Monster Trucks DS
Artikel verfasst von Sascha Geldermann am 25.11.2006
Rennen statt Stunts
Nachdem THQ mit ATV Quad Frenzy schon Quads auf die virtuelle Rennpiste geschickt hat, nimmt sich der Publisher nun Monster Trucks vor. In Monster Trucks DS dürft ihr euch selbst hinter das Steuer dieser faszinierenden Fahrzeuge setzen, die eigentlich mehr für bloße Zerstörung und weniger für ihre Vorzüge als Rennwagen bekannt sind. Leider stehen nur lediglich acht verschiedene Trucks zur Auswahl, die sich in verschiedenen Attributen, wie Federung oder Schnelligkeit unterscheiden. Eine etwas größere Auswahl wäre durchaus wünschenswert gewesen, genauso wie größere Unterschiede zwischen den Trucks, denn diese unterscheiden sich kaum, so dass ihr eure Wahl ruhig von dem Aussehen des Fahrzeugs abhängig machen könnt.
Wer das Spiel ATV Quad Frenzy kennt, wird sich bei Monster Trucks DS schnell zurechtfinden. Die Menüführung ist genau die gleiche und auch in Sachen Modi gibt es keine großen Unterschiede zwischen den Spielen. Bei einem Training könnt ihr euch mit der Steuerung vertraut machen und dabei auf Wunsch aus schon gegen Konkurrenten fahren. Im Quick Race geht es dann schon ernster zur Sache, wobei ihr ohne Einstellungen tätigen zu müssen direkt in das Rennen einsteigen könnt. Es gibt auch einen Karriere-Modus in dem ihr eine ganze Reihe Rennen fahren müsst. Belegt ihr den ersten oder zweiten Platz eines Rennens kommt ihr in die nächste Runde und schaltet damit auch neue Strecken frei.
Sehr enttäuschend ist es, dass sich Monster Trucks DS nur auf reine Rennen beschränkt. Durch die Wahl solch ungewöhnlicher Fahrzeuge hätten die Entwickler sehr viel mehr Möglichkeiten gehabt. Leider könnt ihr bei diesem Spiel keine Autos zu Schrott fahren oder in einer Stuntshow zeigen, was ihr auf dem Kasten habt. Nicht einmal ein Tricksystem hat es in das Spiel geschafft, mit dem ihr wenigstens während der Rennen den einen oder anderen Stunt hättet ausführen können. Das Spiel hätte mit ganz normalen Rennwagen die gleichen Möglichkeiten eröffnet. Damit wird die Umsetzung der Thematik in keiner Weise gerecht.
Witzlose Strecken
Insgesamt gibt es 25 verschiedene Strecken, die fünf verschiedenen Landschaften zugeteilt wurden. So fahrt ihr mit euren Trucks durch Wüsten, Arenen und Sümpfe, über Wiese und an Seen vorbei. Während sich die einzelnen Landschaften deutlich voneinander unterscheiden, sind sich die fünf Strecken einer Landschaft zum Verwechseln ähnlich. Das liegt wahrscheinlich daran, dass die Streckengestaltung sich auf das Nötigste beschränkt und es auf den Strecken keine markanten Punkte oder Besonderheiten gibt. Das ist sehr schade, denn so gibt es nicht viel zu entdecken und das kommt der Motivation natürlich nicht gerade zu Gute.
Auch wenn die Strecken über keine eigenen Orientierungspunkte verfügen, müsst ihr nicht befürchten euch zu fahren. Das liegt nicht nur an der geringen Größe der Strecken, sondern auch ein einer Richtungsanzeige auf dem Touchscreen. Der Touchscreen fungiert in den Rennen nur als Anzeige für verschiedene Werte, wie der aktuellen Rundenzahl oder eurer Position. Außerdem wird eure Geschwindigkeit in Meilen pro Stunde angezeigt, wobei eine Anpassung in Kilometer eigentlich zu erwarten gewesen wäre. Der obere Bildschirm stellt zur gleichen Zeit das Renngeschehen dar.
Ein Monster Truck ist kein Rennwagen
Die Monster Trucks fahren sich so, wie es eigentlich auch ihren Eigenschaften entspricht. Leider sind diese nicht gerade die besten Voraussetzungen für spannende Rennen, was erneut die Frage aufwirft, warum sich die Entwickler bei diesem Spiel ausgerechnet für diese Fahrzeuge entschieden haben. Das erste Problem ist die Geschwindigkeit. Die Fahrzeuge bewegen sich nur sehr langsam fort, was das Geschwindigkeitsgefühl gleich Null setzt und keinen Spielspaß aufkommen lässt. Dazu kommt als zusätzlicher Frustfaktor die Steuerung. Die Trucks reagieren auf eure Lenkbefehle unheimliche träge. Das führt bei einer solch langsamen Geschwindigkeit zwar nicht direkt zu Problemen, aber ein Fahrzeug mit der Trägheit eines Panzers nimmt den Rennen jegliche Spannung.
Eure virtuellen Kontrahenten machen die ganze Angelegenheit auch nicht viel spannender. Ebenfalls langsam und ebenfall träge fahren sie ihre Runden und bemerken dabei scheinbar nicht einmal, dass sie sich mitten in einem Rennen befinden. Sie zeigen nämlich keinerlei Reaktion, lassen sich ohne Gegenwehr überholen und legen selbst keinen besonders großen Wert auf das Überholen. Sie fahren einfach nur die Strecke entlang, als würden sie eine Spazierfahrt machen. Damit kommt ein Gefühl auf, als wäre man ganz alleine auf der Strecke und das einzige Ziel bestünde darin die Strecke abzufahren, um dann irgendwann die Ziellinie zu erreichen.
Um doch noch für Motivation zu sorgen, haben die Entwickler eine Tuningwerkstatt in das Spiel integriert. Nach dem Motto „Pimp my Monster Truck“ könnt ihr eurer Fahrzeug dort aufrüsten lassen. Neue Motoren erhöhen die Geschwindigkeit eures Trucks, neue Reifen verbessern das Handling und Federungen sorgen für eine höhere Fahrstabilität. Klingt eigentlich danach, als würdet ihr am Ende einen schnellen und wendigen Truck aus eurem alten Fahrzeug machen können. Allerdings ist der Effekt enttäuschend gering. Ein voll aufgerüsteter Truck fährt nur kaum merklich schneller, so dass ihr am Ende immer noch über die Strecke kriecht und die Kurven mit unheimlicher Trägheit bewältigt. Das macht die Werkstatt leider nicht zu so einer großen Motivation, wie sie hätte sein können.
Pop-Up-Trucks in einer Pop-Up-Landschaft
Das Spiel verfügt auch über einen Mehrspieler-Modus, der allerdings keine Single-Card-Funktion unterstützt. Das bedeutet im Klartext, dass eure bis zu vier Mitspieler alle ebenfalls dieses Spiel besitzen müssen, damit ihr diesen Modus nutzen könnt. Das schöne an diesem Modus ist, dass die gelangweilten KI-Gegner wegfallen. Das negative daran ist, dass sich auch eure menschlichen Mitspieler nach kurzer Zeit langweilen werden, schließlich werden sie auch mit Minimalgeschwindigkeiten und absoluter Trägheit konfrontiert. Damit kommt im Mehrspielermodus auch nicht viel mehr Spaß auf, als in den anderen Modi.
In technischer Hinsicht ist dieser Titel eine einzige Katastrophe. Schwache Texturen, wenig Details und starre Hintergründe reizen die Fähigkeiten des Nintendo DS in keiner Weise aus. Dazu kommt ein sehr extremer Pop-Up-Effekt. Objekte sind nur zu sehen, wenn sie sich in eurer Nähe befinden, so dass immer wieder aus dem Nichts Absperrungen auftauschen und ihr erst spät erkennt, wohin die Strecke führt. Selbst eure Widersacher sind von diesem Effekt betroffen, so dass sie sich einfach in Luft auflösen, wenn sie sich ein bisschen von euch entfernen und dann plötzlich wieder auftauchen, wenn ihr euch ihnen nähert. Ebenfalls schwach ist der Sound, der mit monotoner Technomusik und unrealistischen Motorengebrumme die Lautlos-Funktion der Optionen sehr attraktiv macht.
Nachdem THQ mit ATV Quad Frenzy schon Quads auf die virtuelle Rennpiste geschickt hat, nimmt sich der Publisher nun Monster Trucks vor. In Monster Trucks DS dürft ihr euch selbst hinter das Steuer dieser faszinierenden Fahrzeuge setzen, die eigentlich mehr für bloße Zerstörung und weniger für ihre Vorzüge als Rennwagen bekannt sind. Leider stehen nur lediglich acht verschiedene Trucks zur Auswahl, die sich in verschiedenen Attributen, wie Federung oder Schnelligkeit unterscheiden. Eine etwas größere Auswahl wäre durchaus wünschenswert gewesen, genauso wie größere Unterschiede zwischen den Trucks, denn diese unterscheiden sich kaum, so dass ihr eure Wahl ruhig von dem Aussehen des Fahrzeugs abhängig machen könnt.
Wer das Spiel ATV Quad Frenzy kennt, wird sich bei Monster Trucks DS schnell zurechtfinden. Die Menüführung ist genau die gleiche und auch in Sachen Modi gibt es keine großen Unterschiede zwischen den Spielen. Bei einem Training könnt ihr euch mit der Steuerung vertraut machen und dabei auf Wunsch aus schon gegen Konkurrenten fahren. Im Quick Race geht es dann schon ernster zur Sache, wobei ihr ohne Einstellungen tätigen zu müssen direkt in das Rennen einsteigen könnt. Es gibt auch einen Karriere-Modus in dem ihr eine ganze Reihe Rennen fahren müsst. Belegt ihr den ersten oder zweiten Platz eines Rennens kommt ihr in die nächste Runde und schaltet damit auch neue Strecken frei.
Sehr enttäuschend ist es, dass sich Monster Trucks DS nur auf reine Rennen beschränkt. Durch die Wahl solch ungewöhnlicher Fahrzeuge hätten die Entwickler sehr viel mehr Möglichkeiten gehabt. Leider könnt ihr bei diesem Spiel keine Autos zu Schrott fahren oder in einer Stuntshow zeigen, was ihr auf dem Kasten habt. Nicht einmal ein Tricksystem hat es in das Spiel geschafft, mit dem ihr wenigstens während der Rennen den einen oder anderen Stunt hättet ausführen können. Das Spiel hätte mit ganz normalen Rennwagen die gleichen Möglichkeiten eröffnet. Damit wird die Umsetzung der Thematik in keiner Weise gerecht.
Witzlose Strecken
Insgesamt gibt es 25 verschiedene Strecken, die fünf verschiedenen Landschaften zugeteilt wurden. So fahrt ihr mit euren Trucks durch Wüsten, Arenen und Sümpfe, über Wiese und an Seen vorbei. Während sich die einzelnen Landschaften deutlich voneinander unterscheiden, sind sich die fünf Strecken einer Landschaft zum Verwechseln ähnlich. Das liegt wahrscheinlich daran, dass die Streckengestaltung sich auf das Nötigste beschränkt und es auf den Strecken keine markanten Punkte oder Besonderheiten gibt. Das ist sehr schade, denn so gibt es nicht viel zu entdecken und das kommt der Motivation natürlich nicht gerade zu Gute.
Auch wenn die Strecken über keine eigenen Orientierungspunkte verfügen, müsst ihr nicht befürchten euch zu fahren. Das liegt nicht nur an der geringen Größe der Strecken, sondern auch ein einer Richtungsanzeige auf dem Touchscreen. Der Touchscreen fungiert in den Rennen nur als Anzeige für verschiedene Werte, wie der aktuellen Rundenzahl oder eurer Position. Außerdem wird eure Geschwindigkeit in Meilen pro Stunde angezeigt, wobei eine Anpassung in Kilometer eigentlich zu erwarten gewesen wäre. Der obere Bildschirm stellt zur gleichen Zeit das Renngeschehen dar.
Ein Monster Truck ist kein Rennwagen
Die Monster Trucks fahren sich so, wie es eigentlich auch ihren Eigenschaften entspricht. Leider sind diese nicht gerade die besten Voraussetzungen für spannende Rennen, was erneut die Frage aufwirft, warum sich die Entwickler bei diesem Spiel ausgerechnet für diese Fahrzeuge entschieden haben. Das erste Problem ist die Geschwindigkeit. Die Fahrzeuge bewegen sich nur sehr langsam fort, was das Geschwindigkeitsgefühl gleich Null setzt und keinen Spielspaß aufkommen lässt. Dazu kommt als zusätzlicher Frustfaktor die Steuerung. Die Trucks reagieren auf eure Lenkbefehle unheimliche träge. Das führt bei einer solch langsamen Geschwindigkeit zwar nicht direkt zu Problemen, aber ein Fahrzeug mit der Trägheit eines Panzers nimmt den Rennen jegliche Spannung.
Eure virtuellen Kontrahenten machen die ganze Angelegenheit auch nicht viel spannender. Ebenfalls langsam und ebenfall träge fahren sie ihre Runden und bemerken dabei scheinbar nicht einmal, dass sie sich mitten in einem Rennen befinden. Sie zeigen nämlich keinerlei Reaktion, lassen sich ohne Gegenwehr überholen und legen selbst keinen besonders großen Wert auf das Überholen. Sie fahren einfach nur die Strecke entlang, als würden sie eine Spazierfahrt machen. Damit kommt ein Gefühl auf, als wäre man ganz alleine auf der Strecke und das einzige Ziel bestünde darin die Strecke abzufahren, um dann irgendwann die Ziellinie zu erreichen.
Um doch noch für Motivation zu sorgen, haben die Entwickler eine Tuningwerkstatt in das Spiel integriert. Nach dem Motto „Pimp my Monster Truck“ könnt ihr eurer Fahrzeug dort aufrüsten lassen. Neue Motoren erhöhen die Geschwindigkeit eures Trucks, neue Reifen verbessern das Handling und Federungen sorgen für eine höhere Fahrstabilität. Klingt eigentlich danach, als würdet ihr am Ende einen schnellen und wendigen Truck aus eurem alten Fahrzeug machen können. Allerdings ist der Effekt enttäuschend gering. Ein voll aufgerüsteter Truck fährt nur kaum merklich schneller, so dass ihr am Ende immer noch über die Strecke kriecht und die Kurven mit unheimlicher Trägheit bewältigt. Das macht die Werkstatt leider nicht zu so einer großen Motivation, wie sie hätte sein können.
Pop-Up-Trucks in einer Pop-Up-Landschaft
Das Spiel verfügt auch über einen Mehrspieler-Modus, der allerdings keine Single-Card-Funktion unterstützt. Das bedeutet im Klartext, dass eure bis zu vier Mitspieler alle ebenfalls dieses Spiel besitzen müssen, damit ihr diesen Modus nutzen könnt. Das schöne an diesem Modus ist, dass die gelangweilten KI-Gegner wegfallen. Das negative daran ist, dass sich auch eure menschlichen Mitspieler nach kurzer Zeit langweilen werden, schließlich werden sie auch mit Minimalgeschwindigkeiten und absoluter Trägheit konfrontiert. Damit kommt im Mehrspielermodus auch nicht viel mehr Spaß auf, als in den anderen Modi.
In technischer Hinsicht ist dieser Titel eine einzige Katastrophe. Schwache Texturen, wenig Details und starre Hintergründe reizen die Fähigkeiten des Nintendo DS in keiner Weise aus. Dazu kommt ein sehr extremer Pop-Up-Effekt. Objekte sind nur zu sehen, wenn sie sich in eurer Nähe befinden, so dass immer wieder aus dem Nichts Absperrungen auftauschen und ihr erst spät erkennt, wohin die Strecke führt. Selbst eure Widersacher sind von diesem Effekt betroffen, so dass sie sich einfach in Luft auflösen, wenn sie sich ein bisschen von euch entfernen und dann plötzlich wieder auftauchen, wenn ihr euch ihnen nähert. Ebenfalls schwach ist der Sound, der mit monotoner Technomusik und unrealistischen Motorengebrumme die Lautlos-Funktion der Optionen sehr attraktiv macht.
Sascha Geldermann meint...
Es ist ein Rätsel, warum die Entwickler sich bei der Fahrzeugwahl dieses Rennspiels für Monster Trucks entschieden haben. Es gibt keine speziellen Modi oder Funktionen die dieser Thematik gerecht würden. Dabei sorgen die langsame Geschwindigkeit und große Trägheit der Trucks dafür, dass Geschwindigkeitsgefühl, Motivation und Spielspass bei den Rennen im Keim erstickt werden. Monster Trucks DS ist sowohl in spielerischer, als auch in technischer Hinsicht ein Titel, der die Qualitätskontrolle nie hätte überwinden dürfen.
Es ist ein Rätsel, warum die Entwickler sich bei der Fahrzeugwahl dieses Rennspiels für Monster Trucks entschieden haben. Es gibt keine speziellen Modi oder Funktionen die dieser Thematik gerecht würden. Dabei sorgen die langsame Geschwindigkeit und große Trägheit der Trucks dafür, dass Geschwindigkeitsgefühl, Motivation und Spielspass bei den Rennen im Keim erstickt werden. Monster Trucks DS ist sowohl in spielerischer, als auch in technischer Hinsicht ein Titel, der die Qualitätskontrolle nie hätte überwinden dürfen.

GRAFIK
Schwache Texturen, wenig Details und Pop-Ups quälen die Augen.
Schwache Texturen, wenig Details und Pop-Ups quälen die Augen.

SOUND
Sind die Augen erst einmal ruiniert, erledigen die monotone Technomusik und die miesen Geräusche auch noch die Ohren.
Sind die Augen erst einmal ruiniert, erledigen die monotone Technomusik und die miesen Geräusche auch noch die Ohren.

BEDIENUNG
Die Steuerung könnte genauer funktionieren.
Die Steuerung könnte genauer funktionieren.

UMFANG
Esgibt zwar 25 Strecken aber nur wenige Modi.
Esgibt zwar 25 Strecken aber nur wenige Modi.
SPIELSPASS
Lahmer Racer voller Fehler.
* kein Durchschnitt der einzelnen Kategorien
Lahmer Racer voller Fehler.
* kein Durchschnitt der einzelnen Kategorien
Informationen zum Spiel