Donkey Kong Jet Race
Artikel verfasst von Aljoscha Reuther am 06.02.2008
Links, Rechts, Links Rechts… Pause.
Damals… wie schnell man das Wort doch verwendet, wenn es um vergangene Konsolengenerationen geht, auch wenn der Gamecube nicht einmal 2 Jahre zurückliegt.
Auf jeden fall gab es "damals" ein Spiel, genannt Donkey Konga. In diesem Spiel, kombiniert mit dem "Bongo Controller", der alleine für dieses Spiel produziert wurde, ging es darum, wie in einem Tanzspiel, die richtigen "Knöpfe" zur rechten Zeit zu drücken. Gerade einmal 2 Spiele hat die am Anfang so gemochte Idee durchgehalten, doch fast wäre ein drittes dazu gekommen: Donkey Kong Jet Race. Dieses wurde allerdings durch den Vormarsch der Wii gestoppt und ging praktisch mit dem Gamecube und den Bongo-Controllern unter. Doch nun kommt der FunRacer, sozusagen als Hauseigene Konkurrenz zum kommenden Mario Kart, für Wii. Lohnt es sich, die Wartezeit mit dem Titel mit der ungewöhnlichen Steuerung zu überbrücken?

Nintendo macht gute Spiele, das ist allgemein bekannt. Perlen wie Super Mario Galaxy oder Zelda: Twillight Princess sind noch Monate nach ihrem Erscheinen in den Top10 der weltweiten Verkaufszahlen und sahnen bei den Bewertungen einen Award nach dem anderen ab. Kann es da sein, dass sich Big-N da noch überhaupt ein richtig schlechtes Spiel einhandeln kann? Theoretisch eigentlich nicht, wissen wir doch alle um die Qualitätssicherung im Hause Nintendo, allerdings scheint Donkey Kong: Jet Race irgendwie an selbiger vorbei gerutscht zu sein.
Der so genannte FunRacer, der angeblich abwechslungsreich und wahnwitzig sein sollte, entpuppt sich als hässliche, langweilige Notlösung eines Konzeptes, das bereits auf dem Gamecube zum Scheitern verurteilt war. Nicht nur, dass dem Spiel, trotz der offensichtlich geklauten Ideen von Mario Kart, der Spielspaß in Tonnen "flöten" geht, auch die Steuerung, die das eigentliche Highlight des Spieles darstellen soll, fällt langweilig und unangenehm aus. Aber ich nehme zu viel vorweg, lasst mich euch einen tieferen Einblick in den Schüttelraser geben…
Mit 25 durch den Dschungel.
Um was es bei dem Spiel geht ist schnell erklärt: wir fliegen, mit 2 Raketen um unsere Hüften gesponnen (natürlich nur unsere Alter Egos im Spiel), die wir mit Schlägen auf deren Vorderseiten antreiben können. Dabei gilt es, dem Müll (Holz/Metallfässer, Riesenbienen, halt alles was man aus dem Donkey Kong Universum kennt) auf der Strecke auszuweichen, unsere Kontrahenten mit allerlei Dingen (die in Ballons Versteckt sind) von der Strecke zu Fegen, und natürlich Bananen zu sammeln. Bei 50 Bananen bekommen wir eine "Flamme", mit der wir einen Turbo-Boost ausführen können, um uns der beiden vorher genannten Dingen zu entledigen. Ziel ist es natürlich, vor allen anderen durchs Ziel zu fahren. Vom Grundkonzept her ist das Spiel also gar nicht mal so schlecht, auch wenn wir das alles irgendwo schon einmal gesehen haben.
Die Umsetzung ist allerdings mehr oder weniger in die Hose gegangen - die Extras sind eher nervig als Hilfreich, der Turbo-boost, genannt "Affenzahn", bleibt an allen möglichen Dingen hängen und die Steuerung ist nichts weiter als eine alberne Art zu versuchen, einem FunRacer eine alternative Beschleunigung und Lenkung zu geben.

Im Spiel selbst stehen uns mehrere Möglichkeiten zur Auswahl, diese schlechte Präsentation zu erleben: Ein normaler Grand Prix, wie wir ihn aus Mario Kart kennen, ein Einzelrennen, ein Zeitrennen und ein Freies Rennen. Zudem gibt es Missionen, in denen ihr meist eine bestimmte Anzahl von Bananen einsammeln, Fässern zerstören oder Gegnern abschießen müsst. Der Multiplayer findet in den ersten vier Punkten statt, bis zu vier Spieler können daran teilnehmen. In den Rennen Selbst gibt es nicht viele Unterschiede, uns stehen 4 Grand Prix zur verfügung, mit 3-5 Kursen pro Pokal. Wenn ihr einen Pokal gewinnt, schaltet ihr weitere Pokale und Charaktere frei. Diese unterscheiden sich dann in den Fähigkeiten "Starten", "Boost" und "Kurven", und stellen simpel die Fähigkeiten "Beschleunigung", "Turbo-Geschwindigkeit" und "Lenkung" dar. Ein positiver Aspekt des Spiels ist, dass die Charaktere allesamt unterschiedlich sind und es stehen, nach dem alle freigeschaltet wurden, satte 16 davon zur Auswahl, allesamt bekannt aus dem Donkey Kong Universum (Affen und Krokodile).
Die Kurse sind da schon weniger, gerade einmal 6 verschiedene Szenarien gibt es zur Auwahl, davon gibt es dann noch einmal Untergruppen, wo die Rennbedingungen in diesen Szenarien anders sind - aber nicht bei allen Strecken. Jedoch gibt es zum Beispiel beim "Dynamitberg" 3 Verschiedene Streckeneinstellungen, die Strecke allerdings bleibt dieselbe. Und die Strecken stellen auch gleichzeitig eine der größeren Schwächen des Spiels dar, denn sie sind schlicht und Ergreifend zu voll. Holzfässer können wir mit unserem Schlag (A-Knopf) noch relativ einfach aus dem Weg räumen, aber Metallfässern, Steinen und Barrikaden müssen wir laufend ausweichen, was aufgrund der doch recht trägen Steuerung ziemlich schwierig werden kann. Kurz: wenn wir nicht von einem Item unserer Mitspieler oder deren Turboboost behindert werden, passiert dies allerspätestens dann, wenn wir über eine vorhandene Barriere hinüber springen und geradewegs und ohne Ausweichmöglichkeit in die nächste herein krachen.
Fahre vor das Fass, um schneller zu werden...
Bei den Charakteren ist es auch nicht weiter wichtig, für welchen wir uns entscheiden - denn auf die im Spiel genannten Werte kommt es nur sekundär an - im Endeffekt gewinnt derjenige, der die meisten Bananen sammelt und dadurch die meisten Turbo-Boosts einsetzen kann, und vor allen wie oft in Folge diese erneuert werden, denn immer wenn ihr in ein Zerstörbares Objekt oder einen Gegner hineinrast, während ihr den Turbo-Boost aktiviert habt, wird dieser erneuert - es sind so theoretisch lange Strecken mit dieser Boost-Kette möglich, die aber immer wieder von irgend etwas Aufgehalten werden - was auch gut so ist, denn sonst wäre das Spiel noch einfacher, als es ohnehin schon ist.

Wo wir gerade bei der Geschwindigkeit sind, die gibt es im Spiel überhaupt nicht zu fühlen. Die Fass-Raketen treiben dermaßen langsam über das Spielfeld, dass man fast meinen könnte, es würde bei Mario Kart eine 25 Klasse geben. Da ändern die hässlichen Unschärfeeffekte und die paar "Geschwindigkeitsstriche", die an uns vorbeirasen, auch nicht viel daran, das Spiel wirkt insgesamt zu langsam und dadurch langweilig. Langweilig sind auch die Items, und wenn sie nicht langweilig sind, dann nerven sie. In den zwei verschiedenen Ballonarten (Blau für die Krokos und Rot für die Affen, es können aber beide eingesammelt werden) sind zum Großteil Dinge enthalten, die einen unserer Widersacher (oder uns) Umkreisen und ihm entweder die Geschwindigkeit nehmen, ihm Bananen stehlen oder ihn einfach in einen Netten Zusammenstoß verwickeln, ähnlich den Koopa-Panzern bei Mario Kart. Meist sorgen die Items allerdings eher für Frust als für Freude, denn oft verfehlen sie ihr Ziel einfach und greifen teilweise ihren Absender an, was eigentlich nur beim Quawks passieren dürfte, der immer den erstplatzierten Fahrer angreift (Blauer Panzer bei MK). Und wenn sie dann doch einmal das richtige Ziel erwischen, dann bleiben sie auch gleich eine Weile dort, beispielsweise klaut uns ein diebischer Affe mit Propellerrucksack mehrere Sekunden lang Bananen, bis er alle hat, die noch nicht zu einer Flamme geworden sind. Generell basieren alle Stehl-Items darauf, den anderen Fahrern fast alle Bananen zu stehlen, die noch nicht zu Turbo-Flammen geworden sind.
Bananen, ein gutes Stichwort, denn sie stellen so ziemlich das wichtigste Gut im Spiel dar. Für 50 Bananen gibt es eine der schon mehrfach erwähnten Turbo-Flammen, die für den Sieg teilweise mehr als entscheidend sind und auch etwas Spannung ins Spiel bringen können. Allerdings ist die Tatsache, dass die Bananen erst einmal bis zu 6 Sekunden brauchen, bis ihr sie auch wirklich nutzen könnt, etwas störend, denn die Bananen wechseln jeweils einzeln nach einander von unserem Charakter zum "Konto", was besonders wenn eines der "Stehl"-Items uns umkreist wirklich nervig sein kann. Die Bananen gibt es entweder Einzeln, in 5er Packs oder die "Goldene Banane", die uns gleich 50 auf einmal beschert. Zudem gibt es sowohl in den blauen als auch in den roten Ballons ein Bananen-Item, dass uns 30 auf einen Schlag bringt.

Seit 3 Jahren unverändert
Optisch merkt man dem Titel mehr als an, dass er einst für den Gamecube geplant war. Die Charaktere sind Kantig, die Texturen teilweise sehr verwaschen und die Kombination von knallbunter Comicgrafik mit Unschärfeeffekten passt absolut nicht. Zudem sind die Bananen und ein großer teil der Streckendekoration sogenannte "Static Meshes", das heisst es sind Objekte, die sich in unsere Richtung, also die Richtung der Kamera drehen und immer mit ihrer "Vorderseite" zu uns zeigen. Für gewöhnlich 2-Dimensional.
Auch das Streckendesign selbst ist eher dürftig, zwar gibt es durchaus nette Ausblicke auf den Dschungel, die Wüste, den Himmelstempel oder die Schnee bedeckten Berghügel, jedoch kann man diese wegen des vielen Schrotts, der auf der Strecke herumliegt, nicht wirklich genießen - und will es beim näheren Hinschauen auch gar nicht
. Der Sound ist dürftig, die Musik im Spiel hätte selbst auf dem Gamecube keinen Keks gewonnen, und wirkt unpassend und kitschig. Die gesamte Affenhorde hat fast komplett andere Stimmen, als man sie bisher kennt, und ein eindeutig weibliches "Yayyyy" bei jedem Charakter zu hören, welcher den Affenzahn einsetzt, ist auch recht unschön. Kurz: Soundtechnisch ist der Titel nicht zu Empfehlen.
Kommen wir nun zum wichtigsten: der Steuerung. Denn gerade die soll den Titel auszeichnen. Tut sie auch, aber sicherlich nicht in dem Maße, wie Nintendo es sich gedacht hat. Zwar funktioniert die Beschleunigung durch das abwechselnde auf- und ab Schütteln der Wii-FB und des Nunchuks, sowie das Lenken durch das Schütteln der jeweiligen "Seite" (Wii-FB für rechts, Nunchuk für links) wirklich gut, jedoch kommt beim Spiel gerade dadurch hohe Langeweile auf. Denn wenn wir einmal kräftig geschüttelt haben, erscheint auf dem Bildschirm "Spitzengeschwindigkeit erreicht" und wir können, im Prinzip, die Finger unten lassen. Die Fassraketen behalten dann, bis wir vor ein Hindernis stoßen, diese Geschwindigkeit bei, wir müssen den Controller nur noch bewegen, um auf der Strecke hin- und her zu lenken, denn die Kurven werden von den Charakteren automatisch genommen und bremsen diese nicht einmal aus. Gesprungen wird, indem beide Controller nach oben geschlagen werden. Nicht wirklich jedermanns Sache, aber das Grundkonzept ist solide umgesetzt.
Der Multiplayer des Spieles braucht nicht näher beschrieben werden, Ihr kennt es alle, der Standard Grand Prix, nur mit Splitscreen für bis zu vier Spieler.
Gelobt werden muss allerdings das Tutorial des Spieles, denn hier gibt es in 8 "Missionen" eine gründliche Einführung in die Steuerungsmethode sowie das Benutzen von Items oder das zerschlagen von Fässern. Nett gemacht.
Damals… wie schnell man das Wort doch verwendet, wenn es um vergangene Konsolengenerationen geht, auch wenn der Gamecube nicht einmal 2 Jahre zurückliegt.
Auf jeden fall gab es "damals" ein Spiel, genannt Donkey Konga. In diesem Spiel, kombiniert mit dem "Bongo Controller", der alleine für dieses Spiel produziert wurde, ging es darum, wie in einem Tanzspiel, die richtigen "Knöpfe" zur rechten Zeit zu drücken. Gerade einmal 2 Spiele hat die am Anfang so gemochte Idee durchgehalten, doch fast wäre ein drittes dazu gekommen: Donkey Kong Jet Race. Dieses wurde allerdings durch den Vormarsch der Wii gestoppt und ging praktisch mit dem Gamecube und den Bongo-Controllern unter. Doch nun kommt der FunRacer, sozusagen als Hauseigene Konkurrenz zum kommenden Mario Kart, für Wii. Lohnt es sich, die Wartezeit mit dem Titel mit der ungewöhnlichen Steuerung zu überbrücken?

Nintendo macht gute Spiele, das ist allgemein bekannt. Perlen wie Super Mario Galaxy oder Zelda: Twillight Princess sind noch Monate nach ihrem Erscheinen in den Top10 der weltweiten Verkaufszahlen und sahnen bei den Bewertungen einen Award nach dem anderen ab. Kann es da sein, dass sich Big-N da noch überhaupt ein richtig schlechtes Spiel einhandeln kann? Theoretisch eigentlich nicht, wissen wir doch alle um die Qualitätssicherung im Hause Nintendo, allerdings scheint Donkey Kong: Jet Race irgendwie an selbiger vorbei gerutscht zu sein.
Der so genannte FunRacer, der angeblich abwechslungsreich und wahnwitzig sein sollte, entpuppt sich als hässliche, langweilige Notlösung eines Konzeptes, das bereits auf dem Gamecube zum Scheitern verurteilt war. Nicht nur, dass dem Spiel, trotz der offensichtlich geklauten Ideen von Mario Kart, der Spielspaß in Tonnen "flöten" geht, auch die Steuerung, die das eigentliche Highlight des Spieles darstellen soll, fällt langweilig und unangenehm aus. Aber ich nehme zu viel vorweg, lasst mich euch einen tieferen Einblick in den Schüttelraser geben…
Mit 25 durch den Dschungel.
Um was es bei dem Spiel geht ist schnell erklärt: wir fliegen, mit 2 Raketen um unsere Hüften gesponnen (natürlich nur unsere Alter Egos im Spiel), die wir mit Schlägen auf deren Vorderseiten antreiben können. Dabei gilt es, dem Müll (Holz/Metallfässer, Riesenbienen, halt alles was man aus dem Donkey Kong Universum kennt) auf der Strecke auszuweichen, unsere Kontrahenten mit allerlei Dingen (die in Ballons Versteckt sind) von der Strecke zu Fegen, und natürlich Bananen zu sammeln. Bei 50 Bananen bekommen wir eine "Flamme", mit der wir einen Turbo-Boost ausführen können, um uns der beiden vorher genannten Dingen zu entledigen. Ziel ist es natürlich, vor allen anderen durchs Ziel zu fahren. Vom Grundkonzept her ist das Spiel also gar nicht mal so schlecht, auch wenn wir das alles irgendwo schon einmal gesehen haben.
Die Umsetzung ist allerdings mehr oder weniger in die Hose gegangen - die Extras sind eher nervig als Hilfreich, der Turbo-boost, genannt "Affenzahn", bleibt an allen möglichen Dingen hängen und die Steuerung ist nichts weiter als eine alberne Art zu versuchen, einem FunRacer eine alternative Beschleunigung und Lenkung zu geben.

Im Spiel selbst stehen uns mehrere Möglichkeiten zur Auswahl, diese schlechte Präsentation zu erleben: Ein normaler Grand Prix, wie wir ihn aus Mario Kart kennen, ein Einzelrennen, ein Zeitrennen und ein Freies Rennen. Zudem gibt es Missionen, in denen ihr meist eine bestimmte Anzahl von Bananen einsammeln, Fässern zerstören oder Gegnern abschießen müsst. Der Multiplayer findet in den ersten vier Punkten statt, bis zu vier Spieler können daran teilnehmen. In den Rennen Selbst gibt es nicht viele Unterschiede, uns stehen 4 Grand Prix zur verfügung, mit 3-5 Kursen pro Pokal. Wenn ihr einen Pokal gewinnt, schaltet ihr weitere Pokale und Charaktere frei. Diese unterscheiden sich dann in den Fähigkeiten "Starten", "Boost" und "Kurven", und stellen simpel die Fähigkeiten "Beschleunigung", "Turbo-Geschwindigkeit" und "Lenkung" dar. Ein positiver Aspekt des Spiels ist, dass die Charaktere allesamt unterschiedlich sind und es stehen, nach dem alle freigeschaltet wurden, satte 16 davon zur Auswahl, allesamt bekannt aus dem Donkey Kong Universum (Affen und Krokodile).
Die Kurse sind da schon weniger, gerade einmal 6 verschiedene Szenarien gibt es zur Auwahl, davon gibt es dann noch einmal Untergruppen, wo die Rennbedingungen in diesen Szenarien anders sind - aber nicht bei allen Strecken. Jedoch gibt es zum Beispiel beim "Dynamitberg" 3 Verschiedene Streckeneinstellungen, die Strecke allerdings bleibt dieselbe. Und die Strecken stellen auch gleichzeitig eine der größeren Schwächen des Spiels dar, denn sie sind schlicht und Ergreifend zu voll. Holzfässer können wir mit unserem Schlag (A-Knopf) noch relativ einfach aus dem Weg räumen, aber Metallfässern, Steinen und Barrikaden müssen wir laufend ausweichen, was aufgrund der doch recht trägen Steuerung ziemlich schwierig werden kann. Kurz: wenn wir nicht von einem Item unserer Mitspieler oder deren Turboboost behindert werden, passiert dies allerspätestens dann, wenn wir über eine vorhandene Barriere hinüber springen und geradewegs und ohne Ausweichmöglichkeit in die nächste herein krachen.
Fahre vor das Fass, um schneller zu werden...
Bei den Charakteren ist es auch nicht weiter wichtig, für welchen wir uns entscheiden - denn auf die im Spiel genannten Werte kommt es nur sekundär an - im Endeffekt gewinnt derjenige, der die meisten Bananen sammelt und dadurch die meisten Turbo-Boosts einsetzen kann, und vor allen wie oft in Folge diese erneuert werden, denn immer wenn ihr in ein Zerstörbares Objekt oder einen Gegner hineinrast, während ihr den Turbo-Boost aktiviert habt, wird dieser erneuert - es sind so theoretisch lange Strecken mit dieser Boost-Kette möglich, die aber immer wieder von irgend etwas Aufgehalten werden - was auch gut so ist, denn sonst wäre das Spiel noch einfacher, als es ohnehin schon ist.

Wo wir gerade bei der Geschwindigkeit sind, die gibt es im Spiel überhaupt nicht zu fühlen. Die Fass-Raketen treiben dermaßen langsam über das Spielfeld, dass man fast meinen könnte, es würde bei Mario Kart eine 25 Klasse geben. Da ändern die hässlichen Unschärfeeffekte und die paar "Geschwindigkeitsstriche", die an uns vorbeirasen, auch nicht viel daran, das Spiel wirkt insgesamt zu langsam und dadurch langweilig. Langweilig sind auch die Items, und wenn sie nicht langweilig sind, dann nerven sie. In den zwei verschiedenen Ballonarten (Blau für die Krokos und Rot für die Affen, es können aber beide eingesammelt werden) sind zum Großteil Dinge enthalten, die einen unserer Widersacher (oder uns) Umkreisen und ihm entweder die Geschwindigkeit nehmen, ihm Bananen stehlen oder ihn einfach in einen Netten Zusammenstoß verwickeln, ähnlich den Koopa-Panzern bei Mario Kart. Meist sorgen die Items allerdings eher für Frust als für Freude, denn oft verfehlen sie ihr Ziel einfach und greifen teilweise ihren Absender an, was eigentlich nur beim Quawks passieren dürfte, der immer den erstplatzierten Fahrer angreift (Blauer Panzer bei MK). Und wenn sie dann doch einmal das richtige Ziel erwischen, dann bleiben sie auch gleich eine Weile dort, beispielsweise klaut uns ein diebischer Affe mit Propellerrucksack mehrere Sekunden lang Bananen, bis er alle hat, die noch nicht zu einer Flamme geworden sind. Generell basieren alle Stehl-Items darauf, den anderen Fahrern fast alle Bananen zu stehlen, die noch nicht zu Turbo-Flammen geworden sind.
Bananen, ein gutes Stichwort, denn sie stellen so ziemlich das wichtigste Gut im Spiel dar. Für 50 Bananen gibt es eine der schon mehrfach erwähnten Turbo-Flammen, die für den Sieg teilweise mehr als entscheidend sind und auch etwas Spannung ins Spiel bringen können. Allerdings ist die Tatsache, dass die Bananen erst einmal bis zu 6 Sekunden brauchen, bis ihr sie auch wirklich nutzen könnt, etwas störend, denn die Bananen wechseln jeweils einzeln nach einander von unserem Charakter zum "Konto", was besonders wenn eines der "Stehl"-Items uns umkreist wirklich nervig sein kann. Die Bananen gibt es entweder Einzeln, in 5er Packs oder die "Goldene Banane", die uns gleich 50 auf einmal beschert. Zudem gibt es sowohl in den blauen als auch in den roten Ballons ein Bananen-Item, dass uns 30 auf einen Schlag bringt.

Seit 3 Jahren unverändert
Optisch merkt man dem Titel mehr als an, dass er einst für den Gamecube geplant war. Die Charaktere sind Kantig, die Texturen teilweise sehr verwaschen und die Kombination von knallbunter Comicgrafik mit Unschärfeeffekten passt absolut nicht. Zudem sind die Bananen und ein großer teil der Streckendekoration sogenannte "Static Meshes", das heisst es sind Objekte, die sich in unsere Richtung, also die Richtung der Kamera drehen und immer mit ihrer "Vorderseite" zu uns zeigen. Für gewöhnlich 2-Dimensional.
Auch das Streckendesign selbst ist eher dürftig, zwar gibt es durchaus nette Ausblicke auf den Dschungel, die Wüste, den Himmelstempel oder die Schnee bedeckten Berghügel, jedoch kann man diese wegen des vielen Schrotts, der auf der Strecke herumliegt, nicht wirklich genießen - und will es beim näheren Hinschauen auch gar nicht
. Der Sound ist dürftig, die Musik im Spiel hätte selbst auf dem Gamecube keinen Keks gewonnen, und wirkt unpassend und kitschig. Die gesamte Affenhorde hat fast komplett andere Stimmen, als man sie bisher kennt, und ein eindeutig weibliches "Yayyyy" bei jedem Charakter zu hören, welcher den Affenzahn einsetzt, ist auch recht unschön. Kurz: Soundtechnisch ist der Titel nicht zu Empfehlen.
Kommen wir nun zum wichtigsten: der Steuerung. Denn gerade die soll den Titel auszeichnen. Tut sie auch, aber sicherlich nicht in dem Maße, wie Nintendo es sich gedacht hat. Zwar funktioniert die Beschleunigung durch das abwechselnde auf- und ab Schütteln der Wii-FB und des Nunchuks, sowie das Lenken durch das Schütteln der jeweiligen "Seite" (Wii-FB für rechts, Nunchuk für links) wirklich gut, jedoch kommt beim Spiel gerade dadurch hohe Langeweile auf. Denn wenn wir einmal kräftig geschüttelt haben, erscheint auf dem Bildschirm "Spitzengeschwindigkeit erreicht" und wir können, im Prinzip, die Finger unten lassen. Die Fassraketen behalten dann, bis wir vor ein Hindernis stoßen, diese Geschwindigkeit bei, wir müssen den Controller nur noch bewegen, um auf der Strecke hin- und her zu lenken, denn die Kurven werden von den Charakteren automatisch genommen und bremsen diese nicht einmal aus. Gesprungen wird, indem beide Controller nach oben geschlagen werden. Nicht wirklich jedermanns Sache, aber das Grundkonzept ist solide umgesetzt.
Der Multiplayer des Spieles braucht nicht näher beschrieben werden, Ihr kennt es alle, der Standard Grand Prix, nur mit Splitscreen für bis zu vier Spieler.
Gelobt werden muss allerdings das Tutorial des Spieles, denn hier gibt es in 8 "Missionen" eine gründliche Einführung in die Steuerungsmethode sowie das Benutzen von Items oder das zerschlagen von Fässern. Nett gemacht.
Aljoscha Reuther meint...
Ich bin es eigentlich nicht gewohnt, Spiele von Nintendo schlecht zu finden, jedoch hat mich Donkey Kong Jet Race eines bessern belehrt. Das Spiel ist langweilig, schlecht umgesetzt, die Steuerung, die eigentlich das ziehende Pferd im Spiel sein sollte, ist nicht gerade passend und die Grafik sowie die gesamte Präsentation ist gelinde gesagt für den Mülleimer.
Ich bin es eigentlich nicht gewohnt, Spiele von Nintendo schlecht zu finden, jedoch hat mich Donkey Kong Jet Race eines bessern belehrt. Das Spiel ist langweilig, schlecht umgesetzt, die Steuerung, die eigentlich das ziehende Pferd im Spiel sein sollte, ist nicht gerade passend und die Grafik sowie die gesamte Präsentation ist gelinde gesagt für den Mülleimer.

GRAFIK
Öde Strecken und billige Effekte drücken die Optik ins hintere Mittelfeld
Öde Strecken und billige Effekte drücken die Optik ins hintere Mittelfeld

SOUND
Das dauernde getrommel und die nervigen Affenlaute machen den Sound ebenfalls schlecht.
Das dauernde getrommel und die nervigen Affenlaute machen den Sound ebenfalls schlecht.

BEDIENUNG
Auf dem Gamecube hätte das ganze mit den Bongo-Controllern bestimmt Spaß gemacht, das dauernde Gefuchtel mit Fernbedienung und Nunchuk geht allerdings in die entgegengesetzte Richtung.
Auf dem Gamecube hätte das ganze mit den Bongo-Controllern bestimmt Spaß gemacht, das dauernde Gefuchtel mit Fernbedienung und Nunchuk geht allerdings in die entgegengesetzte Richtung.

UMFANG
Im Spiel gibt es geradezu lächerlich wenig Strecken, die ab und an verändert werden, damit man sich auch nicht noch neue Welten ausdenken muss.
Im Spiel gibt es geradezu lächerlich wenig Strecken, die ab und an verändert werden, damit man sich auch nicht noch neue Welten ausdenken muss.
SPIELSPASS
Schütteln statt Bongos spielen - das funktioniert nicht!
* kein Durchschnitt der einzelnen Kategorien
Schütteln statt Bongos spielen - das funktioniert nicht!
* kein Durchschnitt der einzelnen Kategorien
Informationen zum Spiel