Riding Star 3
Artikel verfasst von Sascha Geldermann am 12.11.2007
Von eifrigen Reitern und gefühlslosen Pferden
Pferdenarren lassen sich in Deutschland viele finden, aber nicht alle haben die Möglichkeit ein eigenes Pferd ihr Eigen zu nennen oder gar an großen Turnieren teilzunehmen. Mit Riding Star 3 dürfen diese Träume nun aber zumindest auf virtueller Ebene verwirklicht werden. Dabei stehen das Training und die Pflege eines Pferdes auf dem Programm und letztendlich natürlich Wettkämpfe, die Euch sogar in ein ganz besonderes Stadion führen.
Bevor Ihr die Welt mit euren Reitkünsten erobern dürft, fangt Ihr aber erst einmal ganz klein an, nämlich im Tutorial. Hier werden zwar keine praktischen Übungen angeboten, dafür lässt sich aber kurz gefasste Theorie nachlesen, die über alle Modi des Spiels und die Steuerung aufklärt. Danach seid Ihr mit dem nötigen Wissen ausgerüstet, das Können lässt sich aber erst beim Training erwerben.
Vorher solltet Ihr eurem Pferd aber erstmal einen Namen geben und es im Stall versorgen. Denn nur ein ausgeruhtes Pferd kann gute Leistungen vollbringen. Außerdem baut Ihr durch die Pflege auch Vertrauen zu eurem Schützling auf, das besonders wichtig für ein gutes Zusammenspiel von Reiter und Reittier ist.
Leider sind die Interaktionsmöglichkeiten aber sehr begrenzt. Beim Streicheln und Bürsten reibt Ihr mit dem Stylus über euer Pferd, das diese Prozedur still über sich ergehen lässt, ohne sich auch nur ein bisschen zu bewegen oder Gefühle zu zeigen. Allein die Regeneration der Leistungsfähigkeit und das Wachsen des Vertrauens zeigen, dass das Pferd offenbar gefallen an der Pflege hat. Auch beim Reinigen der Hufe mit Stylus sind bei ihm keine Reaktionen auszumachen und bei der vierten und letzten Pflegeoption, dem Füttern, streckt euer es lediglich seinen Kopf zu Seite, um ein paar Bissen Heu zu verschlingen. So macht Pferdepflege natürlich nicht besonders viel Spaß.
Training kann zäh sein
Die meiste Zeit des Spiels werdet Ihr mit dem Training verbringen. Dabei legt Ihr erst einmal fest ob Ihr Geschwindigkeit, Ausdauer oder Sprungkraft fördern wollt, bevor Ihr Euch auf einen Parcours wiederfindet. Hier lässt sich die entsprechende Fähigkeit dann durch Reiten und Springen verbessern. Da alle Parcours eigentlich gleich aufgebaut sind, stellt sich aber die Frage, warum immer nur eine einzige Fähigkeit trainiert wird. So wird das Training nämlich unnötig in die Länge gezogen und gestaltet sich auf Dauer viel zu zäh.
Vielleicht soll das aber auch über die Armut an anderen Möglichkeiten hinwegtäuschen. Neben dem flachen Pflege- und dem zähen Trainingspart warten nämlich nur noch Turniere auf Euch. So wird vor allem das Ausreiten schmerzlich vermisst, bei dem vielleicht auch Areale außerhalb von Trainingsparcours hätten erforscht werden können. Auch Möglichkeiten zur Zucht von Fohlen oder Interaktionen mit anderen Reitern werdet Ihr vergebens suchen, womit viele bekannte Modi dieses Genres nicht geboten werden.
Die Höhepunkte von Riding Star 3 stellen ganz klar die Turniere dar. Von denen gibt es drei verschiedene Varianten, die sich in fünf Schwierigkeitsstufen bestreiten lassen. Beim Springreiten folgt Ihr einer bestimmten Strecke und müsst Hindernisse möglicht elegant bewältigen. Beim Militaryreiten, das heute eigentlich Vielseitigkeitsreiten heißt, kommt es wieder auf das Überspringen von Hindernissen an, hierbei spielt aber auch die Ausdauer eures Pferdes eine große Rolle, die auf keinen Fall überstrapaziert werden darf.
Eine ganz andere Kategorie ist dagegen das Dressurreiten, bei dem Ihr Streckenabschnitte durchqueren müsst, die immer eine ganz bestimmte Geschwindigkeit verlangen. Darüber hinaus werdet Ihr auch zu Dressurfiguren mit eurem Pferd aufgefordert, wobei eine bestimmte Tastenkombination schnell und fehlerfrei eingegeben werden muss. Das Ausführen der Figuren klappt dabei gut, so wie auch der Rest der Steuerung. Die L- bzw. R-Taste dient dabei zum Springen, während mit dem Steuerkreuz die Geschwindigkeit bestimmt bzw. euer Pferd in die richtige Richtung gelenkt wird. Abhängig von seiner momentanen Geschwindigkeit und Ausdauer, verändern sich die Bewegungen eures Schützlings auch, was ein recht realistisches Reitgefühl erzeugt.
Auf nach Aachen
Als ganz besonderes Extra für alle Fans des Reitsports haben die Entwickler der Aachener WM Stadion originalgetreu in das Spiel integriert, in dem das große Finale auf Euch wartet. Das ist natürlich eine interessante Motivation für alle Pferdenarren, die diesen wichtigen Ort schon immer betreten und erobern wollten. Die Fülle an Details hält sich dabei aber in Grenzen, da die Entwickler das Können des Nintendo DS nicht ausgeschöpft und somit nur eine sehr mäßige Optik zustande gebracht haben. Während die Modelle von Reiter und Pferd noch annehmbar sind, gestalten sich die Umgebungen viel zu grob. Passend dazu ist auch der Sound sehr einfach und unscheinbar ausgefallen und nicht einmal die Geräusche der Hufe mögen so richtig überzeugen.
Abseits der Einzelspieler-Aufgaben beinhaltet das Spiel auch noch einen Mehrspieler-Modus. Dabei müssen sich bis zu sechs Spieler aber einen Nintendo DS teilen. So bestreiten sie nacheinander ein Turnier und versuchen möglichst viele Punkte zu ergattern, um ihren Kontrahenten am Ende zu überbieten. Darüber hinaus gibt es auch noch Teamplay, das aber eigentlich genauso abläuft. Am Ende werden die Ergebnisse aller Spieler nur addiert und die Gesamtpunktzahl mit der eines wahllosen anderen Teams verglichen. Somit ist der Mehrspieler-Modus ganz nett, leidet aber genau wie der Solo-Part ebenfalls am Mangel von Varianten und Möglichkeiten.
Pferdenarren lassen sich in Deutschland viele finden, aber nicht alle haben die Möglichkeit ein eigenes Pferd ihr Eigen zu nennen oder gar an großen Turnieren teilzunehmen. Mit Riding Star 3 dürfen diese Träume nun aber zumindest auf virtueller Ebene verwirklicht werden. Dabei stehen das Training und die Pflege eines Pferdes auf dem Programm und letztendlich natürlich Wettkämpfe, die Euch sogar in ein ganz besonderes Stadion führen.
Bevor Ihr die Welt mit euren Reitkünsten erobern dürft, fangt Ihr aber erst einmal ganz klein an, nämlich im Tutorial. Hier werden zwar keine praktischen Übungen angeboten, dafür lässt sich aber kurz gefasste Theorie nachlesen, die über alle Modi des Spiels und die Steuerung aufklärt. Danach seid Ihr mit dem nötigen Wissen ausgerüstet, das Können lässt sich aber erst beim Training erwerben.
Vorher solltet Ihr eurem Pferd aber erstmal einen Namen geben und es im Stall versorgen. Denn nur ein ausgeruhtes Pferd kann gute Leistungen vollbringen. Außerdem baut Ihr durch die Pflege auch Vertrauen zu eurem Schützling auf, das besonders wichtig für ein gutes Zusammenspiel von Reiter und Reittier ist.
Leider sind die Interaktionsmöglichkeiten aber sehr begrenzt. Beim Streicheln und Bürsten reibt Ihr mit dem Stylus über euer Pferd, das diese Prozedur still über sich ergehen lässt, ohne sich auch nur ein bisschen zu bewegen oder Gefühle zu zeigen. Allein die Regeneration der Leistungsfähigkeit und das Wachsen des Vertrauens zeigen, dass das Pferd offenbar gefallen an der Pflege hat. Auch beim Reinigen der Hufe mit Stylus sind bei ihm keine Reaktionen auszumachen und bei der vierten und letzten Pflegeoption, dem Füttern, streckt euer es lediglich seinen Kopf zu Seite, um ein paar Bissen Heu zu verschlingen. So macht Pferdepflege natürlich nicht besonders viel Spaß.
Training kann zäh sein
Die meiste Zeit des Spiels werdet Ihr mit dem Training verbringen. Dabei legt Ihr erst einmal fest ob Ihr Geschwindigkeit, Ausdauer oder Sprungkraft fördern wollt, bevor Ihr Euch auf einen Parcours wiederfindet. Hier lässt sich die entsprechende Fähigkeit dann durch Reiten und Springen verbessern. Da alle Parcours eigentlich gleich aufgebaut sind, stellt sich aber die Frage, warum immer nur eine einzige Fähigkeit trainiert wird. So wird das Training nämlich unnötig in die Länge gezogen und gestaltet sich auf Dauer viel zu zäh.
Vielleicht soll das aber auch über die Armut an anderen Möglichkeiten hinwegtäuschen. Neben dem flachen Pflege- und dem zähen Trainingspart warten nämlich nur noch Turniere auf Euch. So wird vor allem das Ausreiten schmerzlich vermisst, bei dem vielleicht auch Areale außerhalb von Trainingsparcours hätten erforscht werden können. Auch Möglichkeiten zur Zucht von Fohlen oder Interaktionen mit anderen Reitern werdet Ihr vergebens suchen, womit viele bekannte Modi dieses Genres nicht geboten werden.
Die Höhepunkte von Riding Star 3 stellen ganz klar die Turniere dar. Von denen gibt es drei verschiedene Varianten, die sich in fünf Schwierigkeitsstufen bestreiten lassen. Beim Springreiten folgt Ihr einer bestimmten Strecke und müsst Hindernisse möglicht elegant bewältigen. Beim Militaryreiten, das heute eigentlich Vielseitigkeitsreiten heißt, kommt es wieder auf das Überspringen von Hindernissen an, hierbei spielt aber auch die Ausdauer eures Pferdes eine große Rolle, die auf keinen Fall überstrapaziert werden darf.
Eine ganz andere Kategorie ist dagegen das Dressurreiten, bei dem Ihr Streckenabschnitte durchqueren müsst, die immer eine ganz bestimmte Geschwindigkeit verlangen. Darüber hinaus werdet Ihr auch zu Dressurfiguren mit eurem Pferd aufgefordert, wobei eine bestimmte Tastenkombination schnell und fehlerfrei eingegeben werden muss. Das Ausführen der Figuren klappt dabei gut, so wie auch der Rest der Steuerung. Die L- bzw. R-Taste dient dabei zum Springen, während mit dem Steuerkreuz die Geschwindigkeit bestimmt bzw. euer Pferd in die richtige Richtung gelenkt wird. Abhängig von seiner momentanen Geschwindigkeit und Ausdauer, verändern sich die Bewegungen eures Schützlings auch, was ein recht realistisches Reitgefühl erzeugt.
Auf nach Aachen
Als ganz besonderes Extra für alle Fans des Reitsports haben die Entwickler der Aachener WM Stadion originalgetreu in das Spiel integriert, in dem das große Finale auf Euch wartet. Das ist natürlich eine interessante Motivation für alle Pferdenarren, die diesen wichtigen Ort schon immer betreten und erobern wollten. Die Fülle an Details hält sich dabei aber in Grenzen, da die Entwickler das Können des Nintendo DS nicht ausgeschöpft und somit nur eine sehr mäßige Optik zustande gebracht haben. Während die Modelle von Reiter und Pferd noch annehmbar sind, gestalten sich die Umgebungen viel zu grob. Passend dazu ist auch der Sound sehr einfach und unscheinbar ausgefallen und nicht einmal die Geräusche der Hufe mögen so richtig überzeugen.
Abseits der Einzelspieler-Aufgaben beinhaltet das Spiel auch noch einen Mehrspieler-Modus. Dabei müssen sich bis zu sechs Spieler aber einen Nintendo DS teilen. So bestreiten sie nacheinander ein Turnier und versuchen möglichst viele Punkte zu ergattern, um ihren Kontrahenten am Ende zu überbieten. Darüber hinaus gibt es auch noch Teamplay, das aber eigentlich genauso abläuft. Am Ende werden die Ergebnisse aller Spieler nur addiert und die Gesamtpunktzahl mit der eines wahllosen anderen Teams verglichen. Somit ist der Mehrspieler-Modus ganz nett, leidet aber genau wie der Solo-Part ebenfalls am Mangel von Varianten und Möglichkeiten.
Sascha Geldermann meint...
Riding Star 3 ist eine Reitsimulation mit sehr begrenzten Möglichkeiten. Viele genretypische Modi und komplexere Interaktionsmöglichkeiten mit den Pferden werden schmerzlich vermisst, sodass das Spiel hauptsächlich aus unnötig zähen Trainingseinheiten besteht. Dafür überzeugen aber die drei Turniervarianten, die Pferdenarren sogar das WM Stadion in Aachen erobern lassen.
Riding Star 3 ist eine Reitsimulation mit sehr begrenzten Möglichkeiten. Viele genretypische Modi und komplexere Interaktionsmöglichkeiten mit den Pferden werden schmerzlich vermisst, sodass das Spiel hauptsächlich aus unnötig zähen Trainingseinheiten besteht. Dafür überzeugen aber die drei Turniervarianten, die Pferdenarren sogar das WM Stadion in Aachen erobern lassen.

GRAFIK
Die Figuren sehen nett aus, die Umgebungen sind aber hässlich.
Die Figuren sehen nett aus, die Umgebungen sind aber hässlich.

SOUND
Die Musik ist recht unscheinbar.
Die Musik ist recht unscheinbar.

BEDIENUNG
Bei der Steuerung gibt es keine Probleme.
Bei der Steuerung gibt es keine Probleme.

UMFANG
Drei Turniervarianten sorgen für Abwechslung. An Modi mangelt es aber.
Drei Turniervarianten sorgen für Abwechslung. An Modi mangelt es aber.
SPIELSPASS
Zähes Reiterlebnis, das nur im Turnier Spaß macht.
* kein Durchschnitt der einzelnen Kategorien
Zähes Reiterlebnis, das nur im Turnier Spaß macht.
* kein Durchschnitt der einzelnen Kategorien
Informationen zum Spiel