Animal Genius - Das große Tierquiz
Artikel verfasst von Sascha Geldermann am 19.07.2008
Der amerikanische Verlag Scholastic hat sich auf pädagogische Materialien spezialisiert. Dazu zählen nicht nur Bücher, sondern auch Videospiele. Mit „Animal Genius“ gibt er nun Kindern im Grundschulalter die Möglichkeit, auf dem Nintendo DS die spannende Welt der Tiere zu entdecken.
Im Reich der Tiere
Neulinge werden im Hauptmenü sofort von zwei Sprechern begrüßt, die durch das gesamte Spiel leiten. Diese sprechen dabei ununterbrochen so euphorisch, als hätten sie drei Wochen lang gekifft. Das wird ältere Spieler schnell nerven, aber für die ist das Spiel auch nicht gemacht. Sowohl das Gameplay, als auch die Präsentation richten sich an Grundschüler. Deswegen wird auch jede mögliche Aktion langsam und deutlich erklärt und bei Bedarf jeder Zeit gerne wiederholt.

Auch die Steuerung ermöglicht ein einfaches Spiel- und Lernerlebnis für Kinder. Mit dem Stylus können alle Menüpunkte bequem ausgewählt werden. Knöpfe werden nur wenige benötigt. Als erstes wählt ihr einen von fünf Lebensräumen aus. Die virtuelle Expedition führt unter anderem in den Regenwald, zu einer Steppe und in die Tiefen des Ozeans.
Die jeweiligen Lebensräume werden dabei als Bild präsentiert. Aber wo sind die Tiere, um die es doch eigentlich gehen sollte? Diese müsst ihr euch erst verdienen! In jedem Lebensraum warten fünf Tierarten auf euch, sodass ihr insgesamt 25 Tiere ergattern könnt.
Mit Köpfchen auf Jagd
Für jedes Tier müsst ihr eine bestimmte Anzahl von Punkten verdienen, was in vier Minispielen erfolgt. Bei „PassOmat“ werden Tierfelle aus der Nahansicht gezeigt oder animalische Laute vorgespielt, die dann dem richtigen Tier zugeordnet werden sollen. Auch bei „Tiersammler“ geht es um das Zuordnen von Merkmalen. Dabei wird aber ein bestimmtes Merkmal vorgegeben, während verschiedene Tiere schnell auf dem Touchscreen erscheinen und rasch wieder verschwinden. Ihr müsst nun alle Tiere antippen, zu denen das genannte Merkmal passt. Von diesen beiden Minispielen hebt sich „Freirubbeln“ etwas ab. Hier wird ein Tier von einer Fläche verdeckt, die ihr mit dem Stylus ein wenig wegrubbeln dürft. Dadurch seht ihr dann einen kleinen Ausschnitt des Tieres, was euch reichen muss, um es zu erraten.
„MampfOrinth“ beschäftigt sich mit dem Essverhalten von Tieren. Ihr steuert verschiedene Tiere über den Bildschirm, die entweder Nahrung aufsammeln oder vor Fressfeinden flüchten müssen. Das ist natürlich kindgerecht einfach gehalten und problemlos zu bewältigen. Was in diesem Modus negativ auffällt, ist die Grafik. In anderen Modi konnten die Entwickler einfach Tierfotos einfügen, hier mussten sie aber selbst für die Optik sorgen. Das Ergebnis sieht leider aus wie ein NES-Spiel. Natürlich legen Kinder keinen allzu großen Wert auf die Grafik, eine halbwegs angemessene Optik hätten sie aber dennoch verdient.

Habt ihr in den vier Minispielen genug Punkte gesammelt, gilt es noch eine letzte Herausforderung zu bewältigen. Innerhalb eines Zeitlimits müssen nämlich zehn Fragen zu dem Tier beantwortet werden. Hat es ein Fell? Läuft es auf vier Beinen? Lebt es im Regenwald? Nur wer die Antworten kennt, wird durch ein neues Tier belohnt, das ab diesem Zeitpunkt in den entsprechenden Lebensraum einzieht und sich dort zur Schau stellt.
Das Spiel vermittelt Kindern also jede Menge Informationen über das Aussehen, die Merkmale und das Verhalten von Tieren. Interessant ist diese Software für Kinder also schon, das Problem ist aber die Motivation. Beim ersten Tier werden die Lernwilligen die fünf Minispiele noch mit Begeisterung angehen, beim zweiten wird das schon langweiliger. Fünf Minispiele sind einfach viel zu wenig. Es wäre viel mehr Abwechslung nötig gewesen, um die Kinder für die Jagd auf alle 25 Tiere zu motivieren.
Sascha Geldermann meint...
„Animal Genius“ wurde für Grundschüler konzipiert, denen das Spiel mit seinem kindgerechten Gameplay viele Informationen über die Tierwelt vermittelt. Die Lernmotivation leidet aber zu schnell unter der fehlenden Abwechslung.
„Animal Genius“ wurde für Grundschüler konzipiert, denen das Spiel mit seinem kindgerechten Gameplay viele Informationen über die Tierwelt vermittelt. Die Lernmotivation leidet aber zu schnell unter der fehlenden Abwechslung.

GRAFIK

SOUND

BEDIENUNG

UMFANG
SPIELSPASS
* kein Durchschnitt der einzelnen Kategorien
* kein Durchschnitt der einzelnen Kategorien
Informationen zum Spiel