Ninja Captains
Artikel verfasst von Aljoscha Reuther am 29.11.2009
Bei Minispielsammlungen schwingt immer ein unangenehmer Unterton mit. Perlen dieses Genres, wie Raving Rabbids oder Mario Party, legen die Messlatte immer wieder hoch an, auch wenn selbst diese Serien mittlerweile unter Einfallslosigkeit leiden. Mit "Ninja Captains" versucht nun ein weiteres Spiel, sich auf dem total überschwemmten Markt für Partygames zu behaupten. Im Paket: 20 individuelle Minispiele mit vier "vertrottelten" Ninja-Katzen. Ob das gut geht?
Einmal um die Welt
Die Grundgeschichte des Spieles ist, dass irgendwo auf der Welt etwas passiert ist - wenn ich mich recht erinnere ist es eine Art Godzilla-Verschnitt. Aber die Geschichte tut nichts zur Sache. Fakt ist: die Ninja-Katzen reisen einmal um die Welt und machen in vielen größeren Städten halt. Diese Gelegenheit wird genutzt, um ein Minispiel zu spielen.Die Spiele und deren Mechanik kann man wohl als absoluten Standard beschreiben. Schütteln, drehen und schlagen mit der Wii-Fernbedienung - das kennen wir schon. So müssen wir zum Beispiel in einem Flugzeug in einer Sitzreihe umher laufen, und den vier Gästen in unserer Reihe rechtzeitig einen Eimer unter die Nase halten, in den sie dann hineinkotzen können. Das klingt etwas nach Raving Rabbids, oder? Naja. Jedenfalls sollten wir besagten Eimer unter den Kopf der Person gehalten haben, bevor seine "Anzeige" voll ist, denn dann, warum auch immer, kann diese Person nicht mehr "Würgen" und wir verlieren eine wichtige Möglichkeit, Punkte zu bekommen.
In einem anderen Spiel müssen wir dagegen die Wii-Fernbedienung im Kreis bewegen, um mit einer Plattform an einem Hochhaus hinaufzufahren. Dabei dann ab und an einmal Schütteln, um die dazukommenden Vögel zu verscheuchen.
In diesem Stil gestalten sich auch die restlichen 18 Minispiele. Wieder viel geschüttel und gefuchtel, aber bei Minispielen kann man das ja verstehen.
Und die ersten Spiele machen auch durchaus Spaß, auch wenn die Dauer der einzelnen Runden immer viel zu lang ist, und man keine Möglichkeit hat, vorher eine Trainingsrunde abzuhalten. Der Vorteil ist allerdings, dass wir (im Singleplayer natürlich) jedes Minispiel neustarten können, wenn wir verlieren. Denn um weiter zu kommen, müssen wir das Spiel entweder gewinnen oder zumindest auf dem zweiten Platz landen.
Im späteren Verlauf des Spieles werden die "Minigames" allerdings durch eine verhauene Steuerung und die Hektik, die durch die Computerspieler gemacht wird, einfach nur nervig. Da macht es auch keinen Spaß, gegen Freunde zu spielen, selbst wenn dort das Problem der Computerspieler nicht mehr auftritt.
Die Minispiele sind insgesamt einfach zu hektisch, dauern aber trotzdem sehr lange (stellenweise über eine Minute). Insgesamt fehlt es dem Spiel an frischen Ideen, um sich überhaupt in die obere Liga spielen zu können. Das gesamte Spiel wirkt eher wie eine belanglose und unlogische Abkupferung von Raving Rabbids, ohne dem Ganzen eine wirklich eigene Note zu verpassen.
Aljoscha Reuther meint...
Ninja Captains ist eine weitere Minispielsammlung. Leider nur eine weitere. Ein Abbild von Raving Rabbids, mit anderen Charakteren und schlecht kopierten Minispielen. Die wirklich interessanten Dinge bleiben zurück, die Steuerung ist grauenhaft, die Spiele dauern zu lange. Einige der Spiele machen zwar Spaß, doch das Gesamtpaket entpuppt sich leider als "nicht zufriedenstellend". Eine weitere Minispielsammlung eben.
Ninja Captains ist eine weitere Minispielsammlung. Leider nur eine weitere. Ein Abbild von Raving Rabbids, mit anderen Charakteren und schlecht kopierten Minispielen. Die wirklich interessanten Dinge bleiben zurück, die Steuerung ist grauenhaft, die Spiele dauern zu lange. Einige der Spiele machen zwar Spaß, doch das Gesamtpaket entpuppt sich leider als "nicht zufriedenstellend". Eine weitere Minispielsammlung eben.

GRAFIK
stabile Framerate, aber das Spiel sieht leider nicht wirklich gut aus.
stabile Framerate, aber das Spiel sieht leider nicht wirklich gut aus.

SOUND
Bei dem Soundtrack kann man sich freuen, den Fernseher auf lautlos umstellen zu können.
Bei dem Soundtrack kann man sich freuen, den Fernseher auf lautlos umstellen zu können.

BEDIENUNG
Die Steuerung macht das Spiel zu 90% unspielbar.
Die Steuerung macht das Spiel zu 90% unspielbar.

UMFANG
Absoluter Standard, absolut nichts neues. Konsequent uninnovativ.
Absoluter Standard, absolut nichts neues. Konsequent uninnovativ.
SPIELSPASS
Lieblose Kopie der Raving Rabbids
* kein Durchschnitt der einzelnen Kategorien
Lieblose Kopie der Raving Rabbids
* kein Durchschnitt der einzelnen Kategorien
Informationen zum Spiel