The Legend of Spyro: The Eternal Night
Artikel verfasst von Sascha Geldermann am 01.02.2008
Erschreckende Träume
Vor knapp 10 Jahren schlüpfte Spyro aus seinem Drachenei und machte zum ersten Mal die Videospielwelt unsicher. Viele Abenteuer und glorreiche Siege sollten in dem kommenden Jahrzehnt folgen. Der letzte Triumph des lilafarbenen Helden war der Sieg über den Dunkelmeister, der für immer von der Bildfläche verschwunden schien. Doch Spyro bekommt einfach keine Ruhe. Kaum hat er sich von den Schrecken seines letzten Kampfes erholt, droht auch schon neue Gefahr.
In den Nächten wird Spyro immer wieder von unheilvollen Träumen geplagt. Er sieht Dunkelheit das Land überziehen und den Dunkelmeister erneut auferstehen. Lange kann er diese Bilder nicht ignorieren, die sich immer deutlicher als Zukunftsvisionen herausstellen. Daher beschließt der kleine Drache sich auf den Weg zu machen, um den weisen Historiker aufzusuchen. Von diesem erhofft er sich Antworten, mit denen er das drohende Unheil doch noch abwenden kann.
Von Anfang an kann die Erzählweise überzeugen, mit der diese Geschichte an den Mann gebracht wird. Tolle Standbilder kombiniert mit einem hervorragendem Sprecher vermitteln die Story spannend und interessant. Schade nur, dass die Geschichte an sich dagegen sehr flach ausgefallen ist und selbst leider nur wenig zur Spannung beträgt.
Eine Frage der Perspektive
Schon im ersten Level warten zahlreiche Feinde auf Euch, die Ihr auf vielseitige Art und Weise aus dem Weg räumen dürft. Entweder zeigt Ihr ganzen Körpereinsatz und stürzt Euch mit Nahkampfattacken auf sie oder Ihr lasst euren Feueratem los. Die variantenreichen Angriffe können aber auch nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Kämpfe auf Dauer viel zu monoton ablaufen. Das ist wohl auch den Entwicklern selbst nicht entgangen, die das Ganze deswegen mit einem neuen Feature auflockern wollten. Deswegen werden Feinde nun gelegentlich in die Luft geschleudert, damit Ihr mit ihnen Jonglieren könnt. Das dabei geforderte Nachzeichnen von Pfeilen ist aber viel zu simpel ausgefallen um unterhalten zu können und stört dabei auch noch den Spielfluss. Letztendlich schadet diese Kampftechnik dem Spielgeschehen also sogar, anstatt es aufzulockern.
Neben den Kämpfen stehen natürlich auch wieder viele Sprungpassagen auf dem Programm. In den recht einfallslos kreierten Levels laden zahlreiche Plattformen zu wagemutigen Sprüngen ein. Nicht selten liegt zwischen diesen ein beachtlicher Abstand, den Spyro dank Doppelsprung und Gleitflug aber mit Leichtigkeit bewältigen kann. Ein größeres Problem ist da schon die etwas störrische Kamera, die eigentlich immer in die ungünstigste Richtung zeigt und fast bei jedem Sprung neu justiert werden muss. Das mag am Anfang noch kein großes Problem sein, fängt mit der Zeit aber an zu nerven. An manchen Stellen ist es nämlich einfach nicht möglich, zwei Sprünge hintereinander auszuführen, ohne dazwischen wieder die richtige Perspektive einzustellen.
Drache mit Köpfchen
Zwar kann Spyro dieses Mal weder mit Stärke noch mit Sprungkraft richtig punkten, dafür stellt er aber bei Energiekristall Rätsel seine Intelligenz unter Beweis. Bei diesen Knobeleien müssen auf speziellen Feldern Spiegel so aufgestellt und ausgerichtet werden, dass ein Lichtstrahl zu einem ganz bestimmten Punkt geleitet wird. Zur Belohnung öffnen sich dann Tore, die vorher noch den Weg blockiert haben. Nicht jeder Spyro-Fan wird von dieser Kopfarbeit begeistert sein, Rätsel-Freunde kommen aber voll auf ihre Kosten. Diese Aufgaben sind nämlich nicht nur in ansehnlicher Zahl vorhanden, sondern können auch noch richtig fordern und begeistern. Der eine oder andere Spieler wird sich sogar wünschen, dass ihm zwischen den Rätseln das Springen und Kämpfen erspart bliebe.
Aber daran lässt sich natürlich nichts ändern. Nach den Rätseln müsst Ihr nun mal wieder in die Welt hinaus und manchmal müsst Ihr in den Levels sogar erst Spiegel finden, um das nächste Rätsel überhaupt erst beginnen zu dürfen. Diese Spiegel sind dabei recht willkürlich in der Umgebung verteilt und lassen sich mit einer gründlichen Suchaktion ohne größere Probleme auftreiben. Erschwert wird das nur etwas durch den durchgängig dichten Nebel, der die Sicht stark einschränkt.
Dieser Nebel soll nicht etwa eine düstere Atmosphäre erzeugen, sondern ist schlicht und einfach das Ergebnis einer technisch schwachen Umsetzung. Während die Ferne nicht zu erkennen ist, bekommt Ihr in eurer direkten Umgebung grobe Texturen und kaum Details vorgesetzt. Besser ist es da schon um die Charaktermodelle bestellt, die einen soliden Eindruck machen. Insgesamt ist die technische Umsetzung aber natürlich dennoch enttäuschend, vor allem da auch der unscheinbare Sound nicht sonderlich überzeugen kann und damit ebenfalls von einer recht lieblosen Umsetzung zeugt.
Vor knapp 10 Jahren schlüpfte Spyro aus seinem Drachenei und machte zum ersten Mal die Videospielwelt unsicher. Viele Abenteuer und glorreiche Siege sollten in dem kommenden Jahrzehnt folgen. Der letzte Triumph des lilafarbenen Helden war der Sieg über den Dunkelmeister, der für immer von der Bildfläche verschwunden schien. Doch Spyro bekommt einfach keine Ruhe. Kaum hat er sich von den Schrecken seines letzten Kampfes erholt, droht auch schon neue Gefahr.
In den Nächten wird Spyro immer wieder von unheilvollen Träumen geplagt. Er sieht Dunkelheit das Land überziehen und den Dunkelmeister erneut auferstehen. Lange kann er diese Bilder nicht ignorieren, die sich immer deutlicher als Zukunftsvisionen herausstellen. Daher beschließt der kleine Drache sich auf den Weg zu machen, um den weisen Historiker aufzusuchen. Von diesem erhofft er sich Antworten, mit denen er das drohende Unheil doch noch abwenden kann.
Von Anfang an kann die Erzählweise überzeugen, mit der diese Geschichte an den Mann gebracht wird. Tolle Standbilder kombiniert mit einem hervorragendem Sprecher vermitteln die Story spannend und interessant. Schade nur, dass die Geschichte an sich dagegen sehr flach ausgefallen ist und selbst leider nur wenig zur Spannung beträgt.
Eine Frage der Perspektive
Schon im ersten Level warten zahlreiche Feinde auf Euch, die Ihr auf vielseitige Art und Weise aus dem Weg räumen dürft. Entweder zeigt Ihr ganzen Körpereinsatz und stürzt Euch mit Nahkampfattacken auf sie oder Ihr lasst euren Feueratem los. Die variantenreichen Angriffe können aber auch nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Kämpfe auf Dauer viel zu monoton ablaufen. Das ist wohl auch den Entwicklern selbst nicht entgangen, die das Ganze deswegen mit einem neuen Feature auflockern wollten. Deswegen werden Feinde nun gelegentlich in die Luft geschleudert, damit Ihr mit ihnen Jonglieren könnt. Das dabei geforderte Nachzeichnen von Pfeilen ist aber viel zu simpel ausgefallen um unterhalten zu können und stört dabei auch noch den Spielfluss. Letztendlich schadet diese Kampftechnik dem Spielgeschehen also sogar, anstatt es aufzulockern.
Neben den Kämpfen stehen natürlich auch wieder viele Sprungpassagen auf dem Programm. In den recht einfallslos kreierten Levels laden zahlreiche Plattformen zu wagemutigen Sprüngen ein. Nicht selten liegt zwischen diesen ein beachtlicher Abstand, den Spyro dank Doppelsprung und Gleitflug aber mit Leichtigkeit bewältigen kann. Ein größeres Problem ist da schon die etwas störrische Kamera, die eigentlich immer in die ungünstigste Richtung zeigt und fast bei jedem Sprung neu justiert werden muss. Das mag am Anfang noch kein großes Problem sein, fängt mit der Zeit aber an zu nerven. An manchen Stellen ist es nämlich einfach nicht möglich, zwei Sprünge hintereinander auszuführen, ohne dazwischen wieder die richtige Perspektive einzustellen.
Drache mit Köpfchen
Zwar kann Spyro dieses Mal weder mit Stärke noch mit Sprungkraft richtig punkten, dafür stellt er aber bei Energiekristall Rätsel seine Intelligenz unter Beweis. Bei diesen Knobeleien müssen auf speziellen Feldern Spiegel so aufgestellt und ausgerichtet werden, dass ein Lichtstrahl zu einem ganz bestimmten Punkt geleitet wird. Zur Belohnung öffnen sich dann Tore, die vorher noch den Weg blockiert haben. Nicht jeder Spyro-Fan wird von dieser Kopfarbeit begeistert sein, Rätsel-Freunde kommen aber voll auf ihre Kosten. Diese Aufgaben sind nämlich nicht nur in ansehnlicher Zahl vorhanden, sondern können auch noch richtig fordern und begeistern. Der eine oder andere Spieler wird sich sogar wünschen, dass ihm zwischen den Rätseln das Springen und Kämpfen erspart bliebe.
Aber daran lässt sich natürlich nichts ändern. Nach den Rätseln müsst Ihr nun mal wieder in die Welt hinaus und manchmal müsst Ihr in den Levels sogar erst Spiegel finden, um das nächste Rätsel überhaupt erst beginnen zu dürfen. Diese Spiegel sind dabei recht willkürlich in der Umgebung verteilt und lassen sich mit einer gründlichen Suchaktion ohne größere Probleme auftreiben. Erschwert wird das nur etwas durch den durchgängig dichten Nebel, der die Sicht stark einschränkt.
Dieser Nebel soll nicht etwa eine düstere Atmosphäre erzeugen, sondern ist schlicht und einfach das Ergebnis einer technisch schwachen Umsetzung. Während die Ferne nicht zu erkennen ist, bekommt Ihr in eurer direkten Umgebung grobe Texturen und kaum Details vorgesetzt. Besser ist es da schon um die Charaktermodelle bestellt, die einen soliden Eindruck machen. Insgesamt ist die technische Umsetzung aber natürlich dennoch enttäuschend, vor allem da auch der unscheinbare Sound nicht sonderlich überzeugen kann und damit ebenfalls von einer recht lieblosen Umsetzung zeugt.
Sascha Geldermann meint...
Bei „The Eternal Night“ muss Spyro Köpfchen beweisen, denn die zahlreichen Spiegelrätsel sind eine anspruchsvolle Herausforderung. Leider liegen zwischen diesen interessanten Knobeleien aber zahlreiche monotone Kämpfe und ungenießbare Sprungpassagen, die den Spielspaß in ungeahnte Tiefen ziehen und selbst Fans langweilen werden.
Bei „The Eternal Night“ muss Spyro Köpfchen beweisen, denn die zahlreichen Spiegelrätsel sind eine anspruchsvolle Herausforderung. Leider liegen zwischen diesen interessanten Knobeleien aber zahlreiche monotone Kämpfe und ungenießbare Sprungpassagen, die den Spielspaß in ungeahnte Tiefen ziehen und selbst Fans langweilen werden.

GRAFIK
Die Präsentation der Geschichte gelungen. Der Nebel hätte aber zusammen mit dem Nintendo 64 verschwinden sollen.
Die Präsentation der Geschichte gelungen. Der Nebel hätte aber zusammen mit dem Nintendo 64 verschwinden sollen.

SOUND
Der Sound wirkt lieblos.
Der Sound wirkt lieblos.

BEDIENUNG
Die Steuerung funktioniert gut, nur die störrische Kamera macht Probleme.
Die Steuerung funktioniert gut, nur die störrische Kamera macht Probleme.

UMFANG
Das Abenteuer könnte länger sein.
Das Abenteuer könnte länger sein.
SPIELSPASS
Ideenloses Drachenabenteuer.
* kein Durchschnitt der einzelnen Kategorien
Ideenloses Drachenabenteuer.
* kein Durchschnitt der einzelnen Kategorien
Informationen zum Spiel