Super Mario 64 DS
Artikel verfasst von Sascha Geldermann am 25.11.2006
Ein Meilenstein ist zurück
Mit Super Mario 64 schuf Nintendo 1996 nicht nur ein Jump&Run, wie man es in solch einer hohen Qualität in 3D noch nie gesehen hatte, sondern gleichzeitig auch einen wahrhaften Meilenstein in der Geschichte der Videospiele. Seitdem sind viele Jahre vergangen und dieser Titel hat nun schon die Bezeichnung eines Klassikers angenommen, aber erfreut sich immer noch größter Beliebtheit. Kein Wunder also, dass Nintendo zum Launch des Dual Screens keinen gänzlich neues Mario-Spiel präsentiert, sondern ein Remake dieses Titels.
Doch natürlich bekommen wir nicht einfach eine uninspirierte 1:1-Umsetzung serviert. Die Entwickler haben sich alle Mühe gegeben, um das Spiel zu erweitern, die innovativen Fähigkeiten des Dual Screens gut zu nutzen und auch Kennern des Original ein Spiel voller Überraschungen zu bieten. Und es sei jetzt schon gesagt, dass ihnen all dieses auch ausgezeichnet gelungen ist. Die erste Überraschung gibt es sogar schon in der Intro-Sequenz. Im Original wurde noch Mario allein von Prinzessin Peach eingeladen, um bei ihr Kuchen zu essen. Doch mit so einem gemütlichen Nachmittag in liebevoller Zweisamkeit wird es in der NDS-Fassung nichts mehr. Viel mehr scheint ein Kaffeeklatsch mit Mario, Luigi, und Wario geplant zu sein, die sich vor dem Schloss treffen und sich gemeinsam auf den Weg zu der Prinzessin machen. Genau dann gibt es einen Szenenwechsel und auf einmal kommt, ebenfalls überraschend, Yoshi in das Geschehen, der schon in vielen Mario-Teilen auftauchte, allerdings meisten nur die Rolle eines Reittiers einnahm. Als ihm berichtet wird, dass Mario, Luigi und Wario noch nicht von der Prinzessin zurück sind, obwohl schon sehr viel Zeit vergangen ist, macht sich Yoshi natürlich Sorgen und damit natürlich auch auf den Weg, um nach dem Rechten zu sehen. Im Schloss trifft er auf Toad, der ihm die Lage genau schildert. Der Oberbösewicht Bowser ist wieder einmal aufgekreuzt, hat die Power-Sterne, die sonst das Schloss beschützen, entwendet und sowohl Peach, als auch Mario und Co in Wandgemälde eingesperrt. Nun ist der grüne Held auf sich allein gestellt und muss alles daran setzen, die schlimmen Vorfälle wieder in Ordnung zu bringen. Doch um die Prinzessin zu retten und am Ende auch Bowser Einhalt zu gebieten, muss er auf jeden Fall zuerst seine Freunde retten.
Mehr Sterne – Mehr Aufgaben
Das Schloss bildet dabei nicht einfach nur den Anfang dieses Abenteuers, sonder zugleich den zentralen Punkt des gesamten Spiels. Denn auf dem Gelände dieses großen Gebäudes, befinden sich die Zugänge zu allen Level. Meistens sind diese durch verschiedene Gemälde zugänglich, indem man ganz einfach in diese hineinhüpft. Dabei ist jeder Level total unabhängig von den anderen, was den Vorteil hat, unterschiedlichere und dadurch natürlich auch abwechslungsreichere Orte, bieten zu können. So erwartet einen im einen Bild eine eisige Schneelandschaft mit absoluter Rutschgefahr und schon im nächsten eine glühende Wüstenlandschaft mit Wirbelstürmen und Treibsand. Allerdings lassen sich natürlich nicht alle Level gleich zu Beginn betreten. Denn jeder ist durch einen anderen Raum des Schlosses betretbar und diese Räume haben alle einen Stern mit einer Zahl auf der Tür. Diese Zahl zeigt an, wie viele der Power-Sterne man schon in seinen Besitz gebracht haben muss, um die Tür öffnen zu können. Das heißt im Klartext, dass einem immer mehr Level offen stehen, desto mehr Sterne man ergattern kann. Um an diese begehren Sterne zu kommen, muss man in den bereits geöffneten Level verschiedene Aufgaben erfüllen. Im Vergleich zu dem Original ist auf dem Dual Screen die Anzahl der Aufgaben um eine, auf insgesamt acht, pro Welt gestiegen. Jede erfüllte Aufgabe, wird automatisch mit einem neuen Stern belohnt.
Dabei muss man mehr machen, als einfach nur Bossgegner zu besiegen oder eine bestimmte Anzahl an Münzen zu sammeln. Viel mehr hat jeder Level auch sehr kreative Missionen zu bieten, die nie Langeweile aufkommen lassen. So muss man zum Beispiel mit einem Pinguin um die Wette rutschen, einen Schatz aus einen versunkenen Schiff bergen oder auf Geisterjagd gehen. Insgesamt gibt es 150 Sterne zu ergattern, womit die NDS-Version, wie Kenner des Originals schnell gemerkt haben sollten, ganze 30 Sterne mehr beinhaltet und damit die beachtliche Größe noch einmal steigt. Diese neuen Sterne, findet ihr aber nicht einfach in den alten Level, sondern auch im Schloss an sich oder auch in ganz neuen Welten, die extra für das Remake erstellt worden sind. Damit erwartet den Spieler nun auch zum ersten Mal eine tropische Insel im Flair des GameCube-Titels „Super Mario Sunshine“ und jeder verlorener Charakter hat seine eigene Welt spendiert bekommen, in der er gerettet werden muss. So entfaltet sich das Spiel Schritt für Schritt und wenn einem später viele Level zur Verfügung stehen, kann man immer selbst entscheiden, worauf man gerade Lust hat und welche Aufgabe man im Moment anpacken will. Damit entstehen spielerische Freiheit und viel Abwechslung, womit die Motivation stetig vorhanden ist und man nie unter Frust leider muss, wenn man mit einer Aufgabe mal nicht gleich zurecht kommt. Schließlich muss man ja auch am Ende nicht alle 150 Sterne erreicht haben, um den Abspann zu sehen. Allerdings wird man wohl frühestens von diesem Spiel loskommen, wenn man sie doch alle gesammelt hat.
Vier Helden sind besser als ein Mario
Dem Spiel wurden nicht nur neue Welten hinzugefügt, sondern auch in den bekannten Level, haben sich manche Aufgaben geändert. Das resultiert daraus, dass man ja in diesem Abenteuer nach und nach ganze vier Helden einsetzen kann. Zu Anfang muss Yoshi die Mützen einer der drei anderen Helden suchen, um sich temporär in den jeweiligen Gefährten verwandeln zu können. Allerdings werden einem diese Mützen nur selten zur Verfügung gestellt und wenn man die Change hat sie zu ergattern, dann ist das nicht selten eine aufwändige Angelegenheit. Zum Glück stößt man nach genügend Sternen immer wieder auf ein Gemälde mit dem Bild eines dieser Gefährten. Dort gibt es dann nur eine einzige Aufgabe zu lösen, an deren Ende der jeweilige Held befreit wird. In einem Raum des Schlosses kann man dann zwischen den befreiten Helden jeder Zeit hin und her wechseln, um mit ihnen so oft und lange man will die einzelnen Welten zu besuchen. Dieser Wechsel wird im Spielverlauf auch immer wichtiger. Das liegt ganz einfach daran, dass jeder der Helden andere Fähigkeiten besitzt, die für einzelne Aufgaben unverzichtbar sind. Das heißt also im Klartext, dass bestimmte Aufgaben nur mit bestimmten Charakteren erfolgreich absolviert werden können.
Am Anfang steht einem nur Yoshi zur Verfügung, der sich dadurch auszeichnet, im Springen ganz kurz ein paar Schritte in der Luft machen zu können. Allerdings kann er auch Gegner verschlucken, um sie dann als Eier auf andere Widersacher zu spucken. Durch die sogenannte Power-Blume, die man an bestimmten Kästchen erhalten kann, wird es ihm sogar möglich, für gewisse Zeit Feuer zu spucken, womit sich nicht nur jeder Gegner ganz leicht aus dem Weg räumen lässt, sondern auch Hindernisse beseitig werden können. Durch dieses Item wird es Mario dagegen möglich, sich wie einen Ballon aufzublähen und dann durch die Luft zu schweben, Luigi wird dadurch für kurze Zeit unsichtbar und kann durch Gegner und verschiedene Objekte laufen, und Wario kann seinen Körper in Metall verwandeln, um Feinde spielend aus dem Weg zu räumen oder am Grund von Gewässern spazieren zu gehen. Ansonsten verfügen die Charaktere noch über andere spezifische Fähigkeiten und Eigenschaften. Das bringt noch mehr Abwechslung mit in das Spiel und verlangt gelegentlich auch mal etwas Denkarbeit ab, da einem nicht immer sofort klar gemacht wird, welcher Charakter bei welcher Aufgabe weiterhelfen könnte. Neben der Power-Blume, die bei jeder der Figuren eine andere Wirkung zeigt, gibt es auch Items, dessen Wirkung immer gleich bleibt, ganz egal von wem sie verwendet werden. Man kann zum Beispiel in Kanonen hüpfen, um sich als lebendige Kanonenkugel zu sonst unerreichbaren Orten der Level katapultieren zu lassen. Oder man hat sogar das Glück aus einem Kästchen einen Pilz zu erhalten, welche den jeweiligen Helden für kurze Zeit wachsen lassen, um jeden Gegner und jedes Hindernis problemlos zu Seite zu räumen.
Der Touchscreen als Analogstick
Ein wichtiges Kriterium für jedes Videospiel ist die Steuerung. Vor allem im Jump&Run-Genre kann diese nämlich über Spielspass und Frust durchaus mitentscheiden. Im Original von Super Mario 64 war die Steuerung einfach perfekt. Der Analog-Stick des Controllers ermöglichte schließlich ein genaues und intuitives Manövrieren. Doch wenn man sich den Dual Screen mal genau ansieht, dann wird einem schnell auffallen, dass dieses Gerät über keinen solchen Analog-Stick verfügt, sondern lediglich über ein digitales Steuerkreuz. Dessen Verwendung ist anfangs auch gar nicht mal so umständlich, doch wenn man sich an den ersten Geschicklichkeits-Passagen versucht, merkt man schnell, dass diese Steuermethode nicht einwandfrei funktioniert. Allerdings ist das kein Grund zum Verzweifeln. Nintendo hat den Touchscreen ja schließlich nicht umsonst in das Gerät integriert. Mit dem Finger-Stylus, einer Kappe, die man sich vorne am Finger befestigt, kann man auf dem Touchscreen den Finger bewegen, fast so wie bei einem Analog-Stick.
Gegenüber des Steuerkreuzes hat dieses den Vorteil, seine Figur ziemlich genau unter Kontrolle zu haben und auch bestimmen zu können, wie schnell sie zu gehen hat, was an manchen Stellen im Spiel auch absolut notwendig ist. Doch das ganze ist sehr gewöhnungsbedürftig. Man muss den Finger des öfteren neu ansetzen, da man am Rand des Bildschirms angekommen ist. Und selbst wenn man die Steuerung nach einiger Zeit sehr gut im Griff hat, ist sie an hektischen Stellen immer noch etwas ungenauer als es der Analog-Stick war. Wer jetzt, durch die stellenweise ungenaue Steuerung, viel Frust erwartet, darf beruhigt werden. Die Entwickler ist dieser Mangel frühzeitig selbst aufgefallen und so haben sie einige schwere Stellen im Spiel etwas entschärft. Während man im Original ständig aufpassen musste, dass Mario in keinen bodenlosen Abgrund stürzt, hat man das Bauwerk der Level nun an vielen Stellen abgesichert, so dass solche Abstürze zur Seltenheit werden. Auch an einigen Bossgegnern sind die Jahre seit 1997 nicht spurlos vorübergegangen. Viele von ihnen machen nun schon nach wenigeren Treffern schlapp. Insgesamt wird das Spiel dadurch sogar noch ein Stück einfacher, als das Original. Fordernd sind die Aufgaben, vor allem im späterem Spielverlauf, aber immer noch und man kann sich über so manche kniffelige Stelle freuen, an der man sein Können unter Beweis stellen darf.
Spielen und Zeichnen
Um den Spielspass, sowie die Langzeitmotivation, noch mal ein ganzes Stück zu erhöhen, und die innovativen Fähigkeiten des Dual Screens zu demonstrieren, hat Nintendo eine ganze Reihe von Minispielen in den Titel eingebaut. Im Startbildschirm, kann man diese anwählen und sich jeder Zeit damit vergnügen. Allerdings steht einem am Anfang nur eine kleine Auswahl zur Verfügung, die im Hauptspiel erweitert werden darf. Dafür muss man mit den einzelnen Charakteren Hasen fangen, die über das gesamte Schlossgelände hüpfen. Mit jedem Hasen erhält der jeweilige Charakter ein neues Minispiel. Dabei hat jeder Held eine andere Art von Minispiel zu bieten. So setzt Mario auf Geschicklichkeitsspiele, während bei Luigi mehr Denkarbeit geleistet werden muss. Insgesamt, ist sicherlich für jeden Geschmack etwas dabei und wegen der wirklich beachtlichen Anzahl dieser Spiele, kann man sich auch durchaus einige Zeit damit beschäftigen.
Doch Super Mario 64 DS hat noch mehr abseits das Hauptspiels zu bieten. So kann man im Startbildschirm Mario nicht, wie im Original, einfach nur die Ohren oder die Nase lang ziehen, sondern man erhält die Möglichkeit, ganz eigene Bilder mit dem Stylus-Stift zu malen. Das ist aber sicherlich nur eine kleine nette Dreingabe. Viel mehr als eine nette Dreingabe stellt auch der Mehrspielermodus nicht dar. Dort kann man in vier Level, wie dem Schlossgarten oder einer Rutschbahn, auf Sternejagd gehen. Dabei muss man ständig auftauchende Sterne nicht nur schneller einsammeln als seine Gegenspieler, sondern sich diese mit Schlägen auch vom Leib halten. Mit bis zu vier Spielern, wobei nur ein einziger über dieses Spiel verfügen muss, kommt schon eine Menge Spaß auf. Allerdings hält dieser immer nur für kurze Zeit an, da der Mehrspielermodus mit lediglich vier Welten doch etwas zu klein geraten ist. Wie gesagt, handelt es sich hierbei nur um eine nette Dreingabe, von der man einfach nicht zu viel erwarten sollte.
Eintauchen in das Pilzkönigreich
In grafischer Hinsicht, zeigt dieser Titel schon ganz gut, zu welchen Leistungen dieser Handheld im Stande ist. Die 3D-Welt sieht einfach fantastisch aus und besticht mit einer einfach mitreißender Atmosphäre. Zwar wirkt alles ein klein wenig pixeliger, als noch im Original, allerdings fällt damit auch dessen verwaschender Look weg. Insgesamt wirkt die Grafik dieses Remakes auch um einiges besser. Überall sind viel mehr Details zu entdecken und die Welten wirken lebendiger als je zuvor. Die Charaktermodelle haben auch einiges an Qualität dazu gewonnen. Sowohl Mario, als auch Bowser, haben mit den kantigen Figuren von 1997 nicht mehr viel gemeinsam und die neuen Charaktere, wie Wario, stehen diesem Aussehen in nichts nach. Allerdings lastet die Grafik mit Sicherheit die Fähigkeiten des Dual Screens noch lange nicht aus. An manchen Stellen im Spiel wirken die Texturen einfach extrem matschig. Ein bisschen mehr Feinarbeit wäre, in diesem Bereich, noch recht wünschenswert gewesen.
Allerdings wird man im Vergleich zu den Fähigkeiten des Game Boy Advance einfach nur überwältigt, von der 3D-Grafik, die dieses kleine Gerät darstellen kann und der unglaublichen Atmosphäre dieses Mario-Teils kann man schon nach kurzer Zeit nicht mehr entrinnen. Auch der Sound steht dem des Originals in nichts nach. Die Surround-Fähigkeit dieses Handhelds weis sofort zu überzeugen und trägt sehr zur Atmosphäre bei, wenn man links und rechts Vögel zwitschern hört oder Soundeffekte actionreiches Geschehen untermalen. Sprachausgabe bekommt man leider nur ganz am Anfang zu hören. Nämlich die Stimme von Prinzessin Peach, als die Einladung für Mario vorgelesen wird. Groß vermissen wird man die Sprachausgabe aber im weiteren Spielverlauf auch nicht. Zwischensequenzen sind eh eine Seltenheit, da die Story bei Super Mario-Teilen eh nur eine äußerst nette Umrandung des Geschehens sind und nicht mit großen Wendungen oder tiefgehenden Verzweigungen aufwarten.
Mit Super Mario 64 schuf Nintendo 1996 nicht nur ein Jump&Run, wie man es in solch einer hohen Qualität in 3D noch nie gesehen hatte, sondern gleichzeitig auch einen wahrhaften Meilenstein in der Geschichte der Videospiele. Seitdem sind viele Jahre vergangen und dieser Titel hat nun schon die Bezeichnung eines Klassikers angenommen, aber erfreut sich immer noch größter Beliebtheit. Kein Wunder also, dass Nintendo zum Launch des Dual Screens keinen gänzlich neues Mario-Spiel präsentiert, sondern ein Remake dieses Titels.
Doch natürlich bekommen wir nicht einfach eine uninspirierte 1:1-Umsetzung serviert. Die Entwickler haben sich alle Mühe gegeben, um das Spiel zu erweitern, die innovativen Fähigkeiten des Dual Screens gut zu nutzen und auch Kennern des Original ein Spiel voller Überraschungen zu bieten. Und es sei jetzt schon gesagt, dass ihnen all dieses auch ausgezeichnet gelungen ist. Die erste Überraschung gibt es sogar schon in der Intro-Sequenz. Im Original wurde noch Mario allein von Prinzessin Peach eingeladen, um bei ihr Kuchen zu essen. Doch mit so einem gemütlichen Nachmittag in liebevoller Zweisamkeit wird es in der NDS-Fassung nichts mehr. Viel mehr scheint ein Kaffeeklatsch mit Mario, Luigi, und Wario geplant zu sein, die sich vor dem Schloss treffen und sich gemeinsam auf den Weg zu der Prinzessin machen. Genau dann gibt es einen Szenenwechsel und auf einmal kommt, ebenfalls überraschend, Yoshi in das Geschehen, der schon in vielen Mario-Teilen auftauchte, allerdings meisten nur die Rolle eines Reittiers einnahm. Als ihm berichtet wird, dass Mario, Luigi und Wario noch nicht von der Prinzessin zurück sind, obwohl schon sehr viel Zeit vergangen ist, macht sich Yoshi natürlich Sorgen und damit natürlich auch auf den Weg, um nach dem Rechten zu sehen. Im Schloss trifft er auf Toad, der ihm die Lage genau schildert. Der Oberbösewicht Bowser ist wieder einmal aufgekreuzt, hat die Power-Sterne, die sonst das Schloss beschützen, entwendet und sowohl Peach, als auch Mario und Co in Wandgemälde eingesperrt. Nun ist der grüne Held auf sich allein gestellt und muss alles daran setzen, die schlimmen Vorfälle wieder in Ordnung zu bringen. Doch um die Prinzessin zu retten und am Ende auch Bowser Einhalt zu gebieten, muss er auf jeden Fall zuerst seine Freunde retten.
Mehr Sterne – Mehr Aufgaben
Das Schloss bildet dabei nicht einfach nur den Anfang dieses Abenteuers, sonder zugleich den zentralen Punkt des gesamten Spiels. Denn auf dem Gelände dieses großen Gebäudes, befinden sich die Zugänge zu allen Level. Meistens sind diese durch verschiedene Gemälde zugänglich, indem man ganz einfach in diese hineinhüpft. Dabei ist jeder Level total unabhängig von den anderen, was den Vorteil hat, unterschiedlichere und dadurch natürlich auch abwechslungsreichere Orte, bieten zu können. So erwartet einen im einen Bild eine eisige Schneelandschaft mit absoluter Rutschgefahr und schon im nächsten eine glühende Wüstenlandschaft mit Wirbelstürmen und Treibsand. Allerdings lassen sich natürlich nicht alle Level gleich zu Beginn betreten. Denn jeder ist durch einen anderen Raum des Schlosses betretbar und diese Räume haben alle einen Stern mit einer Zahl auf der Tür. Diese Zahl zeigt an, wie viele der Power-Sterne man schon in seinen Besitz gebracht haben muss, um die Tür öffnen zu können. Das heißt im Klartext, dass einem immer mehr Level offen stehen, desto mehr Sterne man ergattern kann. Um an diese begehren Sterne zu kommen, muss man in den bereits geöffneten Level verschiedene Aufgaben erfüllen. Im Vergleich zu dem Original ist auf dem Dual Screen die Anzahl der Aufgaben um eine, auf insgesamt acht, pro Welt gestiegen. Jede erfüllte Aufgabe, wird automatisch mit einem neuen Stern belohnt.
Dabei muss man mehr machen, als einfach nur Bossgegner zu besiegen oder eine bestimmte Anzahl an Münzen zu sammeln. Viel mehr hat jeder Level auch sehr kreative Missionen zu bieten, die nie Langeweile aufkommen lassen. So muss man zum Beispiel mit einem Pinguin um die Wette rutschen, einen Schatz aus einen versunkenen Schiff bergen oder auf Geisterjagd gehen. Insgesamt gibt es 150 Sterne zu ergattern, womit die NDS-Version, wie Kenner des Originals schnell gemerkt haben sollten, ganze 30 Sterne mehr beinhaltet und damit die beachtliche Größe noch einmal steigt. Diese neuen Sterne, findet ihr aber nicht einfach in den alten Level, sondern auch im Schloss an sich oder auch in ganz neuen Welten, die extra für das Remake erstellt worden sind. Damit erwartet den Spieler nun auch zum ersten Mal eine tropische Insel im Flair des GameCube-Titels „Super Mario Sunshine“ und jeder verlorener Charakter hat seine eigene Welt spendiert bekommen, in der er gerettet werden muss. So entfaltet sich das Spiel Schritt für Schritt und wenn einem später viele Level zur Verfügung stehen, kann man immer selbst entscheiden, worauf man gerade Lust hat und welche Aufgabe man im Moment anpacken will. Damit entstehen spielerische Freiheit und viel Abwechslung, womit die Motivation stetig vorhanden ist und man nie unter Frust leider muss, wenn man mit einer Aufgabe mal nicht gleich zurecht kommt. Schließlich muss man ja auch am Ende nicht alle 150 Sterne erreicht haben, um den Abspann zu sehen. Allerdings wird man wohl frühestens von diesem Spiel loskommen, wenn man sie doch alle gesammelt hat.
Vier Helden sind besser als ein Mario
Dem Spiel wurden nicht nur neue Welten hinzugefügt, sondern auch in den bekannten Level, haben sich manche Aufgaben geändert. Das resultiert daraus, dass man ja in diesem Abenteuer nach und nach ganze vier Helden einsetzen kann. Zu Anfang muss Yoshi die Mützen einer der drei anderen Helden suchen, um sich temporär in den jeweiligen Gefährten verwandeln zu können. Allerdings werden einem diese Mützen nur selten zur Verfügung gestellt und wenn man die Change hat sie zu ergattern, dann ist das nicht selten eine aufwändige Angelegenheit. Zum Glück stößt man nach genügend Sternen immer wieder auf ein Gemälde mit dem Bild eines dieser Gefährten. Dort gibt es dann nur eine einzige Aufgabe zu lösen, an deren Ende der jeweilige Held befreit wird. In einem Raum des Schlosses kann man dann zwischen den befreiten Helden jeder Zeit hin und her wechseln, um mit ihnen so oft und lange man will die einzelnen Welten zu besuchen. Dieser Wechsel wird im Spielverlauf auch immer wichtiger. Das liegt ganz einfach daran, dass jeder der Helden andere Fähigkeiten besitzt, die für einzelne Aufgaben unverzichtbar sind. Das heißt also im Klartext, dass bestimmte Aufgaben nur mit bestimmten Charakteren erfolgreich absolviert werden können.
Am Anfang steht einem nur Yoshi zur Verfügung, der sich dadurch auszeichnet, im Springen ganz kurz ein paar Schritte in der Luft machen zu können. Allerdings kann er auch Gegner verschlucken, um sie dann als Eier auf andere Widersacher zu spucken. Durch die sogenannte Power-Blume, die man an bestimmten Kästchen erhalten kann, wird es ihm sogar möglich, für gewisse Zeit Feuer zu spucken, womit sich nicht nur jeder Gegner ganz leicht aus dem Weg räumen lässt, sondern auch Hindernisse beseitig werden können. Durch dieses Item wird es Mario dagegen möglich, sich wie einen Ballon aufzublähen und dann durch die Luft zu schweben, Luigi wird dadurch für kurze Zeit unsichtbar und kann durch Gegner und verschiedene Objekte laufen, und Wario kann seinen Körper in Metall verwandeln, um Feinde spielend aus dem Weg zu räumen oder am Grund von Gewässern spazieren zu gehen. Ansonsten verfügen die Charaktere noch über andere spezifische Fähigkeiten und Eigenschaften. Das bringt noch mehr Abwechslung mit in das Spiel und verlangt gelegentlich auch mal etwas Denkarbeit ab, da einem nicht immer sofort klar gemacht wird, welcher Charakter bei welcher Aufgabe weiterhelfen könnte. Neben der Power-Blume, die bei jeder der Figuren eine andere Wirkung zeigt, gibt es auch Items, dessen Wirkung immer gleich bleibt, ganz egal von wem sie verwendet werden. Man kann zum Beispiel in Kanonen hüpfen, um sich als lebendige Kanonenkugel zu sonst unerreichbaren Orten der Level katapultieren zu lassen. Oder man hat sogar das Glück aus einem Kästchen einen Pilz zu erhalten, welche den jeweiligen Helden für kurze Zeit wachsen lassen, um jeden Gegner und jedes Hindernis problemlos zu Seite zu räumen.
Der Touchscreen als Analogstick
Ein wichtiges Kriterium für jedes Videospiel ist die Steuerung. Vor allem im Jump&Run-Genre kann diese nämlich über Spielspass und Frust durchaus mitentscheiden. Im Original von Super Mario 64 war die Steuerung einfach perfekt. Der Analog-Stick des Controllers ermöglichte schließlich ein genaues und intuitives Manövrieren. Doch wenn man sich den Dual Screen mal genau ansieht, dann wird einem schnell auffallen, dass dieses Gerät über keinen solchen Analog-Stick verfügt, sondern lediglich über ein digitales Steuerkreuz. Dessen Verwendung ist anfangs auch gar nicht mal so umständlich, doch wenn man sich an den ersten Geschicklichkeits-Passagen versucht, merkt man schnell, dass diese Steuermethode nicht einwandfrei funktioniert. Allerdings ist das kein Grund zum Verzweifeln. Nintendo hat den Touchscreen ja schließlich nicht umsonst in das Gerät integriert. Mit dem Finger-Stylus, einer Kappe, die man sich vorne am Finger befestigt, kann man auf dem Touchscreen den Finger bewegen, fast so wie bei einem Analog-Stick.
Gegenüber des Steuerkreuzes hat dieses den Vorteil, seine Figur ziemlich genau unter Kontrolle zu haben und auch bestimmen zu können, wie schnell sie zu gehen hat, was an manchen Stellen im Spiel auch absolut notwendig ist. Doch das ganze ist sehr gewöhnungsbedürftig. Man muss den Finger des öfteren neu ansetzen, da man am Rand des Bildschirms angekommen ist. Und selbst wenn man die Steuerung nach einiger Zeit sehr gut im Griff hat, ist sie an hektischen Stellen immer noch etwas ungenauer als es der Analog-Stick war. Wer jetzt, durch die stellenweise ungenaue Steuerung, viel Frust erwartet, darf beruhigt werden. Die Entwickler ist dieser Mangel frühzeitig selbst aufgefallen und so haben sie einige schwere Stellen im Spiel etwas entschärft. Während man im Original ständig aufpassen musste, dass Mario in keinen bodenlosen Abgrund stürzt, hat man das Bauwerk der Level nun an vielen Stellen abgesichert, so dass solche Abstürze zur Seltenheit werden. Auch an einigen Bossgegnern sind die Jahre seit 1997 nicht spurlos vorübergegangen. Viele von ihnen machen nun schon nach wenigeren Treffern schlapp. Insgesamt wird das Spiel dadurch sogar noch ein Stück einfacher, als das Original. Fordernd sind die Aufgaben, vor allem im späterem Spielverlauf, aber immer noch und man kann sich über so manche kniffelige Stelle freuen, an der man sein Können unter Beweis stellen darf.
Spielen und Zeichnen
Um den Spielspass, sowie die Langzeitmotivation, noch mal ein ganzes Stück zu erhöhen, und die innovativen Fähigkeiten des Dual Screens zu demonstrieren, hat Nintendo eine ganze Reihe von Minispielen in den Titel eingebaut. Im Startbildschirm, kann man diese anwählen und sich jeder Zeit damit vergnügen. Allerdings steht einem am Anfang nur eine kleine Auswahl zur Verfügung, die im Hauptspiel erweitert werden darf. Dafür muss man mit den einzelnen Charakteren Hasen fangen, die über das gesamte Schlossgelände hüpfen. Mit jedem Hasen erhält der jeweilige Charakter ein neues Minispiel. Dabei hat jeder Held eine andere Art von Minispiel zu bieten. So setzt Mario auf Geschicklichkeitsspiele, während bei Luigi mehr Denkarbeit geleistet werden muss. Insgesamt, ist sicherlich für jeden Geschmack etwas dabei und wegen der wirklich beachtlichen Anzahl dieser Spiele, kann man sich auch durchaus einige Zeit damit beschäftigen.
Doch Super Mario 64 DS hat noch mehr abseits das Hauptspiels zu bieten. So kann man im Startbildschirm Mario nicht, wie im Original, einfach nur die Ohren oder die Nase lang ziehen, sondern man erhält die Möglichkeit, ganz eigene Bilder mit dem Stylus-Stift zu malen. Das ist aber sicherlich nur eine kleine nette Dreingabe. Viel mehr als eine nette Dreingabe stellt auch der Mehrspielermodus nicht dar. Dort kann man in vier Level, wie dem Schlossgarten oder einer Rutschbahn, auf Sternejagd gehen. Dabei muss man ständig auftauchende Sterne nicht nur schneller einsammeln als seine Gegenspieler, sondern sich diese mit Schlägen auch vom Leib halten. Mit bis zu vier Spielern, wobei nur ein einziger über dieses Spiel verfügen muss, kommt schon eine Menge Spaß auf. Allerdings hält dieser immer nur für kurze Zeit an, da der Mehrspielermodus mit lediglich vier Welten doch etwas zu klein geraten ist. Wie gesagt, handelt es sich hierbei nur um eine nette Dreingabe, von der man einfach nicht zu viel erwarten sollte.
Eintauchen in das Pilzkönigreich
In grafischer Hinsicht, zeigt dieser Titel schon ganz gut, zu welchen Leistungen dieser Handheld im Stande ist. Die 3D-Welt sieht einfach fantastisch aus und besticht mit einer einfach mitreißender Atmosphäre. Zwar wirkt alles ein klein wenig pixeliger, als noch im Original, allerdings fällt damit auch dessen verwaschender Look weg. Insgesamt wirkt die Grafik dieses Remakes auch um einiges besser. Überall sind viel mehr Details zu entdecken und die Welten wirken lebendiger als je zuvor. Die Charaktermodelle haben auch einiges an Qualität dazu gewonnen. Sowohl Mario, als auch Bowser, haben mit den kantigen Figuren von 1997 nicht mehr viel gemeinsam und die neuen Charaktere, wie Wario, stehen diesem Aussehen in nichts nach. Allerdings lastet die Grafik mit Sicherheit die Fähigkeiten des Dual Screens noch lange nicht aus. An manchen Stellen im Spiel wirken die Texturen einfach extrem matschig. Ein bisschen mehr Feinarbeit wäre, in diesem Bereich, noch recht wünschenswert gewesen.
Allerdings wird man im Vergleich zu den Fähigkeiten des Game Boy Advance einfach nur überwältigt, von der 3D-Grafik, die dieses kleine Gerät darstellen kann und der unglaublichen Atmosphäre dieses Mario-Teils kann man schon nach kurzer Zeit nicht mehr entrinnen. Auch der Sound steht dem des Originals in nichts nach. Die Surround-Fähigkeit dieses Handhelds weis sofort zu überzeugen und trägt sehr zur Atmosphäre bei, wenn man links und rechts Vögel zwitschern hört oder Soundeffekte actionreiches Geschehen untermalen. Sprachausgabe bekommt man leider nur ganz am Anfang zu hören. Nämlich die Stimme von Prinzessin Peach, als die Einladung für Mario vorgelesen wird. Groß vermissen wird man die Sprachausgabe aber im weiteren Spielverlauf auch nicht. Zwischensequenzen sind eh eine Seltenheit, da die Story bei Super Mario-Teilen eh nur eine äußerst nette Umrandung des Geschehens sind und nicht mit großen Wendungen oder tiefgehenden Verzweigungen aufwarten.
Sascha Geldermann meint...
Super Mario 64 war 1997 einfach ein geniales Spiel und dieses Remake kann, durch die neuen Level, der größeren Auswahl an Aufgaben und den netten Boni, sogar noch mehr überzeugen. Die große Abwechslung, die Freiheit selbst bestimmen zu können in welchen Level man momentan eine Aufgabe erfüllen will, sowie die zahlreichen Minispiele, lassen nie Langeweile aufkommen und sorgen für viel Motivation, so dass man sich mit Sicherheit wochenlang mit diesem Spiel beschäftigen kann. Die Steuerung ist leider nicht ganz so genau wie auf dem Nintendo 64, funktioniert aber nach einer Eingewöhnungszeit durchaus zufriedenstellend. Auch grafisch macht der Titel einen sehr guten Eindruck, auch wenn der Dual Screen sicherlich noch mehr zu bieten hätte. Man kann diesen Titel jedem NDS-Besitzer ohne bedenken ans Herz legen und selbst Besitzer des Originals können dank der vielen Erweiterungen über einen Neukauf nachdenken.
Super Mario 64 war 1997 einfach ein geniales Spiel und dieses Remake kann, durch die neuen Level, der größeren Auswahl an Aufgaben und den netten Boni, sogar noch mehr überzeugen. Die große Abwechslung, die Freiheit selbst bestimmen zu können in welchen Level man momentan eine Aufgabe erfüllen will, sowie die zahlreichen Minispiele, lassen nie Langeweile aufkommen und sorgen für viel Motivation, so dass man sich mit Sicherheit wochenlang mit diesem Spiel beschäftigen kann. Die Steuerung ist leider nicht ganz so genau wie auf dem Nintendo 64, funktioniert aber nach einer Eingewöhnungszeit durchaus zufriedenstellend. Auch grafisch macht der Titel einen sehr guten Eindruck, auch wenn der Dual Screen sicherlich noch mehr zu bieten hätte. Man kann diesen Titel jedem NDS-Besitzer ohne bedenken ans Herz legen und selbst Besitzer des Originals können dank der vielen Erweiterungen über einen Neukauf nachdenken.

GRAFIK
hübsche Grafik
hübsche Grafik

SOUND
stimmiger Sound
stimmiger Sound

BEDIENUNG
gute Steuerung mit einigen Schwächen
gute Steuerung mit einigen Schwächen

UMFANG
langes Abenteuer, neuer Mehrspieler-Modus
langes Abenteuer, neuer Mehrspieler-Modus
SPIELSPASS
Genialer Klassiker mit interessanten Erweiterungen.
* kein Durchschnitt der einzelnen Kategorien
Genialer Klassiker mit interessanten Erweiterungen.
* kein Durchschnitt der einzelnen Kategorien
Informationen zum Spiel