Meine Tierpension
Artikel verfasst von Aljoscha Reuther am 02.12.2008
Meerschweinchen, Kaninchen, Hamster, Hunde, Katzen... Wenn die kleinen Lieblinge einmal aus dem Haus müssen, wohin dann nur? Warum nicht in die nächste Tierpension, und dort das Lieblingstier erst einmal ordentlich durchpflegen lassen. Und in genau dieser Tierpension arbeiten wir... oder mehr... nicht.
Hund, Katze, Maus
Tierspiele sind bekanntlich Verkaufsschlager, wenn es um Schulkinder geht - besonders im weiblichen Bereich. Vom Ponyhof bis hin zum virtuellen Hund ist alles vorhanden, was irgendwann einmal mit Tieren zu tun gehabt haben könnte. Meine Tierpension für Wii ist da nicht anders, schließlich war das Spiel bereits auf dem DS sehr erfolgreich. Was hat die Wii-Umsetzung gebracht, und können wir diesmal wenigstens auf ein bisschen tieferes Gameplay hoffen, anstatt nur den lieben langen Tag auf und ab zu laufen, und die mehr oder weniger lebendigen Tiere mit immer den selben Aufgaben auf Trab halten?

Das Spiel gestaltet sich recht simpel. Wir bekommen einen heruntergekommenen Hof, dem wir zu neuem Glanz verhelfen sollen. Am Anfang können wir nur zwei Nagetiere aufnehmen - da das Nagerhaus das einzige ist, das, neben unserem Empfangshaus, noch intakt ist. Dort bekommen wir dann innerhalb von kürzester Zeit ein Kaninchen und ein Meerschweinchen, die ein paar Tage bleiben. Diese wollen dann auch gleich umsorgt werden, z.B. mit Futter, Streicheleinheiten, Spielen und, so komisch das auch klingen mag, Dekoration.
Jedes Tier hat dabei mehrere leisten, die gefüllt werden müssen. Heißt: in kleinen Minispielen streicheln wir das Tier, pflegen es, und spielen mit ihm. Das klingt vielleicht ganz interessant, wird aber, wenn man es bei jedem Tier zwei mal am Tag gemacht werden muss, schnell langweilig und ist zudem sehr zeitintensiv.
Denn was das Spiel auf jeden fall hat, sind Ladezeiten. Jedes Minispiel, jeder Wechsel zwischen Gebäude und Außenbereich, und fast jede Aktion bedeutet, wenn auch meist nur kurzes, Warten. Wenn das Spiel allerdings zu Anfang geladen wird, kann gut und gerne eine Minute vergehen.
Worauf es natürlich noch ankommt, ist das Geld. Und genau deswegen verläuft der Anfang von "Meine Tierpension" mehr als schleppend. denn die beiden anfänglichen Nager wollen natürlich gefüttert werden, es sollen Dekorationen gekauft werden - und so weiter. Da ist das Geld schnell einmal aus, und bis genug Geld wieder reinkommt - immerhin muss das Futter ja auch öfter gekauft werden - um die weiteren zu Gebäude kaufen, und damit mehr Tiere (= bessere Minispiele) aufnehmen zu können...
Kantenkaninchen und Eckenhamster
Kommen wir dann kurz zur technischen Seite des Titels. Auf der Verpackung wird mit einem Comic artigen Stil geworben - was auch stimmt. Allerdings ist dessen Umsetzung ziemlich missglückt. Denn Grafisch gesehen sieht das Spiel zwar sehr schön bunt und garantiert Zielgruppen orientiert aus, allerdings dürften die holzigen Animationen und die unschönen Tiermodelle selbst einem 6-Jährigen auffallen - oder eher einer 6-Jährigen. Auch die hässlichen Begrenzungen - man kann zum Beispiel nicht den Rasen der Tierpension betreten, und die gesamte Stadt, die eigentlich recht schön Modelliert wurde, wurde nur geschaffen, um das Haus der Bürgermeisterin und den Laden aufzunehmen. Alles andere ist nicht betretbar.

Auch der Sound ist nicht wirklich gut gelungen - ständig haben wir die selbe Hintergrundmusik, und die Geräusche der Tiere sind auch eher nervig als sinnvoll - ein Tipp: niemals Meerschweinchen aufnehmen. Allerdings gibt es beim Sound auch etwas gutes: alle Menschlichen Charaktere haben Sprachausgabe. Zwar gibt es nur standardisierte Texte (wenn zum Beispiel in der Sprechblase "Ich möchte meinen Schatz Schnuffel abgeben" kommt in der Sprachausgabe nur "Ich möchte meinen Schatz abgeben"), aber immerhin geht das Spiel nicht komplett Stumm von statten.
Über die Steuerung kann nicht all zu viel negatives gesagt werden. Viele Optionen gibt es nicht, man bewegt sich mit dem Controlstick des Nunchuk, und die Pointerfunktion kommt bei den Minispielen gut zum Einsatz. Immerhin können wir später die Frisbeescheiben für die Hunde (zum Beispiel) mit einem kräftigen Schwung aus der Hand werfen.
Aljoscha Reuther meint...
"Meine Tierpension" ist leider so, wie alle anderen "Tierspiele" auch: Langweilig, gleichbleibend, und lieblos gemacht. Etwas mehr Anstrengung bei der Programmierung, etwas bessere Tiermodelle, und vor allem bessere Animationen hätten diesen Titel durchaus von dem ganzen anderen Tierkrams abheben können - aber leider ist er genau so ausgefallen, wie man es von einem solchen Titel erwartet. Allenfalls für die Kinder interessant, die noch keinen anderen "Tier"-Titel haben.
"Meine Tierpension" ist leider so, wie alle anderen "Tierspiele" auch: Langweilig, gleichbleibend, und lieblos gemacht. Etwas mehr Anstrengung bei der Programmierung, etwas bessere Tiermodelle, und vor allem bessere Animationen hätten diesen Titel durchaus von dem ganzen anderen Tierkrams abheben können - aber leider ist er genau so ausgefallen, wie man es von einem solchen Titel erwartet. Allenfalls für die Kinder interessant, die noch keinen anderen "Tier"-Titel haben.

GRAFIK

SOUND

BEDIENUNG

UMFANG
SPIELSPASS
* kein Durchschnitt der einzelnen Kategorien
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Informationen zum Spiel