Naruto Shippuden: Ninja Council 3 – European Version
Artikel verfasst von Sascha Geldermann am 14.11.2009
Seit zehn Jahren wird nun schon die Geschichte von Naruto erzählt. Die Mangas bekamen dabei nicht nur eine Anime-Umsetzung spendiert, auch in zahlreichen Videospielen kämpft sich der Ninja durch seine Abenteuer. Bisher kam keiner der Nintendo DS-Ableger über die Mittelmäßigkeit hinaus. Ob sich das mit „Ninja Council 3“ ändert?
Vereinigung der Vorgänger
Der erste Teil der „Ninja Council“-Reihe hatte keinen Story-Modus, sondern bot nur eine Reihe von Missionen. Mit dem zweiten Teil mussten die Missionen dann einer belanglosen Geschichte weichen. „Ninja Council 3“ vereint nun den Aufbau seiner beiden Vorgänger und schickt euch durch eine Story, die sowohl längere 2D-Levels als auch kurze Missionen umfasst. Die Geschichte orientiert sich dabei an der Manga- und Anime-Vorlage, ohne dass sie wirklich eine große Rolle spielen würde.
Die Story setzt an, als Naruto nach zweieinhalbjährigen Training in sein Heimatdorf Konoha-Gakure zurückkehrt. Hier trifft er nicht nur viele alte Freunde, sondern wird gleich auch mit einer neuen Bedrohung konfrontiert. Mit den Akatsuki stiftet nämlich eine geheimnisvolle Organisation Unheil. Nun hat Naruto wieder einen guten Grund, um sich mit seinen alten Gefährten zu verbünden und erneut in den Kampf zu ziehen.
Da sich richtige Levels mit kurzen Missionen abwechseln, heißen die Abschnitte ganz neutral „Szenen“. Die einzelnen Szenen lassen sich auf einer Übersichtskarte anwählen. Habt ihr eine absolviert, schaltet sich automatisch die nächste frei. Bereits abgeschlossene Levels und Missionen lassen sich dann jederzeit erneut spielen – auf Wunsch sogar unter härteren Bedingungen. Damit könnt ihr euren Punktestand aufbessern, der sich dann wiederum in neue Attacken investieren lässt.
Kleine Fortschritte
Am Kampfsystem hat sich nichts geändert. Das bedeutet aber leider auch, dass es monoton und flach wie eh und je ist. Es gibt einen leichten Angriff, der sich mit Sprüngen kombinieren lässt – zumindest wenn ihr es hinbekommt. Es hat nämlich den Anschein, dass die Entwickler die Tasten per Zufall belegt haben, ohne sich ernsthaft Gedanken um die Spielbarkeit gemacht zu haben. So müsst ihr für einen Sprungangriff die Y- und die A-Taste kombiniert drücken, was aufgrund ihrer Anordnung ganz und gar nicht leicht von der Hand geht. Wieso haben die Entwickler „Springen“ nicht einfach auf den B-Knopf gelegt, der jetzt zum Rennen dient?
Mit Wurfsternen kann Naruto seine Gegner auch aus der Distanz ausschalten. Das bringt aber auch nicht mehr Spaß in die Kämpfe. Vor allem, da alle Auseinandersetzungen ziemlich ähnlich ablaufen. Außerdem sind die Levels mit belanglosen Sprungpassagen und immer wieder gleichen Gegnern äußerst langweilig aufgebaut. Durch die Kombination aus richtigen Leveln und Missionen fällt die Monotonie wenigstens etwas schwächer aus als noch in den Vorgängern. Bei einigen Missionskämpfen gegen besonders starke Gegner kommt sogar etwas Spaß aus. Die Serie geht einen kleinen Schritt in die richtige Richtung, leidet aber immer noch viel zu stark unter Eintönigkeit und fehlendem Tiefgang.
Die Höhepunkte der Kämpfe stellen immer noch die mächtigen Spezialangriffe dar, die Jutsus genannt werden. Dafür müsst ihr die Chakra-Anzeige am Bildschirmrand füllen, die gewünschte Spezialattacke antippen und dann den Anweisungen auf den Bildschirm folgen. Für einen gelungenen Angriff gilt es kleine Minispiele zu meistern. Dabei bewegt ihr den Stylus schnell über den Bildschirm, zieht Linien oder tippt Zeichenfolgen ab. Das sind einfache aber nette Auflockerungen des Gameplays, die euch im besten Fall mit Attacken belohnen, die eure Gegner in einem Effektfeuerwerk vernichten.
Ninja-Duelle
Rund 20 Figuren aus dem Naruto-Universum kommen bei diesem Spiel zum Einsatz – wenn auch nur eine Handvoll als spielbare Charaktere. Die meisten Kämpfer dienen einfach als Backup-Figuren, von denen ihr vor jeder Szene zwei auswählen dürft. Bekommt ihr dann Probleme im Kampf, tippt ihr einfach einen der Backup-Kämpfer an, der dann erscheint und ein individuelles Jutsu vom Stapel lässt. Von der kompletten Heilung bis zur vollständigen Vernichtung eurer Feinde ist hier alles drin. Wählt eure Unterstützung also weise!
Der Solo-Part ist wie in den Vorgängern dünn ausgefallen. Zum einen ist das Abenteuer schon nach wenigen Stunden zu Ende und zum anderen warten auch keine anderen Modi mehr auf Einzelspieler. Zumindest gibt es aber einen kleinen Mehrspieler-Part, der sich in der „European Version“ sogar online spielen lässt. Dabei handelt es sich um eine Prügelei für bis zu vier Spieler, bei der die bekannten Angriffe aus dem Einzelspieler-Modus zum Einsatz kommen. Als Erweiterung zur Story gibt es im Mehrspieler-Part aber auch magische Felsen, die ihr zertrümmern solltet, damit eine Erschütterung all eure Feinde für kurze Zeit betäubt. Außerdem befindet sich auf dem Touchscreen ein Rad, das eure Lebens- und Chakra-Anzeigen wieder auffüllt, wenn ihr es mit dem Stylus dreht. In dieser Zeit könnt ihr euch allerdings nicht bewegen, was euch zu einem leichten Ziel macht. Der Mehrspieler-Modus ist ein nettes Extra, aber auch zu flach, um wirklich begeistern zu können.
Die Grafik sah schon beim Vorgänger gut aus. Und auch dieses Mal kann die bunte und detaillierte 2D-Optik wieder punkten. Vor allem die mächtigen Justus werden überzeugend in Szene gesetzt. Schade ist allerdings, dass sich die Grafik seit dem letzten Mal nicht weiterentwickelt hat und die Entwickler anscheinend so einiges recycelt haben . Einen Stillstand gab es auch beim Sound. So untermalt die Musik das Geschehen wieder sehr passend, während die Soundeffekte zwar immer noch gut klingen, aber auch eine Überarbeitung vertragen könnten. Technik und Gameplay ist den schwachen Vorgängern einfach immer noch zu ähnlich.
Sascha Geldermann meint...
Schon die beiden Vorgänger haben mich mit ihrem monotonen und anspruchslosen Gameplay gelangweilt. „Ninja Council 3“ geht zwar mit einer Mischung aus richtigen Levels und teils gelungenen Missionen in eine deutlich interessantere Richtung, schafft es aber immer noch nicht, Narutos Abenteuer unterhaltsam umzusetzen.
Schon die beiden Vorgänger haben mich mit ihrem monotonen und anspruchslosen Gameplay gelangweilt. „Ninja Council 3“ geht zwar mit einer Mischung aus richtigen Levels und teils gelungenen Missionen in eine deutlich interessantere Richtung, schafft es aber immer noch nicht, Narutos Abenteuer unterhaltsam umzusetzen.

GRAFIK
Die 2D-Grafik ist schick hat sich seit dem Vorgänger aber nicht weiterentwickelt.
Die 2D-Grafik ist schick hat sich seit dem Vorgänger aber nicht weiterentwickelt.

SOUND
Die Musik gefällt, die Effekte wirken dagegen veraltet.
Die Musik gefällt, die Effekte wirken dagegen veraltet.

BEDIENUNG
Der Einsatz der Jutsus geht leicht von der Hand. Die Tastenbelegung ist aber einfach nur misslungen.
Der Einsatz der Jutsus geht leicht von der Hand. Die Tastenbelegung ist aber einfach nur misslungen.

UMFANG
Der Einzelspieler-Part ist extrem kurz, zumindest gibt es aber einen netten Mehrspieler-Modus.
Der Einzelspieler-Part ist extrem kurz, zumindest gibt es aber einen netten Mehrspieler-Modus.
SPIELSPASS
Naruto macht Fortschritte, muss aber noch weiter trainieren.
* kein Durchschnitt der einzelnen Kategorien
Naruto macht Fortschritte, muss aber noch weiter trainieren.
* kein Durchschnitt der einzelnen Kategorien
Informationen zum Spiel