Super Paper Mario
Artikel verfasst von Heiko Ellinger am 26.12.2007
Prinzessinenretter gesucht!
Wir kennen es bereits seit mehr als 20 Jahren. Wird eine Prinzessin im Pilzkönigreich entführt, kann es sich nur um Prinzessin Pech handeln. Ebenso steht dann auch der Retter schon fest, es ist unser Lieblingsklempner Mario. Als Bösewicht stellt sich gerne Bowser ein ums andere Mal zur Verfügung. Wenn dann allerdings plötzlich ein anderer Bösewicht dem grimmigen Bowser zuvorkommt, die Welt am Abgrund steht und die Prinzessin schon frühzeitig selbst ins Spielgeschehen eingreift, dann haben wir es in diesem Fall mit „Super Paper Mario“ zu tun und dürfen ruhig alle Routinen vergessen, die wir im Bezug auf Super Mario in den letzten Jahren aufgebaut haben. Fällt da eine mögliche Hochzeit von Bowser und Prinzessin Peach noch ins Gewicht? Eigentlich nicht…
Bei „Super Paper Mario“ handelt es sich um einen Titel, der es erst nach langer Zeit in unsere Konsolen geschafft hat. Eigentlich sollte das ungewöhnliche Abenteuer bereits auf dem GameCube erscheinen. Als der Wii-Start näher rückte und der klinische Tod des kleinen Würfels auch schon bekannt war, entschied man sich allerdings, das ganze Projekt auf die neue Heimkonsole zu portieren. Verantwortlich für eines der kreativsten Ergebnisse der Videospielgeschichte sind die japanischen Entwickler von Intelligent Systems, die bereits zahlreiche Toptitel zum Nintendo-Portfolio beisteuerten.
„Paper Mario“ kennen wir bereits länger. Das alternative Konzept mit einem Mario in Papierform kann bereits zwei Versoftungen vorweisen. Diese waren allerdings eher im Bereich der Rollenspiele angesiedelt. „Super Paper Mario“ ist dagegen ein waschechtes Jump & Run, das sich lediglich auf Anleihen aus der eigentlichen Rollenspielsparte beschränkt.
Zweidimensionales 3D-Abenteuer
Die zweidimensionale Welt kennen wir bereits. Vor allem in zahlreichen Jump & Runs mit Mario blieb uns nicht viel übrig, als nach links und rechts zu gehen oder uns in die Höhe beziehungsweise die Tiefe zu bewegen. Erst auf dem Nintendo 64 konnten wir Mario erstmals durch dreidimensionale Welten steuern, heutzutage ist auch das keine Besonderheit mehr.
„Super Paper Mario“ geht allerdings einen Schritt weiter und kombiniert die beiden Welten. So entstehen völlig neue Möglichkeiten im Leveldesign und auch die Rätsel können ganz anders gestaltet werden. Bereits nach wenigen Minuten Spielzeit erhält Held Mario nämlich die Fähigkeit, ganz einfach die Dimension zu wechseln. Aus 2D wird dann 3D oder auch umgekehrt, was wir Euch an einigen Beispielen verdeutlichen wollen.
In der 2D-Welt laufen wir wie üblich durch einen Level, kämpfen uns an einigen Gumbas und Koopas vorbei und erreichen schließlich einen Abgrund. Jegliche Versuche, diesen Abgrund mit einem beherzten Sprung zu überwinden, schlagen fehl und bringen uns ein schnelles Ende. In letzter Instanz erinnern wir uns an den Dimensionswechsel. Ein einfacher Druck auf den A-Button genügt und wir wechseln in die 3D-Ansicht. Und siehe da: ein bisher verborgener Pfad erscheint und wir können unseren Weg ohne Probleme fortsetzen.
An anderer Stelle betreten wir ein kleines Haus. Innen finden wir nur einen Raum vor, sehr übersichtlich gestaltet und scheinbar ohne interessante Begebenheiten. Als wir jedoch abermals die Ansicht wechseln, sehen wir hinter einer Absperrung eine grüne Warp-Röhre. Diese hätten wir ohne den Dimensionswechsel wahrscheinlich übersehen. So verlangt das Spiel an vielen Stellen von Euch, dass Ihr mit den Dimensionen arbeitet, um das Abenteuer fortsetzen zu können. Um das Ganze etwas zu erschweren, gibt es bei der 3D-Ansicht allerdings eine Art Lebensanzeige, die Ihr nicht verstreichen lassen solltet, da Ihr sonst Lebensenergie verliert.
Die Idee des Wechsels ist eigentlich sehr simpel, wurde aber bisher noch nie verwendet. Im Falle von „Super Paper Mario“ erwartet Euch so ein gänzlich frisches Spielerlebnis fernab von allem bekannten.
Helfer und Alternativen
Im Spielverlauf kommt es nicht nur auf die Geschicke von Mario an. Nach kurzer Zeit gesellt sich nämlich auch Prinzessin Peach zu Euch. In einigen Abschnitten müsst Ihr dann der Adeligen Beistand leisten. Ein Vorteil von Peach: Dank ihrem Schirm kann sie für bestimmte Zeit schweben. Allerdings stehen Ihr im Gegenzug weniger Lebenspunkte zur Verfügung. Diese Lebenspunkte sind es auch, wo das Spiel mit den Rollenspielelementen ansetzt.
Anstatt Euch direkt bei Feindkontakt sterben zu lassen, habt Ihr nämlich Lebenspunkte, die Ihr sogar aufleveln könnt. Außerdem könnt Ihr Euch in einem Laden diverse Gegenstände kaufen.
Ob es bei diesen zwei spielbaren Charakteren bleibt, möchte ich Euch an dieser Stelle nicht verraten. Aber wenn Ihr so einen Satz lest, könnt Ihr es Euch sicher schon selber denken, dass da noch wer in die Riege der Helden aufsteigt.
Außerdem begleiten Euch die so genannten Pixel, Wesen aus der anderen Dimension, die Euch bei Eurem Abenteuer unterstützen. Dank Ihrer Hilfe könnt Ihr geheime Türen oder Plattformen aufspüren, indem Ihr mit der Fernbedienung den Bildschirm abfahrt oder mit einem Tastendruck Gegenstände greifen und werfen. Ebenso wie für den Dimensionswechsel gilt auch hier: Kommt Ihr nicht weiter, sucht die Umgebung ab. Dann erhaltet Ihr zumeist hilfreiche Tipps, die Euch im Abenteuer weiterbringen.
Hüpfen wie im Original
Die Story kommt bei „Super Paper Mario“ nicht zu kurz. Der humoristische Stil bleibt dabei serientypisch erhalten. Dafür müsst Ihr Euch oft durch endlose Dialoge klicken, um endlich weiterspielen zu können – sicherlich nicht jedermanns Sache. Dennoch kommen auch Jump & Run Freunde auf ihre Kosten, auch wenn es hier einige kleine Änderungen im Vergleich zu den klassischen Titeln von Mario gibt. Mit einem Superpilz werdet Ihr beispielsweise nicht größer, sondern füllt Eure Lebensanzeige wieder auf. Der Stern wurde umfunktioniert und lässt Euch zu einer unglaublichen Größe anwachsen. Netter Nebeneffekt: Ihr verwandelt Euch in einen überdimensionerten Pixel-Haufen, der dem Original aus „Super Mario Bros.“ vom NES absolut gleicht.
Ihr seid dann nicht nur unverwundbar für kurze Zeit, sondern könnt ebenso den halben Level einreißen. Warpröhren, Fragezeichen-Blöcke oder andere Hindernisse bleiben nicht lange stehen, das kennt man schon aus „New Super Mario Bros.“ Davon abgesehen erinnern Teile des Spiels dann doch gewohnt und gut an die Jump & Run Vergangenheit des Klempners.
Dazu passend verzichtet das Spiel auch auf den Einsatz des Nunchuk. Stattdessen wird die Wii-Fernbedienung wie ein NES-Controller gehalten. Alle benötigten Funktionen wurden gut auf den Wii-Controller verteilt, so dass es damit auch keine Probleme gibt. Möchtet Ihr den aktuellen Bereich absuchen, müsst Ihr die Fernbedienung natürlich wie schon angesprochen drehen.
Die Grafik des Titels präsentiert sich detailverliebt. Das Papierkonzept funktionierte bereits in den vorangegangenen Teilen tadellos und erreicht mit „Super Paper Mario“ ein neues Level. Die bunte Welt Marios ist wunderschön, die übergroßen Charaktermodelle in NES-Optik sind dabei ein weiteres optisches Highlight. Die typische Sounduntermalung und der ordentliche Umfang des Titels runden das Gesamtpaket erfolgreich ab.
Wir kennen es bereits seit mehr als 20 Jahren. Wird eine Prinzessin im Pilzkönigreich entführt, kann es sich nur um Prinzessin Pech handeln. Ebenso steht dann auch der Retter schon fest, es ist unser Lieblingsklempner Mario. Als Bösewicht stellt sich gerne Bowser ein ums andere Mal zur Verfügung. Wenn dann allerdings plötzlich ein anderer Bösewicht dem grimmigen Bowser zuvorkommt, die Welt am Abgrund steht und die Prinzessin schon frühzeitig selbst ins Spielgeschehen eingreift, dann haben wir es in diesem Fall mit „Super Paper Mario“ zu tun und dürfen ruhig alle Routinen vergessen, die wir im Bezug auf Super Mario in den letzten Jahren aufgebaut haben. Fällt da eine mögliche Hochzeit von Bowser und Prinzessin Peach noch ins Gewicht? Eigentlich nicht…Bei „Super Paper Mario“ handelt es sich um einen Titel, der es erst nach langer Zeit in unsere Konsolen geschafft hat. Eigentlich sollte das ungewöhnliche Abenteuer bereits auf dem GameCube erscheinen. Als der Wii-Start näher rückte und der klinische Tod des kleinen Würfels auch schon bekannt war, entschied man sich allerdings, das ganze Projekt auf die neue Heimkonsole zu portieren. Verantwortlich für eines der kreativsten Ergebnisse der Videospielgeschichte sind die japanischen Entwickler von Intelligent Systems, die bereits zahlreiche Toptitel zum Nintendo-Portfolio beisteuerten.
„Paper Mario“ kennen wir bereits länger. Das alternative Konzept mit einem Mario in Papierform kann bereits zwei Versoftungen vorweisen. Diese waren allerdings eher im Bereich der Rollenspiele angesiedelt. „Super Paper Mario“ ist dagegen ein waschechtes Jump & Run, das sich lediglich auf Anleihen aus der eigentlichen Rollenspielsparte beschränkt.
Zweidimensionales 3D-Abenteuer
Die zweidimensionale Welt kennen wir bereits. Vor allem in zahlreichen Jump & Runs mit Mario blieb uns nicht viel übrig, als nach links und rechts zu gehen oder uns in die Höhe beziehungsweise die Tiefe zu bewegen. Erst auf dem Nintendo 64 konnten wir Mario erstmals durch dreidimensionale Welten steuern, heutzutage ist auch das keine Besonderheit mehr.
„Super Paper Mario“ geht allerdings einen Schritt weiter und kombiniert die beiden Welten. So entstehen völlig neue Möglichkeiten im Leveldesign und auch die Rätsel können ganz anders gestaltet werden. Bereits nach wenigen Minuten Spielzeit erhält Held Mario nämlich die Fähigkeit, ganz einfach die Dimension zu wechseln. Aus 2D wird dann 3D oder auch umgekehrt, was wir Euch an einigen Beispielen verdeutlichen wollen. In der 2D-Welt laufen wir wie üblich durch einen Level, kämpfen uns an einigen Gumbas und Koopas vorbei und erreichen schließlich einen Abgrund. Jegliche Versuche, diesen Abgrund mit einem beherzten Sprung zu überwinden, schlagen fehl und bringen uns ein schnelles Ende. In letzter Instanz erinnern wir uns an den Dimensionswechsel. Ein einfacher Druck auf den A-Button genügt und wir wechseln in die 3D-Ansicht. Und siehe da: ein bisher verborgener Pfad erscheint und wir können unseren Weg ohne Probleme fortsetzen.
An anderer Stelle betreten wir ein kleines Haus. Innen finden wir nur einen Raum vor, sehr übersichtlich gestaltet und scheinbar ohne interessante Begebenheiten. Als wir jedoch abermals die Ansicht wechseln, sehen wir hinter einer Absperrung eine grüne Warp-Röhre. Diese hätten wir ohne den Dimensionswechsel wahrscheinlich übersehen. So verlangt das Spiel an vielen Stellen von Euch, dass Ihr mit den Dimensionen arbeitet, um das Abenteuer fortsetzen zu können. Um das Ganze etwas zu erschweren, gibt es bei der 3D-Ansicht allerdings eine Art Lebensanzeige, die Ihr nicht verstreichen lassen solltet, da Ihr sonst Lebensenergie verliert.
Die Idee des Wechsels ist eigentlich sehr simpel, wurde aber bisher noch nie verwendet. Im Falle von „Super Paper Mario“ erwartet Euch so ein gänzlich frisches Spielerlebnis fernab von allem bekannten.
Helfer und Alternativen
Im Spielverlauf kommt es nicht nur auf die Geschicke von Mario an. Nach kurzer Zeit gesellt sich nämlich auch Prinzessin Peach zu Euch. In einigen Abschnitten müsst Ihr dann der Adeligen Beistand leisten. Ein Vorteil von Peach: Dank ihrem Schirm kann sie für bestimmte Zeit schweben. Allerdings stehen Ihr im Gegenzug weniger Lebenspunkte zur Verfügung. Diese Lebenspunkte sind es auch, wo das Spiel mit den Rollenspielelementen ansetzt. Anstatt Euch direkt bei Feindkontakt sterben zu lassen, habt Ihr nämlich Lebenspunkte, die Ihr sogar aufleveln könnt. Außerdem könnt Ihr Euch in einem Laden diverse Gegenstände kaufen.
Ob es bei diesen zwei spielbaren Charakteren bleibt, möchte ich Euch an dieser Stelle nicht verraten. Aber wenn Ihr so einen Satz lest, könnt Ihr es Euch sicher schon selber denken, dass da noch wer in die Riege der Helden aufsteigt.
Außerdem begleiten Euch die so genannten Pixel, Wesen aus der anderen Dimension, die Euch bei Eurem Abenteuer unterstützen. Dank Ihrer Hilfe könnt Ihr geheime Türen oder Plattformen aufspüren, indem Ihr mit der Fernbedienung den Bildschirm abfahrt oder mit einem Tastendruck Gegenstände greifen und werfen. Ebenso wie für den Dimensionswechsel gilt auch hier: Kommt Ihr nicht weiter, sucht die Umgebung ab. Dann erhaltet Ihr zumeist hilfreiche Tipps, die Euch im Abenteuer weiterbringen.
Hüpfen wie im Original
Die Story kommt bei „Super Paper Mario“ nicht zu kurz. Der humoristische Stil bleibt dabei serientypisch erhalten. Dafür müsst Ihr Euch oft durch endlose Dialoge klicken, um endlich weiterspielen zu können – sicherlich nicht jedermanns Sache. Dennoch kommen auch Jump & Run Freunde auf ihre Kosten, auch wenn es hier einige kleine Änderungen im Vergleich zu den klassischen Titeln von Mario gibt. Mit einem Superpilz werdet Ihr beispielsweise nicht größer, sondern füllt Eure Lebensanzeige wieder auf. Der Stern wurde umfunktioniert und lässt Euch zu einer unglaublichen Größe anwachsen. Netter Nebeneffekt: Ihr verwandelt Euch in einen überdimensionerten Pixel-Haufen, der dem Original aus „Super Mario Bros.“ vom NES absolut gleicht.
Ihr seid dann nicht nur unverwundbar für kurze Zeit, sondern könnt ebenso den halben Level einreißen. Warpröhren, Fragezeichen-Blöcke oder andere Hindernisse bleiben nicht lange stehen, das kennt man schon aus „New Super Mario Bros.“ Davon abgesehen erinnern Teile des Spiels dann doch gewohnt und gut an die Jump & Run Vergangenheit des Klempners. Dazu passend verzichtet das Spiel auch auf den Einsatz des Nunchuk. Stattdessen wird die Wii-Fernbedienung wie ein NES-Controller gehalten. Alle benötigten Funktionen wurden gut auf den Wii-Controller verteilt, so dass es damit auch keine Probleme gibt. Möchtet Ihr den aktuellen Bereich absuchen, müsst Ihr die Fernbedienung natürlich wie schon angesprochen drehen.
Die Grafik des Titels präsentiert sich detailverliebt. Das Papierkonzept funktionierte bereits in den vorangegangenen Teilen tadellos und erreicht mit „Super Paper Mario“ ein neues Level. Die bunte Welt Marios ist wunderschön, die übergroßen Charaktermodelle in NES-Optik sind dabei ein weiteres optisches Highlight. Die typische Sounduntermalung und der ordentliche Umfang des Titels runden das Gesamtpaket erfolgreich ab.
Heiko Ellinger meint...
„Super Paper Mario“ ist ein Paradebeispiel für Kreativität und Detailverliebtheit. Die Entwickler von Intelligent Systems kombinierten gekonnt Rollenspiel- und Jump & Run-Elemente. Das Spiel ist ein Highlight in jeder Sammlung und birgt den einen oder anderen Nostalgie-Bonus in sich.
„Super Paper Mario“ ist ein Paradebeispiel für Kreativität und Detailverliebtheit. Die Entwickler von Intelligent Systems kombinierten gekonnt Rollenspiel- und Jump & Run-Elemente. Das Spiel ist ein Highlight in jeder Sammlung und birgt den einen oder anderen Nostalgie-Bonus in sich.

GRAFIK
Wunderhübscher Grafikstil, wie gemalt.
Wunderhübscher Grafikstil, wie gemalt.

SOUND
Wenige Überraschungen in einem Mario-typischen Soundtrack.
Wenige Überraschungen in einem Mario-typischen Soundtrack.

BEDIENUNG
Problemloser Wechsel zwischen den Dimensionen.
Problemloser Wechsel zwischen den Dimensionen.

UMFANG
Lustige Geschichte mit viel Abwechslung, toll.
Lustige Geschichte mit viel Abwechslung, toll.
SPIELSPASS
Ein toller Trip mit vielen Ideen und Kuriositäten.
* kein Durchschnitt der einzelnen Kategorien
Ein toller Trip mit vielen Ideen und Kuriositäten.
* kein Durchschnitt der einzelnen Kategorien
Informationen zum Spiel