RTL Winter Sports 2010 - The Great Tournament
Artikel verfasst von Sascha Geldermann am 18.12.2009
Auf in den Wettkampf: Bei Minusgraden stürzt ihr euch bei “Winter Sports 2010” gleich in acht verschiedene Disziplinen. Ihr springt dabei in den Viererbob, rast mit dem Snowboard die Piste hinunter und zeigt auf dem Eis ausgefeilte Figuren. Wer hier nach dem Pokal strebt, muss vielseitig begabt sein.
Sport bei Eis und Schnee
Die acht Disziplinen sind schnell alle ausprobiert. Bei der Sportart „Viererbob“ rast ihr mit über 100 Stundenkilometern durch die Bahnen, während es beim Biathlon eher ruhiger zugeht. Hier kämpft ihr euch schließlich auf Skiern über die Strecke und müsst zwischendurch auch noch auf Zielscheiben schießen. Bei den drei Disziplinen „Snowboard Cross“, „Ski Alpin Freeride“ und „Ski Alpin Abfahrt“ kommt dann wieder mehr Geschwindigkeit auf. Dabei rast ihr schließlich die Piste hinunter – mal auf dem Snowboard, mal mit Skistöckern in der Hand. Und wenn ihr schon einmal die Skibretter unter den Füßen habt, könnt ihr auch gleich einen Sprung beim „Skifliegen“ wagen. Bei den letzten beiden Wintersport-Arten schnallt ihr euch dann Schlittschuhe an. Dabei verlangt „Shorttrack“ nur Geschwindigkeit von euch, während es beim „Eiskunstlauf“ dagegen auf Geschicklichkeit ankommt.
Die acht Disziplinen sind interessant, es hätten aber ruhig noch ein paar mehr sein dürfen. Vor allem, da sich viele der Sportarten sehr ähnlich spielen. Spaß machen sie aber alle – solange hier keine Simulation erwartet. „Winter Sports 2010“ setzt nämlich voll auf ganz auf ein unkompliziertes Arcade-Gameplay. Das bedeutet, dass alle Sportarten recht einfach gestrickt sind. Ihr schüttelt meistens Wii-Remote und Nunchuk um Geschwindigkeit aufzubauen, lenkt die Wintersportler per Neigung und müsst Knöpfe mit dem richtigen Timing drücken. Besonders anspruchsvoll ist das nicht, aber zumindest wird so eine leicht zugängliche Wintersport-Kost serviert.
Auch Neulinge werden die Steuerung schnell verinnerlicht haben, zumal sie bei jeder Sportart im Menü eingesehen werden kann. Dabei klappt die Bedienung auch stets gut. Die Bewegungen werden genau erkannt und ihr habt immer das Gefühl, die Sportler unter Kontrolle zu haben. Schade ist allerdings, dass es neben Remote und Nunchuk keine weiteren Steuerungsoptionen gibt. Es wäre nett gewesen, mit GameCube-Pad oder Classic-Controller komplett auf eine Knopfsteuerung umsteigen zu dürfen. Außerdem hätten die Ski- und Snowboard-Disziplinen sicherlich von einer Unterstützung des Balance Boards profitiert, das aber leider gar nicht zum Einsatz kommt.
Mit Motivation Karriere machen
Acht Disziplinen sind nicht besonders viel, „Winter Sports 2010“ kann aber dennoch lange beschäftigen. Das liegt an dem Herzstück des Spiel: dem Karriere-Modus. Hier kämpft ihr in verschiedenen Cups um den Sieg, in denen immer mehrere Sportarten auf dem Programm stehen. Gewinnt ihr einen Cup, schaltet ihr weitere frei, wobei der Schwierigkeitsgrad fordernd ansteigt. Besonders motivierend ist der Karriere-Modus, da ihr hier die Fähigkeiten eurer Sportler auch verbessern könnt. Eure Siege werden schließlich durch Punkte entlohnt, die ihr dann darin investieren könnt, dass sich euer Bob präziser lenken lässt oder der Snowboarder ein besseres Gefühl für Balance bekommt.
Die meiste Zeit werdet ihr an eurer Karriere arbeiten. Aber auch abseits davon warten Modi auf Einzelspieler. So lassen sich alle Disziplinen auch einzeln spielen. Außerdem gibt es die Möglichkeit, in schnellen Cups zu starten, wobei euch verschiedene Schwierigkeitsgrade angeboten werden. Interessant ist auch, dass ihr Cups aus den verschiedenen Disziplinen selbst zusammenbasteln dürft. Und zu guter Letzt warten noch Herausforderungen auf euch. Dabei knackt ihr 44 fordernde Aufgaben. Ein Biathlon wird gleich viel nervenaufreibender, wenn ihr unter Zeitdruck steht und dabei auch noch Totenköpfen ausweichen müsst. Wenn ihr bei den Herausforderungen erfolgreich seid, spielt ihr übrigens auch weitere Cups für den Modus „Schneller Cup“ sowie alternative Tageszeiten für alle Austragungsorte frei.
Ihr dürft nicht nur gegen virtuelle Wintersportler antreten, sondern auch gegen menschliche Gegner. Im lokalen Mehrspieler-Modus ist es leider nur möglich, gegen einen einzigen Freund anzutreten, wobei der Bildschirm dann horizontal geteilt wird. Interessanter ist da schon der Online-Modus in dem sich dann auch vier Spieler in den Wettkampf stürzen können. Auch eine Bestenliste darf natürlich nicht fehlen, in der ihr eure Ergebnisse verewigt. Vorher müsst ihr nur einen Namen eingeben und die Nationalität eurer Sportler festlegen. Ihr könnt übrigens nur zwischen vorgefertigten Figuren wählen. Einen Charakter selbst zu erstellen, ist nicht möglich.
Winterliche Präsentation
Die Präsentation von „Winter Sports 2010“ ist ordentlich. Besonders liebevoll wurden die Einleitungen vor den Disziplinen gestaltet, bei denen euch ein deutscher Kommentator auch gleich mit jeden Mengen interessanten Hintergrundinfos zu den Sportarten versorgt. Die Synchronisation ist dabei sehr gut gelungen. Weniger schön ist aber, dass die Kommentare innerhalb der Disziplinen dann nur noch in Englisch gehalten sind. Die Geräuschkulisse ist wiederum solide. Ihr werdet euch aber mehr Reaktionen vom Publikum wünschen, die sicherlich noch einmal viel zur Atmosphäre hätten beitragen können.
Anders als beim Sound machen bei der Grafik die Einleitungen einen schlechten Eindruck als die laufenden Sportarten. In den Sequenzen sieht alles nämlich ein klein wenig verpixelt aus, während beim eigentlichen Geschehen dann vor allem die gelungenen Charaktermodelle und die weichen Animationen glänzen können. Die Umgebungen könnten zwar mehr Details bieten, dafür läuft das Geschehen aber auch bei der steilsten Abfahrt jederzeit flüssig ab. „Winter Sports 2010“ wirft den Sportlern also keinerlei technische Stolpersteine in den Weg.
Sascha Geldermann meint...
Anfangs hätte ich nicht gedacht, dass „Winter Sports 2010“ mich so lange beschäftigen würde. Gerade mal acht Sportarten versprachen einfach keine langanhaltende Motivation – vor allem da alle Disziplinen auch noch Minispiel-Charakter haben. Doch ich hatte meine Rechnung ohne den Karriere-Modus gemacht. Dass ich hier die Fähigkeiten meiner Sportler verbessern durfte, weckte meinen Ehrgeiz. Dadurch haben es acht Disziplinen tatsächlich geschafft, mit für Stunden an den Bildschirm zu fesseln.
Anfangs hätte ich nicht gedacht, dass „Winter Sports 2010“ mich so lange beschäftigen würde. Gerade mal acht Sportarten versprachen einfach keine langanhaltende Motivation – vor allem da alle Disziplinen auch noch Minispiel-Charakter haben. Doch ich hatte meine Rechnung ohne den Karriere-Modus gemacht. Dass ich hier die Fähigkeiten meiner Sportler verbessern durfte, weckte meinen Ehrgeiz. Dadurch haben es acht Disziplinen tatsächlich geschafft, mit für Stunden an den Bildschirm zu fesseln.

GRAFIK
Die Charaktermodelle sind gelungen, die Umgebung könnte aber mehr Details bieten.
Die Charaktermodelle sind gelungen, die Umgebung könnte aber mehr Details bieten.

SOUND
Die Kommentare sind interessant, allerdings nur teilweise auf Deutsch gehalten.
Die Kommentare sind interessant, allerdings nur teilweise auf Deutsch gehalten.

BEDIENUNG
Die Steuerung ist zugänglich. Eine Balance Board-Unterstützung wäre aber noch einmal ein großes Plus gewesen.
Die Steuerung ist zugänglich. Eine Balance Board-Unterstützung wäre aber noch einmal ein großes Plus gewesen.

UMFANG
Es gibt zwar nur acht Disziplinen, dafür halten aber viele Modi bei Laune.
Es gibt zwar nur acht Disziplinen, dafür halten aber viele Modi bei Laune.
SPIELSPASS
Einfach gehaltener Wintersport mit motivierenden Modi.
* kein Durchschnitt der einzelnen Kategorien
Einfach gehaltener Wintersport mit motivierenden Modi.
* kein Durchschnitt der einzelnen Kategorien
Informationen zum Spiel