Jagdfieber
Artikel verfasst von Sascha Geldermann am 21.11.2006
Abenteuer in der Wildnis
Im Wald ist der Teufel los. Nicht nur, dass die Menschen nach Beginn der Jagdsaison die Waldbewohner aufs Korn nehmen, auch die Tiere fahren schwere Geschütze auf. Eichhörnchen werfen mit Nüssen, Stinktiere sorgen für dicke Luft und es wurde sogar ein Bär beobachtet, der mit Hasen wirft. Wie konnte es nur so weit kommen?
Für die Beantwortung dieser Frage müssen wir Ereignisse betrachten, die vor dem Beginn der Jagdsaison ihren Lauf nahmen. Der friedfertige Bär Boog wohnte in der gemütlichen Garage der Wildhüterin Beth und genoss sein ruhiges Leben. Doch dann stelle der nervtötende Hirsch Elliot sein Leben auf den Kopf und brachte ihn in große Schwierigkeiten, so dass Beth keine andere Wahl blieb, als beide in der Wildnis auszusetzen. Als ob das nicht schon schlimm genug wäre, müssen die beiden auch noch feststellen, dass die Jagdsaison begonnen hat. Nun müssen sie nicht nur zurück nach Hause kommen, sondern sich auch noch gegen zahlreiche Jäger zur Wehr setzen.
Der Weg nach Hause führt durch 25 Level, die Boog und Elliot durch den Wald und deren nähere Umgebung führen. Auch wenn das Spiel eine 3D-Grafik vorweisen kann, sind die einzelnen Level nur auf zwei Dimensionen begrenzt. Damit sind die Wege schmal und gradlinig, so dass Ihr ihnen nur noch folgen müsst, ohne Angst zu haben, Euch zu verlaufen. Leider gibt es deshalb sehr wenig zu entdecken und zu erforschen. Das Ende jedes Levels ist auch immer sehr schnell erreicht, womit das gesamte Spiel leider nur wenige Stunden beschäftigen kann.
Schlechtes Teamwork
Die Aufgaben des Spiels lassen sich an den Fingern abzählen. Hindernisse müssen zerstört, Ziele getroffen, feindliche Tiere aus dem Weg geräumt und Jäger aus dem Wald vertrieben werden. Dabei sind Boog und Elliot stets gemeinsam unterwegs, wobei zwischen ihnen gewechselt werden kann. Der große Boog eignet sich hervorragend, wenn Gewaltanwendung erforderlich ist. Diese bewegt sich aber auf einem kindergerechten Niveau, so dass nie Getötet, sondern immer nur Vertrieben wird. Elliot ist dagegen der richtige Charakter, wenn Hindernisse mit einem schwungvollem Anlauf beseitig werden müssen.
Außerdem gibt es einem Teamwork-Button auf dem Touchscreen, womit Ihr Boog übernehmt und Elliot ihm automatisch folgt. Das hat den Vorteil, dass Elliot nun auch geworfen werden kann, womit sich Schalter umlegen und Feinde ausschalten lassen. Ärgerlich ist allerdings, dass Elliot ein ziemliches Kameradenschwein ist und das Teamwork oft einfach beendet. Wenn sich ein Gegner in der Nähe befindet bleibt er einfach stehen und auch an jedem Hindernis bleibt er hängen, so dass Ihr ihn übernehmen und zu Boog lotsen müsst. Damit müssen alle Hindernisse doppelt bewältigt werden, was der Motivation auf Dauer schadet.
Amoklauf durch den Wald
Die Aufgaben und Hindernisse des Spiels wiederholen sich immer wieder und bieten wenig Abwechslung. Allerdings geht es bei Jagdfieber auch viel mehr um das Vertreiben der Jäger. Der effektivste Weg, um Jäger für alle Zeiten aus dem Wald zu jagen, ist das Brüllen von Boog. Allerdings ist dafür auch ein gewisser Aufwand notwendig. Fünf Brüll-Sammelgegenstände müssen zuvor gesammelt werden, die gelegentlich mitten auf dem Weg liegen, aber meistens in Kisten und Fässern zu finden sind, die seltsamer Weise mitten im Wald stehen.
Sind alle benötigten Gegenstände in eurem Besitz, kann Boog endlich brüllen. Dieses wichtige Spielelement macht sehr guten Gebrauch von den Fähigkeiten des Nintendo DS. So könnt ihr selbst in das Mikrofon brüllen oder besser gesagt rufen, damit Boog es Euch im Spiel gleich tut. Wem das in der Öffentlichkeit zu unangenehm ist, kann in den Optionen allerdings auch festlegen, dass zum Brüllen schnell auf den Touchscreen getippt werden muss. Mit dem Tippen auf dem Touchscreen lässt sich auch eine Rammattacke von Elliot auslösen, die zwar gegen Jäger keine Wirkung zeigt, aber stabile Hindernisse zerstört.
Tierische Waffen
Boog und Elliot kommen zu zweit auf Dauer nicht gegen die Übermacht an Gegnern an, daher ist es wichtig Verbündete zu finden. Die Tiere des Waldes stehen den beiden anfangs alle feindlich gegenüber und attackieren sie sogar. Mit der Zeit können die beiden allerdings Freundschaft mit den anderen Tieren schließen. Ab diesem Zeitpunkt steht die betreffende Tierart dann auf ihrer Seite und kann von ihnen als Waffe missbraucht werden.
Kaninchen eigenen sich hervorragend als Wurfgeschosse, womit sich Gegner betäuben lassen. Eichhörnchen beziehen an bestimmten Punkten Position und bewerfen jeden Eindringling mit Nüssen. Sehr schmerzhaft für die Jäger sind auch Stachelschweine und außerdem eignen sich Stinktiere hervorragend, um gleich eine ganze Horde an Gegnern zu vertreiben. Der Einsatz der Tiere funktioniert einwandfrei und macht jede Menge Spaß. Er ist mit einer großen Portion Humor verbunden, der auch in den Dialogen zwischen Boog und Elliot oft deutlich wird und sehr unterhaltsam ist.
Auf Cracker-Jagd im Internet
Die NDS-Version von Jagdfieber beinhaltet einen Mehrspieler-Modus, der sich auch über die Wi-Fi Connection mit Spielern aus aller Welt bestreiten lässt. Die Internet-Unterstützung ist zwar lobenswert, das Spiel an sich ist allerdings nicht sehr aufregend. Die Spieler müssen sich gegenseitig einen Teddy abjagen. Der Spieler, der das begehrte Stück gerade in seinen Besitz hat, kann verteilte Cracker einsammeln, womit er Punkte gutgeschrieben bekommt. Der Spieler mit den meisten Punkten, geht logischer Weise als Sieger hervor.
Auch wenn sich das, aus der Seitenperspektive gezeigte, Spielgeschehen in nur zwei Dimensionen abspielt, wird eine ordentliche 3D-Grafik geboten. Die Charaktermodelle sind überaus gelungen, die Animationen flüssig und die Hintergründe farbenfroh. Mehr Details hätten aber mit Sicherheit nicht geschadet und auch die Art der Umgebung könnte mehr Variationen gebrauchen. Etwas mehr Abwechslung hätte auch der musikalischen Gestaltung gut getan, die unscheinbar ist, aber immer noch eine angenehme Untermalung darstellt.
Im Wald ist der Teufel los. Nicht nur, dass die Menschen nach Beginn der Jagdsaison die Waldbewohner aufs Korn nehmen, auch die Tiere fahren schwere Geschütze auf. Eichhörnchen werfen mit Nüssen, Stinktiere sorgen für dicke Luft und es wurde sogar ein Bär beobachtet, der mit Hasen wirft. Wie konnte es nur so weit kommen?
Für die Beantwortung dieser Frage müssen wir Ereignisse betrachten, die vor dem Beginn der Jagdsaison ihren Lauf nahmen. Der friedfertige Bär Boog wohnte in der gemütlichen Garage der Wildhüterin Beth und genoss sein ruhiges Leben. Doch dann stelle der nervtötende Hirsch Elliot sein Leben auf den Kopf und brachte ihn in große Schwierigkeiten, so dass Beth keine andere Wahl blieb, als beide in der Wildnis auszusetzen. Als ob das nicht schon schlimm genug wäre, müssen die beiden auch noch feststellen, dass die Jagdsaison begonnen hat. Nun müssen sie nicht nur zurück nach Hause kommen, sondern sich auch noch gegen zahlreiche Jäger zur Wehr setzen.
Der Weg nach Hause führt durch 25 Level, die Boog und Elliot durch den Wald und deren nähere Umgebung führen. Auch wenn das Spiel eine 3D-Grafik vorweisen kann, sind die einzelnen Level nur auf zwei Dimensionen begrenzt. Damit sind die Wege schmal und gradlinig, so dass Ihr ihnen nur noch folgen müsst, ohne Angst zu haben, Euch zu verlaufen. Leider gibt es deshalb sehr wenig zu entdecken und zu erforschen. Das Ende jedes Levels ist auch immer sehr schnell erreicht, womit das gesamte Spiel leider nur wenige Stunden beschäftigen kann.
Schlechtes Teamwork
Die Aufgaben des Spiels lassen sich an den Fingern abzählen. Hindernisse müssen zerstört, Ziele getroffen, feindliche Tiere aus dem Weg geräumt und Jäger aus dem Wald vertrieben werden. Dabei sind Boog und Elliot stets gemeinsam unterwegs, wobei zwischen ihnen gewechselt werden kann. Der große Boog eignet sich hervorragend, wenn Gewaltanwendung erforderlich ist. Diese bewegt sich aber auf einem kindergerechten Niveau, so dass nie Getötet, sondern immer nur Vertrieben wird. Elliot ist dagegen der richtige Charakter, wenn Hindernisse mit einem schwungvollem Anlauf beseitig werden müssen.
Außerdem gibt es einem Teamwork-Button auf dem Touchscreen, womit Ihr Boog übernehmt und Elliot ihm automatisch folgt. Das hat den Vorteil, dass Elliot nun auch geworfen werden kann, womit sich Schalter umlegen und Feinde ausschalten lassen. Ärgerlich ist allerdings, dass Elliot ein ziemliches Kameradenschwein ist und das Teamwork oft einfach beendet. Wenn sich ein Gegner in der Nähe befindet bleibt er einfach stehen und auch an jedem Hindernis bleibt er hängen, so dass Ihr ihn übernehmen und zu Boog lotsen müsst. Damit müssen alle Hindernisse doppelt bewältigt werden, was der Motivation auf Dauer schadet.
Amoklauf durch den Wald
Die Aufgaben und Hindernisse des Spiels wiederholen sich immer wieder und bieten wenig Abwechslung. Allerdings geht es bei Jagdfieber auch viel mehr um das Vertreiben der Jäger. Der effektivste Weg, um Jäger für alle Zeiten aus dem Wald zu jagen, ist das Brüllen von Boog. Allerdings ist dafür auch ein gewisser Aufwand notwendig. Fünf Brüll-Sammelgegenstände müssen zuvor gesammelt werden, die gelegentlich mitten auf dem Weg liegen, aber meistens in Kisten und Fässern zu finden sind, die seltsamer Weise mitten im Wald stehen.
Sind alle benötigten Gegenstände in eurem Besitz, kann Boog endlich brüllen. Dieses wichtige Spielelement macht sehr guten Gebrauch von den Fähigkeiten des Nintendo DS. So könnt ihr selbst in das Mikrofon brüllen oder besser gesagt rufen, damit Boog es Euch im Spiel gleich tut. Wem das in der Öffentlichkeit zu unangenehm ist, kann in den Optionen allerdings auch festlegen, dass zum Brüllen schnell auf den Touchscreen getippt werden muss. Mit dem Tippen auf dem Touchscreen lässt sich auch eine Rammattacke von Elliot auslösen, die zwar gegen Jäger keine Wirkung zeigt, aber stabile Hindernisse zerstört.
Tierische Waffen
Boog und Elliot kommen zu zweit auf Dauer nicht gegen die Übermacht an Gegnern an, daher ist es wichtig Verbündete zu finden. Die Tiere des Waldes stehen den beiden anfangs alle feindlich gegenüber und attackieren sie sogar. Mit der Zeit können die beiden allerdings Freundschaft mit den anderen Tieren schließen. Ab diesem Zeitpunkt steht die betreffende Tierart dann auf ihrer Seite und kann von ihnen als Waffe missbraucht werden.
Kaninchen eigenen sich hervorragend als Wurfgeschosse, womit sich Gegner betäuben lassen. Eichhörnchen beziehen an bestimmten Punkten Position und bewerfen jeden Eindringling mit Nüssen. Sehr schmerzhaft für die Jäger sind auch Stachelschweine und außerdem eignen sich Stinktiere hervorragend, um gleich eine ganze Horde an Gegnern zu vertreiben. Der Einsatz der Tiere funktioniert einwandfrei und macht jede Menge Spaß. Er ist mit einer großen Portion Humor verbunden, der auch in den Dialogen zwischen Boog und Elliot oft deutlich wird und sehr unterhaltsam ist.
Auf Cracker-Jagd im Internet
Die NDS-Version von Jagdfieber beinhaltet einen Mehrspieler-Modus, der sich auch über die Wi-Fi Connection mit Spielern aus aller Welt bestreiten lässt. Die Internet-Unterstützung ist zwar lobenswert, das Spiel an sich ist allerdings nicht sehr aufregend. Die Spieler müssen sich gegenseitig einen Teddy abjagen. Der Spieler, der das begehrte Stück gerade in seinen Besitz hat, kann verteilte Cracker einsammeln, womit er Punkte gutgeschrieben bekommt. Der Spieler mit den meisten Punkten, geht logischer Weise als Sieger hervor.
Auch wenn sich das, aus der Seitenperspektive gezeigte, Spielgeschehen in nur zwei Dimensionen abspielt, wird eine ordentliche 3D-Grafik geboten. Die Charaktermodelle sind überaus gelungen, die Animationen flüssig und die Hintergründe farbenfroh. Mehr Details hätten aber mit Sicherheit nicht geschadet und auch die Art der Umgebung könnte mehr Variationen gebrauchen. Etwas mehr Abwechslung hätte auch der musikalischen Gestaltung gut getan, die unscheinbar ist, aber immer noch eine angenehme Untermalung darstellt.
Sascha Geldermann meint...
Die NDS-Version von Jagdfieber ist ein humorvolles Adventure mit einem zu geringen Umfang und zu wenig Abwechslung. Der kreative Einsatz der Waldtiere und das Nutzen von Touchscreen und Mikrofon sorgen allerdings einige Zeit für Spaß. Es ist sehr schade, dass das Teamwork der beiden Charaktere nicht funktioniert und der Online-Modus sehr flach ausgefallen ist. Ohne diese Mankos hätte Jagdfieber nämlich mehr sein können, als ein gerade noch durchschnittliches Lizenzspiel.
Die NDS-Version von Jagdfieber ist ein humorvolles Adventure mit einem zu geringen Umfang und zu wenig Abwechslung. Der kreative Einsatz der Waldtiere und das Nutzen von Touchscreen und Mikrofon sorgen allerdings einige Zeit für Spaß. Es ist sehr schade, dass das Teamwork der beiden Charaktere nicht funktioniert und der Online-Modus sehr flach ausgefallen ist. Ohne diese Mankos hätte Jagdfieber nämlich mehr sein können, als ein gerade noch durchschnittliches Lizenzspiel.

GRAFIK
Die 3D-Grafik ist wirklich hübsch.
Die 3D-Grafik ist wirklich hübsch.

SOUND
Die musikalische Untermalung unterstützt das Geschehen passend.
Die musikalische Untermalung unterstützt das Geschehen passend.

BEDIENUNG
Der Einsatz von Touchscreen und Mikrofon ist super.
Der Einsatz von Touchscreen und Mikrofon ist super.

UMFANG
Das Abenteuer ist kurz und der Online-Modus witzlos.
Das Abenteuer ist kurz und der Online-Modus witzlos.
SPIELSPASS
Humorvolles Abenteuer mit unnötigen Kinderkrankheiten.
* kein Durchschnitt der einzelnen Kategorien
Humorvolles Abenteuer mit unnötigen Kinderkrankheiten.
* kein Durchschnitt der einzelnen Kategorien
Informationen zum Spiel