Wario Ware Touched!
Artikel verfasst von Sascha Geldermann am 25.11.2006
Lerne den Nintendo DS kennen
Wario Ware sollte allen GBA-Besitzern ein Begriff sein. Mit seinem verrückten Spielprinzip erlangte das Spiel schließlich großen Ruhm, auch wenn es nicht den Geschmack jedes Zockers traf. Der Touchscreen und das Mikrofon machten einen Ableger der Serie auf dem Dual Screen quasi obligatorisch und so war der neue Teil sogar schon ein Starttitel des NDS.
Das grundlegende Spielprinzip hat sich im Vergleich zum Vorgänger nicht verändert. Immer noch wählt man sich einen Charakter aus und muss ein Minispiel nach dem anderen absolvieren. Diese dauern in der Regel nur wenige Sekunden, in denen sie nicht nur gemeistert, sondern vor allem erst mal durchschaut werden müssen. Das ist auch die wahre Herausforderung an diesem Titel. Obwohl man viele Spiele sofort versteht, steht man bei einigen anfangs vor einem Rätsel. Zu jeder Zeit hochgradig motiviert, probiert man aber gerne immer wieder rum, bis man die Sache durchschaut hat. Besonders herausfordernd sind vorhandene Boss-Level in der man sich einer besonders schweren Aufgabe widmen darf, die selbst dann noch große Konzentration abverlangt, wenn man ihr Prinzip bis ins letzte Detail durchschaut hat.
Hauptsächlich kommt dabei der Touchscreen zum Einsatz, mit dem man die unterschiedlichsten Sachen machen kann, über die man viele Zeilen schreiben könnte. Allerdings belassen wir es an dieser Stelle mal bei einigen Beispielen, wie das Zerstechen von Luftballons, Nachzeichnen von Linien oder dem Töten von nervigen Fliegen. Es gibt wirklich sehr verrückte Minispiele, bei dem man sich ein Schmunzeln nicht verkneifen kann, so muss man an einer Stelle zum Beispiel ein Feuer auspinkeln. Doch auch das Mikrofon wird genutzt, wenn auch lange nicht so häufig wie der Touchscreen. Allerdings müsst ihr weder reden noch singen, sondern lediglich pusten. Mal ganz sanft, mal stärker, mal in verschiedenen Abständen- die verschiedenen Arten zu pusten kann sich wohl jeder selbst ausmalen und diese werden in diesem Spiel auch allesamt abverlangt. In ganz wenigen Spielen geht es auch zurück zu den Wurzeln, denn auch einfaches Drücken von Knöpfen kann gefragt sein.
Nie gesehene Minispiele
Den Geschmack jedes Zockers wird dieses Spiel sicherlich nicht treffen, aber wenn man mit dem Prinzip was anfangen kann, wird man schnell von den verrückten Minispielen in den Bann gezogen. Aber jedes Chaos unterliegt einer höheren Ordnung und so gibt es auch bei Wario Ware geordnete Bahnen. Am Anfang hat man nur einen Charakter zur Auswahl, nämlich Wario, und wenn man sich bei dessen Minispielen behaupten kann, stehen einem am Ende neun Figuren zur Verfügung, die jeweils eine andere Art von Minispielen bieten. Bei dem einen gibt es Spiele bei denen man kritzeln muss, bei dem anderen dreht sich alles ums drehen und bei wieder einem anderen darf gepustet werden. Jeder der Charaktere bietet mindestens 20 Minispiele, so dass man mit ein bisschen Kopfrechnen auf insgesamt mehr als 180 Spiele kommt. Bei jedem Durchlauf hat man vier Leben. Versagt man bei einem Minispiel verliert man eins und mit dem erfolgreichen absolvieren einer Boss-Stage kann sich wieder eins zurückholen.
Wenn man perfekt spielen würde, dauerte das Spiel ewig, da ein Durchlauf erst endet wenn man alle Leben verloren hat. Damit wiederholen sich die Minispiele innerhalb eines Durchlaufes auch ständig, wobei es von jedem Spiel auch drei verschiedene Versionen gibt, bei denen der Schwierigkeitsgrad immer etwas ansteigt. Dieser steigt aber auch von Figur zu Figur an, was der Motivation nur zu Gute kommt. Neben den neun eigentlichen Charakteren gibt es auch noch ein paar Figuren, welche die bekannten Minispiele als Mischung, und nicht mehr getrennt nach Art, präsentieren. Sehr schön ist auch, dass jedem Charakter ein kleines Einleitungsvideo spendiert wurde, welches aber nur nebensächlich ist und sich bei wiederholtem Spielen auch abbrechen lässt. Die Grafik und der Sound sind sowohl bei den Sequenzen, als auch bei den Spielen selbst sehr einfach gehalten, was aber einwandfrei zum Spiel passt und damit auch nicht zu kritisieren ist. Hauptsache die Steuerung funktioniert einwandfrei, da sonst der Spaß bestimmt getrübt worden und Frust aufgekommen wäre.
Bemühung um Motivation
Auch wenn das Spielprinzip einfach Spaß macht, bringt es auch den Nachteil mit sich, da es damit schwieriger ist dauerhaft motiviert zu bleiben. Bis man alle 180 Minispiele gesehen und verstanden hat, ist die Motivation auf jeden Fall da und man will gar nicht mehr aufhören zu spielen. Allerdings dauert es auch nicht allzu lange, bis man alles gesehen hat und genau an diesem Punkt verliert das Spiel einen Teil seines Reizes. Die Entwickler mussten sich also viel Mühe geben, um das wieder auszugleichen und haben sich auch einiges einfallen lassen. Für Motivation sorgen zum Beispiel die Highscore-Listen, wegen denen man sich immer wieder mal gerne auf Punktejagd begibt. Nett ist auch, dass man jedes bereits gespielte Minispiel einzeln anwählen und mit den gewohnten vier Leben in seinen drei Versionen immer wieder spielen kann.
Doch das hat den Entwicklern noch nicht ausgereicht und so haben sie viele Gegenstände in das Spiel integriert, die es nach und nach freizuschalten gilt. Darunter befinden sich durchaus nützliche Dinge, wie ein Taschenrechner oder ein Timer, aber auch viel Sachen die wohl nur aus Spaß ihren Einzug in das Spiel gefunden haben. So gibt es ein Jojo, einen Wackelpudding oder sogar einen Papagei, der alles was man in das Mikrofon spricht verzerrt nachsagt. Leider haben es die Entwickler versäumt einen Mehrspielermodus in das Spiel zu integrieren, was es auch auf längere Sicht sehr interessant gemacht hätte. So verkommt es nach einiger Zeit zum einem ganz lustigen Spiel, das man ab und zu mal für eine kurze Weile spielt, was ein bisschen schade ist. Bleibt zu hoffen, dass die Entwickler daraus für folgende Teile lernen werden und uns in Zukunft ein Mehrspielermodus erwaten wird, der es schafft diesen Zustand zu ändern.
Wario Ware sollte allen GBA-Besitzern ein Begriff sein. Mit seinem verrückten Spielprinzip erlangte das Spiel schließlich großen Ruhm, auch wenn es nicht den Geschmack jedes Zockers traf. Der Touchscreen und das Mikrofon machten einen Ableger der Serie auf dem Dual Screen quasi obligatorisch und so war der neue Teil sogar schon ein Starttitel des NDS.
Das grundlegende Spielprinzip hat sich im Vergleich zum Vorgänger nicht verändert. Immer noch wählt man sich einen Charakter aus und muss ein Minispiel nach dem anderen absolvieren. Diese dauern in der Regel nur wenige Sekunden, in denen sie nicht nur gemeistert, sondern vor allem erst mal durchschaut werden müssen. Das ist auch die wahre Herausforderung an diesem Titel. Obwohl man viele Spiele sofort versteht, steht man bei einigen anfangs vor einem Rätsel. Zu jeder Zeit hochgradig motiviert, probiert man aber gerne immer wieder rum, bis man die Sache durchschaut hat. Besonders herausfordernd sind vorhandene Boss-Level in der man sich einer besonders schweren Aufgabe widmen darf, die selbst dann noch große Konzentration abverlangt, wenn man ihr Prinzip bis ins letzte Detail durchschaut hat.
Hauptsächlich kommt dabei der Touchscreen zum Einsatz, mit dem man die unterschiedlichsten Sachen machen kann, über die man viele Zeilen schreiben könnte. Allerdings belassen wir es an dieser Stelle mal bei einigen Beispielen, wie das Zerstechen von Luftballons, Nachzeichnen von Linien oder dem Töten von nervigen Fliegen. Es gibt wirklich sehr verrückte Minispiele, bei dem man sich ein Schmunzeln nicht verkneifen kann, so muss man an einer Stelle zum Beispiel ein Feuer auspinkeln. Doch auch das Mikrofon wird genutzt, wenn auch lange nicht so häufig wie der Touchscreen. Allerdings müsst ihr weder reden noch singen, sondern lediglich pusten. Mal ganz sanft, mal stärker, mal in verschiedenen Abständen- die verschiedenen Arten zu pusten kann sich wohl jeder selbst ausmalen und diese werden in diesem Spiel auch allesamt abverlangt. In ganz wenigen Spielen geht es auch zurück zu den Wurzeln, denn auch einfaches Drücken von Knöpfen kann gefragt sein.
Nie gesehene Minispiele
Den Geschmack jedes Zockers wird dieses Spiel sicherlich nicht treffen, aber wenn man mit dem Prinzip was anfangen kann, wird man schnell von den verrückten Minispielen in den Bann gezogen. Aber jedes Chaos unterliegt einer höheren Ordnung und so gibt es auch bei Wario Ware geordnete Bahnen. Am Anfang hat man nur einen Charakter zur Auswahl, nämlich Wario, und wenn man sich bei dessen Minispielen behaupten kann, stehen einem am Ende neun Figuren zur Verfügung, die jeweils eine andere Art von Minispielen bieten. Bei dem einen gibt es Spiele bei denen man kritzeln muss, bei dem anderen dreht sich alles ums drehen und bei wieder einem anderen darf gepustet werden. Jeder der Charaktere bietet mindestens 20 Minispiele, so dass man mit ein bisschen Kopfrechnen auf insgesamt mehr als 180 Spiele kommt. Bei jedem Durchlauf hat man vier Leben. Versagt man bei einem Minispiel verliert man eins und mit dem erfolgreichen absolvieren einer Boss-Stage kann sich wieder eins zurückholen.
Wenn man perfekt spielen würde, dauerte das Spiel ewig, da ein Durchlauf erst endet wenn man alle Leben verloren hat. Damit wiederholen sich die Minispiele innerhalb eines Durchlaufes auch ständig, wobei es von jedem Spiel auch drei verschiedene Versionen gibt, bei denen der Schwierigkeitsgrad immer etwas ansteigt. Dieser steigt aber auch von Figur zu Figur an, was der Motivation nur zu Gute kommt. Neben den neun eigentlichen Charakteren gibt es auch noch ein paar Figuren, welche die bekannten Minispiele als Mischung, und nicht mehr getrennt nach Art, präsentieren. Sehr schön ist auch, dass jedem Charakter ein kleines Einleitungsvideo spendiert wurde, welches aber nur nebensächlich ist und sich bei wiederholtem Spielen auch abbrechen lässt. Die Grafik und der Sound sind sowohl bei den Sequenzen, als auch bei den Spielen selbst sehr einfach gehalten, was aber einwandfrei zum Spiel passt und damit auch nicht zu kritisieren ist. Hauptsache die Steuerung funktioniert einwandfrei, da sonst der Spaß bestimmt getrübt worden und Frust aufgekommen wäre.
Bemühung um Motivation
Auch wenn das Spielprinzip einfach Spaß macht, bringt es auch den Nachteil mit sich, da es damit schwieriger ist dauerhaft motiviert zu bleiben. Bis man alle 180 Minispiele gesehen und verstanden hat, ist die Motivation auf jeden Fall da und man will gar nicht mehr aufhören zu spielen. Allerdings dauert es auch nicht allzu lange, bis man alles gesehen hat und genau an diesem Punkt verliert das Spiel einen Teil seines Reizes. Die Entwickler mussten sich also viel Mühe geben, um das wieder auszugleichen und haben sich auch einiges einfallen lassen. Für Motivation sorgen zum Beispiel die Highscore-Listen, wegen denen man sich immer wieder mal gerne auf Punktejagd begibt. Nett ist auch, dass man jedes bereits gespielte Minispiel einzeln anwählen und mit den gewohnten vier Leben in seinen drei Versionen immer wieder spielen kann.
Doch das hat den Entwicklern noch nicht ausgereicht und so haben sie viele Gegenstände in das Spiel integriert, die es nach und nach freizuschalten gilt. Darunter befinden sich durchaus nützliche Dinge, wie ein Taschenrechner oder ein Timer, aber auch viel Sachen die wohl nur aus Spaß ihren Einzug in das Spiel gefunden haben. So gibt es ein Jojo, einen Wackelpudding oder sogar einen Papagei, der alles was man in das Mikrofon spricht verzerrt nachsagt. Leider haben es die Entwickler versäumt einen Mehrspielermodus in das Spiel zu integrieren, was es auch auf längere Sicht sehr interessant gemacht hätte. So verkommt es nach einiger Zeit zum einem ganz lustigen Spiel, das man ab und zu mal für eine kurze Weile spielt, was ein bisschen schade ist. Bleibt zu hoffen, dass die Entwickler daraus für folgende Teile lernen werden und uns in Zukunft ein Mehrspielermodus erwaten wird, der es schafft diesen Zustand zu ändern.
Sascha Geldermann meint...
Das Prinzip von Wario Ware Touched! klingt einfach, aber sorgt für mehr Spaß, als es viele komplexe Spiele vermögen. Die Minispiele wirken einfach frisch und werden einen nach kurzer Zeit nicht mehr loslassen. Die Präsentation wirkt einfach aber liebevoll und ist genauso verrückt, wie der Rest dieses Titels. Nachdem man alles gesehen hat, verliert das Spiel leider einen Teil des Reizes und motiviert nur noch durch Highscore-Listen und freispielbare Gegenstände, so dass man sich einen Mehrspielermodus sehr gewünscht hätte. Nach einiger Zeit, bleibt nur noch ein nettes Spiel für ein paar kurze Runden zwischendurch. Insgesamt ist eine Anschaffung auf jeden Fall lohnenswert, aber ob man dafür auch bereit ist den Vollpreis zu bezahlen, muss jeder selbst entscheiden.
Das Prinzip von Wario Ware Touched! klingt einfach, aber sorgt für mehr Spaß, als es viele komplexe Spiele vermögen. Die Minispiele wirken einfach frisch und werden einen nach kurzer Zeit nicht mehr loslassen. Die Präsentation wirkt einfach aber liebevoll und ist genauso verrückt, wie der Rest dieses Titels. Nachdem man alles gesehen hat, verliert das Spiel leider einen Teil des Reizes und motiviert nur noch durch Highscore-Listen und freispielbare Gegenstände, so dass man sich einen Mehrspielermodus sehr gewünscht hätte. Nach einiger Zeit, bleibt nur noch ein nettes Spiel für ein paar kurze Runden zwischendurch. Insgesamt ist eine Anschaffung auf jeden Fall lohnenswert, aber ob man dafür auch bereit ist den Vollpreis zu bezahlen, muss jeder selbst entscheiden.

GRAFIK
Die Grafik ist zwar einfach gehalten, überzeugt dank des verrückten Stils aber dennoch.
Die Grafik ist zwar einfach gehalten, überzeugt dank des verrückten Stils aber dennoch.

SOUND
Der Sound passt immer.
Der Sound passt immer.

BEDIENUNG
Der perfekte Touchscreen-Einsatz sorgt für ein erfrischendes Spielerlebnis.
Der perfekte Touchscreen-Einsatz sorgt für ein erfrischendes Spielerlebnis.

UMFANG
180 innovative Minispiele und viele Extras warten. Einen Mehrspieler-Modus gibt es aber nicht.
180 innovative Minispiele und viele Extras warten. Einen Mehrspieler-Modus gibt es aber nicht.
SPIELSPASS
Innovative Minispiele mit herrlich verrückter Präsentation.
* kein Durchschnitt der einzelnen Kategorien
Innovative Minispiele mit herrlich verrückter Präsentation.
* kein Durchschnitt der einzelnen Kategorien
Informationen zum Spiel