Trivial Pursuit
Artikel verfasst von Aljoscha Reuther am 22.03.2009
"In welchem Film spielt Johnny Depp einen Piraten?", "Wo liegt der Kremel" und "Welches Gebirge trennt Europa von Asien" - das sind Fragen, die genau auf eines abzielen: unser Allgemeinwissen - auch Trivialwissen genannt. Und hier mal eine Frage für Euch:
Welches Brettspiel fragt bereits seit 1981 unser Allgemeinwissen in 6 Kategorien ab und ist heute fast so bekannt wie Monopoly?
Welches Brettspiel fragt bereits seit 1981 unser Allgemeinwissen in 6 Kategorien ab und ist heute fast so bekannt wie Monopoly?
Die Jagd nach dem unnützen Wissen
Genau, es geht um Trivial Pursuit. Und wie schon gesagt, handelt es sich hier um ein Brettspiel, welches wieder einmal auf eine Konsole portiert wurde. Daher sollten die Erwartungen ja nicht all zu hoch gesetzt werden, immerhin hatte EA zuletzt mit dem Hasbro Familien-Spieleabend im zweifelhaften Licht geglänzt (N-Life Wertung: 4 von 10 Punkten).
Oder ist es doch nicht so schlecht? Aber langsam, klären wir erst einmal, womit wir es hier zu tun haben.
Trivial Pursuit ist ein Quizsspiel, ähnlich wie Wer Wird Millionär oder Buzz. Der einzige Unterschied: das Quiz wurde in ein Brettspiel verpackt, originalgetreu mit Würfel und Spielfiguren. Die Regeln sind sehr einfach: Mit unserer Spielfigur (ein Kreis mit 6 Aussparungen, der Wissensspeicher) gehen wir über das Spielfeld und müssen nach und nach Fragen aus 6 Kategorien beantworten. Zu den Fragen gibt es jeweils eine Art Masterfrage auf einem Eckfeld, und wenn wir die beantworten, bekommen wir ein Pizzastück (die Wissensecke) - eines von 6. Haben wir das mit allen 6 Kategorien geschafft, geht's für uns zum Mittelfeld, wo noch eine letzte Frage auf uns wartet. Haben wir diese auch noch beantwortet, gewinnen wir. Ganz einfach - zumindest theoretisch.
Die 6 Kategorien setzen sich aus folgenden Themenbereichen zusammen: Wissenschaft und Technik (Grün), Unterhaltung (Rosa), Sport und Vergnügen (Orange), Kunst und Literatur (Violett), Erdkunde (Blau) und Geschichte (Gelb). Wie das Spielbrett aufgebaut ist, zeigt euch folgender Screenshot:

Das ganze ist also ein Kreis mit ein paar Speichen. Wenn wir auf einem Feld gewesen sind, ist diese Feld für uns gesperrt, egal ob wir die Frage darauf richtig oder falsch beantwortet haben. Die Fragen sind übrigens größtenteils Multiple-Choice (mit 2 oder 4 Antworten, eine ist richtig), einige Fragen enthalten auch sog. Schiebregler, mit denen wir den richtigen Wert einstellen müssen.
Das ganze ist verpackt in drei verschiedene Modi:
einen Singleplayer-Modus (genannt "Tempo), in dem wir nach und nach Fragen beantworten und die Masterfragen aus den Eckfeldern abräumen, um dann durch Multiplikatoren durch richtig beantwortete Fragen einen möglichst großen Highscore am Ende des Spieles zu haben.
Der Multiplayer setzt sich aus zwei verschiedenen Bereichen zusammen. Zum einen gibt es das klassische Trivial Pursuit, so wie es wahrscheinlich schon unsere Eltern kennen und lieben gelernt haben. Im Prinzip besteht dieses Spiel aus den oben genannten Regeln.
Dann gibt es noch den Party Modus, in dem es, wie im Singleplayer, darum geht, möglichst viele Punkte zu ergattern. Zudem gibt es hier allerdings noch Aktionsfelder, die Spezialevents hervorrufen, wie eine Alles oder Nichts-Frage oder einem Wissensecken-Duell mit einem Mitspieler, bei dem wir um eine seiner oder unserer Wissensecken spielen. Gewinnen wir, bekommen wir eine seiner Ecken, gewinnt er, bekommt er eine von unseren. Logisch. Am Ende gibt es dann eine Art Knockout Modus, in dem wir alle Fragen gleichzeitig beantworten und all unsere Ecken ein Leben wert sind. Bei einer richtigen Antwort, behalten wir die Leben, bei einer Falschen verlieren wir eines. Wer als letzter noch übrig bleibt, gewinnt. Ebenfalls logisch.

Unten am Bildschirm läuft ein Ticker mit aktuellen Statistiken aus dem Spiel entlang - was stellenweise auch ganz informativ ist (Beispiel: Spieler 1 hat 50% aller Fragen bisher richtig beantwortet).
Apropos Fragen, darum geht es ja. Nun, man merkt dass das Spiel sich an spaßige Abende richtet und wirklich kniffeliges Allgemeinwissen nicht abgefragt wird - kurz: die Fragen sind eher einfach gehalten, etwas einfacher als im Originalspiel. Aber es ist auf keinen Fall so, dass man einfach so durch das Spiel hindurch rennt.
Zum Spielen steht uns ein kleines Avatarsystem zur Verfügung, mit recht knuffig designten Figuren, die nicht einmal schlecht aussehen.Insgesamt wirkt das ganze Spiel sehr dezent, dafür aber stimmig - anders als zum Beispiel die Familienspielesammlung, bei der alles zu bunt und nervig war. Aber gut, was will man bei einer Brettspielumsetzung auch groß an Grafik haben... Aber damit kommen wir nun zur Technik.
Stimmig, spaßig, Sprachkommentiert
Grafisch gesehen ist Trivial Pursuit einfach gehalten, hat dadurch aber einen recht netten Bonbon-Look erhalten. Die Grafik wirkt, wie schon gesagt, stimmig und nett, und eines auf jeden Fall: knallbunt. Zudem gibt es einige kleine Partikeleffekte und Animationen, sowohl von der Spielfigur als auch vom Spielfeld. Mehr gibt es zur Grafik allerdings nicht zu sagen.
Der Sound ist ebenfalls schnell erklärt, das Ganze bewegt sich auf einem ähnlich stimmigen Niveau wie die Grafik. Die Hintergrundmusik ist dezent, mit guten Chillout-Elementen, allerdings gibt es nicht wirklich viele Musikstücke.
Der Sprecher, der uns durch das Spiel begleitet, ist dagegen sehr gut, und das nicht nur von der Qualitativen Seite. Eine recht bekannte Stimme, auch wenn ich sie persönlich jetzt nicht einordnen kann, kommentiert unsere Antworten mit stellenweise humoristischen Sprüchen und führt uns auch durchs Spielmenü. Etwas lauter hätte der Kommentator allerdings schon sein können, so kann das leise Gemurmel schon einmal etwas nerven. Muss aber nicht.
Und auch die Steuerung ist kurz und bündig erklärt. Man zeigt, und man klickt. Die Würfel dreht man mit einem eleganten Schwung der Fernbedienung, und das Stoppen erfolgt entweder mit dem A-Knopf oder einem Schwung nach oben. Dezent und endlich einmal wirkungsvoll eingesetzt.

Der Multiplayer - das Herzstück des Titels, denn das Spiel ist vollständig auf Spiele mit bis zu vier Spielern ausgelegt. Wir können entweder allen vieren eine Fernbedienung in die Hand drücken, oder wir geben eine einfach weiter - was aber nur im Normalen Spiel möglich ist, nicht im Party-Modus. Durchaus nett, allerdings wird der Singleplayer dadurch etwas vernachlässigt. Aber ein Brettspiel ist ja auch nicht dazu gemacht, es alleine zu spielen!
Aljoscha Reuther meint...
Was EA bei dem Familienspieleabend falsch gemacht hat, machen sie bei Trivial Pursuit richtig! Das Spiel macht Spaß, die Umsetzung ist klasse und der Titel verspricht zusammen mit Freunden oder Familie unkomplizierten Spaß ohne Papierkarten oder Spielfiguren auf dem Tisch. Endlich einmal eine Echte alternative zum Brettspiel und nicht bloß eine schlechte Umsetzung desselben. Vor allem der Party-Modus kann überzeugen, aber auch das normale Spiel und der Singleplayer haben ihre Daseinsberechtigung. Nett! Leider wurde der Anfangs geplante Downloadcontent für das Spiel gestrichen, stattdessen finden wir einen Trailer von Monopoly auf der Disc.
Was EA bei dem Familienspieleabend falsch gemacht hat, machen sie bei Trivial Pursuit richtig! Das Spiel macht Spaß, die Umsetzung ist klasse und der Titel verspricht zusammen mit Freunden oder Familie unkomplizierten Spaß ohne Papierkarten oder Spielfiguren auf dem Tisch. Endlich einmal eine Echte alternative zum Brettspiel und nicht bloß eine schlechte Umsetzung desselben. Vor allem der Party-Modus kann überzeugen, aber auch das normale Spiel und der Singleplayer haben ihre Daseinsberechtigung. Nett! Leider wurde der Anfangs geplante Downloadcontent für das Spiel gestrichen, stattdessen finden wir einen Trailer von Monopoly auf der Disc.
Warum keine Wertung?
Dieses Spiel gehört zum Genre "Edutainment". Diese Spiele können nur schwer in den Bereichen Grafik, Sound und Steuerung bewertet werden, weswegen wir auf eine Wertung in Zahlen verzichten. Ob der Titel sein Geld wert ist, ist dem Artikel zu entnehmen.
Dieses Spiel gehört zum Genre "Edutainment". Diese Spiele können nur schwer in den Bereichen Grafik, Sound und Steuerung bewertet werden, weswegen wir auf eine Wertung in Zahlen verzichten. Ob der Titel sein Geld wert ist, ist dem Artikel zu entnehmen.
Informationen zum Spiel

Genre
Edutainment
Entwickler
EA BrightLight
Publisher
Electronic Arts
Releasedatum
12.03.2009
USK-Freigabe

» Weitere Infos zum Titel
Edutainment
Entwickler
EA BrightLight
Publisher
Electronic Arts
Releasedatum
12.03.2009
USK-Freigabe

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