RTL Winter Sports 2008
Artikel verfasst von Aljoscha Reuther am 18.12.2007
Dabei (sein) ist alles
Es wird Winter, der Schnee bleibt bekanntlich erstmal aus, draußen wird es ungemütlich und glatt. Warum dann nicht einfach zu Hause vor dem Fernsehschirm sitzen und sich den Winterspeck zumindest Virtuell mit den passenden Sportarten von den Hüften Trainieren? RTL bringt sein Wii Debut, RTL Wintersports 2008 - The Ultimate Challenge, auf den Markt. Ob sich die Sammlung von 9 Sportarten in 15 Disziplinen wirklich lohnt um die Karriere als Sesselsportler zu beginnen?
Man kennt sie alle, die großen Wintersportarten - Skispringen, Eiskunst- und Schnelllauf, Ski Alpin und so weiter. Bisher brachte RTL diese Sportarten - wenn sie denn vertreten waren, immer als Einzelspiel heraus, dieses mal gibt es das ganze als Paket, wie schon gesagt mit 9 Sportarten (Curling, Eiskunstlauf, Eisschnelllauf, Ski Alpin, Skispringen, Bob, Langlauf, Rodeln und Skeleton). Die Wii-Version soll dabei besonders auf die neue Steuerung angepasst sein und ein noch besseres Spielerlebnis bieten. Aber das wird von vielen Titeln versprochen, werfen wir einen Blick hinter die nette Verpackung und sehen uns das Spiel selbst an.

Lasst die Spiele beginnen
Im Hauptmenü stehen diverse Auswahlmöglichkeiten bereit, das Spiel in Gang zu bringen: Wettkämpfe, Kampagne, Karriere, Einzeldisziplin, und natürlich die Rekorde.
In den Wettkämpfen könnt Ihr entweder in 15 oder 7 Disziplinen euer Können unter Beweis stellen. Dabei gibt es dann natürlich Gold-, Silber- oder Bronzemedallien zu gewinnen, die dann hinterher auf der Highscore eingetragen werden. Zudem gibt es noch die Möglichkeit, einen eigenen Wettkampf zu erstellen (virtueller Wettkampf) und, nachdem die Kampagne durchgespielt wurde, auch noch den Klassischen Wettkampf, der, laut Handbuch, ausgewählte Austragungsorte aus RTL Winter Games 2007 enthält.
Apropos Kampagne, die setzt sich aus einer Art Karriereleiter zusammen, in der Ihr nach und nach alle Disziplin durcharbeitet, und so langsam ein Wabenfeld füllt. Zusätzlich gibt es 12 freispielbare "Aufgaben", für deren Erfüllung es wiederum neue Strecken und Schwierigkeitsgrade gibt. In diesen Aufgaben tretet Ihr gegen eine Art Bossgegner an, dessen Zeit oder andere Rekorde es in den jeweiligen Disziplinen zu schlagen gilt.
In der Kampagne geht es aber auch sonst nicht anders zu, die Vorgaben sind größtenteils Dinge wie "schaffe die Zeit", "erreiche die Geschwindigkeit" oder "lege einen perfekten Start/Absprung/Landung hin". Dennoch verhindert der teilweise sehr hohe Schwierigkeitsgrad das Vorankommen in der Kampagne, wozu ich aber später noch komme.
In der Karriere wählt Ihr eine beliebige Nation, mit dessen "Spieler" Ihr dann zwei Wettkämpfe, einen mit 7, einen mit 15 Disziplinen bestehen müsst. Um die nächste Schwierigkeitsstufe zu erreichen, in der es wieder von vorne losgeht, müsst Ihr im Wettkampf mit den 15 Disziplinen gewinnen. Kurz: es handelt sich um eine lange Version der Wettkämpfe. Allerdings könnt Ihr in diesem Modus Erfahrungspunkte sammeln und die "Athleten" rollenspielartig in den einzelnen Disziplinen aufwerten. Die Bestleistungen in diesen Wettbewerben werden allerdings nicht in die Rekordtabelle übertragen.
Die Einzeldisziplinen erklären sich von selbst, hier könnt Ihr jede beliebige Sportart in einem Durchlauf ausprobieren und neue Rekorde aufstellen oder einfach für eine der anderen Modi trainieren.
Wintersport im 9er Pack
Um die Einzeldisziplin etwas besser Verständlich zu machen, könnt Ihr in der nachfolgenden Grafik sehen, wie die Spiele so ausfallen.

Dazu eine kleine Erklärung:
Steuerung dürfte klar sein, wie gut lässt sich das Spiel mit der Wii- Fernbedienung und dem Nunchuk steuern?
Umsetzung zeigt an, wie gut das Spiel das Szenario umsetzt und wie "gut" man sich im Spiel wieder findet, zum Beispiel ob das Spiel überhaupt noch etwas mit der Sportart zu tun hat oder ob bloß ein Video im Hintergrund abläuft (wie beispielsweise beim Eiskunstlauf).
Der Spielspaß ist der Abschließende Gesamteindruck des Spiels, wie schwer es ist, wie sinnvoll oder sinnlos das Spiel designt ist, und so weiter.
Der Ski Alpin bereich ist recht Ordentlich ausgefallen, ein paar Macken in der Steuerung sind zwar vorhanden, aber das Spiel spielt sich doch recht durchgängig, einzig und allein die Slalomdisziplinen sind, wegen der lahmen Steuerung, absolut unmöglich. Gesteuert wird hier per Neigung der beiden Controller in die gewünschte Richtung. Wenn ihr die Controller dabei waagerecht haltet, gibt der Spieler "Gas", wenn Ihr sie in die Senkrechte bewegt, geht das ganze langsamer von statten, was euch wertvolle Zeit kostet. Zeit kostet auch das auslassen eines Tores beim Slalom und beim Super-G, was wohl verständlich macht, warum es mit der Steuerung nicht möglich ist, diese Disziplinen zu schaffen.
Der Skisprung ist von den Mehrfach-Disziplin Bereichen der beste, auch wenn das Spiel selber kaum etwas vom Spieler abverlangt, stimmt das Gesamtkonzept doch halbwegs und vor allem lässt es sich wunderbar mit dem Controller steuern. Allerdings ist diese Steuerung doch etwas zu empfindlich und damit ungenau geworden. Die Steuerung funktioniert recht simpel, Ihr müsst den Controller beim Absprung nach oben in die Senkrechte ziehen, dort auf die Balance des Springers achten, und im rechten Moment die beiden Controller schwungvoll wieder in die Waagerechte zurückschlagen, um zu landen.
Der Eisschnelllauf kann eine perfekte Steuerung aufweisen, die super reagiert und dem Spiel eigentlich unter die Top3 der Disziplinen verhelfen sollte, allerdings hat die sterbenslangweilige Umsetzung das verhindert. Wenn Ihr einmal gestartet seid, müsst Ihr eure Hände bloß noch im Takt abwechselnd auf- und ab bewegen und schon seid Ihr im Ziel. Besonders ärgerlich ist der Umstand, dass genau diese Langeweile auch beim 1500m - Lauf aufkommt.
Bob, Skeleton und Rodeln kann man getrost in einen Abschnitt packen, da alle auf dieselbe Weise funktionieren. Ihr gebt am Anfang Schwung, indem Ihr mit der Fernbedienung "kurbelt", danach haltet Ihr diese wie ein Lenkrad vor euch und "lenkt" den Bob (oder die anderen Geräte) so durch den Tunnel, um beispielsweise nicht vor die Wand zu krachen. Funktionieren tut dies ab einer höheren Geschwindigkeit aber absolut nicht mehr, entweder man lenkt zu wenig oder zu viel, um auf der (angezeigten) Ideallinie zu bleiben.
Absolute Paradedisziplin ist die (für mich zumindest) langweiligste Sportart: Ski Langlauf. Die Steuerung reagiert gut, die Aufgaben sind klar verteilt (schüttelt man die Fernbedienung und den Nunchuk abwechselnd, gibt der Spieler gas, drückt man B und Z gleichzeitig lässt er sich gleiten… usw.) und die Länge des Spiels ist wirklich ausreichend.
Die vorletzte Disziplin ist der Eiskunstlauf, auf den ich mich ehrlich gesagt am meisten gefreut habe, weil ich gespannt war, wie die Steuerung hier wohl umgesetzt wird. Kennt Ihr noch das Musik-Minispiel aus Rayman Raving Rabbids? Das gleiche Prinzip habt Ihr hier auch, und zwar dreist kopiert. Von der Seite rollen kleine Bilder von den zwei Controllerteilen zu einem Punkt, und wenn diese Bilder den Punkt berühren, muss der jeweilige Controller heruntergeschlagen werden. Im Hintergrund tanzt derweil die Eiskunstläuferin zu immer demselben Lied - langweilig. Auch wenn die Steuerung gut funktioniert.
Die letzte Disziplin ist Curling, die zweitbeste Umsetzung im Spiel. Das ganze funktioniert ähnlich wie das Bowling bei Wii Sports, mit der Fernbedienung holt Ihr aus und schiebt mit Schwung den Stein das Eis entlang. Sobald der Stein gleitet, könnt Ihr durch auf- und ab bewegen des Controllers das Eis "fegen", um den Stein noch weiter gleiten zu lassen.
Verbesserungswürdig
Alles in allem ist die Sammlung recht ordentlich, gleitet aber zu stark ins sinnlose Minispiel-Spielen ab, besonders beim Eisschnelllauf und beim Eiskunstlauf bleibt einfach die Motivation des Spiels auf der Strecke. Peinlich, weil gerade Anni Friesinger das Spiel (auf der Verpackung) präsentiert, und die ist ja bekanntlich Eisschnellläuferin.
Apropos Präsentation, im gesamten Spiel werdet Ihr, ähnlich wie bei der FiFA Serie von EA, von Kommentatoren begleitet, und zwar den Originalstimmen der Kommentatoren von RTL, die uns jeden Winter durch das Programm führen.
Die Kommentare sind mehr oder weniger Sinnlos, meist geht es nur darum, dass euer Spieler ja der Favorit ist, dass es ungewöhnlich ist dass gerade Ihr ausgewählt wurdet - oder es wird, entweder wenig oder gleich sofort mit voller Wucht über eure Fehler geredet, über die guten Leistungen verlieren die Kommentatoren allerdings weniger Worte, aber sie sind durchaus vorhanden.
Ein weiterer Kritikpunkt ist sicherlich die Kampagne, unerfahrene Spieler werden schnell die Lust daran verlieren, da bereits in der ersten Runde schon dermaßen schwere aufgaben, wie etwa das erreichen einer bestimmten Höchstgeschwindigkeit beim Skeleton, auftauchen. Ein leichterer Start wäre sicherlich besser gewesen.
Grafisch bietet der Titel das, was man von ihm erwartet, überrascht allerdings auf keiner Ebene. Die Wettereffekte sind minimal, ab und an schneit es etwas, aber dabei bleibt es auch. Das Spiel läuft sauber und flüssig und bietet genügend Detailgrad um sich doch etwas in den sehr schön gestalteten Berglandschaften zu verlieren. Allerdings sehen einige Bäume aus wie aus einem Cartoon-Abenteuer. Dafür sehen die Sportler und ihre Animationen schon fast Lebensecht aus. Einen Charakter erstellen könnt Ihr Übrigens nicht, um das einmal kurz nachzuschieben.
Soundtechnisch ist der Stand etwas höher, neben den Originalkommentatoren, die gehörig für Fernsehatmosphäre sorgen, aber auch mit ihren Sinnlosen Geschichten nerven können, ist auch die Hintergrundmusik nett dezent ins Spiel gebracht. Allerdings ist die Anzahl der Musikstücke stark begrenzt, und besonders beim Eiskunstlauf enttäuscht sie mit nur einem verfügbaren Titel. Was ganz klar fehlt sind Stimmung machende Zuschauer, im Fernsehen gibt es immer ein wildes Gejubel und Getute aus den Zuschauerreihen, hier kommen ein paar leise Klatscher und rufe aus den Lautsprechern.
Der Multiplayermodus im Spiel ist recht gut ausgefallen, allerdings wird ein Onlinemodus vergeblich gesucht. Bis zu vier Spieler können vor einer Wii-Konsole hocken und entweder über Splitscreen gegeneinander antreten oder sich nacheinander mit Bestzeiten die Köpfe einschlagen.
Es wird Winter, der Schnee bleibt bekanntlich erstmal aus, draußen wird es ungemütlich und glatt. Warum dann nicht einfach zu Hause vor dem Fernsehschirm sitzen und sich den Winterspeck zumindest Virtuell mit den passenden Sportarten von den Hüften Trainieren? RTL bringt sein Wii Debut, RTL Wintersports 2008 - The Ultimate Challenge, auf den Markt. Ob sich die Sammlung von 9 Sportarten in 15 Disziplinen wirklich lohnt um die Karriere als Sesselsportler zu beginnen?
Man kennt sie alle, die großen Wintersportarten - Skispringen, Eiskunst- und Schnelllauf, Ski Alpin und so weiter. Bisher brachte RTL diese Sportarten - wenn sie denn vertreten waren, immer als Einzelspiel heraus, dieses mal gibt es das ganze als Paket, wie schon gesagt mit 9 Sportarten (Curling, Eiskunstlauf, Eisschnelllauf, Ski Alpin, Skispringen, Bob, Langlauf, Rodeln und Skeleton). Die Wii-Version soll dabei besonders auf die neue Steuerung angepasst sein und ein noch besseres Spielerlebnis bieten. Aber das wird von vielen Titeln versprochen, werfen wir einen Blick hinter die nette Verpackung und sehen uns das Spiel selbst an.

Lasst die Spiele beginnen
Im Hauptmenü stehen diverse Auswahlmöglichkeiten bereit, das Spiel in Gang zu bringen: Wettkämpfe, Kampagne, Karriere, Einzeldisziplin, und natürlich die Rekorde.
In den Wettkämpfen könnt Ihr entweder in 15 oder 7 Disziplinen euer Können unter Beweis stellen. Dabei gibt es dann natürlich Gold-, Silber- oder Bronzemedallien zu gewinnen, die dann hinterher auf der Highscore eingetragen werden. Zudem gibt es noch die Möglichkeit, einen eigenen Wettkampf zu erstellen (virtueller Wettkampf) und, nachdem die Kampagne durchgespielt wurde, auch noch den Klassischen Wettkampf, der, laut Handbuch, ausgewählte Austragungsorte aus RTL Winter Games 2007 enthält.
Apropos Kampagne, die setzt sich aus einer Art Karriereleiter zusammen, in der Ihr nach und nach alle Disziplin durcharbeitet, und so langsam ein Wabenfeld füllt. Zusätzlich gibt es 12 freispielbare "Aufgaben", für deren Erfüllung es wiederum neue Strecken und Schwierigkeitsgrade gibt. In diesen Aufgaben tretet Ihr gegen eine Art Bossgegner an, dessen Zeit oder andere Rekorde es in den jeweiligen Disziplinen zu schlagen gilt.
In der Kampagne geht es aber auch sonst nicht anders zu, die Vorgaben sind größtenteils Dinge wie "schaffe die Zeit", "erreiche die Geschwindigkeit" oder "lege einen perfekten Start/Absprung/Landung hin". Dennoch verhindert der teilweise sehr hohe Schwierigkeitsgrad das Vorankommen in der Kampagne, wozu ich aber später noch komme.
In der Karriere wählt Ihr eine beliebige Nation, mit dessen "Spieler" Ihr dann zwei Wettkämpfe, einen mit 7, einen mit 15 Disziplinen bestehen müsst. Um die nächste Schwierigkeitsstufe zu erreichen, in der es wieder von vorne losgeht, müsst Ihr im Wettkampf mit den 15 Disziplinen gewinnen. Kurz: es handelt sich um eine lange Version der Wettkämpfe. Allerdings könnt Ihr in diesem Modus Erfahrungspunkte sammeln und die "Athleten" rollenspielartig in den einzelnen Disziplinen aufwerten. Die Bestleistungen in diesen Wettbewerben werden allerdings nicht in die Rekordtabelle übertragen.
Die Einzeldisziplinen erklären sich von selbst, hier könnt Ihr jede beliebige Sportart in einem Durchlauf ausprobieren und neue Rekorde aufstellen oder einfach für eine der anderen Modi trainieren.
Wintersport im 9er Pack
Um die Einzeldisziplin etwas besser Verständlich zu machen, könnt Ihr in der nachfolgenden Grafik sehen, wie die Spiele so ausfallen.

Dazu eine kleine Erklärung:
Steuerung dürfte klar sein, wie gut lässt sich das Spiel mit der Wii- Fernbedienung und dem Nunchuk steuern?
Umsetzung zeigt an, wie gut das Spiel das Szenario umsetzt und wie "gut" man sich im Spiel wieder findet, zum Beispiel ob das Spiel überhaupt noch etwas mit der Sportart zu tun hat oder ob bloß ein Video im Hintergrund abläuft (wie beispielsweise beim Eiskunstlauf).
Der Spielspaß ist der Abschließende Gesamteindruck des Spiels, wie schwer es ist, wie sinnvoll oder sinnlos das Spiel designt ist, und so weiter.
Der Ski Alpin bereich ist recht Ordentlich ausgefallen, ein paar Macken in der Steuerung sind zwar vorhanden, aber das Spiel spielt sich doch recht durchgängig, einzig und allein die Slalomdisziplinen sind, wegen der lahmen Steuerung, absolut unmöglich. Gesteuert wird hier per Neigung der beiden Controller in die gewünschte Richtung. Wenn ihr die Controller dabei waagerecht haltet, gibt der Spieler "Gas", wenn Ihr sie in die Senkrechte bewegt, geht das ganze langsamer von statten, was euch wertvolle Zeit kostet. Zeit kostet auch das auslassen eines Tores beim Slalom und beim Super-G, was wohl verständlich macht, warum es mit der Steuerung nicht möglich ist, diese Disziplinen zu schaffen.
Der Skisprung ist von den Mehrfach-Disziplin Bereichen der beste, auch wenn das Spiel selber kaum etwas vom Spieler abverlangt, stimmt das Gesamtkonzept doch halbwegs und vor allem lässt es sich wunderbar mit dem Controller steuern. Allerdings ist diese Steuerung doch etwas zu empfindlich und damit ungenau geworden. Die Steuerung funktioniert recht simpel, Ihr müsst den Controller beim Absprung nach oben in die Senkrechte ziehen, dort auf die Balance des Springers achten, und im rechten Moment die beiden Controller schwungvoll wieder in die Waagerechte zurückschlagen, um zu landen.
Der Eisschnelllauf kann eine perfekte Steuerung aufweisen, die super reagiert und dem Spiel eigentlich unter die Top3 der Disziplinen verhelfen sollte, allerdings hat die sterbenslangweilige Umsetzung das verhindert. Wenn Ihr einmal gestartet seid, müsst Ihr eure Hände bloß noch im Takt abwechselnd auf- und ab bewegen und schon seid Ihr im Ziel. Besonders ärgerlich ist der Umstand, dass genau diese Langeweile auch beim 1500m - Lauf aufkommt.
Bob, Skeleton und Rodeln kann man getrost in einen Abschnitt packen, da alle auf dieselbe Weise funktionieren. Ihr gebt am Anfang Schwung, indem Ihr mit der Fernbedienung "kurbelt", danach haltet Ihr diese wie ein Lenkrad vor euch und "lenkt" den Bob (oder die anderen Geräte) so durch den Tunnel, um beispielsweise nicht vor die Wand zu krachen. Funktionieren tut dies ab einer höheren Geschwindigkeit aber absolut nicht mehr, entweder man lenkt zu wenig oder zu viel, um auf der (angezeigten) Ideallinie zu bleiben.
Absolute Paradedisziplin ist die (für mich zumindest) langweiligste Sportart: Ski Langlauf. Die Steuerung reagiert gut, die Aufgaben sind klar verteilt (schüttelt man die Fernbedienung und den Nunchuk abwechselnd, gibt der Spieler gas, drückt man B und Z gleichzeitig lässt er sich gleiten… usw.) und die Länge des Spiels ist wirklich ausreichend.Die vorletzte Disziplin ist der Eiskunstlauf, auf den ich mich ehrlich gesagt am meisten gefreut habe, weil ich gespannt war, wie die Steuerung hier wohl umgesetzt wird. Kennt Ihr noch das Musik-Minispiel aus Rayman Raving Rabbids? Das gleiche Prinzip habt Ihr hier auch, und zwar dreist kopiert. Von der Seite rollen kleine Bilder von den zwei Controllerteilen zu einem Punkt, und wenn diese Bilder den Punkt berühren, muss der jeweilige Controller heruntergeschlagen werden. Im Hintergrund tanzt derweil die Eiskunstläuferin zu immer demselben Lied - langweilig. Auch wenn die Steuerung gut funktioniert.
Die letzte Disziplin ist Curling, die zweitbeste Umsetzung im Spiel. Das ganze funktioniert ähnlich wie das Bowling bei Wii Sports, mit der Fernbedienung holt Ihr aus und schiebt mit Schwung den Stein das Eis entlang. Sobald der Stein gleitet, könnt Ihr durch auf- und ab bewegen des Controllers das Eis "fegen", um den Stein noch weiter gleiten zu lassen.
Verbesserungswürdig
Alles in allem ist die Sammlung recht ordentlich, gleitet aber zu stark ins sinnlose Minispiel-Spielen ab, besonders beim Eisschnelllauf und beim Eiskunstlauf bleibt einfach die Motivation des Spiels auf der Strecke. Peinlich, weil gerade Anni Friesinger das Spiel (auf der Verpackung) präsentiert, und die ist ja bekanntlich Eisschnellläuferin.
Apropos Präsentation, im gesamten Spiel werdet Ihr, ähnlich wie bei der FiFA Serie von EA, von Kommentatoren begleitet, und zwar den Originalstimmen der Kommentatoren von RTL, die uns jeden Winter durch das Programm führen.
Die Kommentare sind mehr oder weniger Sinnlos, meist geht es nur darum, dass euer Spieler ja der Favorit ist, dass es ungewöhnlich ist dass gerade Ihr ausgewählt wurdet - oder es wird, entweder wenig oder gleich sofort mit voller Wucht über eure Fehler geredet, über die guten Leistungen verlieren die Kommentatoren allerdings weniger Worte, aber sie sind durchaus vorhanden.
Ein weiterer Kritikpunkt ist sicherlich die Kampagne, unerfahrene Spieler werden schnell die Lust daran verlieren, da bereits in der ersten Runde schon dermaßen schwere aufgaben, wie etwa das erreichen einer bestimmten Höchstgeschwindigkeit beim Skeleton, auftauchen. Ein leichterer Start wäre sicherlich besser gewesen.
Grafisch bietet der Titel das, was man von ihm erwartet, überrascht allerdings auf keiner Ebene. Die Wettereffekte sind minimal, ab und an schneit es etwas, aber dabei bleibt es auch. Das Spiel läuft sauber und flüssig und bietet genügend Detailgrad um sich doch etwas in den sehr schön gestalteten Berglandschaften zu verlieren. Allerdings sehen einige Bäume aus wie aus einem Cartoon-Abenteuer. Dafür sehen die Sportler und ihre Animationen schon fast Lebensecht aus. Einen Charakter erstellen könnt Ihr Übrigens nicht, um das einmal kurz nachzuschieben.Soundtechnisch ist der Stand etwas höher, neben den Originalkommentatoren, die gehörig für Fernsehatmosphäre sorgen, aber auch mit ihren Sinnlosen Geschichten nerven können, ist auch die Hintergrundmusik nett dezent ins Spiel gebracht. Allerdings ist die Anzahl der Musikstücke stark begrenzt, und besonders beim Eiskunstlauf enttäuscht sie mit nur einem verfügbaren Titel. Was ganz klar fehlt sind Stimmung machende Zuschauer, im Fernsehen gibt es immer ein wildes Gejubel und Getute aus den Zuschauerreihen, hier kommen ein paar leise Klatscher und rufe aus den Lautsprechern.
Der Multiplayermodus im Spiel ist recht gut ausgefallen, allerdings wird ein Onlinemodus vergeblich gesucht. Bis zu vier Spieler können vor einer Wii-Konsole hocken und entweder über Splitscreen gegeneinander antreten oder sich nacheinander mit Bestzeiten die Köpfe einschlagen.
Aljoscha Reuther meint...
Was soll man da noch sagen, besonders viel erwartet niemand von einem Spiel das von RTL kommt, von daher könnten die Erwartungen sogar übertroffen worden sein. Aber es gibt einfach viel zu viele Schnitzer, die das Spielerlebnis zu sehr eindämmen. Trotzdem ist das Spiel nicht das schlechteste und für Wintersportfans durchaus zu empfehlen.
Was soll man da noch sagen, besonders viel erwartet niemand von einem Spiel das von RTL kommt, von daher könnten die Erwartungen sogar übertroffen worden sein. Aber es gibt einfach viel zu viele Schnitzer, die das Spielerlebnis zu sehr eindämmen. Trotzdem ist das Spiel nicht das schlechteste und für Wintersportfans durchaus zu empfehlen.

GRAFIK
Recht nette Umgebungen, die Animationen sind allerdings stellenweise sehr holzig.
Recht nette Umgebungen, die Animationen sind allerdings stellenweise sehr holzig.

SOUND
Guter Sprecher und authentische Geräusche
Guter Sprecher und authentische Geräusche

BEDIENUNG
Es kommt auf die Sportart an, aber insgesamt doch recht gut.
Es kommt auf die Sportart an, aber insgesamt doch recht gut.

UMFANG
Recht viele Sportarten
Recht viele Sportarten
SPIELSPASS
Manche Sportarten machen Spaß, andere sind eine Katastrophe
* kein Durchschnitt der einzelnen Kategorien
Manche Sportarten machen Spaß, andere sind eine Katastrophe
* kein Durchschnitt der einzelnen Kategorien
Informationen zum Spiel