Yoshi´s Island DS
Artikel verfasst von Sascha Geldermann am 25.01.2008
Zurück auf der Yoshi-Insel
1995 veröffentlichte Nintendo „Super Mario World 2: Yoshi's Island“ und damit wohl eines der erfolgreichsten Jump´n´Run der Videospielgeschichte. Mit „Yoshi´s Island DS“ lädt der grüne Reitdinosaurier über 10 Jahre später erneut auf seine Insel ein. Dieses Mal landet dort aber gleich eine ganze Horde von Babys, auf die es besonders gut Acht zu geben gilt. Diese sollen später nämlich einmal zu echter Videospiel-Prominenz aufsteigen und Millionen von Zockern begeistern.
Es ist eigentlich ein schöner Tag auf der Insel der Yoshis, als plötzlich ein Baby aus heiterem Himmel fällt – und das im wahrsten Sinne des Wortes! An diesem Tag sollten nämlich eine Reihe von Nintendo-Charakteren, natürlich durch den Storch, ihren Eltern überbracht werden. Doch leider haben der finstere Kamek und seine Schergen diesen Transport abgefangen und die hilflosen Babys entführt. Durch eine Unaufmerksamkeit der Entführer ist Baby Mario aber glücklicherweise mal wieder bei den Yoshis gelandet, die natürlich sofort ihre Hilfe anbieten, um auch die anderen Nintendo-Sprößlinge zu befreien.
Wenn Baby Mario sich auf Yoshi schwingt, werden bei Fans des SNES-Klassikers sofort alte Erinnerungen wach. Am grundlegenden Gameplay hat sich nämlich nur wenig geändert. Ihr durchquert mit Yoshi bunte 2D-Levels, sammelt Münzen, besiegt Gegner und hüpft von Plattform zu Plattform. Dabei kommen Euch natürlich die vielen Talente des Reitdinosauriers zu Gute. Beim Springen ist es somit sehr hilfreich, dass Yoshi kurze Zeit in der Luft schweben und dabei selbst weite Abgründe problemlos überqueren kann. Bei der Bekämpfung der zahlreichen Feinde, bei denen es sich wie gewohnt oft um Shy Guys oder Piranhapflanzen handelt, profitiert Ihr dagegen von anderen Fähigkeiten. Eure Gegner lassen sich nämlich nicht nur durch gezielte Sprünge, sondern auch durch, natürlich ebenfalls gezielte, Schüsse außer Gefecht setzen. Natürlich rennt Yoshi aber nicht mit einem Gewehr durch die Gegend, sondern greift lieber auf, eh viel kinderfreundlichere, Eier zurück. Diese werden durch das Verschlucken von Gegnern produziert, können aber auch durch Kästen erhalten werden.
Yoshi kann maximal sechs Eier mit sich führen, die dann vielseitig zum Einsatz kommen. Durch einen einfachen Tastendruck erscheint ein Fadenkreuz, das sich vor Yoshi auf und ab bewegt. Ein zweiter Tastendruck mit dem richten Timing schleudert das Ei dann in die gewünschte Richtung. Dort muss nicht unbedingt ein Gegner stehen, damit die Aktion einen Sinn hat. Es lassen sich mit den Eiern auch genauso gut Münzen einsammeln oder Schalter aktivieren. Von diesen Schaltern lassen sich in den Levels viele finden, deren Aktivierung Ihr Euch nie entgehen lassen solltet. Sie lösen nämlich viele positive Effekte aus und decken auch das eine oder andere Geheimnis des Levels auf.
Nicht nur die Spielmechanik erinnert an den SNES-Vorgänger, sondern auch die Qualität des Leveldesigns. Alle Abschnitte der Spielwelt strotzen nämlich nur so vor Ideen, die mit jedem weiteren Level interessanter und unterhaltsamer zu werden scheinen. So warten immer neue Gegner, immer neue Herausforderungen und immer neue Geheimnise auf Euch, sodass Langeweile überhaupt keine Chance hat. Dabei habt Ihr dieses Mal auch noch einen doppelt so großen Levelabschnitt vor Augen, schließlich erstreckt sich das Design stets über zwei Bildschirme, wobei sich der Blick zur Decke oft lohnt. Aber nicht nur innerhalb der Levels werden die beiden Bildschirme gut genutzt, sondern auch während der Bosskämpfe. Imposante Obermotze erstrecken sich nämlich gerne über die Grenzen des unteren Bildschirms hinaus und in einer der Auseinandersetzungen fungiert der obere Screen sogar als Spiegel, auf dem ein sonst unsichtbarer Gegner gezeigt wird. Spätestens wenn Ihr an dieser Stelle spiegelverkehrt gekämpft habt, werdet Ihr die Kreativität der Entwickler zu schätzen wissen.
Begabte Babys
Während „Yoshi´s Island DS“ anfangs sehr stark seinem Vorgänger gleicht, hebt es sich im späteren Verlauf mit jedem weiten Level immer mehr von dem Klassiker ab. Natürlich bleibt die grundlegende Mechanik erhalten, durch viele neue Ideen kommt aber neuer Schwung und ein frisches Spielgefühl in die Sache. Wie anfangs schon angedeutet, ist Mario schließlich auch nicht der einzige Sproß aus dem Hause Nintendo, der von Kamek entführt wurde. Mit der Zeit werdet Ihr somit immer mehr Babys befreien können, womit Ihr die Wahl zwischen verschiedenen Charakteren bekommt. Ihr müsst in den Levels einfach eine Storch-Haltestelle aufsuchen und schon kommt dieser Vogel mit allen bisher befreiten Babys angeflogen, von denen Yoshi dann einen neuen Reiter aussuchen darf.
Der Wechsel der Charaktere entwickelt sich schnell zu einem wichtigen Bestandteil des Spiels. Jeder der Nachwuchshelden verfügt nämlich über andere Fähigkeiten, die für das Absolvieren bestimmter Levels unverzichtbar sind. Als erstes lässt sich Mario gegen Baby Peach austauschen, die schon damals mit ihren Schirm unterwegs war. Dieser lässt sich somit hervorragend nutzen, um sich durch Windböen elegant in die Lüfte zu erheben. Von diesen federleichten Sprüngen kann Yoshi mit Baby Donkey Kong an Board nur träumen. Dafür profitiert er dabei von den Kletterfähigkeiten des Gorillas, der eine genauso schwere Last ist, wie Baby Wario. Dieser wiederum sorgt auch noch mit einem riesigen Magneten für zusätzliches Gewicht, der hohe Sprünge gleichzeitig aber eh überflüssig macht. Mit diesem Magneten müssen Münzen nämlich gar nicht erst direkt eingesammelt, sondern einfach nur angezogen werden. Der letzte im Bunde ist, was vielleicht etwas überraschend ist, Baby Bowser. Dieses ist sehr dominant und unterbindet Yohi´s Fähigkeit Eier zu produzieren. Aber wer braucht schon Eier, wenn er Feuer spucken kann? Und das macht Baby Bowser mit Vorliebe. Früh übt sich eben.
Mit den vielen Babys kommt jede Menge Abwechslung und auch etwas Kopfarbeit ins Spiel. Schließlich müsst Ihr immer wieder überlegen, welches Baby Euch bei Hindernissen weiterhelfen kann. Sollte gerade einmal keine Barriere im Weg stehen, empfiehlt es sich aber, Mario als Reiter zu wählen. Dieser ermöglicht nämlich nicht nur schnelles Rennen, sondern kann als einziger auch Super-Sterne benutzen, die in manchen Levels versteckt sind. Diese verwandeln den Knirps für kurze Zeit in einen unbesiegbaren Helden, der nun selbst schnell Rennen, Klettern, Schweben und so ziemlich alles außer Hochdeutsch kann.
Aber auch Yoshi selbst ist wandelbar. Es schweben nämlich immer mal wieder Zauberblasen in der Luft, in denen Vehikel eingeschlossen sind. Sobald der Kult-Dino so eine Blase berührt, verwandelt er sich in gewisse Zeit selbst in ein solches. Dann kann er sich als Fahrzeug durch Wände wühlen, als Helikopter in die Lüfte erheben oder als U-Boot tiefe Gewässer erkunden. Wenn Ihr Euch gerade nicht selbst in ein Transportmittel verwandelt, dürft Ihr aber auch gerne auf andere zurückgreifen. Es warten Stelzen, Draisinen und sogar Kängurus auf Euch, wobei letztere Euch mit riesigen Sprüngen durch die Levels transportieren und Euch weit oben auch noch die Möglichkeit geben, sonst unerreichbare Münzen einzusammeln. Wie Ihr seht, strotzt das Spiel nur so vor Kreativität und Ideenreichtum. Jeder Level ist ein neues Abenteuer und hält neue Überraschungen für Euch bereit.
Schöne kleine Welt
Bei so einem Spielerlebnis wäre es schön, wenn das Abenteuer gar nicht mehr aufhören würde. Leider tut es das aber und das auch noch wesentlich schneller als Euch lieb sein wird. Dieses Mal haben es nämlich gerade einmal fünf Welten in das Spiel geschafft, die vor allen von erfahrenden Spielern in kurzer Zeit bewältigt sein werden. Der Umfang ist somit sehr enttäuschend ausgefallen und bildet somit auch den einzigen wirklich gewichtigen Kritikpunkt des Spiels. Leider wurde dieses Mal auch kein Mehrspieler-Modus integriert, der natürlich ein großer Anreiz für ein wiederholtes Durchspielen gewesen wäre. Aber auch wenn dadurch Potenzial verschenkt wird, kann immer noch ein hoher Wiederspielwert geboten werden. In den Levels warten nicht nur viele geheime Wege auf Euch, sondern auch viele Sammelgegenstände: goldene Münzen, rote Münzen, Baby-Münzen, Sterne und Blumen. Das lädt natürlich dazu ein, bereits absolvierte Levels noch mal ganz genau unter die Lupe zu nehmen. Der geringe Umfang kann damit wieder ein bisschen, wenn natürlich auch nicht vollkommen, ausgeglichen werden.
Auf jeden Fall gelungen, ist die Steuerung des Spiels, was bei einem Jump´n´Run natürlich besonders viel Wert ist. Die Entwickler haben erst gar nicht versucht, unnötige Spielereien mit dem Touchscreen einzubauen, sodass dieser eigentlich nur in den Menüs zum Einsatz kommt. Alle Aktionen der Helden wurden dagegen auf die Knöpfe gelegt und dabei absolut sinnvoll verteilt. So werdet Ihr Euch sehr schnell ins Spiel einfinden, präzise Sprünge ausführen und Eier absolut gezielt einem Ziel entgegenschleudern. Das Ganze läuft selbst intuitiv ab, wenn Ihr in Hektik seid. Und die bricht immer wieder aus, vor allem nachdem Euch ein Gegner getroffen hat. Dann nämlich fällt das jeweilige Baby von eurem Rücken und muss innerhalb weniger Sekunden wieder eingesammelt werden, bevor es Kameks Schergen entdecken und hilflos, wie es nun mal ist, wieder in ihre Fänge bringen, was einem „Game Over“ gleichkommt.
Besonders viel Lob verdient die Grafik im Wachsmalstil. Zwar handelt es sich um ein reines 2D-Spiel ohne jegliche 3D-Effekte, dieser zweidimensionale Look wurde aber sehr schön ausgereizt. Egal ob Hintergründe, die direkte Umgebung oder die Charaktergestaltung – alles glänzt farbenfroh und weist Liebe zum Details auf. Abgerundet wieder der Gesamteindruck dann auch noch durch flüssige Animationen und die passende Soundkulisse. Während im Hintergrund schöne Melodien eine angenehme Untermalung bilden, kann Yoshi selbst durch seine gewohnten Laute erfreuen. Unterhaltsam ist, so Leid es mir tut, auch das Weinen der Babys. Dabei haben die Entwickler sich nämlich bemüht, den Cahrakter des jeweiligen Helden einzufangen, was teilweise zu gewollt witzigen Ergebnissen führt.
1995 veröffentlichte Nintendo „Super Mario World 2: Yoshi's Island“ und damit wohl eines der erfolgreichsten Jump´n´Run der Videospielgeschichte. Mit „Yoshi´s Island DS“ lädt der grüne Reitdinosaurier über 10 Jahre später erneut auf seine Insel ein. Dieses Mal landet dort aber gleich eine ganze Horde von Babys, auf die es besonders gut Acht zu geben gilt. Diese sollen später nämlich einmal zu echter Videospiel-Prominenz aufsteigen und Millionen von Zockern begeistern.
Es ist eigentlich ein schöner Tag auf der Insel der Yoshis, als plötzlich ein Baby aus heiterem Himmel fällt – und das im wahrsten Sinne des Wortes! An diesem Tag sollten nämlich eine Reihe von Nintendo-Charakteren, natürlich durch den Storch, ihren Eltern überbracht werden. Doch leider haben der finstere Kamek und seine Schergen diesen Transport abgefangen und die hilflosen Babys entführt. Durch eine Unaufmerksamkeit der Entführer ist Baby Mario aber glücklicherweise mal wieder bei den Yoshis gelandet, die natürlich sofort ihre Hilfe anbieten, um auch die anderen Nintendo-Sprößlinge zu befreien.
Wenn Baby Mario sich auf Yoshi schwingt, werden bei Fans des SNES-Klassikers sofort alte Erinnerungen wach. Am grundlegenden Gameplay hat sich nämlich nur wenig geändert. Ihr durchquert mit Yoshi bunte 2D-Levels, sammelt Münzen, besiegt Gegner und hüpft von Plattform zu Plattform. Dabei kommen Euch natürlich die vielen Talente des Reitdinosauriers zu Gute. Beim Springen ist es somit sehr hilfreich, dass Yoshi kurze Zeit in der Luft schweben und dabei selbst weite Abgründe problemlos überqueren kann. Bei der Bekämpfung der zahlreichen Feinde, bei denen es sich wie gewohnt oft um Shy Guys oder Piranhapflanzen handelt, profitiert Ihr dagegen von anderen Fähigkeiten. Eure Gegner lassen sich nämlich nicht nur durch gezielte Sprünge, sondern auch durch, natürlich ebenfalls gezielte, Schüsse außer Gefecht setzen. Natürlich rennt Yoshi aber nicht mit einem Gewehr durch die Gegend, sondern greift lieber auf, eh viel kinderfreundlichere, Eier zurück. Diese werden durch das Verschlucken von Gegnern produziert, können aber auch durch Kästen erhalten werden.
Yoshi kann maximal sechs Eier mit sich führen, die dann vielseitig zum Einsatz kommen. Durch einen einfachen Tastendruck erscheint ein Fadenkreuz, das sich vor Yoshi auf und ab bewegt. Ein zweiter Tastendruck mit dem richten Timing schleudert das Ei dann in die gewünschte Richtung. Dort muss nicht unbedingt ein Gegner stehen, damit die Aktion einen Sinn hat. Es lassen sich mit den Eiern auch genauso gut Münzen einsammeln oder Schalter aktivieren. Von diesen Schaltern lassen sich in den Levels viele finden, deren Aktivierung Ihr Euch nie entgehen lassen solltet. Sie lösen nämlich viele positive Effekte aus und decken auch das eine oder andere Geheimnis des Levels auf.
Nicht nur die Spielmechanik erinnert an den SNES-Vorgänger, sondern auch die Qualität des Leveldesigns. Alle Abschnitte der Spielwelt strotzen nämlich nur so vor Ideen, die mit jedem weiteren Level interessanter und unterhaltsamer zu werden scheinen. So warten immer neue Gegner, immer neue Herausforderungen und immer neue Geheimnise auf Euch, sodass Langeweile überhaupt keine Chance hat. Dabei habt Ihr dieses Mal auch noch einen doppelt so großen Levelabschnitt vor Augen, schließlich erstreckt sich das Design stets über zwei Bildschirme, wobei sich der Blick zur Decke oft lohnt. Aber nicht nur innerhalb der Levels werden die beiden Bildschirme gut genutzt, sondern auch während der Bosskämpfe. Imposante Obermotze erstrecken sich nämlich gerne über die Grenzen des unteren Bildschirms hinaus und in einer der Auseinandersetzungen fungiert der obere Screen sogar als Spiegel, auf dem ein sonst unsichtbarer Gegner gezeigt wird. Spätestens wenn Ihr an dieser Stelle spiegelverkehrt gekämpft habt, werdet Ihr die Kreativität der Entwickler zu schätzen wissen.
Begabte Babys
Während „Yoshi´s Island DS“ anfangs sehr stark seinem Vorgänger gleicht, hebt es sich im späteren Verlauf mit jedem weiten Level immer mehr von dem Klassiker ab. Natürlich bleibt die grundlegende Mechanik erhalten, durch viele neue Ideen kommt aber neuer Schwung und ein frisches Spielgefühl in die Sache. Wie anfangs schon angedeutet, ist Mario schließlich auch nicht der einzige Sproß aus dem Hause Nintendo, der von Kamek entführt wurde. Mit der Zeit werdet Ihr somit immer mehr Babys befreien können, womit Ihr die Wahl zwischen verschiedenen Charakteren bekommt. Ihr müsst in den Levels einfach eine Storch-Haltestelle aufsuchen und schon kommt dieser Vogel mit allen bisher befreiten Babys angeflogen, von denen Yoshi dann einen neuen Reiter aussuchen darf.
Der Wechsel der Charaktere entwickelt sich schnell zu einem wichtigen Bestandteil des Spiels. Jeder der Nachwuchshelden verfügt nämlich über andere Fähigkeiten, die für das Absolvieren bestimmter Levels unverzichtbar sind. Als erstes lässt sich Mario gegen Baby Peach austauschen, die schon damals mit ihren Schirm unterwegs war. Dieser lässt sich somit hervorragend nutzen, um sich durch Windböen elegant in die Lüfte zu erheben. Von diesen federleichten Sprüngen kann Yoshi mit Baby Donkey Kong an Board nur träumen. Dafür profitiert er dabei von den Kletterfähigkeiten des Gorillas, der eine genauso schwere Last ist, wie Baby Wario. Dieser wiederum sorgt auch noch mit einem riesigen Magneten für zusätzliches Gewicht, der hohe Sprünge gleichzeitig aber eh überflüssig macht. Mit diesem Magneten müssen Münzen nämlich gar nicht erst direkt eingesammelt, sondern einfach nur angezogen werden. Der letzte im Bunde ist, was vielleicht etwas überraschend ist, Baby Bowser. Dieses ist sehr dominant und unterbindet Yohi´s Fähigkeit Eier zu produzieren. Aber wer braucht schon Eier, wenn er Feuer spucken kann? Und das macht Baby Bowser mit Vorliebe. Früh übt sich eben.
Mit den vielen Babys kommt jede Menge Abwechslung und auch etwas Kopfarbeit ins Spiel. Schließlich müsst Ihr immer wieder überlegen, welches Baby Euch bei Hindernissen weiterhelfen kann. Sollte gerade einmal keine Barriere im Weg stehen, empfiehlt es sich aber, Mario als Reiter zu wählen. Dieser ermöglicht nämlich nicht nur schnelles Rennen, sondern kann als einziger auch Super-Sterne benutzen, die in manchen Levels versteckt sind. Diese verwandeln den Knirps für kurze Zeit in einen unbesiegbaren Helden, der nun selbst schnell Rennen, Klettern, Schweben und so ziemlich alles außer Hochdeutsch kann.
Aber auch Yoshi selbst ist wandelbar. Es schweben nämlich immer mal wieder Zauberblasen in der Luft, in denen Vehikel eingeschlossen sind. Sobald der Kult-Dino so eine Blase berührt, verwandelt er sich in gewisse Zeit selbst in ein solches. Dann kann er sich als Fahrzeug durch Wände wühlen, als Helikopter in die Lüfte erheben oder als U-Boot tiefe Gewässer erkunden. Wenn Ihr Euch gerade nicht selbst in ein Transportmittel verwandelt, dürft Ihr aber auch gerne auf andere zurückgreifen. Es warten Stelzen, Draisinen und sogar Kängurus auf Euch, wobei letztere Euch mit riesigen Sprüngen durch die Levels transportieren und Euch weit oben auch noch die Möglichkeit geben, sonst unerreichbare Münzen einzusammeln. Wie Ihr seht, strotzt das Spiel nur so vor Kreativität und Ideenreichtum. Jeder Level ist ein neues Abenteuer und hält neue Überraschungen für Euch bereit.
Schöne kleine Welt
Bei so einem Spielerlebnis wäre es schön, wenn das Abenteuer gar nicht mehr aufhören würde. Leider tut es das aber und das auch noch wesentlich schneller als Euch lieb sein wird. Dieses Mal haben es nämlich gerade einmal fünf Welten in das Spiel geschafft, die vor allen von erfahrenden Spielern in kurzer Zeit bewältigt sein werden. Der Umfang ist somit sehr enttäuschend ausgefallen und bildet somit auch den einzigen wirklich gewichtigen Kritikpunkt des Spiels. Leider wurde dieses Mal auch kein Mehrspieler-Modus integriert, der natürlich ein großer Anreiz für ein wiederholtes Durchspielen gewesen wäre. Aber auch wenn dadurch Potenzial verschenkt wird, kann immer noch ein hoher Wiederspielwert geboten werden. In den Levels warten nicht nur viele geheime Wege auf Euch, sondern auch viele Sammelgegenstände: goldene Münzen, rote Münzen, Baby-Münzen, Sterne und Blumen. Das lädt natürlich dazu ein, bereits absolvierte Levels noch mal ganz genau unter die Lupe zu nehmen. Der geringe Umfang kann damit wieder ein bisschen, wenn natürlich auch nicht vollkommen, ausgeglichen werden.
Auf jeden Fall gelungen, ist die Steuerung des Spiels, was bei einem Jump´n´Run natürlich besonders viel Wert ist. Die Entwickler haben erst gar nicht versucht, unnötige Spielereien mit dem Touchscreen einzubauen, sodass dieser eigentlich nur in den Menüs zum Einsatz kommt. Alle Aktionen der Helden wurden dagegen auf die Knöpfe gelegt und dabei absolut sinnvoll verteilt. So werdet Ihr Euch sehr schnell ins Spiel einfinden, präzise Sprünge ausführen und Eier absolut gezielt einem Ziel entgegenschleudern. Das Ganze läuft selbst intuitiv ab, wenn Ihr in Hektik seid. Und die bricht immer wieder aus, vor allem nachdem Euch ein Gegner getroffen hat. Dann nämlich fällt das jeweilige Baby von eurem Rücken und muss innerhalb weniger Sekunden wieder eingesammelt werden, bevor es Kameks Schergen entdecken und hilflos, wie es nun mal ist, wieder in ihre Fänge bringen, was einem „Game Over“ gleichkommt.
Besonders viel Lob verdient die Grafik im Wachsmalstil. Zwar handelt es sich um ein reines 2D-Spiel ohne jegliche 3D-Effekte, dieser zweidimensionale Look wurde aber sehr schön ausgereizt. Egal ob Hintergründe, die direkte Umgebung oder die Charaktergestaltung – alles glänzt farbenfroh und weist Liebe zum Details auf. Abgerundet wieder der Gesamteindruck dann auch noch durch flüssige Animationen und die passende Soundkulisse. Während im Hintergrund schöne Melodien eine angenehme Untermalung bilden, kann Yoshi selbst durch seine gewohnten Laute erfreuen. Unterhaltsam ist, so Leid es mir tut, auch das Weinen der Babys. Dabei haben die Entwickler sich nämlich bemüht, den Cahrakter des jeweiligen Helden einzufangen, was teilweise zu gewollt witzigen Ergebnissen führt.
Sascha Geldermann meint...
„Yoshi´s Island DS“ bietet sowohl viele beliebte Elemente des Vorgängers, als auch neue kreative Ideen. Das Ergebnis ist ein Jump´n´Run der Extraklasse mit überragendem Leveldesign und tollem Grafik-Stil. Einzig der geringe Umfang enttäuscht, auch wenn dieser durch den hohen Wiederspielwert wieder etwas ausgeglichen wird.
„Yoshi´s Island DS“ bietet sowohl viele beliebte Elemente des Vorgängers, als auch neue kreative Ideen. Das Ergebnis ist ein Jump´n´Run der Extraklasse mit überragendem Leveldesign und tollem Grafik-Stil. Einzig der geringe Umfang enttäuscht, auch wenn dieser durch den hohen Wiederspielwert wieder etwas ausgeglichen wird.

GRAFIK
Der Wachsmal-Stil sieht fantastisch aus.
Der Wachsmal-Stil sieht fantastisch aus.

SOUND
Schöne Melodien und passende Laute verwöhnen die Ohren.
Schöne Melodien und passende Laute verwöhnen die Ohren.

BEDIENUNG
Die Steuerung funktioniert sehr gut.
Die Steuerung funktioniert sehr gut.

UMFANG
Das Abenteuer könnte länger sein, der Wiederspielwert ist aber enorm.
Das Abenteuer könnte länger sein, der Wiederspielwert ist aber enorm.
SPIELSPASS
Tolles Jump´n´Run im Wachsmal-Look.
* kein Durchschnitt der einzelnen Kategorien
Tolles Jump´n´Run im Wachsmal-Look.
* kein Durchschnitt der einzelnen Kategorien
Informationen zum Spiel