Dragonball Z: Budokai Tenkaichi 3
Artikel verfasst von Sascha Geldermann am 03.04.2008
Der japanische Zeichner Akira Toriyama vollendete seine Manga-Serie „Dragon Ball“ schon im Jahre 1995, doch bis heute mussten Son-Goku und seine Freunde noch nichts von ihrer Popularität einbüßen. Auch in der Videospielwelt sind diese Kult-Kämpfer über die Jahre hinweg stets präsent gewesen. Mit „Budokai Tenkaichi 3“ nehmen sie nun zum zweiten Mal Angriff auf den Wii, um die Fäuste und Kamehame-Has fliegen zu lassen.
Rekordverdächtige Kämpfer-Auswahl
Das Dragon Ball-Universum hat zahlreiche Kämpfer zu bieten, die in diesem Spiel fast alle zur Verfügung stehen. Während der Vorgänger schon mit seinen 120 spielbaren Charakteren mächtig beeindrucken konnte, setzt der dritte Teil nun mit ganzen 160 Figuren neue Maßstäbe. Dabei sind natürlich alle Mitglieder der Gruppe Z mit an Bord, viele davon auch gleich mehrmals in verschiedenen Erscheinungsformen und Altersstufen. Aber auch sonst ist so ziemlich alles was die Welt von Dragon Ball an Menschen, Cyborgs, Dämonen und Göttern zu bieten hat vorhanden, was Euch bei der Kämpferwahl vor die Qual der Wahl stellt.
Bei den Arenen handelt es sich natürlich auch um Schauplätze aus der Manga-Vorlage. So prügeln sich die Figuren im irdischen Kampfring, aber auch auf Schauplätzen im Weltall, zu denen auch der sterbende Planet Namek zählt. Dabei gibt es fast überall jede Menge zu zerstören. Auf der Insel des Muten Roshi dürft Ihr beispielsweise das gesamte Kame-House in Schutt und Asche legen. Diese Arena ist auch ein hervorragendes Beispiel für die Vielfältigkeit der Kampfringe. Hier prügelt Ihr Euch nämlich nicht nur über den festen Boden der Insel, sondern auch fliegend in luftiger Höhe darüber oder auf dem Grund des angrenzenden Meeres.

Die Kämpfe laufen dabei komplett in der dritten Dimension ab. Damit Ihr bei drei Dimensionen und großen Arenen aber nicht die Übersicht verliert, könnt Ihr mit dem Drachensprint direkt auf euren Gegner zustürmen. Somit seid Ihr eigentlich ständig im Kontakt mit dem Feind, was die Kämpfe rasant und flüssig macht. Zum Kämpfen dienen hauptsächlich der A- und der B-Knopf mit denen Ihr rasche Nahkampfsangriffe, starke Explosionsattacken und schlagkräftige Kombos austeilt.
Natürlich verfügen alle Kämpfer auch über Spezialattacken, was in Son-Gokus Fall natürlich das Kamehame-Ha ist. Bei diesen Angriffen haben die Entwickler voll und ganz auf Bewegungserkennung gesetzt, sodass zum Ausführen der Attacken das Steuerkreuz gedrückt und dabei eine Geste ausgeführt werden muss. Somit werft Ihr beim Kamehame-Ha auch erst die Arme zurück, um sie dann zusammen mit einem Energiestrahl wieder nach vorne zu schleudern. Was im Trainingsmodus noch wie eine richtig interessante Idee wirkt, vor allem da die Bewegungserkennung recht ordentlich arbeitet, erweist sich in den normalen Kämpfen aber leider schnell als kleines Problem. Für die schnellen und hektischen Kämpfe laufen ausschweifende Gesten nämlich einfach zu umständlich und langsam ab. Das trübt das Spielerlebnis ein bisschen, ändert aber nichts daran, dass das Kampfssystem insgesamt überzeugen kann. Außerdem treten diese Probleme bei den alternativen Kotroller-Einstellungen nicht auf, die sowohl das Nutzen des GameCube-Pads, als auch den Gebrauch des Classic Controllers ermöglichen.
Storymodus mit Schwächen
Im Hauptmenü wartet eine ganze Reihe von Modi darauf von Euch ausprobiert zu werden. Im Training lasst Ihr Euch die Steuerung erklären und sammelt erste Erfahrung. Kurz darauf wartet auch schon ein „Ultimativer Kampf“ auf Euch, indem es einzig und allein ums Überleben geht. Außerdem dürft Ihr auf der Dragonball-Welttour an einer ganzen Reihe von Turnieren teilnehmen. Des Weiteren steht auch ein Duell-Modus zur Auswahl. Dieser beinhaltet nicht nur weitere Kämpfe gegen KI-Gegner, sondern erlaubt Euch auch Prügeleien mit einem Freund. Hier heißt es also zu zweit die Wii-Remote zu schwingen.
Die Modi-Auswahl ist wirklich gelungen und bietet abwechslungsreiche Aufgaben. Schade ist dagegen, dass gerade der wichtigste Modus etwas schwach ausgefallen ist. Der Story-Modus bietet zwar alle Sagas von Dragon Ball Z, präsentiert sie aber sehr dürftig. Auf eine freie Spielwelt wurde ganz verzichtet. Stattdessen werdet Ihr von einem Kampf zum nächsten gelotst, wobei Standbilder und Texteinblendungen die Geschichte erzählen. Mit Zwischensequenzen hätte das Ganze sicherlich gleich viel runder gewirkt. So glänzt der Story-Modus aber allein dadurch, dass Ihr Kämpfe aus den Mangas selbst nacherleben dürft.

Erstmals bietet die Serie auch einen Online-Modus, sodass Kämpfen gegen Spieler aus aller Welt nichts mehr im Wege steht. Dabei lasst Ihr Euch entweder einen Zufallsgegner suchen oder wählt durch die Eingabe von Freundescode selbst einen gewünschten Widersacher aus. Natürlich steht auch eine Rangliste zur Verfügung, die eure Leistung direkt mit der von anderen Spieler vergleicht. Einen genaueren Überblick bietet sogar nicht die Kampfstatistik, die Euch eure Siege und Niederlagen zeigt.
Die Erschaffung des ultimativen Kriegers
In vielen Kämpfen lassen sich sogenannte Z-Punkte verdienen, die Ihr dann in einem Modus mit dem Namen „Evolution Z“ einsetzen dürft. Hier lassen sich nämlich die Fähigkeiten und Spezialattacken aller Charaktere verbessern, sodass Ihr nach und nach den ultimativen Kämpfer erschafft. Eure eigenen Schützlinge lassen sich dann im Kämpferkatalog betrachten. Außerdem steht eine Charakterreferenz zur Verfügung, die unter anderem die Biografie der Figuren enthält. Auf Fans wartet hier also jede Menge Lesefutter.
Die Cel-Shading-Grafik des Spiels passt natürlich perfekt zum Dragon Ball-Universum. Die Grafik hat sich seit dem Vorgänger nicht verändert und ist somit immer noch recht ordentlich, auch wenn noch viel mehr drin gewesen wäre. Das gleiche gilt auch für den Sound. Die Kampfgeräusche und die englische Sprachausgabe machen zwar einen guten Eindruck, dafür fehlt aber immer noch der Original-Soundtrack der Serie. Aber vielleicht findet dieser ja seinen Weg in den vierten Teil, der bei der anhaltenden Beliebtheit von Dragon Ball Z sicherlich kommen wird und bei so einem gelungenen dritten Teil auch gerne kommen darf.
Sascha Geldermann meint...
Budokai Tenkaichi 3 überzeugt nicht nur durch rasante Kämpfe, sondern vor allem auch durch seinen unglaublichen Umfang. In Anbetracht der 160 Kämpfer und 36 Schauplätze aus dem DBZ-Universum werden Fans leicht über die Schwächen des Spiels hinwegsehen können und schnell im siebten Beat´em Up-Himmel schweben.
Budokai Tenkaichi 3 überzeugt nicht nur durch rasante Kämpfe, sondern vor allem auch durch seinen unglaublichen Umfang. In Anbetracht der 160 Kämpfer und 36 Schauplätze aus dem DBZ-Universum werden Fans leicht über die Schwächen des Spiels hinwegsehen können und schnell im siebten Beat´em Up-Himmel schweben.

GRAFIK
Die Cel-Shading-Grafik sieht fantastisch aus.
Die Cel-Shading-Grafik sieht fantastisch aus.

SOUND
Die Kampfgeräusche und Sprecher überzeugen, was das Fehlen des Original-Soundtracks vergessen macht.
Die Kampfgeräusche und Sprecher überzeugen, was das Fehlen des Original-Soundtracks vergessen macht.

BEDIENUNG
Bis auf die umständlichen Spezialattacken ist die Steuerung sehr intuitiv.
Bis auf die umständlichen Spezialattacken ist die Steuerung sehr intuitiv.

UMFANG
Unglaubliche 160 Kämpfer und 36 Arenen bilden ein pralles Prügel-Paket.
Unglaubliche 160 Kämpfer und 36 Arenen bilden ein pralles Prügel-Paket.
SPIELSPASS
Umfangreiches Beat´em Up mit rasanten Kämpfen.
* kein Durchschnitt der einzelnen Kategorien
Umfangreiches Beat´em Up mit rasanten Kämpfen.
* kein Durchschnitt der einzelnen Kategorien
Informationen zum Spiel