Bleach: Shattered Blade
Artikel verfasst von Sascha Geldermann am 15.03.2008
Die Manga-Reihe „Bleach“ erzählt die Geschichte des Schülers Ichigo, der besondere Kräfte verliehen bekommt. Diese muss er in zahlreichen Kämpfen immer wieder unter Beweis stellen, vor allem als er die Parallelwelt der Soul Society betritt, in der alle verstorbenen Seelen und deren Hüter, die Shinigami, wohnen. Das 2D-Beat´em Up „Shattered Balde“ knüpft nun an die Ereignisse der Manga-Vorlage an und führt die Geschichte um Ichigo und seine Freunde fort.
Scherben bringen Glück!?
Eigentlich ist wieder Ruhe in die Soul Society eingekehrt. Ichigo und seine Freunde werden von den Bewohnern dieser Welt mittlerweile respektiert und freundlich behandelt. Doch als es darum geht, in die Heimatwelt zurückzukehren, treten Probleme auf. Der Tunnel zwischen den Welten wurde geschlossen, was eine Rückkehr unmöglich macht. Nur das mächtige Artefakt Sokyoku könnte den Tunnel wieder öffnen, doch dieses wurde zerstört. Nun liegt es an Ichigo die Scherben dieses Artefakts zu sammeln, damit es wieder benutzt werden kann. Dabei trifft er immer wieder auf die Bewohner der Soul Society mit denen er ins Gespräch kommt. Bei diesen Dialogen werden zwei Dinge ganz schnell klar. Zum einen scheint jeder Bewohner der Soul Society selbst hinter den Scherben her zu sein und zum anderen wird Diplomatie in dieser Welt nur wenig geschätzt. So muss Ichigo also wieder Gewalt anwenden und sich erneut unzählige Kämpfe liefern.

Diese Geschichte wurde exklusiv für „Shattered Blade“ entworfen und erzählt Ereignisse, die sich in der Manga-Reihe nicht finden lassen. Leider ist das der Story aber auch anzumerken. Diese gestaltet sich insgesamt nämlich recht flach und wird der beliebten Vorlage nicht gerecht. In den Dialogen, die die Kämpfe im Story-Modus verbinden, dreht sich meistens alles um die Feststellung, dass beide Kämpfer die Scherben haben möchten und deswegen eine Auseinandersetzung unvermeidbar ist. Da die Dialoge eh immer ähnlich ausfallen, wurde stellenweise gleich ganz darauf verzichtet. So befindet Ihr Euch auf einmal in einer Auseinandersetzung mit einem Kämpfer, den Ihr eigentlich für einen Freund gehalten hattet. Wer den Story-Modus meistern möchte, muss nicht nur ein echter Fan der Serie sein, sondern auch Geduld mitbringen. Vor jedem Kampf gilt es nämlich erst einmal Ladezeiten zu überstehen, die nervend lang sind. Da die Kämpfe im Story-Modus nur jeweils eine Runde dauern, kann es hier durchaus passieren, dass die Auseinandersetzungen kürzer ausfallen, als die Ladezeiten die ihnen vorausgingen.
Fuchteln für den Sieg
Das Kampfsystem des Spiels macht kräftig Gebrauch von der Wii-Remote, was zwar bei vielen Titeln eine gute Nachricht wäre, hier aber eher kontraproduktiv ist. Alle Angriffe werden nämlich durch Schwingen der Remote in eine bestimmte Richtung ausgeführt. Wird dabei der A- oder der B-Knopf gedrückt, löst das Schwingen kritische Attacken und Spezialangriffe aus. Das führt in den hektischen Kämpfen schnell dazu, dass Ihr mit der Remote schnell durch die Luft fuchtelt, was selten wirklich gezielt abläuft, aber überraschend häufig mit Erfolg gekrönt ist. Zwar gibt es auch noch diverse andere Aktionsmöglichkeiten, wie das Blocken oder der Sprint, insgesamt ist das Kampfsystem aber sehr flach ausgefallen.

Wer einen Kampf für sich entscheiden möchte, sollte die Bankai-Anzeige am Bildschirmrand füllen. Das erreicht Ihr am schnellsten durch viele Angriffe, sprich wildes Fuchteln, passiert aber auch, wenn Ihr Schaden einsteckt. Wenn Ihr das Ganze noch beschleunigen wollt, könnt Ihr auch noch das Nunchuk kräftig schütteln. Sobald die Anzeige voll ist lässt sich die Bankai-Power aktiveren, was für manche Charaktere besseren Schutz, für alle aber auf jeden Fall einen immensen Anstieg an Kraft bedeutet. In diesem zeitlich begrenzten Zustand könnt Ihr eurem Widersacher einen Spezialangriff nach dem anderen um die Ohren hauen, was oft durch viele kleine Sequenzen begleitet wird. Nicht selten ist das Nutzen der Bankai-Power kampfentscheidend, weswegen Ihr immer darauf achten solltet, eure Anzeige schneller als euer Gegner zu füllen.
Schöne Modi-Auswahl, hässliche Grafik
Zwar verfügt „Shattered Blade“ im Gegensatz zum Nintendo DS-Ableger „Blade of Fate“ zwar nicht über einen Online-Modus, die Modi-Auswahl ist dennoch zufriedenstellend ausgefallen. Neben dem Story-Modus, warten auch noch in den Arcade- und Duellmodi zahlreiche virtuelle Gegner auf Euch. Im letzteren können passive Spieler wahlweise auch zwei CPU-Kämpfer bei ihrer Rauferei beobachten, während gesellschaftliche Zocker den Ring lieber nutzen, um dort einen Mitspieler auf die Matte zu schicken. Natürlich steht aber auch ein Trainigs-Modus zur Verfügung, der Euch in mehreren Kapiteln die Grundlagen des Kampfsystems erklärt. Dadurch seid Ihr für die Kämpfe gut gewappnet und könnt in diesen eine schöne Summe an virtuellem Geld verdienen. Dieses lässt sich in einem Shop für Artworks und Sounds ausgeben, die im Galerie-Modus dann jeder Zeit zu betrachten bzw. zu hören sind.
In technischer Hinsicht macht das Spiel nicht allzu viel her. Die Modelle der Kämpfer sind noch ganz nett, dafür sehen die Effekte und Hintergründe aber so aus, als würden sie ein bis zwei Konsolengenerationen zu spät über dem Bildschirm flimmern. Zumindest läuft das zweidimensionale Geschehen aber jeder Zeit flüssig über dem Bildschirm, selbst wenn sich die Kämpfer gegenseitig mit Spezialattacken überhäufen. Das Ganze wird von durchschnittlichen Soundeffekten begleitet, aber auch von einigen englischen Sprachsamples. Fans werden sich darüber freuen, dass diese von den englischen Sprechern des Anime stammen, die ihre Arbeit auch hierbei wieder sehr gut machen.
Sascha Geldermann meint...
„Shattered Blade“ bietet zwar eine vernünftige Modi-Auswahl, aber nur wenige Gründe für eine Beschäftigung damit. Nur wahre Fans der Manga-Vorlage werden über die langweilige Story, die störenden Ladezeiten und das flache Kampfsystem hinwegsehen und Spaß mit diesem Beat´em Up haben können.
„Shattered Blade“ bietet zwar eine vernünftige Modi-Auswahl, aber nur wenige Gründe für eine Beschäftigung damit. Nur wahre Fans der Manga-Vorlage werden über die langweilige Story, die störenden Ladezeiten und das flache Kampfsystem hinwegsehen und Spaß mit diesem Beat´em Up haben können.

GRAFIK
Die Grafik ist insgesamt veraltet, das Charakterdesign weiß aber dennoch zu gefallen.
Die Grafik ist insgesamt veraltet, das Charakterdesign weiß aber dennoch zu gefallen.

SOUND
Effekte und Musik sind solide.
Effekte und Musik sind solide.

BEDIENUNG
Die Steuerung bietet volle Kontrolle im Kampf.
Die Steuerung bietet volle Kontrolle im Kampf.

UMFANG
An Modi hat dieses Spiel einiges zu bieten.
An Modi hat dieses Spiel einiges zu bieten.
SPIELSPASS
Netter Anime-Prügler der massig Potenzial verschenkt.
* kein Durchschnitt der einzelnen Kategorien
Netter Anime-Prügler der massig Potenzial verschenkt.
* kein Durchschnitt der einzelnen Kategorien
Informationen zum Spiel