Tamagotchi Party On!
Artikel verfasst von Gennaro Grippo am 30.11.2007
Werde Präsident
Während die Präsidentschaftswahl in den USA noch auf sich warten lässt, benötigt die Tamagotchi-Welt mit sofortiger Wirkung einen neuen Präsidenten. Statt an den Wahltagen mit Reden und Wohltätigkeitsaktionen die Gunst Eurer Wähler zu gewinnen, müsst Ihr in „Tamagotchi Party On!“ mit Minispielen Eure Konkurrenz schlagen und dadurch die Beliebtheit Eurer Figur erhöhen.
Zu Beginn erwarten Euch die drei Modi „Brettspiel“, „Sammlung“ und „Herausforderung“. Im Modus Herausforderung warten alle freigespielten Minispiele auf Euch, die Euch sicherlich das ein oder andere Mal zu einer Runde zwischendurch einladen werden. Unter „Sammlung“ kann man Abzeichen und Hauptquartiere einsehen, eher eine nette Dreingabe. Vielmehr sollte der Hauptaugenmerk auf das Brettspiel gelegt werden. In „Mario Party“-typischer Manier bewegt Ihr Euch von Feld zu Feld und müsst, je nach Feld Minispiele bestreiten. Alle sieben Tage finden in der kunterbunten Tamagotchi-Welt Wahltage statt, bei denen Ihr durch diverse Minispiele Beliebtheitspunkte ergattern könnt, die Euch wiederum Abzeichen bescheren. Kommt Ihr auf ein Kampagnenfeld hält Eure Figur hingegen eine Rede. Nebenbei könnt Ihr auch Euer Portemonnaie füllen, denn die Währung Gotchi erlaubt Euch das Dekorieren der eigenen Wahlzentrale.
Werdet Ihr einmal auf das Spielfeld abgelassen, würfelt Ihr Euch von Feld zu Feld. Nach dem Würfeln steht Euch Richtung und Welt frei, in der Ihr als Nächstes gehen wollt. Haben alle Spieler ihren Zug ausgeführt, endet der Wahltag. Nach sieben Wahltagen kommt dann auch der Finalwahltag, an dem letztlich die Entscheidung fällt.
Präsident? Wie langweilig...
Ihr dürft Euch mit bis zu drei weiteren Freunden um einen Platz als Präsidenten duellieren, oder gegen drei der CPU gesteuerten Kontrahenten antreten. Einen recht flüssigen Spielablauf werdet Ihr, solltet Ihr gegen CPU-Gegner spielen, nicht haben. Zu lange dauern die Zwangspausen, bei denen man seinen Kontrahenten zusehen muss, wie sie die Minispiele absolvieren und Reden halten, sowie sich von Feld zu Feld würfeln. Dafür ist aber die Feldervielfalt lobenswert, denn wie auch bei „Mario Party“ bewirken unterschiedliche Felder bestimmte Aktionen. Gelangt Ihr beispielsweise auf den „Event Space“, könnt Ihr mächtig Gotchis (Währung) und Beliebtheitspunkte sammeln. Würfelt Ihr Euch hingegen auf ein Überraschungsfeld, passiert im wahrsten Sinne des Wortes eine Überraschung. Es können beispielsweise Abkürzungen auftauchen oder es verschwinden einfach von hier auf gleich Felder.
Ebenfalls überraschend wirken sich die Stempelfelder aus. Gelingt es Euch, alle Stempel der Stempelfelder zu sammeln, werdet Ihr belohnt. Um was es sich genau handelt, kann man nie so recht voraussagen. Höchste Priorität hat, neben zum Präsidenten gewählt zu werden, das Ergattern von Gotchis. Damit könnt Ihr allerlei Gimmicks kaufen und wie bereits erwähnt Eure Wahlzentrale verschönern. Um Gotchis zu erhalten, müsst Ihr fleißig Minispiele absolvieren. Und hier wären wir auch schon beim größten Kritikpunkt von „Tamagotchi Party On!“, denn das Spiel steht und fällt mit seinen Minispielen. Unerfreulicherweise sind diese aber derart einfallslos und langweilig umgesetzt worden, dass man nur noch gelangweilt die Wii-Fernbedienung umher schwingt und sich auf das Ende des Minispiels freut. Richtiger Spielspaß, wie bei Minispiel-Sammlungen vom Kaliber eines „Wario Ware“, will zu keiner Zeit aufkommen. Doch worüber handelt die Minispiele? Ihr müsst Mitbürgern die Hand schütteln, bei Stromausfall die Kindergartenkinder mit Taschenlampe suchen, Blumen überreichen oder Waffeln mit Eiscreme füllen. Was sich noch recht spaßig anhört, entpuppt sich bei näherer Betrachtung, angesichts der miserablen Umsetzung der Steuerung, als ein wirklich schlechter Witz.
Ich bin ein Präsident, holt mich hier raus!
Dank des Wahltagebuchs könnt Ihr Euch jederzeit einen Überblick über Euren ambitionierten angehenden Präsidenten verschaffen. Beliebtheitspunkte, Gotchis und Abzeichen werden dort übersichtlich aufgeführt. Ferner solltet Ihr stets ein Auge auf Eure Wahlzentrale werfen, denn diese will schließlich up-to-date sein. Ihr könnt sie beliebig umgestalten und vergrößern, die Utensilien findet Ihr im Shop, wie beispielsweise Kampagnenballons. Je besser die Zentrale ankommt, desto besser fällt die Reputation Eures angehenden Präsidenten aus. Jedoch sollte erwähnt werden, dass Ihr keinen umfangreichen Bau-Editor wie in „MySims“ vorfinden wird. Alles ist recht simpel gehalten, was nicht zu Unrecht die generelle Einfallslosigkeit bei manchen Aspekten unterstreicht und das Spiel in kein gutes Licht rücken lässt.
Was bleibt noch großartig zu sagen? Die Beurteilung der technischen Seite fällt wirklich zerschmetternd aus. Wer bei „Tamagotchi Party On!“ von einer Knuddeloptik ausgeht, wird – wie vom ganzen Spiel eigentlich auch – enttäuscht. Die Figuren sehen recht trist aus, haben kaum eine Animation spendiert bekommen, gar entsetzt präsentieren sie sich auf dem Bildschirm. Man kriegt schon fast ironischerweise das Gefühl, dass den Tamagotchis das Spiel ebenfalls nicht gefällt. Die Spielwelt mag zwar kunterbunt sein, zeugt aber von transparenter Einfachheit und kann auf Dauer sogar hässlich vorkommen. Etwas besser schneidet die Akustik ab, denn es gibt schlichtweg keine und das ist auch gut so. Die Laute der Tamagotchis sind hingegen richtig nervtötend, selbst ein Kleinkind kann sich artikulierter ausdrücken. Nichtsdestotrotz, was will man groß um den heißen Brei herumsprechen: „Tamagotchi Party On!“ ist eine herbe Enttäuschung, von der in wirklich jeder Hinsicht von einer Kaufempfehlung abgeraten wird!
Während die Präsidentschaftswahl in den USA noch auf sich warten lässt, benötigt die Tamagotchi-Welt mit sofortiger Wirkung einen neuen Präsidenten. Statt an den Wahltagen mit Reden und Wohltätigkeitsaktionen die Gunst Eurer Wähler zu gewinnen, müsst Ihr in „Tamagotchi Party On!“ mit Minispielen Eure Konkurrenz schlagen und dadurch die Beliebtheit Eurer Figur erhöhen.
Zu Beginn erwarten Euch die drei Modi „Brettspiel“, „Sammlung“ und „Herausforderung“. Im Modus Herausforderung warten alle freigespielten Minispiele auf Euch, die Euch sicherlich das ein oder andere Mal zu einer Runde zwischendurch einladen werden. Unter „Sammlung“ kann man Abzeichen und Hauptquartiere einsehen, eher eine nette Dreingabe. Vielmehr sollte der Hauptaugenmerk auf das Brettspiel gelegt werden. In „Mario Party“-typischer Manier bewegt Ihr Euch von Feld zu Feld und müsst, je nach Feld Minispiele bestreiten. Alle sieben Tage finden in der kunterbunten Tamagotchi-Welt Wahltage statt, bei denen Ihr durch diverse Minispiele Beliebtheitspunkte ergattern könnt, die Euch wiederum Abzeichen bescheren. Kommt Ihr auf ein Kampagnenfeld hält Eure Figur hingegen eine Rede. Nebenbei könnt Ihr auch Euer Portemonnaie füllen, denn die Währung Gotchi erlaubt Euch das Dekorieren der eigenen Wahlzentrale.Werdet Ihr einmal auf das Spielfeld abgelassen, würfelt Ihr Euch von Feld zu Feld. Nach dem Würfeln steht Euch Richtung und Welt frei, in der Ihr als Nächstes gehen wollt. Haben alle Spieler ihren Zug ausgeführt, endet der Wahltag. Nach sieben Wahltagen kommt dann auch der Finalwahltag, an dem letztlich die Entscheidung fällt.
Präsident? Wie langweilig...
Ihr dürft Euch mit bis zu drei weiteren Freunden um einen Platz als Präsidenten duellieren, oder gegen drei der CPU gesteuerten Kontrahenten antreten. Einen recht flüssigen Spielablauf werdet Ihr, solltet Ihr gegen CPU-Gegner spielen, nicht haben. Zu lange dauern die Zwangspausen, bei denen man seinen Kontrahenten zusehen muss, wie sie die Minispiele absolvieren und Reden halten, sowie sich von Feld zu Feld würfeln. Dafür ist aber die Feldervielfalt lobenswert, denn wie auch bei „Mario Party“ bewirken unterschiedliche Felder bestimmte Aktionen. Gelangt Ihr beispielsweise auf den „Event Space“, könnt Ihr mächtig Gotchis (Währung) und Beliebtheitspunkte sammeln. Würfelt Ihr Euch hingegen auf ein Überraschungsfeld, passiert im wahrsten Sinne des Wortes eine Überraschung. Es können beispielsweise Abkürzungen auftauchen oder es verschwinden einfach von hier auf gleich Felder. Ebenfalls überraschend wirken sich die Stempelfelder aus. Gelingt es Euch, alle Stempel der Stempelfelder zu sammeln, werdet Ihr belohnt. Um was es sich genau handelt, kann man nie so recht voraussagen. Höchste Priorität hat, neben zum Präsidenten gewählt zu werden, das Ergattern von Gotchis. Damit könnt Ihr allerlei Gimmicks kaufen und wie bereits erwähnt Eure Wahlzentrale verschönern. Um Gotchis zu erhalten, müsst Ihr fleißig Minispiele absolvieren. Und hier wären wir auch schon beim größten Kritikpunkt von „Tamagotchi Party On!“, denn das Spiel steht und fällt mit seinen Minispielen. Unerfreulicherweise sind diese aber derart einfallslos und langweilig umgesetzt worden, dass man nur noch gelangweilt die Wii-Fernbedienung umher schwingt und sich auf das Ende des Minispiels freut. Richtiger Spielspaß, wie bei Minispiel-Sammlungen vom Kaliber eines „Wario Ware“, will zu keiner Zeit aufkommen. Doch worüber handelt die Minispiele? Ihr müsst Mitbürgern die Hand schütteln, bei Stromausfall die Kindergartenkinder mit Taschenlampe suchen, Blumen überreichen oder Waffeln mit Eiscreme füllen. Was sich noch recht spaßig anhört, entpuppt sich bei näherer Betrachtung, angesichts der miserablen Umsetzung der Steuerung, als ein wirklich schlechter Witz.
Ich bin ein Präsident, holt mich hier raus!
Dank des Wahltagebuchs könnt Ihr Euch jederzeit einen Überblick über Euren ambitionierten angehenden Präsidenten verschaffen. Beliebtheitspunkte, Gotchis und Abzeichen werden dort übersichtlich aufgeführt. Ferner solltet Ihr stets ein Auge auf Eure Wahlzentrale werfen, denn diese will schließlich up-to-date sein. Ihr könnt sie beliebig umgestalten und vergrößern, die Utensilien findet Ihr im Shop, wie beispielsweise Kampagnenballons. Je besser die Zentrale ankommt, desto besser fällt die Reputation Eures angehenden Präsidenten aus. Jedoch sollte erwähnt werden, dass Ihr keinen umfangreichen Bau-Editor wie in „MySims“ vorfinden wird. Alles ist recht simpel gehalten, was nicht zu Unrecht die generelle Einfallslosigkeit bei manchen Aspekten unterstreicht und das Spiel in kein gutes Licht rücken lässt. Was bleibt noch großartig zu sagen? Die Beurteilung der technischen Seite fällt wirklich zerschmetternd aus. Wer bei „Tamagotchi Party On!“ von einer Knuddeloptik ausgeht, wird – wie vom ganzen Spiel eigentlich auch – enttäuscht. Die Figuren sehen recht trist aus, haben kaum eine Animation spendiert bekommen, gar entsetzt präsentieren sie sich auf dem Bildschirm. Man kriegt schon fast ironischerweise das Gefühl, dass den Tamagotchis das Spiel ebenfalls nicht gefällt. Die Spielwelt mag zwar kunterbunt sein, zeugt aber von transparenter Einfachheit und kann auf Dauer sogar hässlich vorkommen. Etwas besser schneidet die Akustik ab, denn es gibt schlichtweg keine und das ist auch gut so. Die Laute der Tamagotchis sind hingegen richtig nervtötend, selbst ein Kleinkind kann sich artikulierter ausdrücken. Nichtsdestotrotz, was will man groß um den heißen Brei herumsprechen: „Tamagotchi Party On!“ ist eine herbe Enttäuschung, von der in wirklich jeder Hinsicht von einer Kaufempfehlung abgeraten wird!
Gennaro Grippo meint...
Was soll ich noch groß sagen? „Tamagotchi Party On!“ ist schlichtweg ein miserables Spiel. Zwar sind die Ideen recht lobenswert und jüngere Spieler könnten vielleicht durchaus Spaß daran haben, doch wird im Großen und Ganzen der Spielspaß durch die Einfachheit und der armseligen Technik zunichte gemacht. Dass so etwas durch die Qualitätskontrolle durchkommt, ist mir wahrlich ein Rätsel...
Was soll ich noch groß sagen? „Tamagotchi Party On!“ ist schlichtweg ein miserables Spiel. Zwar sind die Ideen recht lobenswert und jüngere Spieler könnten vielleicht durchaus Spaß daran haben, doch wird im Großen und Ganzen der Spielspaß durch die Einfachheit und der armseligen Technik zunichte gemacht. Dass so etwas durch die Qualitätskontrolle durchkommt, ist mir wahrlich ein Rätsel...

GRAFIK
Kunterbunte aber simple Grafiken, die eher Augenkrebs verursachen als zu verblüffen
Kunterbunte aber simple Grafiken, die eher Augenkrebs verursachen als zu verblüffen

SOUND
Unerträgliches Gedudel, selbst die Stille ist melodischer als diese Darbietung
Unerträgliches Gedudel, selbst die Stille ist melodischer als diese Darbietung

BEDIENUNG
Schwerfällige Steuerung mit sporadischen Aussetzern
Schwerfällige Steuerung mit sporadischen Aussetzern

UMFANG
Solider Umfang, der Mehrspieler kann aber durchaus für spaßige Stunden sorgen
Solider Umfang, der Mehrspieler kann aber durchaus für spaßige Stunden sorgen
SPIELSPASS
Tamagotchis.. wir haben sie einst geliebt, aber das waren andere Zeiten
* kein Durchschnitt der einzelnen Kategorien
Tamagotchis.. wir haben sie einst geliebt, aber das waren andere Zeiten
* kein Durchschnitt der einzelnen Kategorien
Informationen zum Spiel

Genre
Geschicklichkeit
Entwickler
Namco Bandai
Publisher
Atari
Releasedatum
03.09.2007
USK-Freigabe

» Weitere Infos zum Titel
Geschicklichkeit
Entwickler
Namco Bandai
Publisher
Atari
Releasedatum
03.09.2007
USK-Freigabe

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