfehlenswerter Titel – mit leichten Einschränkungen.

GRAFIK
Die Grafik sieht auf den ersten Blick richtig gut aus für einen DS-Shooter. Allerdings verliert sich dieser positive Eindruck während des Spieles immer mehr, wenn Klippen und Wasserfälle von eintönigen und hässlichen Großstadtkulisse abgelöst werden. Zudem ruckelt das Spiel immer wieder stark.
Die Grafik sieht auf den ersten Blick richtig gut aus für einen DS-Shooter. Allerdings verliert sich dieser positive Eindruck während des Spieles immer mehr, wenn Klippen und Wasserfälle von eintönigen und hässlichen Großstadtkulisse abgelöst werden. Zudem ruckelt das Spiel immer wieder stark.

SOUND
Gute Hintergrundmusik wird begleitet von komplett synchronisierten Sprachsamples, die allerdings nicht gerade eine hohe Qualität haben. Leider fehlt der GoldenEye Song.
Gute Hintergrundmusik wird begleitet von komplett synchronisierten Sprachsamples, die allerdings nicht gerade eine hohe Qualität haben. Leider fehlt der GoldenEye Song.

BEDIENUNG
Die Steuerung per Touchscreen hat sich mittlerweile etabliert - nach einer kurzen Eingewöhnung läuft alles wie geschmiert. Zudem bietet das Spiel noch alternative Steuerungsmöglichkeiten an.
Die Steuerung per Touchscreen hat sich mittlerweile etabliert - nach einer kurzen Eingewöhnung läuft alles wie geschmiert. Zudem bietet das Spiel noch alternative Steuerungsmöglichkeiten an.

UMFANG
Die Singleplayerkampagne liefert ca. 5 Stunden Unterhaltung, im Gegensatz zur Wiiversion wurden allerdings einige Punkte ausgelassen. Dafür ist der Multiplayer wieder ein besonderer Leckerbissen, der mit vielen verschiedenen Modi und noch mehr Modifikationsmöglichkeiten aufwartet.
Die Singleplayerkampagne liefert ca. 5 Stunden Unterhaltung, im Gegensatz zur Wiiversion wurden allerdings einige Punkte ausgelassen. Dafür ist der Multiplayer wieder ein besonderer Leckerbissen, der mit vielen verschiedenen Modi und noch mehr Modifikationsmöglichkeiten aufwartet.
SPIELSPASS
Gute Umsetzung des Klassikers, die allerdings in der Präsentation schwächelt.
* kein Durchschnitt der einzelnen Kategorien
Gute Umsetzung des Klassikers, die allerdings in der Präsentation schwächelt.
* kein Durchschnitt der einzelnen Kategorien
Informationen zum Spiel

Genre
Ego-Shooter
Entwickler
n-Space
Publisher
Activision
Releasedatum
05.11.2010
USK-Freigabe

» Weitere Infos zum Titel
Ego-Shooter
Entwickler
n-Space
Publisher
Activision
Releasedatum
05.11.2010
USK-Freigabe

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