Boogie
Artikel verfasst von Sascha Geldermann am 18.12.2007
Feel the Boogie
Nachdem der Publisher Electronic Arts schon Wii-Besitzer dem Beat ausgesetzt hat, nimmt er sich nun die Nintendo DS-Fraktion vor. Startet eure virtuelle Tanzkarriere und stellt euer Taktgefühl unter Beweis. Alles was hier zählt, ist im Rhythmus zu bleiben.
Den Sprung von der Heimkonsole auf den portablen Doppelbildschirm haben alle Charaktere ohne Schaden überstanden. So sind die fünf Tanztalente Julius, Bubba, Lea, Jet und Kato auch hier wieder mit an Board und überzeugen erneut durch Ihr außergewöhnliches Design. Die Charaktere sehen schon von Anfang an cool aus, können aber auch noch nach euren Wünschen neu eingekleidet werden. Sogar das Erstellen von eigenen Motiven auf dem Touchscreen ist möglich, um den Tänzern eine ganz eigene Note zu verpassen.
Fünf Tänzer bedeuten fünf verschiedene Karrieren, denen Ihr Euch annehmen dürft. Eingerahmt von netten Geschichten stürmen die Charaktere auf der Boogland-Karte von einem Auftritt zum nächsten. Durch gelungene Darbietungen werden dabei nach und nach neue Bühnen zugänglich, die Ihr dann sofort wieder rocken dürft. Wie hart Ihr Euch euren Triumph verdienen wollt, ist Euch überlassen. Die Karriere verfügt nämlich, wie alle Modi in diesem Spiel, über drei verschiedene Schwierigkeitsstufen. Dadurch sollten Popstars-Casting-Rausflieger genauso ihren Spaß haben, wie große Talente.
Zu viel Freiheit
Alle Tanzschritte sind schnell zu erlernen. Im Gegensatz zu anderen NDS-Tanzspielen werden bei Boogie dabei keine Symbole angetippt, sondern Linien gezogen. Dabei werden sechs verschiedene Richtungen erkannt, die jeweils einen anderen Tanzschritt ausführen. Die Steuerung funktioniert dabei zwar recht gut, offenbart aber auch Nachteile. Während es beim Tippen möglich gewesen wäre, genau im Takt zu bleiben, passt das Ziehen nicht wirklich zum Rhythmus. Die Bedienung wirkt damit etwas undynamisch, woran Ihr Euch nach einiger Zeit aber gewöhnen werdet.
Problemvoller gestaltet sich dagegen die große Freiheit, die Euch das Gameplay lässt. Manchmal werdet Ihr zwar aufgefordert, Tanzschritte genau nachzumachen, das ist aber eher die Ausnahme. Meistens ist es komplett Euch überlassen, welche Moves Ihr ausführt. Es zählt dann nur im Takt zu bleiben, der durch Beat-Anzeigen am Bildschirmrand unterstrichen wird. Dieses Freestyle-Tanzen klingt vielleicht erst einmal ganz interessant, auf Dauer ist es aber einfach nicht fordernd genug einfach nur im Beat bleiben zu müssen. Das wird bei den meisten Spielern langfristig dazu führen, dass sie irgendwann nur noch unmotiviert den Stylus kreuz und quer über den Touchscreen ziehen. Wer von spielerischer Freiheit allerdings gar nicht genug bekommen und auch ohne wirkliche Vorgaben auf Dauer Spaß haben kann, wird dagegen bestens bedient.
Ein bisschen eingeschränkt wird die allzu große Freiheit gelegentlich aber auch durch Minispiel-Einlagen. Während eurer Auftritte werdet Ihr unter anderem dazu aufgefordert, mit dem Stylus auf ein Tamburin zu schlagen oder ins Mikrofon zu rufen. Diese Minispiele sind zwar ein bisschen zu selten und viel zu leicht, um wirklich Anspruch ins Spiel zu bringen, eine abwechslungsreiche Auflockerung sind sie aber auf jeden Fall.
Musik mit Qualität
Die Bestandteile der Karriere lassen sich in anderen Modi alle auch einzeln angehen. So stehen auch alle Minispiele zur Verfügung, an denen Ihr Euch versuchen dürft, solange Ihr wollt. Außerdem könnt Ihr auch ohne Einfluss auf eure Karriere die Tanzfläche unsicher machen. Dabei folgt Ihr entweder Vorgaben, wie sie im Karriere-Modus durchgehend wünschenswert gewesen wären, oder bewegt Euch wieder ganz frei.
Als interessantes Extra kann in diesen Modi eine 3D-Brille zum Einsatz kommen, die dem Spiel beiliegt. Das Versprechen „Spiele Boogie in 3D“, das auf der Rückseite der Verpackung zu finden ist, wird allerdings nur bedingt eingehalten. Ihr müsst schon ganz genau hingucken, um die dezenten 3D-Effekte in der Landschaft wahrzunehmen. Die 3D-Funktion ist somit enttäuschend und eigentlich absolut überflüssig.
Habt Ihr mehr Beat im Blut als eure Freunde? Der Mehrspieler-Modus könnte Euch diese Frage beantworten. Hier geben bis zu vier Tänzer auf der Bühne alles, um die beste Performance abzuliefern. Sollte der eine oder andere Mitspieler Lampenfieber bekommen, dürft Ihr Euch aber auch erst einmal zu viert an den Minispielen versuchen. Auch die Einzelkarten-Funktion wird unterstützt, bei der allerdings nur noch zwei Spieler Zugang zur Bühne haben.
Der Soundtrack des Spiels ist gelungen und besteht aus einer bunten Mischung aus Pop, Rock und Hip-Hop. Am Anfang stehen nichtmals ein halbes Dutzend Tracks zur Verfügung. Die Auswahl steigt aber nach und nach auf ganze 20 Songs. Dabei schallen Lieder wie „Oops I Did It Again“, „Let´s Get It Started“ und, zur Freude aller Grease-Fans, auch „You're The One That I Want” als gelungene Cover-Versionen aus den Lautsprechern des Nintendo DS. Die Soundqualität ist dabei beeindruckend. Beim Spielen sollten Kopfhörer verwendet werden, um die absolut klaren Klänge auch wirklich in vollen Zügen genießen zu können.
Nachdem der Publisher Electronic Arts schon Wii-Besitzer dem Beat ausgesetzt hat, nimmt er sich nun die Nintendo DS-Fraktion vor. Startet eure virtuelle Tanzkarriere und stellt euer Taktgefühl unter Beweis. Alles was hier zählt, ist im Rhythmus zu bleiben.
Den Sprung von der Heimkonsole auf den portablen Doppelbildschirm haben alle Charaktere ohne Schaden überstanden. So sind die fünf Tanztalente Julius, Bubba, Lea, Jet und Kato auch hier wieder mit an Board und überzeugen erneut durch Ihr außergewöhnliches Design. Die Charaktere sehen schon von Anfang an cool aus, können aber auch noch nach euren Wünschen neu eingekleidet werden. Sogar das Erstellen von eigenen Motiven auf dem Touchscreen ist möglich, um den Tänzern eine ganz eigene Note zu verpassen.
Fünf Tänzer bedeuten fünf verschiedene Karrieren, denen Ihr Euch annehmen dürft. Eingerahmt von netten Geschichten stürmen die Charaktere auf der Boogland-Karte von einem Auftritt zum nächsten. Durch gelungene Darbietungen werden dabei nach und nach neue Bühnen zugänglich, die Ihr dann sofort wieder rocken dürft. Wie hart Ihr Euch euren Triumph verdienen wollt, ist Euch überlassen. Die Karriere verfügt nämlich, wie alle Modi in diesem Spiel, über drei verschiedene Schwierigkeitsstufen. Dadurch sollten Popstars-Casting-Rausflieger genauso ihren Spaß haben, wie große Talente.
Zu viel Freiheit
Alle Tanzschritte sind schnell zu erlernen. Im Gegensatz zu anderen NDS-Tanzspielen werden bei Boogie dabei keine Symbole angetippt, sondern Linien gezogen. Dabei werden sechs verschiedene Richtungen erkannt, die jeweils einen anderen Tanzschritt ausführen. Die Steuerung funktioniert dabei zwar recht gut, offenbart aber auch Nachteile. Während es beim Tippen möglich gewesen wäre, genau im Takt zu bleiben, passt das Ziehen nicht wirklich zum Rhythmus. Die Bedienung wirkt damit etwas undynamisch, woran Ihr Euch nach einiger Zeit aber gewöhnen werdet.
Problemvoller gestaltet sich dagegen die große Freiheit, die Euch das Gameplay lässt. Manchmal werdet Ihr zwar aufgefordert, Tanzschritte genau nachzumachen, das ist aber eher die Ausnahme. Meistens ist es komplett Euch überlassen, welche Moves Ihr ausführt. Es zählt dann nur im Takt zu bleiben, der durch Beat-Anzeigen am Bildschirmrand unterstrichen wird. Dieses Freestyle-Tanzen klingt vielleicht erst einmal ganz interessant, auf Dauer ist es aber einfach nicht fordernd genug einfach nur im Beat bleiben zu müssen. Das wird bei den meisten Spielern langfristig dazu führen, dass sie irgendwann nur noch unmotiviert den Stylus kreuz und quer über den Touchscreen ziehen. Wer von spielerischer Freiheit allerdings gar nicht genug bekommen und auch ohne wirkliche Vorgaben auf Dauer Spaß haben kann, wird dagegen bestens bedient.
Ein bisschen eingeschränkt wird die allzu große Freiheit gelegentlich aber auch durch Minispiel-Einlagen. Während eurer Auftritte werdet Ihr unter anderem dazu aufgefordert, mit dem Stylus auf ein Tamburin zu schlagen oder ins Mikrofon zu rufen. Diese Minispiele sind zwar ein bisschen zu selten und viel zu leicht, um wirklich Anspruch ins Spiel zu bringen, eine abwechslungsreiche Auflockerung sind sie aber auf jeden Fall.
Musik mit Qualität
Die Bestandteile der Karriere lassen sich in anderen Modi alle auch einzeln angehen. So stehen auch alle Minispiele zur Verfügung, an denen Ihr Euch versuchen dürft, solange Ihr wollt. Außerdem könnt Ihr auch ohne Einfluss auf eure Karriere die Tanzfläche unsicher machen. Dabei folgt Ihr entweder Vorgaben, wie sie im Karriere-Modus durchgehend wünschenswert gewesen wären, oder bewegt Euch wieder ganz frei.
Als interessantes Extra kann in diesen Modi eine 3D-Brille zum Einsatz kommen, die dem Spiel beiliegt. Das Versprechen „Spiele Boogie in 3D“, das auf der Rückseite der Verpackung zu finden ist, wird allerdings nur bedingt eingehalten. Ihr müsst schon ganz genau hingucken, um die dezenten 3D-Effekte in der Landschaft wahrzunehmen. Die 3D-Funktion ist somit enttäuschend und eigentlich absolut überflüssig.
Habt Ihr mehr Beat im Blut als eure Freunde? Der Mehrspieler-Modus könnte Euch diese Frage beantworten. Hier geben bis zu vier Tänzer auf der Bühne alles, um die beste Performance abzuliefern. Sollte der eine oder andere Mitspieler Lampenfieber bekommen, dürft Ihr Euch aber auch erst einmal zu viert an den Minispielen versuchen. Auch die Einzelkarten-Funktion wird unterstützt, bei der allerdings nur noch zwei Spieler Zugang zur Bühne haben.
Der Soundtrack des Spiels ist gelungen und besteht aus einer bunten Mischung aus Pop, Rock und Hip-Hop. Am Anfang stehen nichtmals ein halbes Dutzend Tracks zur Verfügung. Die Auswahl steigt aber nach und nach auf ganze 20 Songs. Dabei schallen Lieder wie „Oops I Did It Again“, „Let´s Get It Started“ und, zur Freude aller Grease-Fans, auch „You're The One That I Want” als gelungene Cover-Versionen aus den Lautsprechern des Nintendo DS. Die Soundqualität ist dabei beeindruckend. Beim Spielen sollten Kopfhörer verwendet werden, um die absolut klaren Klänge auch wirklich in vollen Zügen genießen zu können.
Sascha Geldermann meint...
Das größte Problem an Boogie ist die große Freiheit, die einem das Gameplay lässt. In den meisten Modi sind die Tanzschritte nämlich egal, solange der Beat beachtet wird, was auf Dauer einfach nicht fordernd genug ist. Wer sich mit dem Freestyle-Gameplay dennoch anfreunden kann, erhält ein solides Musikspiel mit hochwertiger Soundqualität.
Das größte Problem an Boogie ist die große Freiheit, die einem das Gameplay lässt. In den meisten Modi sind die Tanzschritte nämlich egal, solange der Beat beachtet wird, was auf Dauer einfach nicht fordernd genug ist. Wer sich mit dem Freestyle-Gameplay dennoch anfreunden kann, erhält ein solides Musikspiel mit hochwertiger Soundqualität.

GRAFIK
Das Charakterdesign ist gelungen, während das 3D-Feature gnadenlos enttäuscht.
Das Charakterdesign ist gelungen, während das 3D-Feature gnadenlos enttäuscht.

SOUND
Die Soundqualität ist überraschend hoch.
Die Soundqualität ist überraschend hoch.

BEDIENUNG
Die Bedienung klappt allgemein ganz gut, könnte aber dynamischer sein.
Die Bedienung klappt allgemein ganz gut, könnte aber dynamischer sein.

UMFANG
Vor allem die Minispiele wissen als Auflockerung zu gefallen.
Vor allem die Minispiele wissen als Auflockerung zu gefallen.
SPIELSPASS
Die spielerische Freiheit schadet bei Boogie dem Anspruch.
* kein Durchschnitt der einzelnen Kategorien
Die spielerische Freiheit schadet bei Boogie dem Anspruch.
* kein Durchschnitt der einzelnen Kategorien
Informationen zum Spiel