PokéPark Wii - Pikachus großes Abenteuer
Artikel verfasst von Aljoscha Reuther am 28.09.2010
Pokémon gehört garantiert zu Nintendos absoluten Topmarken, immerhin kennt jeder die Monster für die Hosentasche. Anders als bei den anderen Spieleserien von Big-N bleiben die Taschenmonster allerdings größtenteils auf den Handhelds präsent, Ausflüge in Richtung Heimkonsole sind eher die Seltenheit. Nun kommt das nächste offizielle Pokémonspiel für Wii: Poképark Wii - Pikachus großes Abenteuer. Aber klingt das nicht verdammt stark nach einem Kinderspiel...?
Ooooch, wie süß!
Leider täuscht der Eindruck, den der Titel und das Cover des Spieles machen, nicht. Bei Poképark handelt es sich um ein Spiel für die kleinsten Fans der Spieleserie. Pikachu und seine Freunde spielen zusammen und treffen auf Mew, der sie in den geheimnisvollen Poképark bringt, um ihm zu helfen. Denn ein spezieller Kristall, das Himmelsprisma, ist in 14 Teile zerbrochen und überall in der Welt des Poképarks verstreut worden. Klar, dass es unsere Aufgabe ist, die einzelnen Splitter zu finden. Das Problem: Wir wissen absolut nicht, welche Pokémon die Splitter aufgenommen haben, und deshalb müssen wir suchen... über 190 Pokémon warten auf uns.Das klingt vielleicht nicht schlecht, doch der Titel macht seinem Kinderimage alle Ehre. Denn es ist nicht etwa so, dass uns im Spiel eine spannende Geschichte erwartet, in der wir es mit bösen Pokémon zu tun bekommen, die ihre Splitter bewachen. Vielmehr sind im Park alle Pokémon freundlich und gut aufgelegt - und sie wollen alle Freundschaft schließen. Und das ist es, was wir im Spiel zu tun haben: Mit Pikachu herumlaufen und Freundschaften schließen. Wenn wir das getan haben, bekommen wir mit Glück einen Splitter. Dazu gibt es mehrere Möglichkeiten: wir können ein Rennen gegen die jeweiligen Pokémon machen, einen Kampf, ein Quiz oder eine andere Art von Minispiel - am häufigsten findet allerdings das Rennen statt.
Wenn wir in diesem Rennen unseren freundschaftlich gestimmten Gegner anrempeln, werden wir freunde. Ja, richtig gelesen: anrempeln = Freunde. Bevor es zum Rennen (oder einer anderen "Action"-Sequenz) kommt, folgt erst einmal ein recht langweiliger und sinnloser Dialog, den wir aber trotzdem über uns ergehen lassen müssen.Beim Kämpfen geht es nicht wie zum Beispiel bei den NDS und GBA Ablegern darum, das andere Pokémon zu besiegen, sondern es artet alles in einer Art "Angreifen-Ausweichen"-Wechsel aus, und irgendwann ist Schluss. Wer an eine fordernde Kampfsequenz wie in den Originalspielen dachte, wird enttäuscht sein.
Ab und an müssen wir für die Pokémon auch ein paar Aufgaben erledigen, bevor sie unsere Freunde werden. Bringe dies zu dem, schließe Freundschaft mit dem, und so weiter. Das Erledigen dieser Aufgaben schaltet so nach und nach neue Gebiete des großen Parks frei. Leider sind diese Aufgaben, genau wie der Rest des Spieles, sehr eintönig und lassen schnell Langeweile aufkommen. Immer wieder die selben Aufgaben, um mit einem der 193 Monster Freundschaft zu schließen, und so zu hoffen, endlich einmal einen Treffer gelandet zu haben. Da ändern auch die Minispiele nichts dran, die vielleicht ab und an einmal unterhaltsam sind, aber im Endeffekt wegen den strohdummen KI-Viechern sämtlichen Reiz verlieren.
Ohne Trainer unterwegs
Die bekannten Pokémon-Trainer gibt es im Poképark gar nicht, nur die Pokémon selbst. Das ändert aber nichts daran, dass wir ab und an einmal eines der Monster einsammeln können, sozusagen. So bauen wir uns nach und nach ein Team auf, was uns bei den Minispielen hilft. Ein Pokémon ist zum Beispiel schneller als das andere, was uns bei den Rennen zugute kommt. Der Sammelfaktor der Originalspiele kommt hierbei allerdings auch zum Zuge und wird vor allem die Zielgruppe des Spieles - jüngere Spieler - in seinen Bann ziehen.Optisch gesehen machen die Monster einen netten Eindruck, jedes der 193 Taschenmonster mit liebe Modelliert worden, was man allerdings nicht von der Spielwelt sagen kann. Grafisch gesehen bewegt sich das Spiel auf Gamecubeniveau, großartige Effekte sind Mangelware und die Spielwelten sehen wegen vermatschter, sich stark wiederholender Texturen teilweise sehr unschön aus. Ähnliches gilt auch für den Sound, der ist, was man von einem Spiel erwartet. Jedes der 193 Monster gibt die charakteristischen Laute von sich, die Hintergrundmusik ist das, was man von dem Spiel erwartet.
Die Steuerung ist sehr einfach und gut ausgefallen, störend ist allerdings, dass es keinen Multiplayer gibt - gerade bei den Minispielen hätten hier noch einige Punkte gut gemacht werden können.Man darf aber insgesamt nicht vergessen, dass Poképark sich an die eben schon erwähnte Zielgruppe der 3-8 Jährigen richtet, nicht etwa an erfahrene Spieler. Wenn man das ganze mit dem Vergleicht, was sonst auf diese Zielgruppe gerichtet ist, macht der Titel schon einen guten Job und rechtfertigt das simple Gameplay und den sehr niedrigen Schwierigkeitsgrad. Erfahrene Spieler sollten allerdings beim DS bleiben.
Aljoscha Reuther meint...
Naja, was soll man schon erwarten von diesem Titel, allein das Cover schreit schon förmlich nach sanfter Kinderunterhaltung. Pikachu durch die recht großen Anlagen des Poképark zu bewegen hat durchaus Spaß gemacht, das Freundschaften schließen ebenfalls, aber alles hatte nach ca. einer halben Stunde seinen Reiz verloren. Ich glaube aber, wenn ich beim spielen 5 oder 6 Jahre alt gewesen wäre, hätten meine Eltern durchaus auf die Tagesschau verzichten müssen, weil ich den Fernseher permanent belegt hätte.
Naja, was soll man schon erwarten von diesem Titel, allein das Cover schreit schon förmlich nach sanfter Kinderunterhaltung. Pikachu durch die recht großen Anlagen des Poképark zu bewegen hat durchaus Spaß gemacht, das Freundschaften schließen ebenfalls, aber alles hatte nach ca. einer halben Stunde seinen Reiz verloren. Ich glaube aber, wenn ich beim spielen 5 oder 6 Jahre alt gewesen wäre, hätten meine Eltern durchaus auf die Tagesschau verzichten müssen, weil ich den Fernseher permanent belegt hätte.

GRAFIK
Die Grafik ist noch in Ordnung, allerdings sind die Texturen und Objekte teilw. sehr hässlich, die Grafik bewegt sich auf Gamecubeniveau. Die einzelnen Pokémon sehen allerdings gut aus.
Die Grafik ist noch in Ordnung, allerdings sind die Texturen und Objekte teilw. sehr hässlich, die Grafik bewegt sich auf Gamecubeniveau. Die einzelnen Pokémon sehen allerdings gut aus.

SOUND
Alles, wie man es von einem Spiel in dieser Richtung erwartet, die dauernde Wiederholung der Pokémon-Namen nervt allerdings sehr schnell.
Alles, wie man es von einem Spiel in dieser Richtung erwartet, die dauernde Wiederholung der Pokémon-Namen nervt allerdings sehr schnell.

BEDIENUNG
Einfach und schnell zugänglich, so muss es sein.
Einfach und schnell zugänglich, so muss es sein.

UMFANG
193 Pokémon wollen kennengelernt werden, aber die Frage ist ob wir das wollen. Es wiederholt sich leider insgesamt zu viel.
193 Pokémon wollen kennengelernt werden, aber die Frage ist ob wir das wollen. Es wiederholt sich leider insgesamt zu viel.
SPIELSPASS
Für Kinder geeignet, für erfahrene Spieler nicht zu empfehlen.
* kein Durchschnitt der einzelnen Kategorien
Für Kinder geeignet, für erfahrene Spieler nicht zu empfehlen.
* kein Durchschnitt der einzelnen Kategorien
Informationen zum Spiel

Genre
Rollenspiel
Entwickler
GameFreak
Publisher
Nintendo
Releasedatum
09.07.2010
USK-Freigabe

» Weitere Infos zum Titel
Rollenspiel
Entwickler
GameFreak
Publisher
Nintendo
Releasedatum
09.07.2010
USK-Freigabe

» Weitere Infos zum Titel