Tiger Woods PGA Tour
Artikel verfasst von Sascha Geldermann am 25.11.2006
Golf in allen Variationen
Kaum eine Sportart ist so erholsam wie Golf. Das gilt nicht nur für das richtige Leben. Auch die ein oder andere Runde auf dem virtuellen Grün kann wie eine Kur für den, durch nervenaufreibende Actionspiele gestressten, Zocker wirken. Diese Entspannung kann man nun auch Unterwegs genießen. Denn Electronic Arts setzt mit Tiger Woods PGA Tour das erste Golfspiel für den Dual Screen um, welches auch noch aus einer beliebten Reihe stammt, die auf den Heimkonsolen längst erste Wahl für Fans dieses Genres ist. Der Golf-Profi Tiger Woods ist wie immer nicht der einzige Charakter, denn man auswählen kann. Es stehen einem eine ganze Reihe seiner Kollegen zur Verfügung, die sich in verschiedenen Attributen voneinander unterscheiden. Um anfänglich den Weg in das Spiel zu finden ist es sicherlich sinnvoll auf diese Auswahl zurückzugreifen, aber noch viel mehr Spaß macht das ganze, wenn man sich seinen eigenen Golfer erstellt. In bester Sims-Manier kann man sich seine Figur nach Belieben gestalten und von den Schuhen bis zu Frisur bestimmen, mit wem man am Ende auf dem Grün stehen will.
Zu Beginn ist man natürlich ein absoluter Anfänger, dessen Attribute, im Vergleich zu den Profis, lächerlich wirken. Um sich also einen Namen zu machen, gilt es sich Schritt für Schritt nach oben zu arbeiten und bei verschiedenen Turnieren reichlich Geld zu gewinnen. Dabei sein ist bei diesem Spiel nämlich nicht alles. Das Geld benötigt ihr dringend, um eure neun verschiedenen Attribute, wie Kraft, Schlagpräzision und sogar Glück, zu steigern. Um an die begehrte Kohle zu kommen, könnt ihr verschiedene Modi wählen. Wenn man nur kurz den Schläger schwingen will, wählt man am besten „Schnelles Spiel“. Dabei gibt es noch drei verschiedene Modi, bei denen sich die Bedingungen ändern. So muss man beim „Lochspiel“ die meisten Runden für sich entscheiden, während man beim „Skin Game“ pro Loch um einen Geldbetrag spielen kann. In diesen Modi kann man aber nicht nur gegen virtuelle Gegner spielen, sondern über die Wireless-Funktion des NDS auch gegen menschliche. Das Herz des Spieles stellt aber die „Legend Tour“ dar, bei der man neben Geld auch, den viel wichtigeren, Ruhm verdienen kann. Ihr besucht verschiedene Events, müsst Gegner unter besonderen Bedingungen schlagen und steigt langsam aber sicher vom blutigen Anfänger zur Golf-Legende auf.
Immerhin umfangreich
Da man nicht am Golfplatz um die Ecke zu einem legendären Golfer aufsteigen kann, besucht man sechs verschiedene Kurse, wie die Pebble Beach in Kalifornien oder den Berg Fuji in Japan. Da jeder Kurs bekanntlich 18 Löcher besitzt, darf man sich auf ganzen 108 Abschnitten austoben. Der Umfang stimmt also, vor allem wenn man bedenkt, dass man jedes Loch sicherlich mehrmals besucht, um seine Schlagkünste zu perfektionieren. Jeder Abschnitt bietet seine eigenen Beschaffenheiten. Mal muss man besonders darauf achten, dass der Ball nicht im Wasser landet oder man muss geschickt Sandbunker umgehen, da diese sich natürlich nicht gerade als die besten Orte für einen gelungen Abschlag herausstellen. Selbst Bäume stellen oft Hindernisse dar, denen man durch präzise Schläge aus dem Weg gehen sollte, um mit so wenigen Schlägen wir möglich zum Ziel zu kommen. Neben den Beschaffenheiten unterscheiden sich die einzelnen Löcher auch durch optische Details.
Die grafische Präsentation ist den Entwicklern dabei absolut gelungen. Auf dem gepflegten Rasen ragen Bäume in den blauen Himmel empor und die idyllische Natur trägt in einer schönen 3D-Grafik zur richtigen Atmosphäre bei. Überzeugende Charaktermodelle und hübsche Details, wie Häuser am Rand der Kurse oder in der Ferne, sorgen ebenfalls dafür, dass Tiger Woods auf dem NDS in optischer Hinsicht ein Leckerbissen ist. Leider bietet die Geräuschkulisse nicht ebenfalls so eine hohe Qualität. Zwar kann man Dinge, wie das Geschrei der Möwen an dem Strandkurs, loben, aber manche Geräusche erinnern an längst vergangene Zeiten. Die einzelnen Schläge werden mit Applaus oder Geschrei eines, leider nicht zu sehendem, Publikums kommentiert, so dass man damit noch mal eine Art Bewertung seiner Spielweise hat. Das ist sicherlich eine nette Idee, aber der Applaus wirkt total unrealistisch und sogar etwas abgehackt. Da hätte man, passend zu der Grafik, etwas mehr erwarten können. Aber auch so, kann man ohne Zweifel behaupten, dass die Präsentation des Titels überzeugen kann und die richtige Atmosphäre aufkommen lässt.
So spielt man Golf
Das zentrale Element von Golf ist natürlich die möglichst präzise Ausführung der einzelnen Schläge. Das ganze Spiel dreht sich darum und genau das ist die Herausforderung, die der Spieler bewältigen muss. Damit ein Vertreter dieses Genres überzeugen kann, muss dafür gesorgt sein, dass der Spieler wirklich die Change hat, Schläge perfekt auszuführen. Mit seinen neuen Fähigkeiten bietet der Dual Screen die Möglichkeit, interaktiver in das Spielgeschehen einzugreifen als jemals zuvor. Kein Wunder also, dass sich die Entwickler den Touchscreen zu Nutze gemacht haben um für die Schläge eine ganz neue Kontrollmöglichkeit zu konzipieren, die auf dem unteren Bildschirm umgesetzt wurde. Dort könnt ihr, auf einer Art Karte, zuerst festlegen wo der Ball landen soll. Diese Karte ist in 2D gehalten und bietet euch damit eine gute Übersicht. Auf dem oberen Bildschirm seht ihr das Geschehen in 3D-Grafik und könnt somit auch Bäume und andere Hindernisse beachten. Die zwei Bildschirme verrichten zusammen also einen guten Dienst und so gestaltet es sich sehr komfortabel, den Punkt zu wählen, in dessen Richtung der Ball fliegen soll.
Dabei muss man natürlich auch die Stärke und Richtung des Windes beachten. Diese können die Flugbahn des Balles nämlich beeinflussen und werden zum Glück, jeder Zeit sichtbar, angezeigt. Um einen ordentlichen Schlag hinzulegen, ist auch die Wahl des richtigen Schlägers und der Schlagvariante wichtig. Anfänger müssen dabei keine Angst haben, denn in der Spielanleitung wird alles gut erklärt und manchmal kann man während des Spieles auch Tipps abrufen. Hat man alles gewählt, erscheint auf dem Touchscreen die sogenannte „Touch Swing-Steuerung“. Dabei rubbelt man erst am Rand des Bildschirmes über eine Leiste um die Stärke des Schlages zu bestimmen. Danach fährt man mit dem Stylus eine Schwung-Linie entlang um zu bestimmen, wie der Ball getroffen werden und danach fliegen soll. Das ganze ist eine löbliche Idee aber durch mangelndes Feintuning leider der größte Kritikpunkt an diesem Spiel. Sowohl die Ausführung der Schläge, als auch die Ballphysik an sich sind leider zu ungenau. Da sich beim Golfen alles um präzise Schläge dreht, trübt das den Spielspaß gewaltig und führt zu Frust. Die Entwickler hätten sich etwas mehr Zeit nehmen müssen, denn in einem Golfspiel ist eine ungenaue Steuerung wirklich fatal.
Kaum eine Sportart ist so erholsam wie Golf. Das gilt nicht nur für das richtige Leben. Auch die ein oder andere Runde auf dem virtuellen Grün kann wie eine Kur für den, durch nervenaufreibende Actionspiele gestressten, Zocker wirken. Diese Entspannung kann man nun auch Unterwegs genießen. Denn Electronic Arts setzt mit Tiger Woods PGA Tour das erste Golfspiel für den Dual Screen um, welches auch noch aus einer beliebten Reihe stammt, die auf den Heimkonsolen längst erste Wahl für Fans dieses Genres ist. Der Golf-Profi Tiger Woods ist wie immer nicht der einzige Charakter, denn man auswählen kann. Es stehen einem eine ganze Reihe seiner Kollegen zur Verfügung, die sich in verschiedenen Attributen voneinander unterscheiden. Um anfänglich den Weg in das Spiel zu finden ist es sicherlich sinnvoll auf diese Auswahl zurückzugreifen, aber noch viel mehr Spaß macht das ganze, wenn man sich seinen eigenen Golfer erstellt. In bester Sims-Manier kann man sich seine Figur nach Belieben gestalten und von den Schuhen bis zu Frisur bestimmen, mit wem man am Ende auf dem Grün stehen will.
Zu Beginn ist man natürlich ein absoluter Anfänger, dessen Attribute, im Vergleich zu den Profis, lächerlich wirken. Um sich also einen Namen zu machen, gilt es sich Schritt für Schritt nach oben zu arbeiten und bei verschiedenen Turnieren reichlich Geld zu gewinnen. Dabei sein ist bei diesem Spiel nämlich nicht alles. Das Geld benötigt ihr dringend, um eure neun verschiedenen Attribute, wie Kraft, Schlagpräzision und sogar Glück, zu steigern. Um an die begehrte Kohle zu kommen, könnt ihr verschiedene Modi wählen. Wenn man nur kurz den Schläger schwingen will, wählt man am besten „Schnelles Spiel“. Dabei gibt es noch drei verschiedene Modi, bei denen sich die Bedingungen ändern. So muss man beim „Lochspiel“ die meisten Runden für sich entscheiden, während man beim „Skin Game“ pro Loch um einen Geldbetrag spielen kann. In diesen Modi kann man aber nicht nur gegen virtuelle Gegner spielen, sondern über die Wireless-Funktion des NDS auch gegen menschliche. Das Herz des Spieles stellt aber die „Legend Tour“ dar, bei der man neben Geld auch, den viel wichtigeren, Ruhm verdienen kann. Ihr besucht verschiedene Events, müsst Gegner unter besonderen Bedingungen schlagen und steigt langsam aber sicher vom blutigen Anfänger zur Golf-Legende auf.
Immerhin umfangreich
Da man nicht am Golfplatz um die Ecke zu einem legendären Golfer aufsteigen kann, besucht man sechs verschiedene Kurse, wie die Pebble Beach in Kalifornien oder den Berg Fuji in Japan. Da jeder Kurs bekanntlich 18 Löcher besitzt, darf man sich auf ganzen 108 Abschnitten austoben. Der Umfang stimmt also, vor allem wenn man bedenkt, dass man jedes Loch sicherlich mehrmals besucht, um seine Schlagkünste zu perfektionieren. Jeder Abschnitt bietet seine eigenen Beschaffenheiten. Mal muss man besonders darauf achten, dass der Ball nicht im Wasser landet oder man muss geschickt Sandbunker umgehen, da diese sich natürlich nicht gerade als die besten Orte für einen gelungen Abschlag herausstellen. Selbst Bäume stellen oft Hindernisse dar, denen man durch präzise Schläge aus dem Weg gehen sollte, um mit so wenigen Schlägen wir möglich zum Ziel zu kommen. Neben den Beschaffenheiten unterscheiden sich die einzelnen Löcher auch durch optische Details.
Die grafische Präsentation ist den Entwicklern dabei absolut gelungen. Auf dem gepflegten Rasen ragen Bäume in den blauen Himmel empor und die idyllische Natur trägt in einer schönen 3D-Grafik zur richtigen Atmosphäre bei. Überzeugende Charaktermodelle und hübsche Details, wie Häuser am Rand der Kurse oder in der Ferne, sorgen ebenfalls dafür, dass Tiger Woods auf dem NDS in optischer Hinsicht ein Leckerbissen ist. Leider bietet die Geräuschkulisse nicht ebenfalls so eine hohe Qualität. Zwar kann man Dinge, wie das Geschrei der Möwen an dem Strandkurs, loben, aber manche Geräusche erinnern an längst vergangene Zeiten. Die einzelnen Schläge werden mit Applaus oder Geschrei eines, leider nicht zu sehendem, Publikums kommentiert, so dass man damit noch mal eine Art Bewertung seiner Spielweise hat. Das ist sicherlich eine nette Idee, aber der Applaus wirkt total unrealistisch und sogar etwas abgehackt. Da hätte man, passend zu der Grafik, etwas mehr erwarten können. Aber auch so, kann man ohne Zweifel behaupten, dass die Präsentation des Titels überzeugen kann und die richtige Atmosphäre aufkommen lässt.
So spielt man Golf
Das zentrale Element von Golf ist natürlich die möglichst präzise Ausführung der einzelnen Schläge. Das ganze Spiel dreht sich darum und genau das ist die Herausforderung, die der Spieler bewältigen muss. Damit ein Vertreter dieses Genres überzeugen kann, muss dafür gesorgt sein, dass der Spieler wirklich die Change hat, Schläge perfekt auszuführen. Mit seinen neuen Fähigkeiten bietet der Dual Screen die Möglichkeit, interaktiver in das Spielgeschehen einzugreifen als jemals zuvor. Kein Wunder also, dass sich die Entwickler den Touchscreen zu Nutze gemacht haben um für die Schläge eine ganz neue Kontrollmöglichkeit zu konzipieren, die auf dem unteren Bildschirm umgesetzt wurde. Dort könnt ihr, auf einer Art Karte, zuerst festlegen wo der Ball landen soll. Diese Karte ist in 2D gehalten und bietet euch damit eine gute Übersicht. Auf dem oberen Bildschirm seht ihr das Geschehen in 3D-Grafik und könnt somit auch Bäume und andere Hindernisse beachten. Die zwei Bildschirme verrichten zusammen also einen guten Dienst und so gestaltet es sich sehr komfortabel, den Punkt zu wählen, in dessen Richtung der Ball fliegen soll.
Dabei muss man natürlich auch die Stärke und Richtung des Windes beachten. Diese können die Flugbahn des Balles nämlich beeinflussen und werden zum Glück, jeder Zeit sichtbar, angezeigt. Um einen ordentlichen Schlag hinzulegen, ist auch die Wahl des richtigen Schlägers und der Schlagvariante wichtig. Anfänger müssen dabei keine Angst haben, denn in der Spielanleitung wird alles gut erklärt und manchmal kann man während des Spieles auch Tipps abrufen. Hat man alles gewählt, erscheint auf dem Touchscreen die sogenannte „Touch Swing-Steuerung“. Dabei rubbelt man erst am Rand des Bildschirmes über eine Leiste um die Stärke des Schlages zu bestimmen. Danach fährt man mit dem Stylus eine Schwung-Linie entlang um zu bestimmen, wie der Ball getroffen werden und danach fliegen soll. Das ganze ist eine löbliche Idee aber durch mangelndes Feintuning leider der größte Kritikpunkt an diesem Spiel. Sowohl die Ausführung der Schläge, als auch die Ballphysik an sich sind leider zu ungenau. Da sich beim Golfen alles um präzise Schläge dreht, trübt das den Spielspaß gewaltig und führt zu Frust. Die Entwickler hätten sich etwas mehr Zeit nehmen müssen, denn in einem Golfspiel ist eine ungenaue Steuerung wirklich fatal.
Sascha Geldermann meint...
Tiger Woods PGA Tour hätte ein wirklich gutes Spiel sein können. Der Umfang stimmt, verschiedene Modi sorgen für Abwechslung und auch die Präsentation kann überzeugen. Wirklich schade, dass die Entwickler, trotz guter Ideen, bei der Steuerung geschlampt haben. Präzise Schläge werden damit zur Glückssache, was bei einem Golfspiel fatale Auswirkungen hat und den Spielspaß beträchtlich trübt. Damit ist dieser Titel, trotz vieler Vorzüge, nur für Genre-Veteranen interessant. Alle anderen sollten lieber auf eine Alternative warten. Schön wäre es, wenn Electronic Arts nächstes Jahr einen weiteren Ableger der Serie für den NDS herausbringen würde, bei dem man dann auch die Steuerung optimiert hätte.
Tiger Woods PGA Tour hätte ein wirklich gutes Spiel sein können. Der Umfang stimmt, verschiedene Modi sorgen für Abwechslung und auch die Präsentation kann überzeugen. Wirklich schade, dass die Entwickler, trotz guter Ideen, bei der Steuerung geschlampt haben. Präzise Schläge werden damit zur Glückssache, was bei einem Golfspiel fatale Auswirkungen hat und den Spielspaß beträchtlich trübt. Damit ist dieser Titel, trotz vieler Vorzüge, nur für Genre-Veteranen interessant. Alle anderen sollten lieber auf eine Alternative warten. Schön wäre es, wenn Electronic Arts nächstes Jahr einen weiteren Ableger der Serie für den NDS herausbringen würde, bei dem man dann auch die Steuerung optimiert hätte.

GRAFIK
Die Präsentation ist gelungen.
Die Präsentation ist gelungen.

SOUND
Die Geräuschkulisse ist stimmig.
Die Geräuschkulisse ist stimmig.

BEDIENUNG
Der Touchscreen-Einsatz ist zwar interessant, funktioniert aber nicht perfekt.
Der Touchscreen-Einsatz ist zwar interessant, funktioniert aber nicht perfekt.

UMFANG
Die vielen Modi beschäftigen lange.
Die vielen Modi beschäftigen lange.
SPIELSPASS
Dieses Golfspiel scheitert ausgerechnet an der Steuerung.
* kein Durchschnitt der einzelnen Kategorien
Dieses Golfspiel scheitert ausgerechnet an der Steuerung.
* kein Durchschnitt der einzelnen Kategorien
Informationen zum Spiel