Ghost Squad
Artikel verfasst von Aljoscha Reuther am 27.01.2008
Zielen, schießen, nachladen… laufen?
Man stelle sich folgendes Szenario vor: Der Präsident der USA wird entführt und eine Spezialeinheit der UNO soll ihn aus diversen, üblen Situationen befreien. Klingt nicht wirklich innovativ, alles schon einmal da gewesen - aber auch mit Spielhallenfeeling?
Ghost Squad, im Jahre 2004 von Sega für den Spielhallencomputer Chihiro entwickelt, hat nun auch den Weg in die Wohnzimmer gefunden und präsentiert sich als fast perfekte Portierung, die allerdings für den Multiplayer teilweise entscheidend hätte angepasst werden müssen.

Das Spiel beginnt recht Simpel: im Auswahlmenü stehen uns drei verschiedene Modi zur Auswahl: Party, Arcade und Training. Zudem besteht die Möglichkeit, uns die weltweiten Highscorelisten via WiFi Connection herunter zu laden. Zu den einzelnen Modi:
Party beinhaltet natürlich den Mehrspielermodus, in dem bis zu 4 Spieler auf einem Bildschirm spielen können.
Arcade ist der Normale Spielmodus, in dem auch weitere "Level" und Extras, wie neue Kostüme, Waffen und Easter Eggs frei gespielt werden können.
Im Training wird eure Zielfähigkeit auf die Probe gestellt, ihr müsst größtenteils ohne Fadenkreuz einfache Aufgaben lösen, wie Zielscheibenschießen, Reaktionstests und Kampftraining. Dieser Bereich sollte allerdings eher von Spielern mit der Wii-Zapper Erweiterung gespielt werden, da das Zielen mit der Wii-FB alleine doch etwas schwierig sein kann.
Im Arcade und im Partymodus stehen uns 3 Level zur Verfügung: Villa, Air Force One und Dschungel. Die Level sind in beiden Modi dieselben, allerdings können nur im Arcademodus die neuen Waffen und Level frei geschaltet werden. Um in die "höheren Level" zu gelangen, müssen alle drei Missionen mit erfolg abgeschlossen werden, und zwar durchgängig. Heißt, wir müssen immer alle Zwischenziele und Hauptziele mit erfolg abschließen. Ist eine Mission gescheitert oder "Abgebrochen", könnt ihr die Mission nicht erneut durchspielen und der "Sieg" ist sozusagen verloren.

Zwischenziele und Hauptziele? Ja, denn in jeder Mission kommt ihr an bestimmte Verzweigungspunkte, wo wir uns innerhalb von 10 Sekunden für eine Taktik entscheiden müsst. Beispielsweise haben wir an einer Wegstelle die Möglichkeit, einmal eine Bombe mit Zeitzünder zu entschärfen oder die 10 Geiseln im Erdgeschoss zu befreien.
Je nach dem welchen Weg wir nehmen, kommt der Schwierigkeitsgrad teilweise gravierend ins Schwanken. Denn Die Zeitbombe ist mit nur 3 Drähten verkabelt, deren Reihenfolge euch wenige Sekunden vorher gesagt wird. Auch der Zeitdruck erhöht sich zumindest in den ersten Schwierigkeitsstufen nicht wirklich. Schwerer hingegen, jedoch nicht unlösbar, ist der andere Weg, die Geiseln im Untergeschoss zu befreien. Wenn wir eine Geisel versehentlich erschießen, wird uns Lebensenergie abgezogen. In späteren Schwierigkeitsgraden führt das sogar dazu, dass wir die Mission verlieren, da wir immer eine bestimmte Anzahl an Geiseln retten müssen (zum Beispiel 6 von 10). Durch den "Überraschungseffekt", mit dem die Gegner auftauchen, kommt man zudem leicht in einen "schieß-auf-alles-was-sich-bewegt" Zustand, wodurch sowohl die Geiseln als auch die eigenen Kollegen das Zeitliche segnen müssen. Denn zwar können wir schon einige Treffer einstecken, unsere Kollegen, die Geiseln und die Gegner sterben aber schon nach einer gepflegten Dreiersalve aus dem Maschinengewehr. Dafür ist die Anzahl der Gegner teilweise schon fast zu hoch, beim Spielen könnte es durchaus öfter einmal vorkommen, dass man sich fragt, wie und vor allem woher so viele Gegner auf einmal kommen - aber das ist sekundär, immerhin handelt es sich um einen Arcade-Shooter.
>>Je mehr du kannst, desto mehr bekommst du...<<
Mit der Zeit, bzw. mit höheren Legeln bekommen wir dann an diesen Wegpunkten auch wieder mehr Auswahlmöglichkeiten, wie wir hinterher in der Zusammenfassung zu sehen bekommen. Insgesamt muss man jeden Level ungefähr 5-7 Mal spielen, um die volle Prozentzahl (100%) für einen Level zu erreichen.
In jedem Level gibt es zudem so genannte Actionszenen, in denen wir entweder mit dem Aktionsknopf (je nach Konfiguration "A") bestimmte bereiche "Anklicken" müssen (zum Beispiel wenn wir einen Schlägertrupp abwehren möchten), oder mit dem Feuerknopf (B) den Scharfschützen spielen müssen. Die Scharfschützen-Bereiche sind dabei etwas schwieriger, weil unser "Zielfernrohr" laufend schwankt und das Fadenkreuz durch einen sehr kleinen Punkt ersetzt wird, mit dem wir möglichst genau Treffen müssen.

Treffen, ein gutes Stichwort, wenn es um die 3 Endgegner geht. Der erste ist ein Terrorist im Hubschrauber (Waffe: Raketenwerfer), der zweite ein Terrorist hinter Holzkisten (Waffe: Scharfschützengewehr, nur ein Schuss) und der dritte, ein Terrorist im Kampfanzug, muss mit einer Kombination von Granaten (Geworfen mit A) und einem stationären Maschinengewehr unter Zeitdruck ins Jenseits befördert werden. Während der erste und der dritte Endgegner (Villa und Dschungel) relativ schwer zu besiegen sind, vor allem, wenn das Spiel alleine gespielt wird, ist der Zweite Endgegner (Air Force One) fast schon lächerlich leicht, da er sich für einige Momente kaum bewegt und daher ein direkter Kopfschuss nicht gerade schwer zu bewerkstelligen ist.
Wenn ihr das Spiel im Arcademodus komplett durchspielt, werden einige Extras frei geschaltet, wie zum Beispiel neue Uniformen (als Easter Eggs sind hier Panda-Anzüge eingebaut) oder Waffen (das Easter Egg hier ist eine "Delfin-Pistole" drin) und eben die höheren Schwierigkeitsstufen frei geschaltet. Allerdings muss dafür auch der "GS" Wert, der sich aus eurer "Eignung als Ghost Squad Leader" ergibt, eine bestimmte Höhe erreichen. Kurz: Ihr müsst möglichst viele Geiseln unbeschadet lassen, möglichst viele Gegner umlegen und möglichst selten das Zeitliche segnen - am besten gar nicht. In den ersten Stufen des Spieles ist dies noch ganz einfach, vor allem wenn man nach ein paar Mal spielen weiß, welche Zwischenmissionen eher einfach und welche schwer zu schaffen sind. Allerdings kann man sich an den mit Zeitdruck versehenen Endgegnern doch schon einmal die Zähne ausbeißen, vor allem wenn der bis an die Zähne gepanzerte Dschungel-Boss in 30 Sekunden ins Nirvana gebracht werden muss.
Ansonsten sind die Gegner im Spiel recht einfach zu schaffen. Zwar können sie uns das Leben durch Kopschusstreffer schnell verkürzen, jedoch werden diese Kopfschusstreffer-Ansätze vorher durch ein blinkendes Fadenkreuz vor der Waffe des Charakters angezeigt, sodass wir genau wissen, welchen Gegner wir zuerst ausschalten sollten.

Die KI im Spiel braucht nicht erwähnt zu werden, hier passt der Begriff "Schießbudenfigur" wie die Faust aufs Auge, die KI ist einfach nicht vorhanden - die Gegnermassen lassen sich nicht gerade häufig bei Aktionen wie "verstecken hinter'm Baum" beobachten - eigentlich nie. Aber das ist im Spiel nicht wirklich nötig und würde dem Spielspaß nur im Weg stehen.
Partyspaß beim Anti-Terror Kampf
Der Multiplayer im Spiel ist sicherlich eines der wichtigsten Kriterien für Ghost Squad, und der fällt auch gleich recht gut aus. Allerdings muss gesagt werden, dass die Option "4 Spieler" doch etwas zu Blauäugig in das sonst "Jungfräuliche" (also unveränderte) Spiel passt - denn das Spiel ist auf zwei Spieler ausgelegt, und selbst da könnte es ein wenig mehr Methode für die beiden Freizeitkämpfer geben - denn die Aufgaben, wie das entschärfen einer Bombe und das Abwehren von Schlägern bleiben meist an einer Person hängen, wenn die andere nicht schnell genug ist oder sogar einen Fehler verursacht. Zudem gibt es zu viele Punkte für eine geschaffte Aufgabe, knappe 10.000 Punkte Vorsprung erhält man, wenn man die Bombe entschärft oder einen grossteil der Geiseln im Untergeschoss befreit hat. Für den anderen Spieler, der vielleicht noch nicht so geübt ist im Spiel, ein wahres Verliererurteil, denn mit bloßem abschießen von Gegnern lässt sich ein solcher Vorsprung nicht mehr aufholen.

Wenn vier Spieler mitspielen, ist es sogar fast schon zu voll auf dem Bildschirm, da ist es Glückssache, wenn einem ein Mitspieler nicht gerade noch dazwischenfunkt, wenn man dabei ist, sich eines weiteren Gegners zu entledigen. Kurz: zu zweit kann Ghost Squad noch richtig Laune machen, auch wenn die eingeschobenen Actionsequenzen dann doch zu oft bei einem einzelnen Spieler liegen bleiben, aber für vier Spieler ist definitiv kein Platz, da muss wirklich gesagt werden, dass es zu wenig Gegner im Spiel gibt und die Bosskämpfe etwas zu leicht werden.
Ein weiteres Manko im Multiplayer ist auch die Farbe der Fadenkreuze, das hellblaue, fast weiße Fadenkreuz des ersten Spielers sieht man immer gut, aber das dunkelrote des zweiten Spielers verliert sich in der eh schon relativ dunklen Grafik viel zu leicht, was es für den zweiten Spieler etwas unfair macht. Eine kräftigere Farbe wäre da von Vorteil gewesen, aber das trübt den Spielspaß dennoch kaum merklich.
Solide, alte Technik zum Vollpreis
Die Grafische Seite von Ghost Squad ist da schon eines der größeren Mankos des Spiels. Zwar handelt es sich um eine Portierung eines mittlerweile 4 Jahre alten Spieles, aber dennoch hätte die Grafik etwas verbessert werden können. So liegt die Grafik noch unter dem Gamecube Niveau, die Texturen sind verwaschen, die Modelle kantig und die Effekte liegen eher im low-budget bereich. Dennoch ist das Spiel, trotz veralteter Technik in der Grafik, kein all zu schlechtes Bildspektakel und für den gepflegten Schießbudenspaß durchaus akzeptabel. Zudem kommt die Wii nur selten ins Stocken, wenn einmal zu viele Gegner auf einmal auftauchen, generell läuft das Spiel sehr flüssig.
Was den Sound angeht braucht man hier nicht viel erwarten, es gibt keine Hintergrundmusik, die Sprachausgabe ist komplett in Englisch gehalten (mit deutschen Untertiteln) und die Waffensounds sind einigermaßen in Ordnung. Alles in allem das, was man von einer Spielhallenportierung erwarten kann.
Die Steuerung hingegen ist eine wahre Freude, das Lightgun-Feeling des Spiels ist dermaßen gut umgesetzt worden, dass es sogar ohne den Wii-Zapper richtig Spaß macht. Zwar ist das Spiel für den Zapper wie gemacht, was man bei den Trainingsmissionen oder der Option "Fadenkreuz weglassen für mehr Punkte" durchaus merkt, aber der Hauptteil des Spieles lässt sich, dank der 3 Verschiedenen Steuerungsprofile (2 x Wii-FB und 1 x Wii-Zapper) wunderbar Spielen. Note 1+ für die Steuerung. Der Nunchuk wird für das Spiel nicht benötigt - warum auch, schließlich läuft das Spiel von selbst. Der Salvenwechsel (1 Schuss, 3 Schuss und Dauerfeuer) erfolgt über die links und rechts Tasten des Steuerkreuzes.
Man stelle sich folgendes Szenario vor: Der Präsident der USA wird entführt und eine Spezialeinheit der UNO soll ihn aus diversen, üblen Situationen befreien. Klingt nicht wirklich innovativ, alles schon einmal da gewesen - aber auch mit Spielhallenfeeling?
Ghost Squad, im Jahre 2004 von Sega für den Spielhallencomputer Chihiro entwickelt, hat nun auch den Weg in die Wohnzimmer gefunden und präsentiert sich als fast perfekte Portierung, die allerdings für den Multiplayer teilweise entscheidend hätte angepasst werden müssen.

Das Spiel beginnt recht Simpel: im Auswahlmenü stehen uns drei verschiedene Modi zur Auswahl: Party, Arcade und Training. Zudem besteht die Möglichkeit, uns die weltweiten Highscorelisten via WiFi Connection herunter zu laden. Zu den einzelnen Modi:
Party beinhaltet natürlich den Mehrspielermodus, in dem bis zu 4 Spieler auf einem Bildschirm spielen können.
Arcade ist der Normale Spielmodus, in dem auch weitere "Level" und Extras, wie neue Kostüme, Waffen und Easter Eggs frei gespielt werden können.
Im Training wird eure Zielfähigkeit auf die Probe gestellt, ihr müsst größtenteils ohne Fadenkreuz einfache Aufgaben lösen, wie Zielscheibenschießen, Reaktionstests und Kampftraining. Dieser Bereich sollte allerdings eher von Spielern mit der Wii-Zapper Erweiterung gespielt werden, da das Zielen mit der Wii-FB alleine doch etwas schwierig sein kann.
Im Arcade und im Partymodus stehen uns 3 Level zur Verfügung: Villa, Air Force One und Dschungel. Die Level sind in beiden Modi dieselben, allerdings können nur im Arcademodus die neuen Waffen und Level frei geschaltet werden. Um in die "höheren Level" zu gelangen, müssen alle drei Missionen mit erfolg abgeschlossen werden, und zwar durchgängig. Heißt, wir müssen immer alle Zwischenziele und Hauptziele mit erfolg abschließen. Ist eine Mission gescheitert oder "Abgebrochen", könnt ihr die Mission nicht erneut durchspielen und der "Sieg" ist sozusagen verloren.

Zwischenziele und Hauptziele? Ja, denn in jeder Mission kommt ihr an bestimmte Verzweigungspunkte, wo wir uns innerhalb von 10 Sekunden für eine Taktik entscheiden müsst. Beispielsweise haben wir an einer Wegstelle die Möglichkeit, einmal eine Bombe mit Zeitzünder zu entschärfen oder die 10 Geiseln im Erdgeschoss zu befreien.
Je nach dem welchen Weg wir nehmen, kommt der Schwierigkeitsgrad teilweise gravierend ins Schwanken. Denn Die Zeitbombe ist mit nur 3 Drähten verkabelt, deren Reihenfolge euch wenige Sekunden vorher gesagt wird. Auch der Zeitdruck erhöht sich zumindest in den ersten Schwierigkeitsstufen nicht wirklich. Schwerer hingegen, jedoch nicht unlösbar, ist der andere Weg, die Geiseln im Untergeschoss zu befreien. Wenn wir eine Geisel versehentlich erschießen, wird uns Lebensenergie abgezogen. In späteren Schwierigkeitsgraden führt das sogar dazu, dass wir die Mission verlieren, da wir immer eine bestimmte Anzahl an Geiseln retten müssen (zum Beispiel 6 von 10). Durch den "Überraschungseffekt", mit dem die Gegner auftauchen, kommt man zudem leicht in einen "schieß-auf-alles-was-sich-bewegt" Zustand, wodurch sowohl die Geiseln als auch die eigenen Kollegen das Zeitliche segnen müssen. Denn zwar können wir schon einige Treffer einstecken, unsere Kollegen, die Geiseln und die Gegner sterben aber schon nach einer gepflegten Dreiersalve aus dem Maschinengewehr. Dafür ist die Anzahl der Gegner teilweise schon fast zu hoch, beim Spielen könnte es durchaus öfter einmal vorkommen, dass man sich fragt, wie und vor allem woher so viele Gegner auf einmal kommen - aber das ist sekundär, immerhin handelt es sich um einen Arcade-Shooter.
>>Je mehr du kannst, desto mehr bekommst du...<<
Mit der Zeit, bzw. mit höheren Legeln bekommen wir dann an diesen Wegpunkten auch wieder mehr Auswahlmöglichkeiten, wie wir hinterher in der Zusammenfassung zu sehen bekommen. Insgesamt muss man jeden Level ungefähr 5-7 Mal spielen, um die volle Prozentzahl (100%) für einen Level zu erreichen.
In jedem Level gibt es zudem so genannte Actionszenen, in denen wir entweder mit dem Aktionsknopf (je nach Konfiguration "A") bestimmte bereiche "Anklicken" müssen (zum Beispiel wenn wir einen Schlägertrupp abwehren möchten), oder mit dem Feuerknopf (B) den Scharfschützen spielen müssen. Die Scharfschützen-Bereiche sind dabei etwas schwieriger, weil unser "Zielfernrohr" laufend schwankt und das Fadenkreuz durch einen sehr kleinen Punkt ersetzt wird, mit dem wir möglichst genau Treffen müssen.

Treffen, ein gutes Stichwort, wenn es um die 3 Endgegner geht. Der erste ist ein Terrorist im Hubschrauber (Waffe: Raketenwerfer), der zweite ein Terrorist hinter Holzkisten (Waffe: Scharfschützengewehr, nur ein Schuss) und der dritte, ein Terrorist im Kampfanzug, muss mit einer Kombination von Granaten (Geworfen mit A) und einem stationären Maschinengewehr unter Zeitdruck ins Jenseits befördert werden. Während der erste und der dritte Endgegner (Villa und Dschungel) relativ schwer zu besiegen sind, vor allem, wenn das Spiel alleine gespielt wird, ist der Zweite Endgegner (Air Force One) fast schon lächerlich leicht, da er sich für einige Momente kaum bewegt und daher ein direkter Kopfschuss nicht gerade schwer zu bewerkstelligen ist.
Wenn ihr das Spiel im Arcademodus komplett durchspielt, werden einige Extras frei geschaltet, wie zum Beispiel neue Uniformen (als Easter Eggs sind hier Panda-Anzüge eingebaut) oder Waffen (das Easter Egg hier ist eine "Delfin-Pistole" drin) und eben die höheren Schwierigkeitsstufen frei geschaltet. Allerdings muss dafür auch der "GS" Wert, der sich aus eurer "Eignung als Ghost Squad Leader" ergibt, eine bestimmte Höhe erreichen. Kurz: Ihr müsst möglichst viele Geiseln unbeschadet lassen, möglichst viele Gegner umlegen und möglichst selten das Zeitliche segnen - am besten gar nicht. In den ersten Stufen des Spieles ist dies noch ganz einfach, vor allem wenn man nach ein paar Mal spielen weiß, welche Zwischenmissionen eher einfach und welche schwer zu schaffen sind. Allerdings kann man sich an den mit Zeitdruck versehenen Endgegnern doch schon einmal die Zähne ausbeißen, vor allem wenn der bis an die Zähne gepanzerte Dschungel-Boss in 30 Sekunden ins Nirvana gebracht werden muss.
Ansonsten sind die Gegner im Spiel recht einfach zu schaffen. Zwar können sie uns das Leben durch Kopschusstreffer schnell verkürzen, jedoch werden diese Kopfschusstreffer-Ansätze vorher durch ein blinkendes Fadenkreuz vor der Waffe des Charakters angezeigt, sodass wir genau wissen, welchen Gegner wir zuerst ausschalten sollten.

Die KI im Spiel braucht nicht erwähnt zu werden, hier passt der Begriff "Schießbudenfigur" wie die Faust aufs Auge, die KI ist einfach nicht vorhanden - die Gegnermassen lassen sich nicht gerade häufig bei Aktionen wie "verstecken hinter'm Baum" beobachten - eigentlich nie. Aber das ist im Spiel nicht wirklich nötig und würde dem Spielspaß nur im Weg stehen.
Partyspaß beim Anti-Terror Kampf
Der Multiplayer im Spiel ist sicherlich eines der wichtigsten Kriterien für Ghost Squad, und der fällt auch gleich recht gut aus. Allerdings muss gesagt werden, dass die Option "4 Spieler" doch etwas zu Blauäugig in das sonst "Jungfräuliche" (also unveränderte) Spiel passt - denn das Spiel ist auf zwei Spieler ausgelegt, und selbst da könnte es ein wenig mehr Methode für die beiden Freizeitkämpfer geben - denn die Aufgaben, wie das entschärfen einer Bombe und das Abwehren von Schlägern bleiben meist an einer Person hängen, wenn die andere nicht schnell genug ist oder sogar einen Fehler verursacht. Zudem gibt es zu viele Punkte für eine geschaffte Aufgabe, knappe 10.000 Punkte Vorsprung erhält man, wenn man die Bombe entschärft oder einen grossteil der Geiseln im Untergeschoss befreit hat. Für den anderen Spieler, der vielleicht noch nicht so geübt ist im Spiel, ein wahres Verliererurteil, denn mit bloßem abschießen von Gegnern lässt sich ein solcher Vorsprung nicht mehr aufholen.

Wenn vier Spieler mitspielen, ist es sogar fast schon zu voll auf dem Bildschirm, da ist es Glückssache, wenn einem ein Mitspieler nicht gerade noch dazwischenfunkt, wenn man dabei ist, sich eines weiteren Gegners zu entledigen. Kurz: zu zweit kann Ghost Squad noch richtig Laune machen, auch wenn die eingeschobenen Actionsequenzen dann doch zu oft bei einem einzelnen Spieler liegen bleiben, aber für vier Spieler ist definitiv kein Platz, da muss wirklich gesagt werden, dass es zu wenig Gegner im Spiel gibt und die Bosskämpfe etwas zu leicht werden.
Ein weiteres Manko im Multiplayer ist auch die Farbe der Fadenkreuze, das hellblaue, fast weiße Fadenkreuz des ersten Spielers sieht man immer gut, aber das dunkelrote des zweiten Spielers verliert sich in der eh schon relativ dunklen Grafik viel zu leicht, was es für den zweiten Spieler etwas unfair macht. Eine kräftigere Farbe wäre da von Vorteil gewesen, aber das trübt den Spielspaß dennoch kaum merklich.
Solide, alte Technik zum Vollpreis
Die Grafische Seite von Ghost Squad ist da schon eines der größeren Mankos des Spiels. Zwar handelt es sich um eine Portierung eines mittlerweile 4 Jahre alten Spieles, aber dennoch hätte die Grafik etwas verbessert werden können. So liegt die Grafik noch unter dem Gamecube Niveau, die Texturen sind verwaschen, die Modelle kantig und die Effekte liegen eher im low-budget bereich. Dennoch ist das Spiel, trotz veralteter Technik in der Grafik, kein all zu schlechtes Bildspektakel und für den gepflegten Schießbudenspaß durchaus akzeptabel. Zudem kommt die Wii nur selten ins Stocken, wenn einmal zu viele Gegner auf einmal auftauchen, generell läuft das Spiel sehr flüssig.
Was den Sound angeht braucht man hier nicht viel erwarten, es gibt keine Hintergrundmusik, die Sprachausgabe ist komplett in Englisch gehalten (mit deutschen Untertiteln) und die Waffensounds sind einigermaßen in Ordnung. Alles in allem das, was man von einer Spielhallenportierung erwarten kann.
Die Steuerung hingegen ist eine wahre Freude, das Lightgun-Feeling des Spiels ist dermaßen gut umgesetzt worden, dass es sogar ohne den Wii-Zapper richtig Spaß macht. Zwar ist das Spiel für den Zapper wie gemacht, was man bei den Trainingsmissionen oder der Option "Fadenkreuz weglassen für mehr Punkte" durchaus merkt, aber der Hauptteil des Spieles lässt sich, dank der 3 Verschiedenen Steuerungsprofile (2 x Wii-FB und 1 x Wii-Zapper) wunderbar Spielen. Note 1+ für die Steuerung. Der Nunchuk wird für das Spiel nicht benötigt - warum auch, schließlich läuft das Spiel von selbst. Der Salvenwechsel (1 Schuss, 3 Schuss und Dauerfeuer) erfolgt über die links und rechts Tasten des Steuerkreuzes.
Aljoscha Reuther meint...
Ghost Squad ist kurzweilig, schnell und actiongeladen, genau das richtige für einen Abend mit Freunden – auch wenn ich nur wirklich das 2-Spieler Spiel empfehlen kann. Allerdings macht die Steuerung einen dermaßen guten Eindruck, dass man den Titel eigentlich zu den Pflicht-Titeln zählen müsste – wenn der Vollpreis-Faktor nicht da wäre, denn der übersteigt dann doch das Potenzial des Spieles.
Ghost Squad ist kurzweilig, schnell und actiongeladen, genau das richtige für einen Abend mit Freunden – auch wenn ich nur wirklich das 2-Spieler Spiel empfehlen kann. Allerdings macht die Steuerung einen dermaßen guten Eindruck, dass man den Titel eigentlich zu den Pflicht-Titeln zählen müsste – wenn der Vollpreis-Faktor nicht da wäre, denn der übersteigt dann doch das Potenzial des Spieles.

GRAFIK
An der Optik des Spielhallenklassikers hat sich nichts geändert - aber ein bisschen hätte schon sein können.
An der Optik des Spielhallenklassikers hat sich nichts geändert - aber ein bisschen hätte schon sein können.

SOUND
Naja, es geht besser, aber auch schlimmer. Aber es gibt keine Hintergrundmusik.
Naja, es geht besser, aber auch schlimmer. Aber es gibt keine Hintergrundmusik.

BEDIENUNG
Das perfekte Lightgun-Feeling, gerade mit Zapper-Erweiterung macht das ganze richtig Spaß!
Das perfekte Lightgun-Feeling, gerade mit Zapper-Erweiterung macht das ganze richtig Spaß!

UMFANG
Wenige Missionen, dafür aber eine Menge an freischaltbaren Inhalten. Grade im Multiplayer zeigt das Spiel stärke!
Wenige Missionen, dafür aber eine Menge an freischaltbaren Inhalten. Grade im Multiplayer zeigt das Spiel stärke!
SPIELSPASS
Guter Railshooter mit Großvatergrafik
* kein Durchschnitt der einzelnen Kategorien
Guter Railshooter mit Großvatergrafik
* kein Durchschnitt der einzelnen Kategorien
Informationen zum Spiel