Donkey Kong: Jungle Climber
Artikel verfasst von Sascha Geldermann am 18.10.2007
Vom King of Swing zum Jungle Climber
Donkey Kong ist in den letzten Jahren zu einer Art Experimentieraffen für Nintendo geworden, der sich an neuen Konzepten versuchen muss. Neben Donkey Konga konnte dabei auch der Titel Donkey Kong: King of Swing überzeugen, der 2005 für den Game Boy Advance veröffentlicht wurde. Kein Wunder also, dass wenig später schon ein Nachfolger für den Nintendo DS angekündigt wurde, der nun unter den Namen Donkey Kong: Jungle Climber erschienen ist. Somit wartet auf den berühmten Gorilla erneut eine 2D-Kletterpartie voller Gefahren und Überraschungen.
Dabei hatte Donkey Kong Bergsteigen gar nicht in seinen Urlaub eingeplant. Eigentlich wollten er und seine Sippe nämlich einige ruhige Tage am sonnigen Strand der tropischen Sonneninsel verbringen. Doch wie das Schicksal so spielt, ist es mit der Erholung vorbei, als eine riesige Banane auf einem Berggipfel gesichtet wird. Von Neugier und vielleicht auch Hunger gepackt, beschließt Donkey Kong, das Geheimnis hinter dieser Riesenbanane zu lüften und fängt sofort an, den hohen Berg zu erklimmen. Auf dem Gipfel wartet zwar wirklich eine skurrile Überraschung auf den behaarten Helden, die eigentliche Geschichte ist aber sehr schwach und wenig spannend. Sie stellt eigentlich nur einen mehr oder weniger sinnvollen Grund dafür dar, dass Donkey Kong sich erneut am Klettern versuchen muss.
Aber die DK-Reihe ist seit jeher weniger für ihre hollywoodreifen Geschichten, sondern viel mehr für andere Stärken bekannt. Eine dieser Stärkten ist das unterhaltsame Gameplay, dass auch bei Jungle Climber überzeugen kann. Was schon bei Swing gefallen hat, funktioniert auch hier wieder wunderbar. Per L-Taste greift Ihr mit der linken und per R-Taste logischer Weise mit der rechten Hand zu. Durch abwechselndes Drücken ergreift Ihr somit einen Griff nach dem anderen und erreicht ungeahnte Höhen. Haltet Ihr dagegen eine der Tasten längere Zeit gedrückt, rotiert Donkey Kong im oder gegen den Uhrzeigersinn um den entsprechenden Griff. Beim Loslassen der Taste springt er dann in die Richtung, in die er gerade blickt, womit Ihr in hinschleudern könnt, wohin Ihr wollt.
Leicht zu erlernen, schwer zu meistern
Kenner von King of Swing werden sich schnell zurecht finden, alle anderen werde dagegen mit einer sehr ungewöhnlichen, da einzigartigen, Steuerung konfrontiert. Aber keine Sorge, Cranky Kong bietet sich auch dieses Mal wieder als Lehrmeister an und erklärt Euch den Spielablauf sehr genau. Somit werden auch Neulinge des Konzept schnell verinnerlicht haben und einwandfrei mit der zwar gewöhnungsbedürftigen, im Endeffekt aber sehr intuitiven Steuerung zurecht kommen. Was leicht zu erlernen ist, ist aber nicht ganz so leicht zu meistern. Zwar gibt es im Gegensatz zu Swing keine unfairen Stellen mehr, dennoch müssen gezielte Sprünge ausgeübt, harte Gegner besiegt und auch so manches Rätsel gelöst werden.
Eine der größten Stärken des Spiels ist der Ideenreichtum der Entwickler. Diese haben sich nämlich sichtlich Mühe gegeben, möglichst viel aus dem Konzept herauszuholen, was sich in jedem Level erneut feststellen lässt. Immer wieder lassen sich die Fähigkeiten von Donkey Kong anders einsetzen und auch im späteren Spielverlauf kann das Gameplay noch mit einigen Überraschungen aufwarten. Eines der neuen Elemente ist die Unterstützung durch Diddy Kong, der sich in Fässern finden lässt. Der kleine Helfer lässt sich prima als Wurfgeschoss missbrauchen, um Gegner zu treffen oder entlegene Items zu ergattern.
Darüber hinaus kann auch Diddy mit einigen interessanten Fähigkeiten überraschen, die Ihr erst im Verlaufe des Spiels zu Gesicht bekommt. Außerdem gibt Diddy aber auch einen guten Schutzschild ab. Eigentlich verliert Donkey sofort ein Leben, wenn er getroffen wird. Doch mit Diddy an seiner Seite verliert er durch einen Treffer zwar den kleinen Helfer, dafür kann er selbst aber heil und unversehrt weiterklettern. Somit lässt sich Donkey zwar durchaus als Kameradenschwein bezeichnen, zu seiner Verteidigung muss aber auch gesagt werden, dass Diddy beim nächsten Fass wohlbehalten wieder auftaucht.
Entschädigende Extras
Sammel-Freunde kommen auch beim neusten Abenteuer des Nintendo-Affens wieder voll auf ihre Kosten. Kristalle ermöglichen kurzzeitige Unverwundbarkeit, Bananen in rauen Mengen spendieren Extraleben und mit Münzen lassen sich Extras ergattern. Diese Extras sind sehr umfangreich ausgefallen, sind aber leider auch als eine Art Entschädigung für den etwas zu kurz geratenen Abenteuermodus anzusehen, in dem das Geheimnis über die Riesenbanane zu schnell gelüftet wird. Die Extras entschädigen das zwar nicht komplett, haben aber dennoch allerhand zu bieten. So gibt es einige nette Minispiele, in denen Donkey unter anderem über rollende Baumstämme springt oder mit Bananen jongliert. Noch interessanter sollte aber der Mehrspieler-Modus sein, in dem mit nur einer einzigen Cartridge bis zu vier Spieler im Wettklettern oder Schubfassrennen antreten können, was zumindest für einige Zeit wirklich unterhaltsam sein kann.
In Sachen Grafik hat sich seit King of Swing einiges getan, wobei es natürlich auch enttäuschend gewesen wäre, wenn Jungle Climber wie ein Game Boy Advance Spiel aussehen würde. Zwar gehört die Grafik sicherlich nicht zur Spitze der NDS-Spiele, was aber durch die dringend benötigte Übersichtlichkeit entschuldigt wird. Während diese im Vordergrund nicht mehr Details als nötig verlangt, können wenigstens die schönen Hintergründe und ansehnliche Charaktermodelle punkten und für Dschungel-Atmosphäre sorgen. Der Sound gibt dabei nur eine nette Begleitung ab und dudelt ansonsten eher charakterlos im Hintergrund.
Donkey Kong ist in den letzten Jahren zu einer Art Experimentieraffen für Nintendo geworden, der sich an neuen Konzepten versuchen muss. Neben Donkey Konga konnte dabei auch der Titel Donkey Kong: King of Swing überzeugen, der 2005 für den Game Boy Advance veröffentlicht wurde. Kein Wunder also, dass wenig später schon ein Nachfolger für den Nintendo DS angekündigt wurde, der nun unter den Namen Donkey Kong: Jungle Climber erschienen ist. Somit wartet auf den berühmten Gorilla erneut eine 2D-Kletterpartie voller Gefahren und Überraschungen.
Dabei hatte Donkey Kong Bergsteigen gar nicht in seinen Urlaub eingeplant. Eigentlich wollten er und seine Sippe nämlich einige ruhige Tage am sonnigen Strand der tropischen Sonneninsel verbringen. Doch wie das Schicksal so spielt, ist es mit der Erholung vorbei, als eine riesige Banane auf einem Berggipfel gesichtet wird. Von Neugier und vielleicht auch Hunger gepackt, beschließt Donkey Kong, das Geheimnis hinter dieser Riesenbanane zu lüften und fängt sofort an, den hohen Berg zu erklimmen. Auf dem Gipfel wartet zwar wirklich eine skurrile Überraschung auf den behaarten Helden, die eigentliche Geschichte ist aber sehr schwach und wenig spannend. Sie stellt eigentlich nur einen mehr oder weniger sinnvollen Grund dafür dar, dass Donkey Kong sich erneut am Klettern versuchen muss.
Aber die DK-Reihe ist seit jeher weniger für ihre hollywoodreifen Geschichten, sondern viel mehr für andere Stärken bekannt. Eine dieser Stärkten ist das unterhaltsame Gameplay, dass auch bei Jungle Climber überzeugen kann. Was schon bei Swing gefallen hat, funktioniert auch hier wieder wunderbar. Per L-Taste greift Ihr mit der linken und per R-Taste logischer Weise mit der rechten Hand zu. Durch abwechselndes Drücken ergreift Ihr somit einen Griff nach dem anderen und erreicht ungeahnte Höhen. Haltet Ihr dagegen eine der Tasten längere Zeit gedrückt, rotiert Donkey Kong im oder gegen den Uhrzeigersinn um den entsprechenden Griff. Beim Loslassen der Taste springt er dann in die Richtung, in die er gerade blickt, womit Ihr in hinschleudern könnt, wohin Ihr wollt.
Leicht zu erlernen, schwer zu meistern
Kenner von King of Swing werden sich schnell zurecht finden, alle anderen werde dagegen mit einer sehr ungewöhnlichen, da einzigartigen, Steuerung konfrontiert. Aber keine Sorge, Cranky Kong bietet sich auch dieses Mal wieder als Lehrmeister an und erklärt Euch den Spielablauf sehr genau. Somit werden auch Neulinge des Konzept schnell verinnerlicht haben und einwandfrei mit der zwar gewöhnungsbedürftigen, im Endeffekt aber sehr intuitiven Steuerung zurecht kommen. Was leicht zu erlernen ist, ist aber nicht ganz so leicht zu meistern. Zwar gibt es im Gegensatz zu Swing keine unfairen Stellen mehr, dennoch müssen gezielte Sprünge ausgeübt, harte Gegner besiegt und auch so manches Rätsel gelöst werden.
Eine der größten Stärken des Spiels ist der Ideenreichtum der Entwickler. Diese haben sich nämlich sichtlich Mühe gegeben, möglichst viel aus dem Konzept herauszuholen, was sich in jedem Level erneut feststellen lässt. Immer wieder lassen sich die Fähigkeiten von Donkey Kong anders einsetzen und auch im späteren Spielverlauf kann das Gameplay noch mit einigen Überraschungen aufwarten. Eines der neuen Elemente ist die Unterstützung durch Diddy Kong, der sich in Fässern finden lässt. Der kleine Helfer lässt sich prima als Wurfgeschoss missbrauchen, um Gegner zu treffen oder entlegene Items zu ergattern.
Darüber hinaus kann auch Diddy mit einigen interessanten Fähigkeiten überraschen, die Ihr erst im Verlaufe des Spiels zu Gesicht bekommt. Außerdem gibt Diddy aber auch einen guten Schutzschild ab. Eigentlich verliert Donkey sofort ein Leben, wenn er getroffen wird. Doch mit Diddy an seiner Seite verliert er durch einen Treffer zwar den kleinen Helfer, dafür kann er selbst aber heil und unversehrt weiterklettern. Somit lässt sich Donkey zwar durchaus als Kameradenschwein bezeichnen, zu seiner Verteidigung muss aber auch gesagt werden, dass Diddy beim nächsten Fass wohlbehalten wieder auftaucht.
Entschädigende Extras
Sammel-Freunde kommen auch beim neusten Abenteuer des Nintendo-Affens wieder voll auf ihre Kosten. Kristalle ermöglichen kurzzeitige Unverwundbarkeit, Bananen in rauen Mengen spendieren Extraleben und mit Münzen lassen sich Extras ergattern. Diese Extras sind sehr umfangreich ausgefallen, sind aber leider auch als eine Art Entschädigung für den etwas zu kurz geratenen Abenteuermodus anzusehen, in dem das Geheimnis über die Riesenbanane zu schnell gelüftet wird. Die Extras entschädigen das zwar nicht komplett, haben aber dennoch allerhand zu bieten. So gibt es einige nette Minispiele, in denen Donkey unter anderem über rollende Baumstämme springt oder mit Bananen jongliert. Noch interessanter sollte aber der Mehrspieler-Modus sein, in dem mit nur einer einzigen Cartridge bis zu vier Spieler im Wettklettern oder Schubfassrennen antreten können, was zumindest für einige Zeit wirklich unterhaltsam sein kann.
In Sachen Grafik hat sich seit King of Swing einiges getan, wobei es natürlich auch enttäuschend gewesen wäre, wenn Jungle Climber wie ein Game Boy Advance Spiel aussehen würde. Zwar gehört die Grafik sicherlich nicht zur Spitze der NDS-Spiele, was aber durch die dringend benötigte Übersichtlichkeit entschuldigt wird. Während diese im Vordergrund nicht mehr Details als nötig verlangt, können wenigstens die schönen Hintergründe und ansehnliche Charaktermodelle punkten und für Dschungel-Atmosphäre sorgen. Der Sound gibt dabei nur eine nette Begleitung ab und dudelt ansonsten eher charakterlos im Hintergrund.
Sascha Geldermann meint...
In Donkey Kong: Jungle Climber kann Nintendo erneut mit dem durchdachten Klettergameplay überzeugen. Die einzigartige Steuerung und das überzeugende Spielprinzip sind dabei zwar schnell erlernt, dennoch werdet Ihr auch in späteren Levels noch durch neue Elemente gefordert und unterhalten. Schade nur, dass das Abenteuer etwas zu kurz ausgefallen ist, auch trotz der vielen Extras.
In Donkey Kong: Jungle Climber kann Nintendo erneut mit dem durchdachten Klettergameplay überzeugen. Die einzigartige Steuerung und das überzeugende Spielprinzip sind dabei zwar schnell erlernt, dennoch werdet Ihr auch in späteren Levels noch durch neue Elemente gefordert und unterhalten. Schade nur, dass das Abenteuer etwas zu kurz ausgefallen ist, auch trotz der vielen Extras.

GRAFIK
Die Grafik bietet nur wenige Details, sorgt damit aber für die nötige Übersicht.
Die Grafik bietet nur wenige Details, sorgt damit aber für die nötige Übersicht.

SOUND
Die musikalische Seite des Spiels ist gut.
Die musikalische Seite des Spiels ist gut.

BEDIENUNG
Die Steuerung geht leicht von der Hand.
Die Steuerung geht leicht von der Hand.

UMFANG
Das Abenteuer ist etwas zu kurz, immerhin gibt es aber viele Extras.
Das Abenteuer ist etwas zu kurz, immerhin gibt es aber viele Extras.
SPIELSPASS
Tolle Kletterei voller Ideen.
* kein Durchschnitt der einzelnen Kategorien
Tolle Kletterei voller Ideen.
* kein Durchschnitt der einzelnen Kategorien
Informationen zum Spiel