Worms: Open Warfare 2
Artikel verfasst von Heiko Ellinger am 30.03.2008
Die Würmer sind zurück auf dem Nintendo DS. Mit „Worms: Open Warfare 2“ setzt THQ die erfolgreiche Strategie-Reihe auf dem Doppelschirm-Handheld fort und merzt zahlreiche Kritikpunkte am ersten Teil aus. Rundenstrategie wird oft mit Militärtaktik in Verbindung gesetzt. Doch anstatt Panzer und Infanterie über das Schlachtfeld zu dirigieren, kämpfen im Titel, den vor vielen Jahren Entwickler Team17 schuf, kleine Würmer mit allerhand wilder Waffen um den Sieg. Daran hat sich natürlich auch im neusten Teil nichts geändert.
Alt und neu in einem
Das Spielprinzip des Titels noch einmal im Detail: Mindestens zwei Teams bekämpfen sich rundenbasiert, bis am Ende nur noch ein Team bewegliche und nicht dem Himmel entschwundene Würmer zur Verfügung hat. Jeder Wurm verfügt im Standard über 100 Lebenspunkte, die er nicht nur durch gegnerische Waffen, sondern auch durch Stürze verlieren kann. In jedem Durchgang kann maximal eine Waffe verwendet werden, ausgenommen sind dabei Hilfsgegenstände wie der Fallschirm, der Euch sturzfrei Abgründe hinunter gleiten lässt. So geht es dann also reihum, bis am Ende ein siegreiches Team übrig bleibt.

Dieser Standardmodus ist natürlich auch in „Worms: Open Warfare 2“ wieder enthalten. Im Modus „Schnelles Spiel“ könnt Ihr dabei auf langwieriges Einstellen der Spieloptionen verzichten und gleich in die Schlacht ziehen. Wer es individueller mag, kann allerdings alle Einstellungen des Spiels seinen Bedürfnissen anpassen und so auch das Waffenarsenal bestimmen. Leider ist nach wie vor die maximale Anzahl an Würmern in einem Team im Vergleich zur großen Variante beschnitten. So dürfen sich maximal vier Würmer pro Team am wilden Kampfgetümmel beteiligen.
Die Kampagne unterscheidet sich nur geringfügig vom normalen Spiel. Hier ist das ganze Geschehen dann natürlich in Missionen aufgeteilt. Für Abwechslung sorgen aber die Spielmodi „Rätsel“ und „Labor“. Im Rätsel-Bereich bekommt Ihr kleine Aufgaben gestellt. So müsst Ihr etwa alle gegnerischen Würmer ausschalten, habt dazu aber nur einen Wurm und eine bestimmte Anzahl an Waffen zur Verfügung. Eure Gegner greifen dabei nicht ins Spielgeschehen ein, sondern lassen Euch ganz in Ruhe knobeln, wie Ihr die Situation am besten lösen könnt. Im Labor kommen dagegen die speziellen Fähigkeiten des Nintendo DS zur Geltung. Um eine Mission erfolgreich abzuschließen, muss Eure Würmer-Gefolgschaft sicher ans Levelziel kommen. Mit dem Fallschirm könnt Ihr hier nicht nur Abgründe überwinden, sondern eben jenem lebensrettenden Schirm mittels Pusten ins DS-Mikrofon neue Fliegkraft verleihen. In anderen Aufgaben zeichnet Ihr neue Plattformen ein, um dem Wurm den Weg zum Ziel erst zu ebnen. Diese Spielmodi bringen die nötige Abwechslung in den bekannten Worms-Alltag, denn anstatt von einem Zeitlimit gehetzt zu werden, könnt Ihr Euch hier mehr Zeit lassen, auch wenn es im Labor dann immerhin um Bestzeiten geht.
Schwächen, die wurmen – Stärken, die bleiben
Die Präsentation des Titels ist durchaus gelungen und bringt den Charme der Vorlage gekonnt auf die kleinen Bildschirme des Nintendo DS. Auch die nervigen Slowdowns des Erstlings wurden dezimiert und fallen wenig bis gar nicht mehr ins Auge. Der Sound ist typisch und passend zur Serie und es schafften löblicherweise einige Sprachsamples mehr den Weg ins Spiel.

Der Mehrspieler-Modus bietet neben dem lokalen Part mit einem oder auch mehreren Modulen endlich auch einen Online-Modus über die Nintendo Wi-Fi Connection. Somit wurden fast alle Features des DS gut bis sehr gut ausgenutzt. Lediglich die Beschränkung des Touchscreens auf einen der weiteren Spielmodi ist schade. Im Standard-Spiel dient der untere Bildschirm lediglich zur Waffenauswahl. Das Steuern der Würmer und vor allem das Zielen mit den Waffen geschehen noch immer per Steuerkreuz und Tastendruck. Hier wäre es wünschenswert gewesen, wenn die Entwickler zumindest eine alternative Steuerungsvariante erdacht hätten, die das komfortable Steuern mittels Stylus ermöglicht hätte. Auch ein Leveleditor bleibt vorerst Wunschdenken.
Leider motiviert die Kampagne nicht zum Weiterspielen und so wird für reine Einzelspieler nur mit den ergänzenden Spielmodi genügend Wurm-Stoff geboten. Ansonsten hat der Titel nach wie vor seine Stärken im Mehrspieler-Part. Auf Dauer siegt hier dann auch die Schadenfreude über die bereits erwähnte Wurm-Limitierung.
Heiko Ellinger meint...
„Worms: Open Warfare 2“ ist dem Vorgänger deutlich überlegen. Die Wurm-Taktik macht Spaß, vor allem im Mehrspieler-Modus und ist endlich auch online spielbar. Eine höhere Wertung verhindern kleinere Schwächen und der Gedanke daran, dass hier und da mit ein wenig Mut bei der Entwicklung noch deutlich mehr drin gewesen wäre.
„Worms: Open Warfare 2“ ist dem Vorgänger deutlich überlegen. Die Wurm-Taktik macht Spaß, vor allem im Mehrspieler-Modus und ist endlich auch online spielbar. Eine höhere Wertung verhindern kleinere Schwächen und der Gedanke daran, dass hier und da mit ein wenig Mut bei der Entwicklung noch deutlich mehr drin gewesen wäre.

GRAFIK
Hübsche Comicgrafik mit lustigen Animationen.
Hübsche Comicgrafik mit lustigen Animationen.

SOUND
Krachende Granaten und schreiende Würmer, typisch für die Reihe.
Krachende Granaten und schreiende Würmer, typisch für die Reihe.

BEDIENUNG
Problemlose Navigation durch alle Menüs mit dem Stylus.
Problemlose Navigation durch alle Menüs mit dem Stylus.

UMFANG
Vor allem für Fans von zünftigen Mehrspielerschlachten ein Must Have.
Vor allem für Fans von zünftigen Mehrspielerschlachten ein Must Have.
SPIELSPASS
Gelungener Taschenausflug der Action-Würmer.
* kein Durchschnitt der einzelnen Kategorien
Gelungener Taschenausflug der Action-Würmer.
* kein Durchschnitt der einzelnen Kategorien
Informationen zum Spiel

Genre
Runden-Strategie
Entwickler
Team17
Publisher
THQ
Releasedatum
31.08.2007
USK-Freigabe

» Weitere Infos zum Titel
Runden-Strategie
Entwickler
Team17
Publisher
THQ
Releasedatum
31.08.2007
USK-Freigabe

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