Power Rangers: Super Legends
Artikel verfasst von Sascha Geldermann am 18.11.2007
Ein Power Ranger kommt selten allein
Seit fast 15 Jahren gehören die Power Rangers fest in das TV-Programm vieler Länder und konnten trotz oder gerade wegen ihres trashigen Charakters eine große Fanbasis gewinnen. Dabei haben sich die Serie, ihre Helden und damit auch ihre Untertitel ständig verändert. Einen richtigen Überblick werden somit nur noch echte Fans haben, für die mit „Power Rangers: Super Legends“ ein Traum in Erfüllung gehen könnte. Dieses Spiel verbindet nämlich verschiedene Handlungsstränge der Serie miteinander und bietet dabei auch noch Charaktere aus zahlreichen Staffeln.
Alles beginnt damit, dass sich die böse Kreatur Gluto der Festnahme durch die Time Force Ranger entziehen kann. Das stellt sich schnell als einen besonders fatalen Misserfolg der Ranger heraus, da Gluto nun eine außerordentliche Macht entwickelt und sich mit den übelsten Schurken der Galaxie verbündet. Zum Glück stellt sich ihm der Omega Ranger in den Weg, der mit seinem Omega-Kristall in unsere Dimension reisen konnte. Doch auch seine Bemühungen schlagen fehl, sodass am Ende nicht nur Gluto erneut entkommt, sondern auch der Kristall zerbricht, womit der Omega Ranger nicht mehr in seine Dimension zurückkehren kann.
Wenig später landet der Omega Ranger in der Halle der Legenden, in der er von einem Lehrmeister empfangen wird. In dieser Halle befinden sich die Tore zu den verschiedensten Orten und Zeiten oder genauer gesagt zu den verschiedensten Handlungssträngen der TV-Serie. Von „Mighty Morphin“, über „Wild Force“ bis zu „Operation Overdrive“ sind alle wichtigen Staffeln vertreten, die alle besucht werden müssen, um den Omega-Kristall wieder zusammensetzen zu können. Das klingt für Fans natürlich sehr interessant, stellt sich aber schnell als Enttäuschung heraus. Eine richtige Handlung wird nämlich in keinem der 25 Levels vermittelt, sodass nur wirkliche Fans wissen können, worum es in den Abschnitten überhaupt geht. Auch die Gesamtstory um den Omega-Ranger und seinen Kristall verläuft sehr flach und bietet weder Spannung, noch besonders viel Sinn. Somit bleibt als einziger wirklich interessanter Punkt die Charakterauswahl übrig, die insgesamt 16 Ranger aus acht verschiedenen Staffeln umfasst.
Kampf auf Kampf
Das Gameplay verzichtet vollkommen auf Rätsel oder Geschicklichkeitspassagen und setzt stattdessen voll und ganz auf Gewalt. Es folgt ein Kampf nach dem nächsten, wobei häufig ein halbes Dutzend Gegner gleichzeitig auf den beiden Bildschirmen auftauchen. Um diese zu Strecke zu bringen müssen drei Knöpfe bearbeitet werden, die Schüsse, Schläge und Schwertangriffe ausführen. Bei der stets hohen Feindeszahl endet das sehr schnell in Button-Smashing, das auch vollkommen ausreicht, um siegreich zu sein. Die Gegner sind nämlich allesamt dumm wie Brot und geben sich auch vollkommen ohne Strategie geschlagen. Damit besteht das gesamte Gameplay quasi aus monotonem Button-Smashing, das schon nach wenigen Minuten langweilig wird.
Um doch noch etwas Abwechslung in die Sache zu bringen, steigen die Power Rangers ab und zu aber auch auf ihre Flugbikes und machen damit die Lüfte unsicher. Das ganze sieht dann aus, wie ein uralter Arcade-Shooter, bei dem wieder unzählige Feinde auf Euch zufliegen, die Dauerbeschuss verlangen. Somit endet auch diese Teil des Spiels wieder in Button-Smashing, sodass Abwechslung dann doch woanders gesucht werden muss.
Sie lässt sich schon eher in den Bosskämpfen finden. Hier steigt Ihr nämlich in den berühmten Megazord und tretet mit diesen gegen andere Kampfroboter an. Gezielt wird dabei mit dem Touchscreen, was aber nicht präzise klappen möchte. Aus der Ego-Perspektive wird hier nämlich nur wenig Überblick geboten, sodass Ihr nie das Gefühl habt, wirklich Kontrolle über den Megazord zu haben. Das führt natürlich zur Frustration, womit dieser Part sich zwar anders gestaltet als der Rest des Spiels, aber leider genauso wenig Spaß macht.
Da die Power Rangers für ihr Teamwork bekannt sind, bietet auch dieser Titel einen kooperativen Modus. Hier dürfen sich zwei Spieler, wenn sie denn beide eine Kopie von Power Rangers: Super Legends besitzen, gemeinsam ins Abenteuer stürzten. Doch dadurch, dass nun zwei Leute auf die Tasten hauen, wird das Gameplay leider auch nicht unterhaltsamer. So kommt auch im Mehrspieler-Modus nicht besonders viel Spaß auf.
Auf Splittersuche
In allen Levels lassen sich Splitter des Omega Kristalls sammeln, was aber eher eine Nebenerscheinung zu den Kämpfen ist. Die absolut gradlinigen und uninspirierten Levels lassen Euch die Kristalle nämlich eigentlich ganz automatisch einsammeln, ohne dass Ihr sie suchen müsstet. Nach geheimen Nischen oder alternativen Wegen werdet Ihr dagegen ewig suchen und das natürlich ohne Erfolg. Aber eigentlich könnt Ihr auch dankbar dafür sein, dass Euch die Splitter so in den Schoß geworfen werden, da sie der Zusammensetzung des Omega Kristalls und damit dem Hauptziel des Spiels dienen.
Darüber hinaus eröffnen die Splitter nach und nach auch neue Attacken, sodass recht früh im Spiel zum Beispiel der Sprungtritt erlernt werden kann. Eigentlich ist das aber auch überflüssig, schließlich können alle Gegner auch ganz problemlos mit den Standartangriffen zur Strecke gebracht werden. Somit bleibt es diesen neuen Angriffen verwehrt, Abwechslung in das Spiel zu bringen oder gar als eine Art Motivation zu dienen.
In grafischer Hinsicht bewegt sich das Spiel, und das ist leider bitterer Ernst, auf Game Boy Color Niveau. Sowohl die Charaktere, als auch die Umgebungen gehören einfach nicht mehr in unsere Zeit. Dazu kommen noch seltsame Animationen, die das optische Desaster perfekt machen. Passend dazu gestaltet sich dann auch der Sound, der mit seiner Dudelmusik und den einfachen Soundeffekten den Eindruck weiter unterstützt, dass dieses Spiel ein bis zwei Jahrzehnte zu spät kommt.
Seit fast 15 Jahren gehören die Power Rangers fest in das TV-Programm vieler Länder und konnten trotz oder gerade wegen ihres trashigen Charakters eine große Fanbasis gewinnen. Dabei haben sich die Serie, ihre Helden und damit auch ihre Untertitel ständig verändert. Einen richtigen Überblick werden somit nur noch echte Fans haben, für die mit „Power Rangers: Super Legends“ ein Traum in Erfüllung gehen könnte. Dieses Spiel verbindet nämlich verschiedene Handlungsstränge der Serie miteinander und bietet dabei auch noch Charaktere aus zahlreichen Staffeln.
Alles beginnt damit, dass sich die böse Kreatur Gluto der Festnahme durch die Time Force Ranger entziehen kann. Das stellt sich schnell als einen besonders fatalen Misserfolg der Ranger heraus, da Gluto nun eine außerordentliche Macht entwickelt und sich mit den übelsten Schurken der Galaxie verbündet. Zum Glück stellt sich ihm der Omega Ranger in den Weg, der mit seinem Omega-Kristall in unsere Dimension reisen konnte. Doch auch seine Bemühungen schlagen fehl, sodass am Ende nicht nur Gluto erneut entkommt, sondern auch der Kristall zerbricht, womit der Omega Ranger nicht mehr in seine Dimension zurückkehren kann.
Wenig später landet der Omega Ranger in der Halle der Legenden, in der er von einem Lehrmeister empfangen wird. In dieser Halle befinden sich die Tore zu den verschiedensten Orten und Zeiten oder genauer gesagt zu den verschiedensten Handlungssträngen der TV-Serie. Von „Mighty Morphin“, über „Wild Force“ bis zu „Operation Overdrive“ sind alle wichtigen Staffeln vertreten, die alle besucht werden müssen, um den Omega-Kristall wieder zusammensetzen zu können. Das klingt für Fans natürlich sehr interessant, stellt sich aber schnell als Enttäuschung heraus. Eine richtige Handlung wird nämlich in keinem der 25 Levels vermittelt, sodass nur wirkliche Fans wissen können, worum es in den Abschnitten überhaupt geht. Auch die Gesamtstory um den Omega-Ranger und seinen Kristall verläuft sehr flach und bietet weder Spannung, noch besonders viel Sinn. Somit bleibt als einziger wirklich interessanter Punkt die Charakterauswahl übrig, die insgesamt 16 Ranger aus acht verschiedenen Staffeln umfasst.
Kampf auf Kampf
Das Gameplay verzichtet vollkommen auf Rätsel oder Geschicklichkeitspassagen und setzt stattdessen voll und ganz auf Gewalt. Es folgt ein Kampf nach dem nächsten, wobei häufig ein halbes Dutzend Gegner gleichzeitig auf den beiden Bildschirmen auftauchen. Um diese zu Strecke zu bringen müssen drei Knöpfe bearbeitet werden, die Schüsse, Schläge und Schwertangriffe ausführen. Bei der stets hohen Feindeszahl endet das sehr schnell in Button-Smashing, das auch vollkommen ausreicht, um siegreich zu sein. Die Gegner sind nämlich allesamt dumm wie Brot und geben sich auch vollkommen ohne Strategie geschlagen. Damit besteht das gesamte Gameplay quasi aus monotonem Button-Smashing, das schon nach wenigen Minuten langweilig wird.
Um doch noch etwas Abwechslung in die Sache zu bringen, steigen die Power Rangers ab und zu aber auch auf ihre Flugbikes und machen damit die Lüfte unsicher. Das ganze sieht dann aus, wie ein uralter Arcade-Shooter, bei dem wieder unzählige Feinde auf Euch zufliegen, die Dauerbeschuss verlangen. Somit endet auch diese Teil des Spiels wieder in Button-Smashing, sodass Abwechslung dann doch woanders gesucht werden muss.
Sie lässt sich schon eher in den Bosskämpfen finden. Hier steigt Ihr nämlich in den berühmten Megazord und tretet mit diesen gegen andere Kampfroboter an. Gezielt wird dabei mit dem Touchscreen, was aber nicht präzise klappen möchte. Aus der Ego-Perspektive wird hier nämlich nur wenig Überblick geboten, sodass Ihr nie das Gefühl habt, wirklich Kontrolle über den Megazord zu haben. Das führt natürlich zur Frustration, womit dieser Part sich zwar anders gestaltet als der Rest des Spiels, aber leider genauso wenig Spaß macht.
Da die Power Rangers für ihr Teamwork bekannt sind, bietet auch dieser Titel einen kooperativen Modus. Hier dürfen sich zwei Spieler, wenn sie denn beide eine Kopie von Power Rangers: Super Legends besitzen, gemeinsam ins Abenteuer stürzten. Doch dadurch, dass nun zwei Leute auf die Tasten hauen, wird das Gameplay leider auch nicht unterhaltsamer. So kommt auch im Mehrspieler-Modus nicht besonders viel Spaß auf.
Auf Splittersuche
In allen Levels lassen sich Splitter des Omega Kristalls sammeln, was aber eher eine Nebenerscheinung zu den Kämpfen ist. Die absolut gradlinigen und uninspirierten Levels lassen Euch die Kristalle nämlich eigentlich ganz automatisch einsammeln, ohne dass Ihr sie suchen müsstet. Nach geheimen Nischen oder alternativen Wegen werdet Ihr dagegen ewig suchen und das natürlich ohne Erfolg. Aber eigentlich könnt Ihr auch dankbar dafür sein, dass Euch die Splitter so in den Schoß geworfen werden, da sie der Zusammensetzung des Omega Kristalls und damit dem Hauptziel des Spiels dienen.
Darüber hinaus eröffnen die Splitter nach und nach auch neue Attacken, sodass recht früh im Spiel zum Beispiel der Sprungtritt erlernt werden kann. Eigentlich ist das aber auch überflüssig, schließlich können alle Gegner auch ganz problemlos mit den Standartangriffen zur Strecke gebracht werden. Somit bleibt es diesen neuen Angriffen verwehrt, Abwechslung in das Spiel zu bringen oder gar als eine Art Motivation zu dienen.
In grafischer Hinsicht bewegt sich das Spiel, und das ist leider bitterer Ernst, auf Game Boy Color Niveau. Sowohl die Charaktere, als auch die Umgebungen gehören einfach nicht mehr in unsere Zeit. Dazu kommen noch seltsame Animationen, die das optische Desaster perfekt machen. Passend dazu gestaltet sich dann auch der Sound, der mit seiner Dudelmusik und den einfachen Soundeffekten den Eindruck weiter unterstützt, dass dieses Spiel ein bis zwei Jahrzehnte zu spät kommt.
Sascha Geldermann meint...
Bei "Power Rangers: Super Legends" verhaut Ihr mit monotonem Button-Smashing strunzdumme Gegner und kämpft Euch so durch eine blödsinnige Story. Somit ist das Spiel genauso trashig wie die TV-Serie, besitzt aber viel weniger Charme und Unterhaltungswert.
Bei "Power Rangers: Super Legends" verhaut Ihr mit monotonem Button-Smashing strunzdumme Gegner und kämpft Euch so durch eine blödsinnige Story. Somit ist das Spiel genauso trashig wie die TV-Serie, besitzt aber viel weniger Charme und Unterhaltungswert.

GRAFIK
Grafik auf Game Biy Color-Niveau.
Grafik auf Game Biy Color-Niveau.

SOUND
Auch der Sound ist gnadenlos veraltet.
Auch der Sound ist gnadenlos veraltet.

BEDIENUNG
Die Steuerung funktioniert hingegen gut.
Die Steuerung funktioniert hingegen gut.

UMFANG
16 spielbare Rangers aus acht TV-Staffeln werden Fan-Herzen höher schlagen lassen. Das Abenteuer ist aber viel zu kurz.
16 spielbare Rangers aus acht TV-Staffeln werden Fan-Herzen höher schlagen lassen. Das Abenteuer ist aber viel zu kurz.
SPIELSPASS
Dieses Spiel kommmt 20 Jahre zu spät.
* kein Durchschnitt der einzelnen Kategorien
Dieses Spiel kommmt 20 Jahre zu spät.
* kein Durchschnitt der einzelnen Kategorien
Informationen zum Spiel