Die Simpsons - Das Spiel
Artikel verfasst von Heiko Ellinger am 19.11.2007
Vorsicht, Gelbsucht!
Vor vielen Jahren erschuf Zeichner Matt Groening eine Familie, die heute weltweite Bekanntheit erlangt hat. Das Markenzeichen ist, und das kann man gänzlich ohne Rassismus-Gedanken sagen, die Hautfarbe. Denn wenn man nur die Kombination aus „gelb“ und „Familie“ erwähnt, werden viele bereits auf die Simpsons tippen. Die typische amerikanische Kleinstadt-Familie fristet ihr Dasein im verschlafenen und teils chaotischen Springfield (in welchem US-Bundesstaat das allerdings liegt, ist nach wie vor ein großes Geheimnis).
Während uns Homer, Marge, Bart, Lisa, Maggie und die vielen großen und kleinen Nebenrollen im Fernsehen bereits seit vielen Jahren und noch mehr Staffeln begleiten, dauerte es bis zum Jahr 2007, bis Groening und Co. auch die große Leinwand eroberten. „Die Simpsons – Der Film“ war ein voller Erfolg und so war es natürlich auch nur eine Frage der Zeit, bis die Simpsons auch wieder in Videospielen auftreten durften. Denn bereits auf Konsolen wie dem GameBoy konnten wir, oft mehr schlecht als recht, in die Haut der gelben Familie schlüpfen.
Branchengigant Electronic Arts hat sich die Simpsons-Lizenz für einen längeren Zeitraum gesichert. Daher stellen wir uns an dieser Stelle bereits darauf ein, dass „Die Simpsons – Das Spiel“ nicht der letzte Titel aus Springfield sein wird. Wir haben die Version für Nintendo DS bereits getestet und freuen uns darüber, wenn die Prognose eintrifft und wir noch öfter in die gelbste Stadt der USA einreisen dürfen.
Parodien und Charakterwechsel
Aus der Sicht von Electronic Arts wäre es natürlich fahrlässig, die einzelnen Vorzüge der Charaktere der Reihe nicht auszunutzen. Und so stürzt Ihr Euch nicht etwa nur mit Bart in das Abenteuer, sondern lasst Euch von der kompletten Familie begleiten. Jeder Charakter hat dabei besondere Spezialfähigkeiten, die wir uns an verschiedenen Stellen des Spiels zu Nutze machen müssen, um weiter zu kommen. Der rotznäsige Bart verwandelt sich in den Superhelden Bartman und kann von nun mit seinem Cape schweben. Familienoberhaupt Homer bläht sich zu einer großen Kugel auf und begibt sich so rollend durch die Level.
Eine richtige Besonderheit sind aber die Szenerien im Spiel, die Ihr aufsuchen werdet. Diese sind in großen Teilen an bekannte Videospiele angelehnt und auch sonst spart der Titel nicht mit Anspielungen auf die Branche. So wird sich der Verkäufer des Comicladens aus Springfield oft melden und Euch auf typische Klischees in Videospielen aufmerksam machen, die Ihr genau an dieser Stelle dann natürlich auch nutzen müsst. Titel wie „Grand Theft Scratchy“ und „Medal of Homer“ sorgen für den einen oder anderen Lacher. Darüber hinaus führt Euch die Reise aber auch in bekannte Gebiete aus der Serie. Wer wollte nicht schon einmal mit Homer das Land der Schokolade aufsuchen. In „Die Simpsons – Das Spiel“ habt Ihr nun endlich die Chance dazu.
Zwischen den Missionen seid Ihr in Springfield dank einer Karte unterwegs und könnt so verschiedene bekannte Orte aufsuchen. Dies ersetzt streng genommen einfach ein Menü, denn hier kommt Ihr auch in die Spieloptionen oder zu den Credits. Außerdem können im Comicladen Geheimnisse freigeschaltet werden. Im Kino schaut Ihr Euch die Videoschnipsel, die das Spiel immer wieder einstreut. Stolze 20 Minuten an Filmmaterial, das extra für das Videospiel geschaffen wurde, haben die Entwickler auf das DS-Modul gepackt. Und reicht Euch das noch nicht, kümmert Ihr Euch im Haus der Simpsons um Homer und sorgt für genügend Essen und Unterhaltung – angelehnt an die derzeitige Casual-Welle und natürlich auch an die hauseigene Sims-Reihe.
Sprechende Lieblinge
„Die Simpsons – Das Spiel“ wird in einer ansprechenden Optik präsentiert, ohne den DS zu überfordern. Im Gegensatz zu den Versionen für die Heimkonsolen läuft das Spielgeschehen in 2D ab, nutzt dafür aber beide Bildschirme, so dass oft auch ein Blick nach oben lohnt, um weitere Geheimnisse zu entdecken. Die Gebiete sind abwechslungsreich gestaltet, geben dies vom Setting her aber auch geradezu vor.
Die Videosequenzen haben eine hervorragende Bildqualität und auch der Sound kann hier überzeugen, denn alle Charaktere wurden natürlich mit den Original-Synchronsprechern besetzt. Das sorgt für ein dickes Atmosphäre-Plus. Die Musikuntermalung passt zu den Simpsons wie die Faust aufs Auge und auch die Soundeffekte kennt man so aus der Serie.
Das Spiel ist relativ einfach gehalten und sollte geübte Spieler vor keine all zu großen Probleme stellen. Dazu gesellt sich ein recht geringer Umfang, auch wenn man in den wenigen Stunden der Spielzeit (in der Regel 3-4 Stunden) sehr gut unterhalten wird. Die Rätseleinlagen stellen Euch auch vor keine großen Hürden, denn es gibt immer nur eine vorgegebene Lösung. Der Charakterwechsel etwa verläuft automatisch, so dass hier auch keine Möglichkeit besteht, das falsche Familienmitglied auszuwählen. Das fordert erfahrene Spieler nicht und sorgt so unweigerlich dafür, dass der Titel recht schnell durchgespielt ist. Da hilft auch der kurzweilige Mehrspieler-Part für bis zu vier Simpsons-Fans nicht mehr weiter. Die vier enthaltenen Minispiele halten nur kurzzeitig bei Laune, können aber immerhin auch per Download-Play mit nur einem Modul gespielt werden.
Vor vielen Jahren erschuf Zeichner Matt Groening eine Familie, die heute weltweite Bekanntheit erlangt hat. Das Markenzeichen ist, und das kann man gänzlich ohne Rassismus-Gedanken sagen, die Hautfarbe. Denn wenn man nur die Kombination aus „gelb“ und „Familie“ erwähnt, werden viele bereits auf die Simpsons tippen. Die typische amerikanische Kleinstadt-Familie fristet ihr Dasein im verschlafenen und teils chaotischen Springfield (in welchem US-Bundesstaat das allerdings liegt, ist nach wie vor ein großes Geheimnis). Während uns Homer, Marge, Bart, Lisa, Maggie und die vielen großen und kleinen Nebenrollen im Fernsehen bereits seit vielen Jahren und noch mehr Staffeln begleiten, dauerte es bis zum Jahr 2007, bis Groening und Co. auch die große Leinwand eroberten. „Die Simpsons – Der Film“ war ein voller Erfolg und so war es natürlich auch nur eine Frage der Zeit, bis die Simpsons auch wieder in Videospielen auftreten durften. Denn bereits auf Konsolen wie dem GameBoy konnten wir, oft mehr schlecht als recht, in die Haut der gelben Familie schlüpfen.
Branchengigant Electronic Arts hat sich die Simpsons-Lizenz für einen längeren Zeitraum gesichert. Daher stellen wir uns an dieser Stelle bereits darauf ein, dass „Die Simpsons – Das Spiel“ nicht der letzte Titel aus Springfield sein wird. Wir haben die Version für Nintendo DS bereits getestet und freuen uns darüber, wenn die Prognose eintrifft und wir noch öfter in die gelbste Stadt der USA einreisen dürfen.
Parodien und Charakterwechsel
Aus der Sicht von Electronic Arts wäre es natürlich fahrlässig, die einzelnen Vorzüge der Charaktere der Reihe nicht auszunutzen. Und so stürzt Ihr Euch nicht etwa nur mit Bart in das Abenteuer, sondern lasst Euch von der kompletten Familie begleiten. Jeder Charakter hat dabei besondere Spezialfähigkeiten, die wir uns an verschiedenen Stellen des Spiels zu Nutze machen müssen, um weiter zu kommen. Der rotznäsige Bart verwandelt sich in den Superhelden Bartman und kann von nun mit seinem Cape schweben. Familienoberhaupt Homer bläht sich zu einer großen Kugel auf und begibt sich so rollend durch die Level.
Eine richtige Besonderheit sind aber die Szenerien im Spiel, die Ihr aufsuchen werdet. Diese sind in großen Teilen an bekannte Videospiele angelehnt und auch sonst spart der Titel nicht mit Anspielungen auf die Branche. So wird sich der Verkäufer des Comicladens aus Springfield oft melden und Euch auf typische Klischees in Videospielen aufmerksam machen, die Ihr genau an dieser Stelle dann natürlich auch nutzen müsst. Titel wie „Grand Theft Scratchy“ und „Medal of Homer“ sorgen für den einen oder anderen Lacher. Darüber hinaus führt Euch die Reise aber auch in bekannte Gebiete aus der Serie. Wer wollte nicht schon einmal mit Homer das Land der Schokolade aufsuchen. In „Die Simpsons – Das Spiel“ habt Ihr nun endlich die Chance dazu. Zwischen den Missionen seid Ihr in Springfield dank einer Karte unterwegs und könnt so verschiedene bekannte Orte aufsuchen. Dies ersetzt streng genommen einfach ein Menü, denn hier kommt Ihr auch in die Spieloptionen oder zu den Credits. Außerdem können im Comicladen Geheimnisse freigeschaltet werden. Im Kino schaut Ihr Euch die Videoschnipsel, die das Spiel immer wieder einstreut. Stolze 20 Minuten an Filmmaterial, das extra für das Videospiel geschaffen wurde, haben die Entwickler auf das DS-Modul gepackt. Und reicht Euch das noch nicht, kümmert Ihr Euch im Haus der Simpsons um Homer und sorgt für genügend Essen und Unterhaltung – angelehnt an die derzeitige Casual-Welle und natürlich auch an die hauseigene Sims-Reihe.
Sprechende Lieblinge
„Die Simpsons – Das Spiel“ wird in einer ansprechenden Optik präsentiert, ohne den DS zu überfordern. Im Gegensatz zu den Versionen für die Heimkonsolen läuft das Spielgeschehen in 2D ab, nutzt dafür aber beide Bildschirme, so dass oft auch ein Blick nach oben lohnt, um weitere Geheimnisse zu entdecken. Die Gebiete sind abwechslungsreich gestaltet, geben dies vom Setting her aber auch geradezu vor.
Die Videosequenzen haben eine hervorragende Bildqualität und auch der Sound kann hier überzeugen, denn alle Charaktere wurden natürlich mit den Original-Synchronsprechern besetzt. Das sorgt für ein dickes Atmosphäre-Plus. Die Musikuntermalung passt zu den Simpsons wie die Faust aufs Auge und auch die Soundeffekte kennt man so aus der Serie. Das Spiel ist relativ einfach gehalten und sollte geübte Spieler vor keine all zu großen Probleme stellen. Dazu gesellt sich ein recht geringer Umfang, auch wenn man in den wenigen Stunden der Spielzeit (in der Regel 3-4 Stunden) sehr gut unterhalten wird. Die Rätseleinlagen stellen Euch auch vor keine großen Hürden, denn es gibt immer nur eine vorgegebene Lösung. Der Charakterwechsel etwa verläuft automatisch, so dass hier auch keine Möglichkeit besteht, das falsche Familienmitglied auszuwählen. Das fordert erfahrene Spieler nicht und sorgt so unweigerlich dafür, dass der Titel recht schnell durchgespielt ist. Da hilft auch der kurzweilige Mehrspieler-Part für bis zu vier Simpsons-Fans nicht mehr weiter. Die vier enthaltenen Minispiele halten nur kurzzeitig bei Laune, können aber immerhin auch per Download-Play mit nur einem Modul gespielt werden.
Heiko Ellinger meint...
Hübsch präsentiert ist „Die Simpsons – Das Spiel“ das wohl bisher beste Abenteuer auf einem Handheld der gelben Familie. Leider ist der Titel sehr kurz geraten, dabei würden wir uns doch noch weit mehr Parodien auf bekannte Videospiele wünschen. Bitte, EA, mehr davon!
Hübsch präsentiert ist „Die Simpsons – Das Spiel“ das wohl bisher beste Abenteuer auf einem Handheld der gelben Familie. Leider ist der Titel sehr kurz geraten, dabei würden wir uns doch noch weit mehr Parodien auf bekannte Videospiele wünschen. Bitte, EA, mehr davon!

GRAFIK
Hübsche Comic-Inszenierung, die an die TV-Vorlage erinnert.
Hübsche Comic-Inszenierung, die an die TV-Vorlage erinnert.

SOUND
Typische Simpsons-Melodien, Soundeffekte und Sprachsamples sorgen für eine gelungene Atmosphäre.
Typische Simpsons-Melodien, Soundeffekte und Sprachsamples sorgen für eine gelungene Atmosphäre.

BEDIENUNG
Abgesehen vom Einsatz bei Spezialfähigkeiten wird der Touchscreen vernachlässigt.
Abgesehen vom Einsatz bei Spezialfähigkeiten wird der Touchscreen vernachlässigt.

UMFANG
Leider ist der Titel viel zu kurz geraten.
Leider ist der Titel viel zu kurz geraten.
SPIELSPASS
Die besten Simpsons, die es bisher auf einem Handheld gab.
* kein Durchschnitt der einzelnen Kategorien
Die besten Simpsons, die es bisher auf einem Handheld gab.
* kein Durchschnitt der einzelnen Kategorien
Informationen zum Spiel