Mario & Sonic bei den Olympischen Spielen
Artikel verfasst von Heiko Ellinger am 30.11.2007
Gipfeltreffen bei Olympia
Es gibt nicht viele Charaktere in der Geschichte der Videospiele, die sich auch nach mehreren Jahrzehnten noch ganz vorne in der Riege der bekannten Helden befinden. Zweifelsohne haben es aber zwei Firmen-Maskottchen aus Japan geschafft, sich diesen Status zu erhalten – ein Ende ist dabei nicht einmal in Sicht. Die Rede ist vom italienischen Klempner Mario und dem schnellsten Igel der Welt, dem Sega-Maskottchen Sonic. Lange Zeit waren beide Helden erbitterte Rivalen, schließlich konkurrierten auch die Mutterfirmen im Hardware-Markt um jede verkaufte Konsole.
Doch Zeiten können sich ändern. Nach dem Ausstieg Segas aus dem Hardware-Markt sorgte Sonics Arbeitgeber nur noch als Hersteller von Software für Schlagzeilen. Allerdings kamen so auch reine Nintendo-Spieler nun endlich in den Genuss von Spielen wie Sonic Adventure und Co. So existierten beide Spiele-Reihen weiterhin parallel, wenn auch der harte Konkurrenzkampf der Vergangenheit angehörte.
Einen weiteren Schritt ging man nun aber mit dem neuen Titel „Mario & Sonic bei den Olympischen Spielen“, in dem beide Charaktere erstmals gemeinsam in einem Videospiel auftreten. Das gleicht einer Revolution und endet dank der offiziellen Olypmia-Lizenz in einem Sportspiel der Extraklasse.
Die Besten der Besten
Vor allem im Mario-Universum sind wir dank diverser Spin-Offs sportliche Aktivitäten bereits gewöhnt. Tennis, Fußball oder Golf – für jeden war bereits etwas dabei. In „Mario & Sonic bei den Olympischen Spielen“ darf man sich nun an klassische olympische Disziplinen wagen. Diese kommen aus den verschiedenen sportlichen Bereichen wie der Leichtathletik, die unter anderem mit zahlreichen Laufvarianten vertreten ist, dem Wassersport, Turnen, Schießen, Fechten, Tischtennis oder Rudern. Außerdem warten Traumdisziplinen auf die Spieler, die aber erst freigeschaltet werden müssen. Welche das sind, soll an dieser Stelle nicht verraten werden. Alle Disziplinen machen dabei natürlich mehr oder minder Gebrauch von der Wii-Fernbedienung.
Die Charaktere stammen bunt gemischt aus beiden Universen. Mario wird etwa durch Luigi, Peach oder Bowser begleitet, während wir uns im Team Sonic auf ein Wiedersehen mit Tails oder Knuckles freuen dürfen. Die Charaktere unterscheiden sich dabei in verschiedenen Fähigkeitsbereichen. Geschwindigkeit, Kraft und Geschick beeinflussen Eure Ergebnisse bei den einzelnen Disziplinen und Ihr müsst erst einmal die passenden Charaktere finden. Zu Gunsten der Chancengleichheit wurden dabei die Grundfähigkeiten der Charaktere angepasst. Sonic wird also nicht allen davon rennen, sondern mit gedrosseltem Tempo auf die Bahnen gehen.
Zusätzlich zu den bekannten Kräften der beiden Universen könnt Ihr auch Eure Miis als Charaktere einsetzen. Dies sorgt für Abwechslung vor allem im Mehrspieler-Modus. Und etwas schöneres, als mit einem Charakter als erster die Ziellinie zu überqueren, dessen Antlitz dem eigenen annähernd gleicht, kann es auch nicht geben.
Der Einzelspielermodus bietet zwar keine richtige Story, motiviert aber eine zeitlang durch den Missionsmodus und einige Minispiele, die Euch Zugang zu weiteren Informationen rund um die Olympischen Spiele verschaffen. Im Missionsmodus bekommt Ihr vor einer Disziplin eine Aufgabe gestellt. So müsst Ihr hier etwa den ersten Platz erreichen, um die Mission abzuschließen oder einen bestimmten Charakter besiegen. Im Zirkel-Modus könnt Ihr dagegen Trophäen sammeln. Der Kernaspekt des Titels liegt aber natürlich im Spiel mit bis zu vier Spielern. Hier entfaltet „Mario & Sonic bei den Olympischen Spielen“ ein Suchtpotenzial mit der Jagd nach der Bestzeit, die ältere Semester sicherlich noch aus dem betagten „Track & Field“ kennen. So entscheiden teilweise Zehntel oder gar Hundertstel Sekunden über Sieg oder Niederlage.
Deutlich wird dies auch in der Weltrangliste, die seit dem Start des Spiels über die Nintendo Wi-Fi Connection fleissig mit Rekorden gefüttert wird. Hier könnt Ihr Euch jederzeit einloggen und Eure Zeiten mit den Besten der Welt vergleichen. Leider wurde ebenso wie bei Ubisofts „Rayman Raving Rabbids 2“ auf Online-Spielmodi verzichtet.
Zirkelmeister gesucht
Motivierender als einzelne Disziplinen ist der Zirkel-Modus. Hier müsst Ihr eine bestimmte Auswahl an Disziplinen durchstehen und erst am Ende wird abgerechnet, wer gewonnen hat oder nicht. Praktischerweise besteht hier auch die Möglichkeit, eigene Zirkel zu konfigurieren und so eine Auwahl der beliebtesten Disziplinen zu verwenden. Um auch schwächeren Spielern eine Chance zu geben, gibt es hier einen Glückszirkel als Item, den man allerdings nur einmal verwenden kann. Setzt man diesen Zirkel ein, sollte man in der nächsten Disziplin einen der ersten drei Plätze belegen und erhält dann die doppelte Punktzahl. Alle Plätze darunter sorgen allerdings auch dafür, dass man völlig leer ausgeht.
Obwohl die Disziplinen von der Thematik her sehr abwechslungsreich gestaltet wurden und auch ein großes Repertoire der Olympischen Disziplinen abdecken, vollführt man in der Regel doch sehr ähnliche Bewegungen mit der Wii-Fernbedienung. Um Euch am Anfang nicht zu überfordern, wird die Steuerung zum Nachlesen vor einer Disziplin eingeblendet. Im richtigen Wettkampf kommt die Anstrengung dann teilweise schon echter sportlicher Betätitgung erstaunlich nahe.
Grafisch ist der Titel durchaus solide, ohne wirklich für Aufsehen zu sorgen. Zweckmäßig wäre wohl das passende Wort, denn Segas Titel bewegt sich auf dem Niveau der bekannten Sporttitel aus dem Hause Nintendo. Gleiches gilt für den Sound, der zum Spielgeschehen passt.
Der Vergleich zu Ubisofts Rayman-Partyspaß ist nicht nur im Bereich des Online-Modus angebracht. Auch für „Mario & Sonic bei den Olympischen Spielen“ gilt: Wer nur alleine an seiner Wii zockt, wird mit dem Spiel nur sehr begrenzt Freude haben. Das richtige Potenzial entwickelt der Titel erst im Mehrspieler-Part und kann so viele Stunden unterhalten.
Es gibt nicht viele Charaktere in der Geschichte der Videospiele, die sich auch nach mehreren Jahrzehnten noch ganz vorne in der Riege der bekannten Helden befinden. Zweifelsohne haben es aber zwei Firmen-Maskottchen aus Japan geschafft, sich diesen Status zu erhalten – ein Ende ist dabei nicht einmal in Sicht. Die Rede ist vom italienischen Klempner Mario und dem schnellsten Igel der Welt, dem Sega-Maskottchen Sonic. Lange Zeit waren beide Helden erbitterte Rivalen, schließlich konkurrierten auch die Mutterfirmen im Hardware-Markt um jede verkaufte Konsole. Doch Zeiten können sich ändern. Nach dem Ausstieg Segas aus dem Hardware-Markt sorgte Sonics Arbeitgeber nur noch als Hersteller von Software für Schlagzeilen. Allerdings kamen so auch reine Nintendo-Spieler nun endlich in den Genuss von Spielen wie Sonic Adventure und Co. So existierten beide Spiele-Reihen weiterhin parallel, wenn auch der harte Konkurrenzkampf der Vergangenheit angehörte.
Einen weiteren Schritt ging man nun aber mit dem neuen Titel „Mario & Sonic bei den Olympischen Spielen“, in dem beide Charaktere erstmals gemeinsam in einem Videospiel auftreten. Das gleicht einer Revolution und endet dank der offiziellen Olypmia-Lizenz in einem Sportspiel der Extraklasse.
Die Besten der Besten
Vor allem im Mario-Universum sind wir dank diverser Spin-Offs sportliche Aktivitäten bereits gewöhnt. Tennis, Fußball oder Golf – für jeden war bereits etwas dabei. In „Mario & Sonic bei den Olympischen Spielen“ darf man sich nun an klassische olympische Disziplinen wagen. Diese kommen aus den verschiedenen sportlichen Bereichen wie der Leichtathletik, die unter anderem mit zahlreichen Laufvarianten vertreten ist, dem Wassersport, Turnen, Schießen, Fechten, Tischtennis oder Rudern. Außerdem warten Traumdisziplinen auf die Spieler, die aber erst freigeschaltet werden müssen. Welche das sind, soll an dieser Stelle nicht verraten werden. Alle Disziplinen machen dabei natürlich mehr oder minder Gebrauch von der Wii-Fernbedienung.
Die Charaktere stammen bunt gemischt aus beiden Universen. Mario wird etwa durch Luigi, Peach oder Bowser begleitet, während wir uns im Team Sonic auf ein Wiedersehen mit Tails oder Knuckles freuen dürfen. Die Charaktere unterscheiden sich dabei in verschiedenen Fähigkeitsbereichen. Geschwindigkeit, Kraft und Geschick beeinflussen Eure Ergebnisse bei den einzelnen Disziplinen und Ihr müsst erst einmal die passenden Charaktere finden. Zu Gunsten der Chancengleichheit wurden dabei die Grundfähigkeiten der Charaktere angepasst. Sonic wird also nicht allen davon rennen, sondern mit gedrosseltem Tempo auf die Bahnen gehen. Zusätzlich zu den bekannten Kräften der beiden Universen könnt Ihr auch Eure Miis als Charaktere einsetzen. Dies sorgt für Abwechslung vor allem im Mehrspieler-Modus. Und etwas schöneres, als mit einem Charakter als erster die Ziellinie zu überqueren, dessen Antlitz dem eigenen annähernd gleicht, kann es auch nicht geben.
Der Einzelspielermodus bietet zwar keine richtige Story, motiviert aber eine zeitlang durch den Missionsmodus und einige Minispiele, die Euch Zugang zu weiteren Informationen rund um die Olympischen Spiele verschaffen. Im Missionsmodus bekommt Ihr vor einer Disziplin eine Aufgabe gestellt. So müsst Ihr hier etwa den ersten Platz erreichen, um die Mission abzuschließen oder einen bestimmten Charakter besiegen. Im Zirkel-Modus könnt Ihr dagegen Trophäen sammeln. Der Kernaspekt des Titels liegt aber natürlich im Spiel mit bis zu vier Spielern. Hier entfaltet „Mario & Sonic bei den Olympischen Spielen“ ein Suchtpotenzial mit der Jagd nach der Bestzeit, die ältere Semester sicherlich noch aus dem betagten „Track & Field“ kennen. So entscheiden teilweise Zehntel oder gar Hundertstel Sekunden über Sieg oder Niederlage.
Deutlich wird dies auch in der Weltrangliste, die seit dem Start des Spiels über die Nintendo Wi-Fi Connection fleissig mit Rekorden gefüttert wird. Hier könnt Ihr Euch jederzeit einloggen und Eure Zeiten mit den Besten der Welt vergleichen. Leider wurde ebenso wie bei Ubisofts „Rayman Raving Rabbids 2“ auf Online-Spielmodi verzichtet.
Zirkelmeister gesucht
Motivierender als einzelne Disziplinen ist der Zirkel-Modus. Hier müsst Ihr eine bestimmte Auswahl an Disziplinen durchstehen und erst am Ende wird abgerechnet, wer gewonnen hat oder nicht. Praktischerweise besteht hier auch die Möglichkeit, eigene Zirkel zu konfigurieren und so eine Auwahl der beliebtesten Disziplinen zu verwenden. Um auch schwächeren Spielern eine Chance zu geben, gibt es hier einen Glückszirkel als Item, den man allerdings nur einmal verwenden kann. Setzt man diesen Zirkel ein, sollte man in der nächsten Disziplin einen der ersten drei Plätze belegen und erhält dann die doppelte Punktzahl. Alle Plätze darunter sorgen allerdings auch dafür, dass man völlig leer ausgeht.
Obwohl die Disziplinen von der Thematik her sehr abwechslungsreich gestaltet wurden und auch ein großes Repertoire der Olympischen Disziplinen abdecken, vollführt man in der Regel doch sehr ähnliche Bewegungen mit der Wii-Fernbedienung. Um Euch am Anfang nicht zu überfordern, wird die Steuerung zum Nachlesen vor einer Disziplin eingeblendet. Im richtigen Wettkampf kommt die Anstrengung dann teilweise schon echter sportlicher Betätitgung erstaunlich nahe. Grafisch ist der Titel durchaus solide, ohne wirklich für Aufsehen zu sorgen. Zweckmäßig wäre wohl das passende Wort, denn Segas Titel bewegt sich auf dem Niveau der bekannten Sporttitel aus dem Hause Nintendo. Gleiches gilt für den Sound, der zum Spielgeschehen passt.
Der Vergleich zu Ubisofts Rayman-Partyspaß ist nicht nur im Bereich des Online-Modus angebracht. Auch für „Mario & Sonic bei den Olympischen Spielen“ gilt: Wer nur alleine an seiner Wii zockt, wird mit dem Spiel nur sehr begrenzt Freude haben. Das richtige Potenzial entwickelt der Titel erst im Mehrspieler-Part und kann so viele Stunden unterhalten.
Heiko Ellinger meint...
„Mario & Sonic bei den Olympischen Spielen“ ist eine gelungene Kooperation zweier Größen des Videospiel-Geschäfts. Zahlreiche Disziplinen warten in bester „Track & Field“-Tradition auf die Spieler, können dabei mitunter aber sehr anstrengend sein. Klare Kaufempfehlung für Freunde gepflegter Party-Abende, auch wenn der Titel nie ans Limit geht.
„Mario & Sonic bei den Olympischen Spielen“ ist eine gelungene Kooperation zweier Größen des Videospiel-Geschäfts. Zahlreiche Disziplinen warten in bester „Track & Field“-Tradition auf die Spieler, können dabei mitunter aber sehr anstrengend sein. Klare Kaufempfehlung für Freunde gepflegter Party-Abende, auch wenn der Titel nie ans Limit geht.

GRAFIK
netter und bekannter Stil
netter und bekannter Stil

SOUND
typische Klänge aus beiden Klassikern
typische Klänge aus beiden Klassikern

BEDIENUNG
auch für Einsteiger geeignet
auch für Einsteiger geeignet

UMFANG
viele Olympia-Disziplinen
viele Olympia-Disziplinen
SPIELSPASS
Ein ordentliches Duell auf Augenhöhe
* kein Durchschnitt der einzelnen Kategorien
Ein ordentliches Duell auf Augenhöhe
* kein Durchschnitt der einzelnen Kategorien
Informationen zum Spiel