Teenage Mutant Ninja Turtles: Arcade Attack
Artikel verfasst von Aljoscha Reuther am 15.12.2009
Turtles - oder eher "Teenage Mutant Ninja Turtles", wenn man es lang ausspricht, sind sicherlich fast jedem Spieler ein Begriff. Die kämpfenden Schildkröten mit italienischen Vornamen kloppen sich schon seit vielen Jahren über unsere Bildschirme, sowohl beim Spielen als auch im Fernsehen. Und genau um die alten Spiele geht es, denn Ubisoft hat mit "Arcade Attack" ein Spiel herausgebracht, dass sich an den klassischen Hallenautomaten-Spielen orientiert. Ob das Retrogefühl trotz 3D-Look aufkommt, lest ihr in folgendem Review.
Zu viert gegen... was?
Die Story des Spieles ist eigentlich belanglos, aber damit ihr nicht vollkommen ahnungslos seid: irgendwie gibt es in der Stadt der Turtles seltsame, elektromagnetische Impulse, welche die Stadt immer wieder lahmlegen. Bei "Recherchen" finden die vier Reptilien heraus, dass es sich wohl um Shredder handelt, der irgendwie in den Cyberspace (Internet) gelangt ist und dort die Welt unsicher macht. Klingt komisch, ist aber so.Doch nun einmal zum Spiel, das recht schnell erklärt ist. Zusammen mit einem Partner, der entweder vom Computer oder von einem Mitspieler (Multi-Karten-Spiel) gesteuert wird, gehen wir immer wieder einen Weg entlang und kloppen dann auf Gegner ein, die auftauchen. Und zwar bis zum Ende des Levels.
Das ging zu schnell? Gut, ich versuch' etwas mehr in's Detail zu gehen. Also... Die Level des Spieles bestehen wie gesagt aus "einfachen" Wegen, die wir in einer Art "Iso-Ansicht" aus einer festgelegten Kameraposition sehen. Dort geht man dann einfach immer weiter von links nach rechts, und irgendwann tauchen Gegner auf. Diese verprügeln wir natürlich, und wenn der letzte Gegner besiegt ist, geht's weiter... nach rechts. Wichtig dabei ist unsere Position, denn wenn wir nicht genau vor (oder hinter) dem Gegner stehen, treffen wir ihn nicht mit unseren Schlägen. Denn dort können wir zumindest etwas variieren und nach vorn und hinten gehen. 2 1/2D-Grafik sozusagen.
Es klingt vielleicht etwas... gehässig wenn ich das jetzt so schreibe, aber: das war's. Das ist der Spielinhalt. In verschiedenen Szenarien laufen wir immer von links nach rechts die Straßen (oder Wege) entlang und kloppen dann und wann auf die Gegner ein. Ab und an verlieren wir dabei etwas Energie, was aber kein Problem ist, denn diese können wir mit dem Geld, das wir am Ende eines Levels bekommen, zu Hauf zurückkaufen.
Zudem verstecken sich überall im Spiel Pizzastücke oder anderes Fastfood, was unseren Schildkröten dann die Energieleiste im Nu wieder vollmacht.
Wirklich fordernd ist also nicht wirklich etwas, nicht einmal die Bosskämpfe am Ende eines Levels lassen auch nur ansatzweise das Gefühl von Spannung aufkommen, man muss sich eben "nur gut hinstellen und Knöpfchen triggern".
Die sehr seltsame Geschichte wird nur durch die Zwischensequenzen erzählt, dann kommt "es gibt Ärger [da und da]" und schon geht's in die nächste "Links-Nach-Rechts-Klopperei". Klar, früher war so etwas garantiert ein großer Spaß am Arcade-Automaten, aber auf dem DS ist das Ganze ein mehr oder minder großer Gähnanfall. Die Storysequenzen sind zudem, entschuldigung, potthässlich und verlieren sich oft im zusammenhanglosen Gelaber der Turtles (oder den wenigen Nebencharakteren, die auftauchen).
Ebenso hässlich ist das Spiel selbst. Die Hintergründe sehen zwar noch recht gut aus, doch die Spielfiguren und Gegner sind unschön modelliert... und vor allem animiert. Auch der Sound lässt stark zu wünschen übrig, und dass bei der tristen Optik dann auch noch ab und an sogar die Framerate 'runtergeht, ist absolut unverständlich.
Auch mit der Steuerung tut sich das Spiel keinen Gefallen, wie eben schon angesprochen ist das Treffen eine Sache des Standpunktes, der Rest ist träge und langsam (was eigentlich das Selbe bedeutet) und trägt nur zur langweiligen Grundstimmung des Spieles bei. Im Endeffekt vielleicht etwas für Spielhallenveterane.
Aljoscha Reuther meint...
Das neue Turtles "Abenteuer" ist ein langweiliger Trip von links nach rechts, leider ohne Kilometergeld und großartige Action. Das Spiel ist auf der einen Seite zu leicht und sorgt in den 3 Stunden, die man zum Durchspielen maximal benötigt, nur selten für einen Hauch von Spannung, auf der anderen Seite nervt die Steuerung mit trägheit und penibelster Standortabfrage, wenn man dann doch einmal einem Gegner ein paar Schläge auf den Latz geben möchte.
Das neue Turtles "Abenteuer" ist ein langweiliger Trip von links nach rechts, leider ohne Kilometergeld und großartige Action. Das Spiel ist auf der einen Seite zu leicht und sorgt in den 3 Stunden, die man zum Durchspielen maximal benötigt, nur selten für einen Hauch von Spannung, auf der anderen Seite nervt die Steuerung mit trägheit und penibelster Standortabfrage, wenn man dann doch einmal einem Gegner ein paar Schläge auf den Latz geben möchte.

GRAFIK
Die Hintergründe sehen gut aus, die Figuren allerdings nicht.
Die Hintergründe sehen gut aus, die Figuren allerdings nicht.

SOUND
Sowohl die Sounds als auch die Hintergrundmelodien könnten besser sein.
Sowohl die Sounds als auch die Hintergrundmelodien könnten besser sein.

BEDIENUNG
Träge und gleichzeitig zu penibel - gut ist was anderes.
Träge und gleichzeitig zu penibel - gut ist was anderes.

UMFANG
Nach maximal 3 Stunden durchgespielt
Nach maximal 3 Stunden durchgespielt
SPIELSPASS
Langweiliger Nebenjob für die vier Schildkröten
* kein Durchschnitt der einzelnen Kategorien
Langweiliger Nebenjob für die vier Schildkröten
* kein Durchschnitt der einzelnen Kategorien
Informationen zum Spiel