The Rub Rabbits!
Artikel verfasst von Sascha Geldermann am 25.11.2006
Neues Spiel – Neue Liebe
Wer Glück im Spiel hat, soll Pech in der Liebe haben. Hätte diese Volksweisheit Recht, würde das Konzept von The Rub Rabbits nicht funktionieren. Als indirekter Nachfolger zu Project Rub, bietet dieses Spiel nämlich eine ungewöhnliche Sammlung von Minispielen, deren Bewältigung für das Liebesglück des Protagonisten von größter Bedeutung ist. Als dieser nämlich seine Traumfrau erblickt ändert sich sein ganzes Leben. Er ist eigentlich nicht schüchtern, doch leider ist seine Angebetete eine solche Schönheit, dass sich zeitgleich noch 19 andere Männer in sie verlieben. Nun müsst ihr dem armen Kerl dabei helfen zu zeigen, dass er anders ist als all seine Nebenbuhler, um damit das Herz seiner Traumfrau erobern.
Das ist natürlich keine leichte Aufgabe, vor allem da ihr noch ein anderes Problem habt. Eine Verehrerin macht euch nämlich die Leben schwer und versucht mit allen Mitteln zu verhindern, dass ihr eurer Traumfrau näher kommt. Um eure Traumfrau zu erobern und eure ungewollte Verehrerin zu verjagen müsst ihr ganze 35 Episoden absolvieren. Damit ist der Umfang des Spiels größer ausgefallen, als bei dem Vorgänger. Zwar nimmt der Story-Modus wieder nur wenige Spielstunden in Anspruch, doch für eine Minispielsammlung ist der gegebene Umfang dennoch akzeptabel. Schließlich ist dieses Genre bekannt für den hohen Wiederspielwert, der auch bei diesem Titel gegeben ist.
NDS am Belastungslimit?
Die Minispiele stehen in Punkto Verrücktheit denen des Vorgängers in nichts nach. Neben relativ normalen Spielen, wie Schere Stein, Papier, werden an anderen Stellen Kämpfe gegen bösartige Roboter oder selbstmörderische Fallschirmspringer gefordert. Dabei kommen die besonderen Features des NDS wieder hervorragend zum Einsatz. Ihr tippt hektisch auf herannahende Feinde, steuert ein Einrad feinfühlig über dünne Balken oder speit mit eurer Puste Feuer. Besonders innovativ sind Kombinationen von Touchscreen und Mikrofon gestaltet. So wird ein Blasrohr auf dem Touchscreen ausgerichtet, um dann mit ordentlicher Puste die Munition abzufeuern.
Die Entwickler hatten wieder viele Ideen, die zum Teil auch außergewöhnlicher sind als beim Vorgänger. Für manche Minispiele muss der Nintendo DS sogar auf dem Kopf gestellt oder auf die Seite gelegt werden. Allerdings sind Minispiele, die in leicht abgewandelter Form schon aus dem Vorgänger bekannt sind, auch keine Seltenheit. Der Verjagen von Stieren und das Putzen eurer Traumfrau hat es zum Beispiel schon bei Project Rub gegeben. Die Wiederverwertung wäre nicht nötig gewesen. Die Entwickler hätten sich lieber auf ganz neue Spiele konzentrieren sollen, denn auch wenn die Minispiele den NDS an das Belastungslimit treiben, ist noch ungenutztes Potenzial vorhanden. Einige andere NDS-Titel haben bereits gezeigt, dass der NDS mehr Möglichkeiten bietet, als Reiben, Drücken und Pusten.
Babys machen mit dem NDS
Ein Minispiel ist in der Regel in fünf Leven unterteilt, wobei der Schwierigkeitsgrad stetig steigt. Jedes absolvierte Spiel lässt sich in einem Erinnerungs-Modus erneut anwählen und unter härteren Bedingungen spielen, was dem Wiederspielwert zu Gute kommt. Neu ist der Angriff-Modus, bei dem sich die gemeisterten Minispiele ebenfalls anwählen lassen. Bei diesem Modus kommt allerdings zusätzlich ein Zeitdruck dazu, der den Schwierigkeitsgrad der Spiele noch einmal ordentlich verschärft. Die Auswahl der Modi ist also ebenfalls größer ausgefallen, als bei dem Vorgänger. Trotz geringen Umfangs des Story-Modus kann man sich also lange Zeit mit diesem Titel beschäftigen.
Darüber hinaus haben die Entwickler dem Titel auch einen Mehrspieler-Modus spendiert. Dieser beantwortet endgültig die Frage, wo die Babys denn eigentlich herkommen. Vergesst den Klapperstorch, denn der Nintendo DS ist die moderne Zeugungsmaschine. Ihr und ein Partner müsst einfach Geburtsdatum und Blutgruppe angeben, sowie beim Schneiden einer Hochzeitstorte euer Teamwork unter Beweis stellen und schon bekommt ihr nicht nur die Größe der Zuneigung zwischen den beiden Spielern präsentiert, sondern auch ein Baby. Dieses ist sehr anspruchslos, lebt auf dem Speicher der Cartridge und hat eigentlich keine natürlichen Bedürfnisse. Über Spaziergänge freut es sich trotzdem, die ihr in einem speziellen Modus auch mit ihm machen könnt.
Natürlich gibt es auch einen richtigen Mehrspielermodus bei dem bis zu vier Spieler mit nur einer Cartridge gegeneinander antreten können. Bei zwei Spielern stehen sechs Minispiele aus dem Story-Modus zur Auswahl. Bei drei oder vier Spielern schrumpft das Angebot auf nur vier Spiele. Damit ist der Mehrspieler-Modus zwar ein nettes Beiwerk, aber auf keinen Fall mehr als das. Die wenigen Spiele können nicht sehr lange beschäftigen und nach kurzer Zeit will kein Spaß mehr aufkommen. Ausführlichere Modi wären wünschenswert gewesen, da The Rub Rabbits mit Sicherheit über das Potenzial für ausgefallene und lange Mehrspieler-Partien verfügt.
Wir basteln uns eine Traumfrau
In die technische Seite des Spiels haben die Entwickler keine Arbeit investiert, so dass die Gestaltung der des Vorgängers gleicht. Der Stil ist einfach, passt aber zum Spiel, da er comicartig ist. Die Figuren sind allesamt nur als Schatten erkennbar ohne dass Konturen zu sehen sind. Der Stil passt perfekt zu dem Spiel, welches mit realistischer Optik gar nicht richtig funktionieren würde. Auch die musikalische Untermalung und die Soundeffekte wurden nahezu 1:1 aus dem Vorgänger übernommen. Damit bietet auch The Rub Rabbits einen äußert einfachen, auf jeden Fall ungewöhnlichen und darüber hinaus auch absolut passenden Stil.
Unzählige männliche Zocker haben bei Project Rub voller Begeisterung ihre eigene Traumfrau gebastelt. Natürlich darf diese Möglichkeit auch bei diesem Spiel nicht fehlen. So könnt ihr wieder jede Menge unterschiedliche Frisuren und Outfits, vom Ski-Anzug bis zum Bikini, erspielen und so eure Fantasien ausleben. Zusätzlich ist es dieses Mal möglich, auf dem Touchscreen eigene Muster für die Kleidungsstücke zu erstellen, die sich sogar mit anderen Spielern tauschen lassen. Dank diesen Optionen darf jeder Spieler um seine eigene Traumfrau kämpfen, was doch mal eine ganz besondere Motivation ist.
Wer Glück im Spiel hat, soll Pech in der Liebe haben. Hätte diese Volksweisheit Recht, würde das Konzept von The Rub Rabbits nicht funktionieren. Als indirekter Nachfolger zu Project Rub, bietet dieses Spiel nämlich eine ungewöhnliche Sammlung von Minispielen, deren Bewältigung für das Liebesglück des Protagonisten von größter Bedeutung ist. Als dieser nämlich seine Traumfrau erblickt ändert sich sein ganzes Leben. Er ist eigentlich nicht schüchtern, doch leider ist seine Angebetete eine solche Schönheit, dass sich zeitgleich noch 19 andere Männer in sie verlieben. Nun müsst ihr dem armen Kerl dabei helfen zu zeigen, dass er anders ist als all seine Nebenbuhler, um damit das Herz seiner Traumfrau erobern.
Das ist natürlich keine leichte Aufgabe, vor allem da ihr noch ein anderes Problem habt. Eine Verehrerin macht euch nämlich die Leben schwer und versucht mit allen Mitteln zu verhindern, dass ihr eurer Traumfrau näher kommt. Um eure Traumfrau zu erobern und eure ungewollte Verehrerin zu verjagen müsst ihr ganze 35 Episoden absolvieren. Damit ist der Umfang des Spiels größer ausgefallen, als bei dem Vorgänger. Zwar nimmt der Story-Modus wieder nur wenige Spielstunden in Anspruch, doch für eine Minispielsammlung ist der gegebene Umfang dennoch akzeptabel. Schließlich ist dieses Genre bekannt für den hohen Wiederspielwert, der auch bei diesem Titel gegeben ist.
NDS am Belastungslimit?
Die Minispiele stehen in Punkto Verrücktheit denen des Vorgängers in nichts nach. Neben relativ normalen Spielen, wie Schere Stein, Papier, werden an anderen Stellen Kämpfe gegen bösartige Roboter oder selbstmörderische Fallschirmspringer gefordert. Dabei kommen die besonderen Features des NDS wieder hervorragend zum Einsatz. Ihr tippt hektisch auf herannahende Feinde, steuert ein Einrad feinfühlig über dünne Balken oder speit mit eurer Puste Feuer. Besonders innovativ sind Kombinationen von Touchscreen und Mikrofon gestaltet. So wird ein Blasrohr auf dem Touchscreen ausgerichtet, um dann mit ordentlicher Puste die Munition abzufeuern.
Die Entwickler hatten wieder viele Ideen, die zum Teil auch außergewöhnlicher sind als beim Vorgänger. Für manche Minispiele muss der Nintendo DS sogar auf dem Kopf gestellt oder auf die Seite gelegt werden. Allerdings sind Minispiele, die in leicht abgewandelter Form schon aus dem Vorgänger bekannt sind, auch keine Seltenheit. Der Verjagen von Stieren und das Putzen eurer Traumfrau hat es zum Beispiel schon bei Project Rub gegeben. Die Wiederverwertung wäre nicht nötig gewesen. Die Entwickler hätten sich lieber auf ganz neue Spiele konzentrieren sollen, denn auch wenn die Minispiele den NDS an das Belastungslimit treiben, ist noch ungenutztes Potenzial vorhanden. Einige andere NDS-Titel haben bereits gezeigt, dass der NDS mehr Möglichkeiten bietet, als Reiben, Drücken und Pusten.
Babys machen mit dem NDS
Ein Minispiel ist in der Regel in fünf Leven unterteilt, wobei der Schwierigkeitsgrad stetig steigt. Jedes absolvierte Spiel lässt sich in einem Erinnerungs-Modus erneut anwählen und unter härteren Bedingungen spielen, was dem Wiederspielwert zu Gute kommt. Neu ist der Angriff-Modus, bei dem sich die gemeisterten Minispiele ebenfalls anwählen lassen. Bei diesem Modus kommt allerdings zusätzlich ein Zeitdruck dazu, der den Schwierigkeitsgrad der Spiele noch einmal ordentlich verschärft. Die Auswahl der Modi ist also ebenfalls größer ausgefallen, als bei dem Vorgänger. Trotz geringen Umfangs des Story-Modus kann man sich also lange Zeit mit diesem Titel beschäftigen.
Darüber hinaus haben die Entwickler dem Titel auch einen Mehrspieler-Modus spendiert. Dieser beantwortet endgültig die Frage, wo die Babys denn eigentlich herkommen. Vergesst den Klapperstorch, denn der Nintendo DS ist die moderne Zeugungsmaschine. Ihr und ein Partner müsst einfach Geburtsdatum und Blutgruppe angeben, sowie beim Schneiden einer Hochzeitstorte euer Teamwork unter Beweis stellen und schon bekommt ihr nicht nur die Größe der Zuneigung zwischen den beiden Spielern präsentiert, sondern auch ein Baby. Dieses ist sehr anspruchslos, lebt auf dem Speicher der Cartridge und hat eigentlich keine natürlichen Bedürfnisse. Über Spaziergänge freut es sich trotzdem, die ihr in einem speziellen Modus auch mit ihm machen könnt.
Natürlich gibt es auch einen richtigen Mehrspielermodus bei dem bis zu vier Spieler mit nur einer Cartridge gegeneinander antreten können. Bei zwei Spielern stehen sechs Minispiele aus dem Story-Modus zur Auswahl. Bei drei oder vier Spielern schrumpft das Angebot auf nur vier Spiele. Damit ist der Mehrspieler-Modus zwar ein nettes Beiwerk, aber auf keinen Fall mehr als das. Die wenigen Spiele können nicht sehr lange beschäftigen und nach kurzer Zeit will kein Spaß mehr aufkommen. Ausführlichere Modi wären wünschenswert gewesen, da The Rub Rabbits mit Sicherheit über das Potenzial für ausgefallene und lange Mehrspieler-Partien verfügt.
Wir basteln uns eine Traumfrau
In die technische Seite des Spiels haben die Entwickler keine Arbeit investiert, so dass die Gestaltung der des Vorgängers gleicht. Der Stil ist einfach, passt aber zum Spiel, da er comicartig ist. Die Figuren sind allesamt nur als Schatten erkennbar ohne dass Konturen zu sehen sind. Der Stil passt perfekt zu dem Spiel, welches mit realistischer Optik gar nicht richtig funktionieren würde. Auch die musikalische Untermalung und die Soundeffekte wurden nahezu 1:1 aus dem Vorgänger übernommen. Damit bietet auch The Rub Rabbits einen äußert einfachen, auf jeden Fall ungewöhnlichen und darüber hinaus auch absolut passenden Stil.
Unzählige männliche Zocker haben bei Project Rub voller Begeisterung ihre eigene Traumfrau gebastelt. Natürlich darf diese Möglichkeit auch bei diesem Spiel nicht fehlen. So könnt ihr wieder jede Menge unterschiedliche Frisuren und Outfits, vom Ski-Anzug bis zum Bikini, erspielen und so eure Fantasien ausleben. Zusätzlich ist es dieses Mal möglich, auf dem Touchscreen eigene Muster für die Kleidungsstücke zu erstellen, die sich sogar mit anderen Spielern tauschen lassen. Dank diesen Optionen darf jeder Spieler um seine eigene Traumfrau kämpfen, was doch mal eine ganz besondere Motivation ist.
Sascha Geldermann meint...
The Rub Rabbit bietet wieder einen außergewöhnlichen Stil und verrückte Minispiele, die die Fähigkeiten des Nintendo DS hervorragend, wenn auch nicht vollständig, ausnutzen. Leider sind einige Spiele schon aus dem Vorgänger bekannt, von dem sich der neuste Teil der Serie, dank eines größeren Umfangs, allerdings abhebt. Neue Modi sorgen für einen noch höheren Wiederspielwert, auch wenn der Mehrspieler-Modus nur ein nettes Bewerk ist. Minispiel-Fanatiker kommen bei dieser Handheld-Romanze auf jeden Fall auf ihre Kosten.
The Rub Rabbit bietet wieder einen außergewöhnlichen Stil und verrückte Minispiele, die die Fähigkeiten des Nintendo DS hervorragend, wenn auch nicht vollständig, ausnutzen. Leider sind einige Spiele schon aus dem Vorgänger bekannt, von dem sich der neuste Teil der Serie, dank eines größeren Umfangs, allerdings abhebt. Neue Modi sorgen für einen noch höheren Wiederspielwert, auch wenn der Mehrspieler-Modus nur ein nettes Bewerk ist. Minispiel-Fanatiker kommen bei dieser Handheld-Romanze auf jeden Fall auf ihre Kosten.

GRAFIK
Der Grafikstil ist fantastisch.
Der Grafikstil ist fantastisch.

SOUND
Der Sound ist einfach gehalten, passt aber super.
Der Sound ist einfach gehalten, passt aber super.

BEDIENUNG
Der tolle Touchscreen-Einsatz bereichert das Spiel.
Der tolle Touchscreen-Einsatz bereichert das Spiel.

UMFANG
Interessante Modi halten bei Laune.
Interessante Modi halten bei Laune.
SPIELSPASS
Besser, umfangreicher und hübscher als der erste Teil.
* kein Durchschnitt der einzelnen Kategorien
Besser, umfangreicher und hübscher als der erste Teil.
* kein Durchschnitt der einzelnen Kategorien
Informationen zum Spiel