Mario Party DS
Artikel verfasst von Gennaro Grippo am 08.12.2007
Keep the party alive!
Im Laufe der Jahre hat sich das idyllische Pilzkönigreich als Party-Location schlechthin etabliert. Wo auf anderen Partys Unmengen an Alkohol fließt und der ein oder andere One-Night-Stand zustande kommt, werden die Partys im Pilzkönigreich von Minispiele regiert. Vier Duellanten treffen sich auf ein Spielbrett, sammeln fleißig Münzen ein und sind mit Herz und Seele dabei, wenn es um das Ergattern von Sternen geht. Dabei erscheinen ihnen alle Mittel recht, von „Mensch-ärgere-dich-nicht“ kann also keinesfalls die Rede sein. Auch in diesem Jahr, passend zur Weihnachtszeit, steigt die Party und Mario und seine Freunde treffen sich auf den Nintendo DS in „Mario Party DS“ wieder. Zahlreiche Minispiele wollen erneut absolviert und der Party-Gott erkoren werden. Also: Wer wird dieses Mal der Party-King oder die Party-Queen im Pilzkönigreich werden?
Mario ist und bleibt ein Glückspilz. Nicht nur, dass es ihm immer wieder gelingt die Prinzessin aus den Klauen des Erzfeindes Bowsers zu retten, er findet auch allerlei Nützliches auf seinem Weg. Diesmal ist es kein Pilz, kein Stern und auch kein Lotto-Jackpot sondern ein Himmelskristall. Kaum möchte der Italo-Star über seinen Fund berichten, meldet sich Bowser – was ein Zufall aber auch! Dieser wird von Schuldgefühlen überrannt und lädt deshalb alle zu einem gemütlichen Kaffeekränzchen zu sich ein, damit man ihn für seine Gräueltaten entschuldigt. Jeder eingefleischte Nintendo-Fan wird spätestens jetzt erahnen, was Bowser wirklich im Schilde hat. Von wegen Entschuldigung und Kaffeekränzchen, hat Bowser eine Schraube locker? Keinesfalls, doch unsere lieben Protagonisten aus dem Pilzkönigreich fallen in die Attrappe herein und erfahren das, was in der TV-Serie „Liebling, ich habe die Kinder geschrumpft“ thematisiert wird. Fortan kämpfen sie sich von Spielbrett zu Spielbrett um weitere Himmelskristallen zu finden, Bowser ein weiteres Mal das Handwerk zu legen und wieder in ihre ursprüngliche Größe zurückverwandelt zu werden.
Viele bunte Felder...
In „Mario Party DS“ wird das Rad nicht neu erfunden und so müsst Ihr erneut mit einem Charakter Eurer Wahl die Spielbretter unsicher machen. Zu Beginn wird erst einmal die Reihenfolge ausgelost oder besser gesagt ausgewürfelt, anschließend geht es ans Eingemachte. Ihr würfelt Euch von Feld zu Feld und versucht möglichst Münzen und Sterne zu sammeln. Wie in den anderen „Mario Party – Teilen“ auch, gibt es Felder mit negativer Wirkung. Blaue Felder bedeuten immer +3 Münzen, landet Ihr hingegen auf rote Felder werden Euch 3 Münzen von Eurem Kontostand abgezogen. Des Weiteren gibt es so genannte Ereignis-Felder, die in grün gekennzeichnet sind. Diese lösen, je nach Spielbrett-Setting, sowohl gute als auch böse Ereignisse aus. Landet Ihr auf einem Kumpel-Feld, müsst Ihr unter den weiteren Teilnehmern einen Freund auswählen, anschließend erhalten beide Figuren fünf Münzen auf ihr Konto gutgeschrieben. Ein weiteres Feld, auf das Ihr kommen könnt, ist das Duell-Feld. Hier wählt Ihr ebenfalls einen anderen Kontrahenten aus und prompt müssen sich beide Spieler in einem Duell-Minispiel messen. Leider dürft Ihr nicht selbst das Minispiel bestimmen, das System vergibt Euch per Zufall eins. Last but not least gibt es das Bowser-Feld, wo Bowser den Teilnehmern der Party mächtig Feuer unterm Hintern macht. Kurz gesagt, wenn Bowser vorbei schaut, heißt das nichts Gutes.
Abgesehen von den Feldern gibt es auch weitere Aktionen auf den Spielbrettern. An einer Kreuzung könnt Ihr beispielsweise entscheiden in welche Richtung Ihr fortfahren wollt. Hierbei habt Ihr auch Zugriff auf die komplette Karte, so dass Ihr den schnellsten Weg zum nächsten Stern, für den man übrigens 20 Münzen zahlen muss, einschlagen könnt. Gelangt Ihr zu einem Stern und habt keine 20 Münzen parat, müsst Ihr wohl oder übel weitergehen. Dies gestaltet sich im Ganzen recht frustrierend, wenn ausgerechnet eine einzige Münze fehlt, Ihr einige Schritte zuvor auf ein rotes Feld gekommen seid oder Euch ein Gegenspieler in der letzten Runde Münzen gestohlen hat. Die logische Konsequenz ist natürlich eine weitere Runde über das Spielbrett zu drehen und zu hoffen, dass bis dahin kein anderer Partyteilnehmer den Stern erworben hat. Aber Ihr dürft Euch auch rächen, beispielsweise indem Ihr im Item-Shop nützliche Utensilien erwerbt und dadurch das Leben Eurer Kontrahenten schwer macht. Zu guter Letzt wäre noch der Trick-Feld-Punkt zu erwähnen. Überschreitet Ihr diese Zonen, erhaltet Ihr ein Trick-Feld geschenkt. Diese Trick-Felder könnt Ihr überall aufs Spielbrett auf ein beliebiges Feld platzieren. Sollte ein Kontrahent auf dieses Feld tappen, saugt Ihr ihm zehn Münzen von seinem Punktestand weg.
Minispiele, wohin das Auge reicht
Widmen wir uns nun dem Hauptaugenmerk von „Mario Party DS“, den Minispielen. Insgesamt haben es über 100 Minispiele auf die Cartridge geschafft, wobei sich diese in diverse Kategorien unterteilen: 4-Spieler-Minispiele, 1vs3-Minispiele, 2vs2-Minispiele, Kampf-Minispiele, Boss-Minispiele, Duell-Minispiele und Knobel-Minispiele. Alle Minispiele unterscheiden sich voneinander und sich recht abwechslungsreich gestaltet worden, sei es hinsichtlich der Optik oder der Steuerung. Nach jedem abgeschlossenen Zug aller vier Spielbrett-Pauker, wird von der Minispiel-Roulette ein Minispiel per Zufall festgelegt. Je nachdem um welche Art von Minispiel es sich handelt, müsst Ihr alleine gegen alle, im Team oder jeden gegen jeden spielen. Dabei kommen die Fähigkeiten des Nintendo DS voll und ganz zum Einsatz, sei es koordiniertes Steuerkreuz- und Tasten-Drücken, mit Touchscreen Ziele erfassen oder via Mikrofon pusten. Alle Minispiele präsentieren sich in einer wunderschönen 3D-Engine, die nie ins Stottern kommt. Begleitet wird der Minispielalltag zusätzlich von den schönen Melodien, die sich exzellent dem jeweiligen Spielbrett-Setting zuordnen.
Bislang haben wir überwiegend über das Singleplayer-Abenteuer gesprochen, wobei natürlich die Minispielvielfalt und das Konzept der Spielbretter samt unterschiedlicher Felder selbstverständlich auch für den Multiplayer-Modus gelten. Doch letztlich verdient der Multiplayer auch noch paar Worte. Während nämlich der Singleplayer mit der Zeit recht langweilig wird, da man alleine gegen CPU-gesteuerte Gegner antritt und ein Minispiel nach dem Anderen absolviert und so mit der Zeit den Dreh herausbekommt, wie man stets als Gewinner hervorgehen kann, mutiert der Multiplayer-Modus zu einem wahren Spielspaß-Garant. Mit bis zu drei weiteren Freunden dürft Ihr Euch auf den insgesamt fünf Spielbrettern austoben und in den zahlreichen Minispielen zeigen was ihn Euch steckt. Dabei ist lobenswert, dass die Singlecard-Play-Option unterstützt wird, wodurch letztlich nur ein einziger Spieler die Cartridge besitzen muss. Schade, dass es kein Online-Modus ins Spiel geschafft hat. Die Nintendo Wi-Fi-Connection hätte für stundenlange Partien sorgen können. Nichtsdestotrotz kommen Party-Freunde mit „Mario Party DS“ auf ihre Kosten.
Runde Nase, Mario
Nicht nur Mario macht als Polygon-Figur seinen Namen ganze Ehre, auch die restlichen Charaktere aus dem Pilzkönigreich können sich in 3D sehen lassen. Alle haben geschmeidige Animationen spendiert bekommen, auch einige Laute können aus den Lautsprechern des Nintendo DS wahrgenommen werden. Das Spiel läuft, wie weiter oben bereits angesprochen, flüssig und behält konstant eine stabile Framerate, obwohl sich auf dem Bildschirm Einiges tut. Die Spielbretter wurden äußerst detailreich in Szene gesetzt und werden ihren entsprechenden Setting, beispielsweise Toadettes Musikstube oder DKs Steinstatue, gerecht. Selbst die Ereignisse auf den Spielbrettern sind eine Augenweide, wenn beispielsweise Bowser ein Erdbeben auslöst und das ganze Spielbrett samt der Party-Teilnehmer wackelt oder die Piranha-Pflanze aus der Röhre gekrochen kommt und Feuer spuckt. Kurz gesagt, „Mario Party DS“ gehört zweifellos zu den grafischen Highlights auf dem Nintendo DS und ist ein weiteres Mal ein exzellentes Beispiel dafür, dass der Nintendo DS imstande ist grafisch opulente Spiele zu präsentieren.
Was die Steuerung anbelangt, kann man wahrlich nicht meckern. Sämtliche Steuerungsschemen kommen in den zahlreichen Minispielen zum Einsatz, selbst das Mikrofon. Diese sind im Ganzen auch gut umgesetzt und haben nicht mit mangelnder Präzision oder Schwammigkeit zu kämpfen. Die Melodien vollenden schließlich das Technik-Wunder von „Mario Party DS“, indem sich harmonische und dramatische Melodien je nach Spielbrett abwechseln, selbst in den Minispielen tragen sie zum guten Ruf bei. Zu guter Letzt kann man nur noch den Multiplayer loben, der erst bei vier Duellanten zur Höchstform ausläuft. Es ist einfach spaßig den Sitznachbarn in letzter Sekunde den Stern vor der Nase zu schnappen oder ihn mal eben um 10 Münzen ärmer zu machen – herrlich! Leider machen die Unannehmlichkeiten auch bei „Mario Party DS“ keinen Halt und trüben den Spielspaß. Zum Einen gibt es, wie vorhin thematisiert, Ereignis-Felder oder andere Aktionen von Mitspielern, die durchaus zu Frust und Wut führen können. Während sich der Eine freut, dass er nun einen Stern von einem anderen Spieler geschenkt bekommt, wird das Opfer sicherlich weniger erfreut über diese Tatsache sein. Selbst im Multiplayer-Modus werden einige lachen und andere am Liebsten den Nintendo DS auf den Boden schmeißen. Außerdem vergeht einem mit der Zeit die Lust, wenn man feststellen muss, dass ein Duellant immer Münzen kriegt, einen Stern nach dem anderen kassiert und nahezu jedes Minispiel für sich entscheiden kann – übermenschliche CPU? Last but not least schmerzt das Fehlen eines Online-Modus: Warum hat ein Spiel wie „Jagdfieber“ einen Online-Modus, während ein Spiel wie „Mario Party DS“ wie geschaffen für Online-Partien ist, leer ausgehen muss? Alles im allem kann man aber über diese Kleinigkeiten locker hinwegsehen und mit „Mario Party DS“, vor allem wenn man auf gute Multiplayer-Spiele setzt, Spaß haben.
Im Laufe der Jahre hat sich das idyllische Pilzkönigreich als Party-Location schlechthin etabliert. Wo auf anderen Partys Unmengen an Alkohol fließt und der ein oder andere One-Night-Stand zustande kommt, werden die Partys im Pilzkönigreich von Minispiele regiert. Vier Duellanten treffen sich auf ein Spielbrett, sammeln fleißig Münzen ein und sind mit Herz und Seele dabei, wenn es um das Ergattern von Sternen geht. Dabei erscheinen ihnen alle Mittel recht, von „Mensch-ärgere-dich-nicht“ kann also keinesfalls die Rede sein. Auch in diesem Jahr, passend zur Weihnachtszeit, steigt die Party und Mario und seine Freunde treffen sich auf den Nintendo DS in „Mario Party DS“ wieder. Zahlreiche Minispiele wollen erneut absolviert und der Party-Gott erkoren werden. Also: Wer wird dieses Mal der Party-King oder die Party-Queen im Pilzkönigreich werden? Mario ist und bleibt ein Glückspilz. Nicht nur, dass es ihm immer wieder gelingt die Prinzessin aus den Klauen des Erzfeindes Bowsers zu retten, er findet auch allerlei Nützliches auf seinem Weg. Diesmal ist es kein Pilz, kein Stern und auch kein Lotto-Jackpot sondern ein Himmelskristall. Kaum möchte der Italo-Star über seinen Fund berichten, meldet sich Bowser – was ein Zufall aber auch! Dieser wird von Schuldgefühlen überrannt und lädt deshalb alle zu einem gemütlichen Kaffeekränzchen zu sich ein, damit man ihn für seine Gräueltaten entschuldigt. Jeder eingefleischte Nintendo-Fan wird spätestens jetzt erahnen, was Bowser wirklich im Schilde hat. Von wegen Entschuldigung und Kaffeekränzchen, hat Bowser eine Schraube locker? Keinesfalls, doch unsere lieben Protagonisten aus dem Pilzkönigreich fallen in die Attrappe herein und erfahren das, was in der TV-Serie „Liebling, ich habe die Kinder geschrumpft“ thematisiert wird. Fortan kämpfen sie sich von Spielbrett zu Spielbrett um weitere Himmelskristallen zu finden, Bowser ein weiteres Mal das Handwerk zu legen und wieder in ihre ursprüngliche Größe zurückverwandelt zu werden.
Viele bunte Felder...
In „Mario Party DS“ wird das Rad nicht neu erfunden und so müsst Ihr erneut mit einem Charakter Eurer Wahl die Spielbretter unsicher machen. Zu Beginn wird erst einmal die Reihenfolge ausgelost oder besser gesagt ausgewürfelt, anschließend geht es ans Eingemachte. Ihr würfelt Euch von Feld zu Feld und versucht möglichst Münzen und Sterne zu sammeln. Wie in den anderen „Mario Party – Teilen“ auch, gibt es Felder mit negativer Wirkung. Blaue Felder bedeuten immer +3 Münzen, landet Ihr hingegen auf rote Felder werden Euch 3 Münzen von Eurem Kontostand abgezogen. Des Weiteren gibt es so genannte Ereignis-Felder, die in grün gekennzeichnet sind. Diese lösen, je nach Spielbrett-Setting, sowohl gute als auch böse Ereignisse aus. Landet Ihr auf einem Kumpel-Feld, müsst Ihr unter den weiteren Teilnehmern einen Freund auswählen, anschließend erhalten beide Figuren fünf Münzen auf ihr Konto gutgeschrieben. Ein weiteres Feld, auf das Ihr kommen könnt, ist das Duell-Feld. Hier wählt Ihr ebenfalls einen anderen Kontrahenten aus und prompt müssen sich beide Spieler in einem Duell-Minispiel messen. Leider dürft Ihr nicht selbst das Minispiel bestimmen, das System vergibt Euch per Zufall eins. Last but not least gibt es das Bowser-Feld, wo Bowser den Teilnehmern der Party mächtig Feuer unterm Hintern macht. Kurz gesagt, wenn Bowser vorbei schaut, heißt das nichts Gutes.Abgesehen von den Feldern gibt es auch weitere Aktionen auf den Spielbrettern. An einer Kreuzung könnt Ihr beispielsweise entscheiden in welche Richtung Ihr fortfahren wollt. Hierbei habt Ihr auch Zugriff auf die komplette Karte, so dass Ihr den schnellsten Weg zum nächsten Stern, für den man übrigens 20 Münzen zahlen muss, einschlagen könnt. Gelangt Ihr zu einem Stern und habt keine 20 Münzen parat, müsst Ihr wohl oder übel weitergehen. Dies gestaltet sich im Ganzen recht frustrierend, wenn ausgerechnet eine einzige Münze fehlt, Ihr einige Schritte zuvor auf ein rotes Feld gekommen seid oder Euch ein Gegenspieler in der letzten Runde Münzen gestohlen hat. Die logische Konsequenz ist natürlich eine weitere Runde über das Spielbrett zu drehen und zu hoffen, dass bis dahin kein anderer Partyteilnehmer den Stern erworben hat. Aber Ihr dürft Euch auch rächen, beispielsweise indem Ihr im Item-Shop nützliche Utensilien erwerbt und dadurch das Leben Eurer Kontrahenten schwer macht. Zu guter Letzt wäre noch der Trick-Feld-Punkt zu erwähnen. Überschreitet Ihr diese Zonen, erhaltet Ihr ein Trick-Feld geschenkt. Diese Trick-Felder könnt Ihr überall aufs Spielbrett auf ein beliebiges Feld platzieren. Sollte ein Kontrahent auf dieses Feld tappen, saugt Ihr ihm zehn Münzen von seinem Punktestand weg.
Minispiele, wohin das Auge reicht
Widmen wir uns nun dem Hauptaugenmerk von „Mario Party DS“, den Minispielen. Insgesamt haben es über 100 Minispiele auf die Cartridge geschafft, wobei sich diese in diverse Kategorien unterteilen: 4-Spieler-Minispiele, 1vs3-Minispiele, 2vs2-Minispiele, Kampf-Minispiele, Boss-Minispiele, Duell-Minispiele und Knobel-Minispiele. Alle Minispiele unterscheiden sich voneinander und sich recht abwechslungsreich gestaltet worden, sei es hinsichtlich der Optik oder der Steuerung. Nach jedem abgeschlossenen Zug aller vier Spielbrett-Pauker, wird von der Minispiel-Roulette ein Minispiel per Zufall festgelegt. Je nachdem um welche Art von Minispiel es sich handelt, müsst Ihr alleine gegen alle, im Team oder jeden gegen jeden spielen. Dabei kommen die Fähigkeiten des Nintendo DS voll und ganz zum Einsatz, sei es koordiniertes Steuerkreuz- und Tasten-Drücken, mit Touchscreen Ziele erfassen oder via Mikrofon pusten. Alle Minispiele präsentieren sich in einer wunderschönen 3D-Engine, die nie ins Stottern kommt. Begleitet wird der Minispielalltag zusätzlich von den schönen Melodien, die sich exzellent dem jeweiligen Spielbrett-Setting zuordnen.Bislang haben wir überwiegend über das Singleplayer-Abenteuer gesprochen, wobei natürlich die Minispielvielfalt und das Konzept der Spielbretter samt unterschiedlicher Felder selbstverständlich auch für den Multiplayer-Modus gelten. Doch letztlich verdient der Multiplayer auch noch paar Worte. Während nämlich der Singleplayer mit der Zeit recht langweilig wird, da man alleine gegen CPU-gesteuerte Gegner antritt und ein Minispiel nach dem Anderen absolviert und so mit der Zeit den Dreh herausbekommt, wie man stets als Gewinner hervorgehen kann, mutiert der Multiplayer-Modus zu einem wahren Spielspaß-Garant. Mit bis zu drei weiteren Freunden dürft Ihr Euch auf den insgesamt fünf Spielbrettern austoben und in den zahlreichen Minispielen zeigen was ihn Euch steckt. Dabei ist lobenswert, dass die Singlecard-Play-Option unterstützt wird, wodurch letztlich nur ein einziger Spieler die Cartridge besitzen muss. Schade, dass es kein Online-Modus ins Spiel geschafft hat. Die Nintendo Wi-Fi-Connection hätte für stundenlange Partien sorgen können. Nichtsdestotrotz kommen Party-Freunde mit „Mario Party DS“ auf ihre Kosten.
Runde Nase, Mario
Nicht nur Mario macht als Polygon-Figur seinen Namen ganze Ehre, auch die restlichen Charaktere aus dem Pilzkönigreich können sich in 3D sehen lassen. Alle haben geschmeidige Animationen spendiert bekommen, auch einige Laute können aus den Lautsprechern des Nintendo DS wahrgenommen werden. Das Spiel läuft, wie weiter oben bereits angesprochen, flüssig und behält konstant eine stabile Framerate, obwohl sich auf dem Bildschirm Einiges tut. Die Spielbretter wurden äußerst detailreich in Szene gesetzt und werden ihren entsprechenden Setting, beispielsweise Toadettes Musikstube oder DKs Steinstatue, gerecht. Selbst die Ereignisse auf den Spielbrettern sind eine Augenweide, wenn beispielsweise Bowser ein Erdbeben auslöst und das ganze Spielbrett samt der Party-Teilnehmer wackelt oder die Piranha-Pflanze aus der Röhre gekrochen kommt und Feuer spuckt. Kurz gesagt, „Mario Party DS“ gehört zweifellos zu den grafischen Highlights auf dem Nintendo DS und ist ein weiteres Mal ein exzellentes Beispiel dafür, dass der Nintendo DS imstande ist grafisch opulente Spiele zu präsentieren. Was die Steuerung anbelangt, kann man wahrlich nicht meckern. Sämtliche Steuerungsschemen kommen in den zahlreichen Minispielen zum Einsatz, selbst das Mikrofon. Diese sind im Ganzen auch gut umgesetzt und haben nicht mit mangelnder Präzision oder Schwammigkeit zu kämpfen. Die Melodien vollenden schließlich das Technik-Wunder von „Mario Party DS“, indem sich harmonische und dramatische Melodien je nach Spielbrett abwechseln, selbst in den Minispielen tragen sie zum guten Ruf bei. Zu guter Letzt kann man nur noch den Multiplayer loben, der erst bei vier Duellanten zur Höchstform ausläuft. Es ist einfach spaßig den Sitznachbarn in letzter Sekunde den Stern vor der Nase zu schnappen oder ihn mal eben um 10 Münzen ärmer zu machen – herrlich! Leider machen die Unannehmlichkeiten auch bei „Mario Party DS“ keinen Halt und trüben den Spielspaß. Zum Einen gibt es, wie vorhin thematisiert, Ereignis-Felder oder andere Aktionen von Mitspielern, die durchaus zu Frust und Wut führen können. Während sich der Eine freut, dass er nun einen Stern von einem anderen Spieler geschenkt bekommt, wird das Opfer sicherlich weniger erfreut über diese Tatsache sein. Selbst im Multiplayer-Modus werden einige lachen und andere am Liebsten den Nintendo DS auf den Boden schmeißen. Außerdem vergeht einem mit der Zeit die Lust, wenn man feststellen muss, dass ein Duellant immer Münzen kriegt, einen Stern nach dem anderen kassiert und nahezu jedes Minispiel für sich entscheiden kann – übermenschliche CPU? Last but not least schmerzt das Fehlen eines Online-Modus: Warum hat ein Spiel wie „Jagdfieber“ einen Online-Modus, während ein Spiel wie „Mario Party DS“ wie geschaffen für Online-Partien ist, leer ausgehen muss? Alles im allem kann man aber über diese Kleinigkeiten locker hinwegsehen und mit „Mario Party DS“, vor allem wenn man auf gute Multiplayer-Spiele setzt, Spaß haben.
Gennaro Grippo meint...
„Mario Party DS“ ist schwach im Singleplayer, doch fast göttlich im Multiplayer. Das Spielkonzept kann sich auch auf dem Nintendo DS behaupten und bei Laune halten. Vor allem der Multiplayer-Modus und die zahlreichen Minispiele haben es mir angetan, doch erneut muss ich einen Online-Modus vermissen. Warum?
„Mario Party DS“ ist schwach im Singleplayer, doch fast göttlich im Multiplayer. Das Spielkonzept kann sich auch auf dem Nintendo DS behaupten und bei Laune halten. Vor allem der Multiplayer-Modus und die zahlreichen Minispiele haben es mir angetan, doch erneut muss ich einen Online-Modus vermissen. Warum?

GRAFIK
Liebevoll und bunt designte Spielbrette sowie detailreiche Charaktere
Liebevoll und bunt designte Spielbrette sowie detailreiche Charaktere

SOUND
Klassische Mario-Melodien, die sich zwar schnell wiederholen aber zu keiner Zeit nervig werden
Klassische Mario-Melodien, die sich zwar schnell wiederholen aber zu keiner Zeit nervig werden

BEDIENUNG
Gesunder Mix aus klassischer und Touchscreen-Steuerung, je nach Minispiel
Gesunder Mix aus klassischer und Touchscreen-Steuerung, je nach Minispiel

UMFANG
Zahlreiche Spielbrette und ein unterhaltsamer Multiplayer sorgen auch nach Monaten für den Spaß zwischendurch
Zahlreiche Spielbrette und ein unterhaltsamer Multiplayer sorgen auch nach Monaten für den Spaß zwischendurch
SPIELSPASS
Mario Party für unterwegs - schön umgesetzt und zahlreiche Minispiele
* kein Durchschnitt der einzelnen Kategorien
Mario Party für unterwegs - schön umgesetzt und zahlreiche Minispiele
* kein Durchschnitt der einzelnen Kategorien
Informationen zum Spiel

Genre
Geschicklichkeit
Entwickler
Hudson
Publisher
Nintendo
Releasedatum
23.11.2007
USK-Freigabe

» Weitere Infos zum Titel
Geschicklichkeit
Entwickler
Hudson
Publisher
Nintendo
Releasedatum
23.11.2007
USK-Freigabe

» Weitere Infos zum Titel