Monster House
Artikel verfasst von Sascha Geldermann am 25.11.2006
Von Raum zu Raum
Wie würdet ihr reagieren, wenn ihr feststellen würdet, dass das Haus auf der anderen Straßenseite Menschen frisst? Abstand halten wäre wohl die vorerst sinnvollste Maßnahe. Ganz anders denken aber die drei zwölfjährigen Protagonisten des Kinofilms Monster House. Diese wagen sich nämlich in die Nähe eines gefräßigen Hauses und werden prompt von diesem verschluckt. In dem Lizenzspiel zum Film liegt es nun an euch, das Haus zu durchforsten und seinem teuflischen Treiben ein endgültiges Ende zu setzen.
Die Version des Nintendo DS unterscheidet sich deutlich von den Fassungen der anderen Konsolen. Ihr dürft das Haus nämlich nicht frei erkunden, sondern stattet gradlinig einem Raum nach dem anderen einen Besuch ab. Insgesamt 54 Räumlichkeiten wollen erkundet werden, die allesamt nur für wenige Minuten beschäftigen. Die gesamte Spieldauer beläuft sich dementsprechend nur auf einige Stunden und ist damit etwas zu kurz aufgefallen. Zwar besteht die Möglichkeit sich durch alle besuchten Räume zum wiederholten Male zu kämpfen, doch dafür gibt es keinen Anreiz, vor allem da auch keine Highscore-Listen vorhanden sind.
Schießen statt Rätseln
Es ist erforderlich alle Aufgaben in einem Raum zu erledigen, bevor der nächste zugänglich wird. Leider haben die Entwickler noch nicht einmal einfache Rätsel in das Spiel integriert, womit sich die Aufgabe in jedem der Räume darauf beschränkt, alle vorhanden Gegner zu eliminieren. Diese kommen in Scharen aus allen Ecken und Winkeln der Räume und stürzten sich auf euch. Zum Glück seid ihr allerdings nicht unbewaffnet, da jedes der drei Kinder über eine Wasserpistole verfügt. Diese wären gegen menschliche Widersacher zwar vollkommen nutzlos, doch ihr werdet ausschließlich mit lebendig gewordenen Einrichtungsgegenständen des Hauses konfrontiert und die sind einer ordentlichen Ladung H2O nicht gewachsen.
Das Gameplay bietet dabei eine geballte Portion Action. Die Gegner lassen euch kaum eine freie Sekunde und attackieren euch von allen Seiten. Dank einfacher Steuerung könnt ihr geschickt auf die Angriffe reagieren. Während das Geschehen auf dem oberen Bildschirm abläuft, dient der Touchscreen nicht nur als zweidimensionale Übersichtskarte, sondern auch zum Angriff. Drückt ihr dort auf die als rote Punkte angezeigten Gegner, visiert ihr sie automatisch an und spritzt eine Salve Wasser in die entsprechende Richtung. Wird der Stylus längere Zeit auf den Touchscreen gedrückt, eröffnen die Protagonisten das Dauerfeuer, womit sich alle Angreifer bequem erledigen lassen.
Die Action und die gelungene Steuerung sorgen zwar kurze Zeit für Spaß, aber schon sehr schnell verliert das primitive Gameplay seinen Reiz. Nicht nur die fehlenden Rätsel verhindern eine langzeitige Motivation, sondern auch die Anspruchslosigkeit der Kämpfe. Die lebendig gewordenen Möbel verfügen nur über eine sehr beschränkte KI und lassen sich vollkommen ohne Taktik zerstören. Darüber hinaus wiederholen sich die Gegner auch ständig, so dass ihr immer wieder mit Büchern, Stühlen und Lampen konfrontiert werdet, die sich in ihrem Verhalten nicht merklich voneinander unterscheiden.
Mittel gegen gefräßige Möbel
Damit wenigstens ein bisschen Abwechslung in das Spiel kommt, wurden den drei Helden unterschiedliche Wasserpistolen spendiert. Ihr müsst euch beim Betreten jedes Raums entscheiden, welchen der drei Zwölfjährigen, die DJ, Chowder und Jenny heißen, ihr nun in den Kampf schickt. DJ bietet eine Wasserpistole die sehr viele Schüsse in kurzer Zeit abgeben kann. Das Modell von Chowder ist zwar langsamer, verfügt im Gegenzug aber über einen größeren Wirkungsradius. Jenny trägt sogar zwei Pistolen bei sich, was ihr die Möglichkeit verschafft, Doppelschüsse abzugeben. Letztendlich sind diese Unterschiede allerdings nichts sehr gravierend und haben keine großen Auswirkungen auf das Spielgefühl. Daher kann die Wahl der Charaktere problemlos von eurer Sympathie abhängig gemacht werden.
Während die dezenten Unterschiede der Charaktere es nicht vermögen für Abwechslung zu sorgen, lockern zumindest einige Power-Ups das Spielgeschehen auf. Diese machen euch für kurze Zeit unverwundbar, stärker oder schneller. Interessant sind Wasserbomben oder Druckwellen, die euch gleich mehrere Gegner mit einem Schlag vom Leib schaffen. Auch Erweiterungen für die Wasserpistolen lassen sich finden, die euch einen Streuschuss oder einen stärkeren Wasserstrahl spendieren. Leider sind diese Erweiterungen allesamt nur von temporärer Natur und werden schon nach kurzer Zeit unbrauchbar. Das häufigste und wichtigste Power-Up ist mit Sicherheit der Erste-Hilfe-Kasten, der eines eurer maximal fünf Herzen wieder auffüllt, die ihr aufgrund der hohen Gegnerzahl schnell verlieren könnt.
In den Zimmern lassen sich gelegentlich auch Spielzeuge finden, die ebenfalls neue Räume eröffnen und beim vollständigen Sammeln ein sehr einfaches Minispiel zugänglich machen. Auch von dem Haus verschluckte Personen trefft ihr in manchen Räumen. Diese wirken sich allerdings nicht auf das Gameplay aus und werden von den Gegnern nicht einmal beachtet. Das ist sehr schade, denn das Beschützen dieser Personen wäre eine wohltuende Abwechslung gewesen. Im Grunde erfüllen die Personen überhaupt keine Funktion und führen mit euch nur belanglose Dialoge, der keinerlei Hilfestellung darstellen.
Einseitige Architektur
Passend zur Eintönigkeit der Spielmechanik, bieten auch die Räume keinerlei Variationen. Sie sehen allesamt aus wie alte Wohnzimmer mit immer den gleichen Regalen und Tischen. Andere Räumlichkeiten bekommt ihr nicht zu gesucht, was natürlich sehr schade ist. Schließlich beinhalten die Räume auch keine Geheimnisse, die eine genauere Erkundung ermöglichen würden. Selbst die Spielzeuge liegen unübersehbar auf dem Boden und lassen sich beim beiläufigen Vorübergehen einsammeln. Liebevolle Details lassen sich dagegen nicht einmal nach langer Suche entdecken. Atmosphäre wird damit fast überhaupt nicht erzeugt.
Die technische Seite des Spiels liegt unter dem Durchschnitt. Die aus der Vogelperspektive gezeigten Personen und Möbel werden nur sehr grob dargestellt und bewegen sich mit recht einfachen Animationen durch die Räume. Die Umgebung ist in dunklen Farben gehalten, die allerdings auch keine Atmosphäre erzeugen können. Die musikalische Untermalung beschränkt auf ein einziges, zum Überfluss auch noch unscheinbares, Lied und Soundeffekte sind nur in sehr einfacher Form vorhanden, die den Möglichketten des Nintendo DS nicht gerecht werden.
Wie würdet ihr reagieren, wenn ihr feststellen würdet, dass das Haus auf der anderen Straßenseite Menschen frisst? Abstand halten wäre wohl die vorerst sinnvollste Maßnahe. Ganz anders denken aber die drei zwölfjährigen Protagonisten des Kinofilms Monster House. Diese wagen sich nämlich in die Nähe eines gefräßigen Hauses und werden prompt von diesem verschluckt. In dem Lizenzspiel zum Film liegt es nun an euch, das Haus zu durchforsten und seinem teuflischen Treiben ein endgültiges Ende zu setzen.
Die Version des Nintendo DS unterscheidet sich deutlich von den Fassungen der anderen Konsolen. Ihr dürft das Haus nämlich nicht frei erkunden, sondern stattet gradlinig einem Raum nach dem anderen einen Besuch ab. Insgesamt 54 Räumlichkeiten wollen erkundet werden, die allesamt nur für wenige Minuten beschäftigen. Die gesamte Spieldauer beläuft sich dementsprechend nur auf einige Stunden und ist damit etwas zu kurz aufgefallen. Zwar besteht die Möglichkeit sich durch alle besuchten Räume zum wiederholten Male zu kämpfen, doch dafür gibt es keinen Anreiz, vor allem da auch keine Highscore-Listen vorhanden sind.
Schießen statt Rätseln
Es ist erforderlich alle Aufgaben in einem Raum zu erledigen, bevor der nächste zugänglich wird. Leider haben die Entwickler noch nicht einmal einfache Rätsel in das Spiel integriert, womit sich die Aufgabe in jedem der Räume darauf beschränkt, alle vorhanden Gegner zu eliminieren. Diese kommen in Scharen aus allen Ecken und Winkeln der Räume und stürzten sich auf euch. Zum Glück seid ihr allerdings nicht unbewaffnet, da jedes der drei Kinder über eine Wasserpistole verfügt. Diese wären gegen menschliche Widersacher zwar vollkommen nutzlos, doch ihr werdet ausschließlich mit lebendig gewordenen Einrichtungsgegenständen des Hauses konfrontiert und die sind einer ordentlichen Ladung H2O nicht gewachsen.
Das Gameplay bietet dabei eine geballte Portion Action. Die Gegner lassen euch kaum eine freie Sekunde und attackieren euch von allen Seiten. Dank einfacher Steuerung könnt ihr geschickt auf die Angriffe reagieren. Während das Geschehen auf dem oberen Bildschirm abläuft, dient der Touchscreen nicht nur als zweidimensionale Übersichtskarte, sondern auch zum Angriff. Drückt ihr dort auf die als rote Punkte angezeigten Gegner, visiert ihr sie automatisch an und spritzt eine Salve Wasser in die entsprechende Richtung. Wird der Stylus längere Zeit auf den Touchscreen gedrückt, eröffnen die Protagonisten das Dauerfeuer, womit sich alle Angreifer bequem erledigen lassen.
Die Action und die gelungene Steuerung sorgen zwar kurze Zeit für Spaß, aber schon sehr schnell verliert das primitive Gameplay seinen Reiz. Nicht nur die fehlenden Rätsel verhindern eine langzeitige Motivation, sondern auch die Anspruchslosigkeit der Kämpfe. Die lebendig gewordenen Möbel verfügen nur über eine sehr beschränkte KI und lassen sich vollkommen ohne Taktik zerstören. Darüber hinaus wiederholen sich die Gegner auch ständig, so dass ihr immer wieder mit Büchern, Stühlen und Lampen konfrontiert werdet, die sich in ihrem Verhalten nicht merklich voneinander unterscheiden.
Mittel gegen gefräßige Möbel
Damit wenigstens ein bisschen Abwechslung in das Spiel kommt, wurden den drei Helden unterschiedliche Wasserpistolen spendiert. Ihr müsst euch beim Betreten jedes Raums entscheiden, welchen der drei Zwölfjährigen, die DJ, Chowder und Jenny heißen, ihr nun in den Kampf schickt. DJ bietet eine Wasserpistole die sehr viele Schüsse in kurzer Zeit abgeben kann. Das Modell von Chowder ist zwar langsamer, verfügt im Gegenzug aber über einen größeren Wirkungsradius. Jenny trägt sogar zwei Pistolen bei sich, was ihr die Möglichkeit verschafft, Doppelschüsse abzugeben. Letztendlich sind diese Unterschiede allerdings nichts sehr gravierend und haben keine großen Auswirkungen auf das Spielgefühl. Daher kann die Wahl der Charaktere problemlos von eurer Sympathie abhängig gemacht werden.
Während die dezenten Unterschiede der Charaktere es nicht vermögen für Abwechslung zu sorgen, lockern zumindest einige Power-Ups das Spielgeschehen auf. Diese machen euch für kurze Zeit unverwundbar, stärker oder schneller. Interessant sind Wasserbomben oder Druckwellen, die euch gleich mehrere Gegner mit einem Schlag vom Leib schaffen. Auch Erweiterungen für die Wasserpistolen lassen sich finden, die euch einen Streuschuss oder einen stärkeren Wasserstrahl spendieren. Leider sind diese Erweiterungen allesamt nur von temporärer Natur und werden schon nach kurzer Zeit unbrauchbar. Das häufigste und wichtigste Power-Up ist mit Sicherheit der Erste-Hilfe-Kasten, der eines eurer maximal fünf Herzen wieder auffüllt, die ihr aufgrund der hohen Gegnerzahl schnell verlieren könnt.
In den Zimmern lassen sich gelegentlich auch Spielzeuge finden, die ebenfalls neue Räume eröffnen und beim vollständigen Sammeln ein sehr einfaches Minispiel zugänglich machen. Auch von dem Haus verschluckte Personen trefft ihr in manchen Räumen. Diese wirken sich allerdings nicht auf das Gameplay aus und werden von den Gegnern nicht einmal beachtet. Das ist sehr schade, denn das Beschützen dieser Personen wäre eine wohltuende Abwechslung gewesen. Im Grunde erfüllen die Personen überhaupt keine Funktion und führen mit euch nur belanglose Dialoge, der keinerlei Hilfestellung darstellen.
Einseitige Architektur
Passend zur Eintönigkeit der Spielmechanik, bieten auch die Räume keinerlei Variationen. Sie sehen allesamt aus wie alte Wohnzimmer mit immer den gleichen Regalen und Tischen. Andere Räumlichkeiten bekommt ihr nicht zu gesucht, was natürlich sehr schade ist. Schließlich beinhalten die Räume auch keine Geheimnisse, die eine genauere Erkundung ermöglichen würden. Selbst die Spielzeuge liegen unübersehbar auf dem Boden und lassen sich beim beiläufigen Vorübergehen einsammeln. Liebevolle Details lassen sich dagegen nicht einmal nach langer Suche entdecken. Atmosphäre wird damit fast überhaupt nicht erzeugt.
Die technische Seite des Spiels liegt unter dem Durchschnitt. Die aus der Vogelperspektive gezeigten Personen und Möbel werden nur sehr grob dargestellt und bewegen sich mit recht einfachen Animationen durch die Räume. Die Umgebung ist in dunklen Farben gehalten, die allerdings auch keine Atmosphäre erzeugen können. Die musikalische Untermalung beschränkt auf ein einziges, zum Überfluss auch noch unscheinbares, Lied und Soundeffekte sind nur in sehr einfacher Form vorhanden, die den Möglichketten des Nintendo DS nicht gerecht werden.
Sascha Geldermann meint...
Die NDS-Version von Monster House bietet eine sehr einfache Spielmechanik, die sich darauf beschränkt, in jedem Raum des Hauses alle Gegner zu eliminieren. Dabei wird zwar viel Action geboten und die Steuerung geht leicht von der Hand, die fehlende Abwechslung und der geringe Anspruch sorgen allerdings schnell für Langeweile. Dauerhaften Spaß hat dieses kurze, monotone und technisch schwache Lizenzspiel damit nicht zu bieten.
Die NDS-Version von Monster House bietet eine sehr einfache Spielmechanik, die sich darauf beschränkt, in jedem Raum des Hauses alle Gegner zu eliminieren. Dabei wird zwar viel Action geboten und die Steuerung geht leicht von der Hand, die fehlende Abwechslung und der geringe Anspruch sorgen allerdings schnell für Langeweile. Dauerhaften Spaß hat dieses kurze, monotone und technisch schwache Lizenzspiel damit nicht zu bieten.

GRAFIK
Die Grafik ist sehr detailarm.
Die Grafik ist sehr detailarm.

SOUND
Es gibt nur ein einziges nervtötendes Lied, das euch in den Wahnsinn treiben wird.
Es gibt nur ein einziges nervtötendes Lied, das euch in den Wahnsinn treiben wird.

BEDIENUNG
Die Steuerung macht keine Probleme.
Die Steuerung macht keine Probleme.

UMFANG
Das Abenteuer ist recht kurz.
Das Abenteuer ist recht kurz.
SPIELSPASS
Monotones Spiel mit schwacher Technik.
* kein Durchschnitt der einzelnen Kategorien
Monotones Spiel mit schwacher Technik.
* kein Durchschnitt der einzelnen Kategorien
Informationen zum Spiel