Final Fantasy XII: Revenant Wings
Artikel verfasst von Heiko Ellinger am 09.03.2008
In einem Zeitalter der Magie, als Luftschiffe die Weiten des Himmels durchflogen und so geheimnisvolle Welten erreichten, trug sich eine fantasievolle Geschichte zu, an deren Verlauf bekannte Helden der Vergangenheit von Ivalice beteiligt waren. Der Himmelskontinent Lemurés war in Aufruhr und die ansässigen Aegylen in großer Gefahr. Nur mit Mut, Verstand und großer Freundschaft konnte dieses Abenteuer ein gutes Ende nehmen…
Ein Wiedersehen mit Freunden
Rollenspiel-Liebhabern werden bei dem Namen Ivalice bereits viele Erinnerungen in den Sinn gekommen sein. Als Schauplatz des grandiosen „Final Fantasy XII“ konnten wir hier bereits zahlreiche epochale Stunden erleben und Helden wie den jungen Vaan und die ebenso junge, aber weitaus vernünftigere Penelo durch das Abenteuer begleiten. Wer seine Videospiel-Aktivitäten auf Nintendo-Plattformen beschränkt, musste dabei leider zusehen, denn das Rollenspiel von der Hitschmiede Square Enix erschien exklusiv für Sonys PlayStation 2. Umso erstaunlicher, dass der Nachfolger die Plattform wechselte und seinerseits einzig und allein für Nintendo DS erhältlich ist. Doch dies ist nicht der einzige Unterschied des Sequels mit dem Titel „Final Fantasy XII: Revenant Wings“.

Wir begleiten im DS-Exklusivtitel erneut Vaan und Penelo und treffen auf zahlreiche bekannte Charaktere aus dem Erstling. Die Geschichte schließt direkt an den Geschehnissen von „Final Fantasy XII“ an (genauer gesagt beginnt unser Abenteuer etwa ein Jahr später) und so sind die Unterschiede eher spielerischer Natur. Denn anstatt ein klassisches Rollenspiel auf den Nintendo DS zu bringen, zauberten die Entwickler von Square Enix ein Strategie-Rollenspiel epischen Ausmaßes auf die beiden Bildschirme von Nintendos Handheld. Das Spielgeschehen läuft dabei in Echtzeit ab und greift abermals auf das bekannte Gambit-System zurück.
Unterstützung durch die Esper
Neben Vaan und Penelo stehen Euch auch weitere bekannte Charaktere zur Verfügung. So gibt es ein Wiedersehen mit Fran und Balthier, daneben trefft Ihr aber auch neue Charaktere, die sich Euch bei der Rettung von Lemurés anschließen. Im Spiel arbeitet Ihr Euch in einzelnen Missionen weiter vor. Dazwischen führen Storysequenzen oder ein Aufenthalt auf Eurem Luftschiff die Geschichte fort. Im Kampf setzt Ihr bis zu fünf Mitglieder Eurer Party aktiv ein, der Rest ist dagegen zum Zuschauen verdammt. Diese fünf Gruppenführer sind wiederum für einzelne Einheiten verantwortlich, die so genannten Esper.
Doch bevor wir uns mit dieser Gattung befassen, muss kurz auf das grundlegende Spielelement von „Final Fantasy XII: Revenant Wings“ eingegangen werden. Alle Charaktere teilen sich nämlich in drei Klassen auf: Nah- und Fernkämpfer und Flugwesen. So entsteht ein Schere-Stein-Papier-Prinzip, wonach jede Klasse Stärken und Schwächen hat. Dieses Klassensystem gilt auch für die Esper, zusätzlich kommen hier aber noch verschiedene Elemente wie Wasser, Feuer oder Erde, die einen Kampf beeinflussen können. So sollte man sich vor einer Mission gut überlegen, welche Charaktere und Esper man mit in die Schlacht nehmen will, um die Gegnerhorden besiegen zu können.
Neue Missionen erreicht Ihr über die Weltkarte entweder zu Fuß oder per Luftschiff. Letzteres ist auch der Treffpunkt mit allen Euren Charakteren, wenn Ihr als Vaan über die Brücke schlendert. Tomaj bewacht für Euch das Luftschiff, wenn Ihr auf einem Erkundungstrip seid. Außerdem hat er später in seinem Laden einige Gegenstände für Euch. Doich nicht nur dort wartet neue Ausrüstung auf Euch. Auch in den Missionen gilt es vielerorts neue Schätze zu entdecken.

Außerdem könnt Ihr, nachdem Ihr recht früh den Ring des Paktes erhaltet, neue Esper in Euren Beschwörungs-Pool aufnehmen. Dazu müsst Ihr diese allerdings vorher an Euch binden. An Beschwörungsportalen können neue Esper zur Hilfe gerufen werden. Diese Portale müsst Ihr aber zuvor in Eure Gewalt bringen und daher einen Augenblick hier verharren. Erst, wenn Ihr das feindliche Siegel gebrochen habt, können Eure Gegner keine Esper mehr beschwören.
Im Menü könnt Ihr darüber hinaus drei Esper-Decks zusammenstellen, da Ihr nicht immer jede Kreatur in einer Mission beschwören könnt. Drei dieser Decks könnt Ihr Euch nach Belieben zusammenstellen, vor einer Mission muss dann aber eins der Decks erwählt werden.
Zusätzlich zu normalen Angriffen stehen Euren Hauptcharakteren auch besondere Fertigkeiten zur Verfügung. Während Vaan so etwa einen mächtigen Schwerthieb vollführt, der mehreren Gegnern Schaden zufügt, kann Lluyd die Toten auferstehen lassen. In den teils hektischen Kämpfen könnt Ihr Euch daher vom Gambit-System unterstützen lassen. Hierüber wählt Ihr eine Fertigkeit aus, die der Charakter dann im passenden Moment automatisch ausführt.
Fantasievoll angerichtet
Schon in den bisherigen Titeln von Square Enix zeigte die Rollenspiel-Schmiede ihr ganzes Können in Verbindung mit der Technik des Nintendo DS. Kaum ein Entwickler versteht es so gut, auch auf dem DS zauberhafte Welten zu präsentieren. Dies gelingt abermals auch in „Final Fantasy XII: Revenant Wings“.

Neben Storysequenzen, die in Spielgrafik und mit Textboxen die Geschichte fortsetzen, gibt es im Strategie-Rollenspiel auch wieder fantastische gerenderte Filme. Über beide Bildschirme entwickelt sich eine Pracht, die so im Spiel natürlich nicht gehalten werden kann. Dennoch ist auch das Spielgeschehen sehr hübsch und bietet teils malerische Landschaften. Doch nicht nur für die Augen bietet das Spiel Hochgenuss. Dank des Kompositionstalents von Hitoshi Sakimoto erwarten Euch tolle Musikstücke, die den Titel zu einem Erlebnis machen. Sakimoto war seinerseits bereits für die Musik des Erstlings verantwortlich.
Die Steuerung des Spiels funktioniert problemlos komplett über den Touchscreen. Mit der Schultertaste des DS könnt Ihr aber zusätzlich die beiden Bildschirme drehen. Während die Einheiten gut mit dem Stylus navigiert werden können, verliert man in den Kämpfen ab und an den Überblick. So gerät der taktische Aspekt teilweise etwas in den Hintergrund. Dennoch macht der Titel durchgehend Spaß, die vielen Möglichkeiten, der große Umfang der Hauptgeschichte und einige Sidequests fesseln Euch lange an den Nintendo DS.
Heiko Ellinger meint...
Mit „Final Fantasy XII: Revenant Wings“ setzt Square Enix neue Maßstäbe im Bereich der Rollenspiele auf dem Nintendo DS. Eine gelungene Präsentation, Steuerung und Geschichte machen die kleinen Übersichts-Schwächen mehr als wett. Nicht nur für Spieler des Vorgängers ein Pflichtkauf.
Mit „Final Fantasy XII: Revenant Wings“ setzt Square Enix neue Maßstäbe im Bereich der Rollenspiele auf dem Nintendo DS. Eine gelungene Präsentation, Steuerung und Geschichte machen die kleinen Übersichts-Schwächen mehr als wett. Nicht nur für Spieler des Vorgängers ein Pflichtkauf.

GRAFIK
Hübsche 2D-Sprites und fantastische Render-Sequenzen.
Hübsche 2D-Sprites und fantastische Render-Sequenzen.

SOUND
Gewohnt toller Soundtrack mit einigen vertrauten Passagen.
Gewohnt toller Soundtrack mit einigen vertrauten Passagen.

BEDIENUNG
Dank Touchscreen kinderleichte Bedienung.
Dank Touchscreen kinderleichte Bedienung.

UMFANG
Ordentlicher Umfang, wie man es von Square Enix gewohnt ist.
Ordentlicher Umfang, wie man es von Square Enix gewohnt ist.
SPIELSPASS
Gelungener Titel und eine würdige "Fortsetzung".
* kein Durchschnitt der einzelnen Kategorien
Gelungener Titel und eine würdige "Fortsetzung".
* kein Durchschnitt der einzelnen Kategorien
Informationen zum Spiel